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 Brand New Story

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Dean
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BeitragThema: Brand New Story   Mo 25 Aug 2014, 16:34

das Eingangsposting lautete :


One Piece - Die Legende:
 
Reichtum, Macht und Ruhm - der Mann, der sich dies alles erkämpft hat, war Gold Roger, der König der Piraten. Als er hingerichtet wurde, waren seine letzen Worte: "Ihr wollt meinen Schatz? Den könnt ihr haben. SUCHT IHN DOCH! Irgendwo habe ich den größten Schatz der Welt versteckt." Dieser Schatz ist das ONE PIECE. Und er liegt irgendwo auf der Grandline. Damit brach das große Piratenzeitalter an.

***
Überall, so weit das Auge reichte, sah man nichts als Wasser. Am Himmel dagegen zogen zahlreiche Wolken vorbei. Durch das Rauschen des Meeres kombiniert mit dem leichten Wellengang, der einen förmlich schon in den Schlaf wiegte, musste man aufpassen, dass man nicht einfach einschlief. Die Möwen, die einen scheinbar nicht in Ruhe ließen und einen auf seiner Reise begleiteten, konnten dies immerhin doch noch mit ihrem Geschrei verhindern. Die meisten empfanden dies vielleicht als nervtötend, so aber nicht ich.
Ich befand mich in einer ähnlichen Situation, denn zurzeit fuhr ich mit dem gekaperten Boot über den East Blue und fand mich in einer völlig ungewohnten Umgebung wieder. Meine Aufregung auf das, was auf mich zukam, konnte ich kaum in Worte fassen. Aufgrund dieser Aufregung drohte ich auch nicht einzuschlafen, obwohl das Meeresrauschen und der leichte Wellengang genau dazu verleiten wollten. Die Möwen mussten ihren Teil nicht einmal dazu beitragen, doch empfand ich ihre Gesellschaft als sehr angenehm. Sie gaben mir schlichtweg ein heimatliches Gefühl, denn allein die Tatsache, dass Möwen bekanntlich Tiere waren, ließ mich an meine Heimat denken. Diese Möwen hier schienen allerdings keinesfalls gefährlich zu sein. Vielmehr vermittelten sie mir noch ein Gefühl von Freiheit. Frei wie ein Vogel, der nicht mal an die Gesetze der Schwerkraft gebunden zu sein schien - so sollten Piraten leben.
Es wehte kaum Wind, aber dennoch genug, um mein bescheidenes Segelboot in Bewegung zu versetzen. Ich war noch keinen Tag unterwegs, doch von meiner Heimatinsel war weit und breit nichts zu sehen. Ich bereute auch keine einzige Sekunde, seitdem ich Monchasse verlassen hatte. Einzig und allein um Taya machte ich mir etwas Sorgen, vor allem wenn ich einen Blick auf die Kette warf, die sie mir kurz vor meiner Abreise um meinen Hals gelegt hatte. Letztlich wusste ich aber nicht, was auf Monchasse los war. Moment, eines störte mich doch gerade. An meinem Boot gab es ein kleines Merkmal, dass mich an meine Heimatinsel erinnerte. Über dem Segel wehte eine Fahne im Wind, auf der das Wappen des Königreichs Gloss abgebildet war. Ich war nun ein Pirat und wollte nicht mit dem Königreich in Verbindung gebracht werden. Aus diesem Grund verwandelte ich mich in meine Hybrid-Form von Mensch und Drache und entfernte die Fahne, indem ich sie zuerst runterholte und dann verbrannte. Danach verwandelte ich mich auf der Stelle zurück.
Bislang war auf meiner Reise sonst nicht viel passiert. Ich war noch niemandem begegnet, doch ich war mir sicher, dass das nicht ewig so bleiben würde. Schließlich befanden wir uns im großen Piratenzeitalter. Letztlich konnte ich aber wirklich nicht sagen, was passieren würde. Der Wind würde mir schon den Weg weisen. Zurzeit blieb mir sowieso keine andere Wahl, denn von Seefahrt an sich verstand ich recht wenig, dafür aber umso mehr vom Jagen. Deshalb lag es am Wind, meinen Weg zu bestimmen. Er würde mich schon in die richtige Richtung lenken.
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Dean
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Sa 08 Nov 2014, 09:17

Angelehnt auf dem Boden der Kabine sitzend sah ich Lynelle an und wandte meinen Blick nicht von ihr ab. Mein Gesichtsausdruck blieb dabei die ganze Zeit kühl, selbst als Lynelle mir eine Antwort auf meine Frage gab. Bei dieser wurde ich lediglich hellhörig, da es mich wirklich sehr interessierte, wie sie die Explosion ausgelöst hatte. Mein Gesicht nahm dann doch für einen kurzen Moment einen verwunderten Ausdruck an, als Lynelle eine Spielkarte zog. Niemals wäre ich darauf gekommen, dass eine Spielkarte damit zu tun hatte. Lynelles darauf folgende Erklärung klang aber plausibel. Da ich den Sprengsatz aber kaum erkennen konnte, obwohl ich gute Augen hatte, stand ich auf und stellte mich vors Bett. Ich ergriff Lynelles Handgelenk und zog es vorsichtig etwas näher zu mir. Jetzt konnte ich mehr sehen. "Beeindruckend! Das erfordert doch bestimmt viel Fingerspitzengefühl.", sagte ich. Ich fand es wirklich beeindruckend, dass Lynelle zu so etwas in der Lage war. Gleichzeitig warfen sich mir neue Fragen auf. Irgendetwas stimmte nämlich nicht. Ich sah Lynelle in die Augen und sagte: "Merkwürdig. Ich finde es irgendwie unglaublich, dass du die Sprengkörper an den Karten angebracht hast. Ich will dir nicht unterstellen, dass du lügst, aber mir stellt sich eben die Frage, wie du das angestellt hast, wenn du dich kaum bewegen kannst. Wenn ich so darüber nachdenke, ist das noch beeindruckender." Ein leichtes Lächeln zierte daraufhin mein Gesicht. Eine Erklärung erwartete ich nicht von ihr. Vielmehr wollte ich, dass sie sich ausruhte. Mir tat etwas Erholung auch gut, obwohl der Kampf mir nicht wirklich viel abverlangt hatte. Lynelle fragte ich zumindest: "Willst du nicht so langsam schlafen?"
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mo 10 Nov 2014, 17:34

Am liebsten hätte ich ihm sofort eine Antwort gegeben, doch wie auf Kommando fielen mir die Augen zu. Ob ich sie wirklich selbst präpariert hatte, konnte ich ihm nicht sagen, doch es war eben de Erklärung von meinem Meister, da dieser sich in diesem Fachgebiet wohl nicht auskannte. Ich musste dies wohl, sonst hätte ich dies wahrscheinlich nicht tun können. Trotzdem hatte ich daran keinerlei Erinnerungen, weshalb es mich doch immer wieder verblüffte, wenn mich andere darauf ansprachen. Gut bis dato, hatten sie meinen Herrn angesprochen, da mich bis auf Diego noch immer jeder für ein einfaches Spielzeug zu halten schien. Jedenfalls dauerte es wirklich nicht lange und da war ich auch schon eingeschlafen. Seltsam, dass meine Müdigkeit erst jetzt so richtig auftauchte, immerhin kannte ich keinen Tag an dem ich schon mal so müde gewesen war wie jetzt. Mein Gedächtnis war so oder so mit einem Sieb zu vergleichen, da ich alles immer wieder vergaß. Selbst wenn es wichtige Dinge waren, wirklich lange dachte ich nie daran, ob dies wohl beabsichtigt war? Gut ich wusste, dass ich nicht immer eine Marionette gewesen war, aber gleichzeitig konnte ich mich an mein Leben davor nicht mehr erinnern. Wie gesagt ein Gedächtnis wie ein Sieb eben. Mein Schlaf war im Vergleich dazu aber eher ruhig, ich bewegte mich kaum und auch sonst konnte ich nicht sagen, ob ich irgendetwas träumte. Das einzige was ich wusste war, dass sich meine Brust nicht hob und wieder senkte, wie es bei normalen Menschen der Fall war. Eine Tatsache, die ich sogar schon vermisste, selbst wenn ich keine Ahnung mehr hatte, wie es war ein Mensch zu sein. Interessanter war dabei nur die Tatsache, dass sich mit einem lauten Knacken, welches mich nicht einmal aus meinem Schlaf riss, meine Marionettengestalt, von mir löste. Wohin sie verschwand und warum ich davon nichts mitbekam, waren dabei zwei Sachen auf die ich selbst keine Antwort wusste. Jedenfalls sah man so dann doch auch wieder, wie sich meine Brust hob und senkte, wie bei einem richtigen Menschen eben. Hätte ich gewusst, was wenn ich schlief mit mir geschah, so hätte ich bestimmt schon eher gegen meinen Meister etwas unternommen, oder zumindest ihn zur Rede gestellt.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mi 12 Nov 2014, 06:00

Lynelle gab mir so ziemlich die beste Antwort, die sie mir auf diese Frage hatte geben können. Zugegeben, zuerst sah ich sie etwas genervt an, da sie keine Antwort aussprach, doch schnell merkte ich, dass sie einfeschlafen war. Etwas anderes wollte ich doch gar nicht. Lynelle zauberte mir damit ein Lächeln aufs Gesicht und ich sollte mich nun auch beruhigt hinlegen und schlafen können. Vor ihrem Bett streckte ich mich noch, bevor ich mich umdrehte und mich zurück dorthin setzen wollte, wo ich gerade eben auch gesessen hatte. In dieser Drehbewegung bemerkte ich aber Lynelles Veränderung. Anfangs drehte ich mich nicht wieder zurück zu ihr um, da ich glaubte, meine Augen hätten mir einen Streich gespielt. Dann aber stellte ich fest, dass es in diesem Raum anders roch, deutlich angenehmer als vorher. Daraufhin drehte ich mich doch wieder um, um einen Blick auf Lynelle zu erhaschen und musste feststellen, dass ich doch richtig gesehen hatte. Lynelle war ein Mensch geworden.
Ich blieb mitten im Raum stehen und starrte Lynelle an. Dabei dachte ich darüber nach, wie es möglich war, dass Lynelle ihre Puppengestalt ablegen konnte. Da ich selbst ein Teufelsfruchtnutzer war, vermutete ich zuerst, dass Lynelle ebenfalls eine gegessen haben musste, wovon sie selbst nichts mehr wusste. Mit Sicherheit konnte ich aber nicht sagen, ob es so war. Mein Blick ließ sich nicht so leicht von Lynelle abwenden. Ich begann sogar mich zu fragen, ob sie jetzt kitzlig war und wollte dies am liebsten sofort herausfinden, beinahe berührte ich sie sogar schon, doch ich ließ es bleiben, da ich sie nicht wecken wollte. Meine Gedanken waren einfach kurz bei Taya gewesen, die halt kitzlig war, doch Lynelle war nicht Taya und Taya nicht Lynelle. Sie waren zwei völlig verschiedene Personen. Ich legte mich noch nicht einmsl neben sie hin, dafür deckte ich sie aber noch zu. Anschließend setzte ich mich wieder hin, lehnte mich wieder an und beobachtete Lynelle, bis ich selbst der Müdigkeit nachgeben musste, mir also die Augen zufielen und ich einschlief.
Nachdem Lynelle und ich eingeschlafen waren, verging die Zeit wahrscheinlich wie im Flug. Was ich nicht wusste war, dass ich im Schlaf von allein aufstand und mich neben Lynelle hinlegte. Ich lag daraufhin rechts neben ihr auf dem Bauch und legte meinen linken Arm über sie. Anscheinend hatte mein Körper das Bedürfnis, ihrem Wärme zu spenden. Vielleicht hatte ich selbst auch dieses Bedürfnis und wusste nur nichts davon. Spätestens wenn ich aber aufwachte würde ich mitbekommen, dass ich neben ihr lag. Bis dahin schlief ich einfach weiter.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Sa 15 Nov 2014, 15:16

Um ehrlich zu sein bekam ich von all dem nichts mit. Trotzdem reagierte mein Körper von ganz allein und kuschelte sich bald schon instinktiv an die Wärmequelle. Noch immer verging mein Schlaf eigentlich recht traumlos und wenn ich doch etwas träumte, erinnerte ich mich nicht mehr daran. Immer noch war mein Gedächtnis eher mit einem Sieb zu vergleichen, da ich praktisch alles vergaß, was nicht bedeutsam war. Doch egal was gerade auch war, so gut geschlafen hatte ich bestimmt schon lange nicht mehr. Ob das an Diego lag? Schon seltsam, ich bemerkte nicht einmal, dass ich mich an ihn kuschelte, aber trotzdem fühlte ich mich so geborgen in seinen Armen. Das die Nacht tatsächlich so schnell verging, ahnte ich dabei noch lange nicht. Nach und nach ging draußen die Sonne auf und durch das kleine Fenster drangen einige Strahlen ins Zimmer. Langsam kam ich wieder zu mir und so gesellte sich auch das Knarren von Holz wieder zu mir, was nicht nur durch die Holzdielen verursacht wurde. Meine Bewegungen waren langsam, extrem langsam und so dauerte es auch ein wenig, bis ich meine Augen wieder geöffnet hatte. Meine Augen weiteten sich vor Schock, als ich direkt in das Gesicht von Diego blickte und wahrlich, wenn ich es könnte, wäre ich sofort rot angelaufen. Unweigerlich versuchte ich mich von ihm zu entfernen, was aber doch schwerer war, als gedacht.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   So 16 Nov 2014, 10:25

Von meinen Handlungen während ich schlief bekam ich absolut nichts mit. Wenn ich das täte, hätte ich sie aber auch nicht nachvollziehen können, da ich schon nicht wüsste, warum ich mich neben Lynelle hingelegt hatte. Dazu kam dann sogar noch, dass wir miteinander kuschelten. Lynelle kuschelte sich vielleicht an mich, doch es war nicht auszuschließen, dass ich sie im Schlaf nicht sogar noch fester an mich drückte. Davon bekam ich aber nichts mit, da ich mich in meinem Traum wiederfand, der durch unsere Nähe etwas beeinflusst wurde.
Meine Reise hatte quasi erst angefangen, doch in meinem Traum hatte ich schon einen weiten Weg hinter mir. Eine Mannschaft hatte ich mir auch zusammengestellt, mit der ich das One Piece finden wollte. Auf jedes einzelne Crewmitglied konnte ich mich verlassen und nichts und niemand konnte uns scheinbar aufhalten. Unter den Crewmitgliedern befand sich sogar Lynelle. Anscheinend spielte ich mit dem Gedanken, sie in meiner Piratenbande aufzunehmen, die zuerst noch gegründet werden musste.
Am nächsten Morgen wachte ich dann nach Lynelle auf. Ich öffnete meine Augen halb, doch schloss sie beim Gähnen sofort wieder. Danach sah ich halb verschlafen in Lynelles Gesicht und merkte zuerst nicht, was los war. Als ich es letztlich doch tat, riss ich meine Augen erschrocken auf und nahm meinen Arm von Lynelle weg, bevor ich aus dem Bett purzelte. Auf dem Boden liegend setzte ich mich auf rückte mir mein Stirntuch zurecht. Daraufhin sah ich Lynelle an und sagte: "Entschuldige, wenn ich dich belästigt habe. Du glaubst es mir vielleicht nicht, aber als ich einschlief, lag ich nicht bei dir im Bett." Erst jetzt merkte ich, dass Lynelles Körper wieder aus Holz bestand. Eigentlich schade, denn als ihr Körper wie meiner aus Fleisch und Blut bestand, roch sie deutlich besser. Vielleicht sprach da aber auch nur meine Lust auf Menschenfleisch, die ich für gewöhnlich als Drache besaß. Nun gut, ich konnte nichts daran ändern wie Lynelle herumlief. Diese Macht war in meinen Teufelskräften nicht enthalten. Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte und ich sah, dass die Sonne schon aufgegangen war, sagte ich: "Was hältst du davon, wenn wir mal an Deck nachsehen, ob wir nicht schon fast da sind? Je eher dein Bein behandelt wird, desto besser. Du könntest es dir aber leichter machen, wenn du darauf verzichten würdest als Holzpuppe herumzuwandeln." In der Tat glaubte ich, dass Lynelle Teufelskräfte besaß, durch die dieser Körper zustande kam, daher auch meine Bemerkung.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   So 16 Nov 2014, 15:29

Selbst wenn wir uns am Anfang nur geschockt angesehen hatten, musste ich zugeben, dass ich nicht einmal etwas gegen seine Nähe hatte. Durch seine Bemerkung, mit der er sich anscheinend verteidigen wollte, schmunzelte ich dann doch, bevor sich ein Grinsen auf mein Gesicht schlich. Ich musste gestehen, dass es mir schon etwas leichter fiel, Gefühle mit meiner Mimik auszudrücken, als es gestern noch der Fall war. Jedoch glaubte ich, dass es noch einige Zeit in Anspruch nehmen würde, bevor ich wirklich soweit war und eigenständig meinen Körper bewegen konnte. Gut ich glaubte es, von meinem menschlichen Auftreten in der vergangenen Nacht hatte ich immerhin keine Ahnung. Dementsprechend sah ich Diego auch ein wenig verdattert an, als er so etwas in der Art ansprach. An Deck wollte ich wirklich, aber was meine hölzerne Gestalt anging, so wollte ich sie gerne ablegen, wenn ich das nur könnte. "An Deck würde ich gern, aber ich verstehe nicht ganz was du meinst.", murmelte ich und musste zugeben, dass ich nicht mehr ganz so schlimm stotterte, aber es war immer noch zu vernehmen. Egal wie man es drehte oder wendete ich hatte mich wirklich wohlgefühlt, als ich so nah an Diego gekuschelt war. Leicht streckte ich mich, wodurch wieder ein lautes Knarren zu hören war. Ich versuchte mich ein wenig aufzurichten, auch wenn dies nur klappte, indem ich mich auf irgendetwas stützte. Ansonsten drohte ich noch immer umzukippen. Ein leichtes Schwanken gesellte sich zudem zu meinen Versuchen mich aufzurichten.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mo 17 Nov 2014, 21:35

Ich verstand immer noch nicht ganz, wie es dazu hatte kommen können, dass ich mich neben Lynelle ins Bett gelegt hatte. Aber mal abgesehen davon, gab es noch etwas, dass ich noch weniger verstand. Es war Lynelle selbst. Damit meinte ich weniger ihren Charakter, als ihren Körper. Ihre Reaktion ließ mich sie fragend ansehen und ich dachte: "Tut sie nur so ahnungslos oder weiß sie wirklich nicht, dass sie womöglich Teufelskräfte besitzt." Ich war immer noch der Auffassung, dass Lynelle eine Teufelsfrucht gegessen haben musste, doch sie verunsicherte mich da doch sehr. Da sie aber selbst nicht verstand, was ich meinte, erklärte ich ihr das zumindest noch. Demnach sagte ich: "Anscheinend hast du wirklich keine Ahnung. Also gut, ich erklär's dir. Nachdem du eingeschlafen bist, hattest du auf einmal einen Körper aus Fleisch und Blut. Versuch erst gar nicht mir einzureden, dass ich mir das eingebildet haben muss. Ich habe es nicht nur gesehen, sondern auch den Duft von menschlichem Fleisch anstelle des Holzes gerochen."
Lynelle wusste nun darüber Bescheid, was ich gesehen hatte. Vielleicht hatte ich in meiner Heimat keine Bildung im herkömmlichen Sinne, also durch das Erlangen von Wissen und anderen Fähigkeiten in einer Schule, aber ich war gewiss nicht blöd und wusste, was ich gesehen hatte. Sollte Lynelle mich doch für beschränkt halten, an meiner Ansicht änderte das nichts. Ich ahnte aber auch nicht, dass ich unter Umständen etwas ganz anderes in ihr ausgelöst haben könnte. Ich richtete mich nun erstmal auf und lief auf die Tür zu, die nach draußen aufs Deck führte. Nachdem ich die Tür geöffnet hatte, sah ich zu Lynelle. Sie hatte offenbar wieder erhebliche Schwierigkeiten, sich selbstständig zu bewegen. Wenn ich richtig lag und sie Teufelskräfte hatte, von denen sie selbst nichts wusste, dann hätte sie sich es einfach machen können. Dennoch wollte ich nicht so sein und bot ihr meine Hilfe an, indem ich ihr meine Hand hinhielt. Entgegenkommen könnte ich ihr auch noch etwas, aber das Stück schaffte sie bestimmt auch allein. Daran glaubte ich zumindest.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   So 23 Nov 2014, 21:10

Mein Blick blieb eher fragend, als das ich Diego eine wirkliche Antwort darauf geben konnte. Ich konnte es ja selbst nicht glauben, in der Nacht nicht aus Holz gewesen zu sein. Doch irgendetwas in mir sagte mir, dass ich ihm glauben sollte. Zwar wusste ich nicht genau was es war, aber hinterfragen tat ich es nun auch nicht. Erst als ich versuchte von allein aufzustehen gelang es mir nicht sonderlich gut. Es war mir unendlich peinlich, dass ich immer auf die Hilfe anderer angewiesen war, doch es ließ sich nicht ändern. Bei meinem ersten Versuch, fiel ich jedoch sofort wieder aufs Bett zurück. Mein Bein bereitete mir da zwar weniger Probleme, aber trotzdem gefiel es mir nicht, dass ich es nicht mal schaffte, meinen Körper ohne dieses entsetzliche Knarren zu bewegen. Er musste ja sonst etwas von mir denken. Ich wollte nicht wie ein kleines Kind vor ihm wirken. Das er ebenfalls dachte ich würde schlechtes von ihm denken, ahnte ich dabei nicht. Für mich war er einfach der erste für den ich so etwas wie Freundschaft empfand, auch wenn ich noch nicht wusste, dass da mehr war. Bei meinem zweiten Versuch, stützte ich mich sofort an der naheliegenden Wand ab. Für mich war dies alles eben anstrengender als es aussah. Nach und nach schaffte ich es einige Schritte in Richtung Diego zu setzen und als ich dann wirklich vor ihm war und seine Hand leicht ergriff, machte mir das Holz wieder einen Strich durch die Rechnung ich ich begann zu stolpern. Nebenbei bemerkt war ich dann doch nicht ganz so froh, Diego mit zu Boden gerissen zu haben und auf ihm gelandet zu sein. Super gemacht Lynelle wirklich super, ging es mir durch den Kopf, ehe ich entschuldigende Worte stammelte, oder zumindest sollte es einmal eine werden, denn nur stotternd verließen die Worte meine Lippen. Man war das peinlich.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   So 23 Nov 2014, 22:24

Mir war es im Prinzip egal, was Lynelle von mir oder allgemein gerade dachte. Ich wusste, was ich gesehen und gerochen hatte und blieb bei meiner Geschichte. Ich wollte jetzt einfach nur noch an Deck und nachsehen, ob Lynelles Heimatinsel nicht schon in Sichtweite war. Meine Hand hielt ich noch immer in Lynelles Richtung während ich ihr dabei zusah, wie sie versuchte aufzustehen. An ihr Bein dachte ich dabei gar nicht, ansonsten hätte ich ihr vielleicht sogar von vornherein geholfen. Man könnte schon fast Mitleid mit ihr haben, wenn man sah, wie sie sich für so was einfaches wie Aufstehen abmühte. Ich wusste jedoch, dass das das Letzte war, das sie gebrauchen konnte.
Schließlich gelang es Lynelle mühsam aufzustehen. Damit war sie mir und meiner Hand schon einen entscheidenden Schritt näher. Meine Hand hielt ich ihr die ganze Zeit entgegengestreckt. Kritisch würde es erst werden, wenn sich ein Taubheitsgefühl in dem Arm ausbreitete, aber soweit kam es nicht. Mithilfe der Wand benötigte Lynelle nämlich nicht mehr viel Zeit, um mich zu erreichen. Die Art und Weise wie sie mich dann berührte, war aber doch überraschend. Sie stolperte noch und das genau auf mich, wodurch sie mich mit zu Boden riss. "Komisch. Ich hätte sie doch auffangen können dürfen. Wieso habe ich das denn nicht geschafft?", fragte ich mich selbst in Gedanken. Jedenfalls lag ich unter Lynelle und blickte das hölzerne Mädchen an. Ihre Entschuldigung, die eigentlich gar nicht nötig war, nahm ich ohme zu Zögern an. Danach schmunzelte ich etwas und sagte: "Du bist ganz schön umwerfend ... buchstäblich." Lynelle durfte das ruhig auch als Kompliment auffassen, auch wenn ich es für ebenso seltsam hielt wie das, das sie mir gestern Abend gegeben hatte. Anschließend ergriff ich einfach die Initiative und legte meine Arme um Lynelles Hüfte, um mit ihr auf meinem Arm aufzustehen. Daraufhin hatte ich aber nicht vor sie zu tragen. Ich beließ es dabei sie nur abzustützen und machte mich mit ihr auf den Weg, um an Deck zu kommen. Irgendeiner der Matrosen hielt sich da bestimmt auch auf und konnte uns Näheres dazu sagen, wann wir ankamen.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Do 27 Nov 2014, 20:00

Gedanklich war ich eigentlich schon jetzt im Gesicht wieder so rot wie eine Tomate. Ja aber gedanklich, denn wie immer spiegelte sich keine Reaktion auf meinem hölzernen Gesicht. Erst dann, als mich Diego wieder stützte, hörte dies auch langsam auf. Trotzdem konnte ich mir ein leises Lachen aufgrund seiner Worte nicht verkneifen. Ja wirklich ein genauso seltsames Kompliment, wie ich ihm gestern entgegengebracht hatte. Doch damit glich sich dies auch wieder aus, zumindest empfand ich dies so. Mit halb im Gesicht hängenden Haaren, war ich dann wiederum froh, als ich die frische Meeresluft wieder riechen konnte. Noch war es ruhig, aber die Vögel am Himmel wiesen schon sehr bald auf ein nahendes Land hin. Die silbernen Federn der Vögel schimmerten im aufgehenden Licht der Sonne, die das Wasser zum leuchten brachte. Bei dem ersten Blick, den ich über das Deck schweifen ließ, sah ich außer uns beiden noch niemand umherwandern, aber dies war auch nur der erste Blick. Bereits zum zweiten mal betrachtete ich das Deck, was mir allein vom Material doch recht ähnlich war. Erst dann erkannte ich auch einen der Matrosen, der hier am Deck seine Runden zog. Es sah schon amüsant aus, wie er bald auf stolzierend seinen Weg bestritt, doch dies gab einem noch lange nicht die Antwort darauf, wie lange es noch bis zum Festland dauern würde. Inmitten des morgendlichen Farbenspiels, ausgelöst durch die Sonne war es nicht meine Absicht, hier an Deck noch weiter Wurzeln zu schlagen. Das wir nicht mehr weit von der Orgel-Insel entfernt waren, ahnte ich trotzdem nicht. Für mich waren Entfernungen und überhaupt einiges schwer einzuschätzen, wie auch die Gedanken anderer Personen. Um dies hatte ich mir einfach noch keine Gedanken gemacht, obwohl ich oft mit ihnen zu tun hatte, selbst wenn sie mich damals für ein belangloses Spielzeug hielten. "Was meinst du, fragen wir ihn wann wir ankommen?", zwar machte ich immer mehr Fortschritte was meine Aussprache anging, aber ohne Stottern war es mir immer noch nicht wirklich möglich einen klaren Satz auszusprechen. In der Hoffnung, dass sich dies bald änderte begann ich sogar etwas fröhlicher in die Zukunft zu blicken, auch wenn mir noch mein schwerster Schritt bevorstand. Niemals würde ich bei ihm bleiben wollen, aber wahrscheinlich hatte ich gar keine andere Wahl, auch wenn ich erfahren wollte, wie sich Freiheit anfühlte.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Sa 29 Nov 2014, 23:19

Meine Schwerter hatte ich auch wieder, dank Ayumi. Wir rannten zusammen zu dem Monster und griffen es an. Ich sprang einmal in die Luft und griff es mit meinen Wing Strike an. Misuka versteckte sich derweil hinter einem Baum und sah zu wie wir, das Monster fertig machten. Aber das Minster war auch nicht ohne, Hitomi warf es gegen einen Baum, genauso wie Ayumi nur mich schleuderte es gegen einen großen Stein.

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BeitragThema: Re: Brand New Story   So 30 Nov 2014, 16:28

Da waren wir also wieder - endlich draußen aus diesem relativ kleinen, engen Zimmer und dafür wieder unter dem Blau des Himmels an der frischen Luft. Die aufgehende Sonne strahlte schon förmlich und erleuchtete uns hier unten, die über das Meer schipperten. Wieder einmal fungierte ich als Stütze für Lynelle, obwohl ich glaubte, dass sie sehr wohl dazu in der Lage war, selbstständig zu laufen. Mir war selbst schleierhaft, wieso sie nicht wusste, dass sie, so wie es für mich aussah, Teufelskräfte besaß. Vielleicht wollte sie es auch einfach nicht zugeben, da es ihr peinlich war, dass sie keine Kontrolle darüber hatte. Ich wusste ja, wie das war, da ich selbst eine Teufelsfrucht verzehrt hatte.
An Deck blickten wir beide uns nach anderen Personen um, damit wir herausfinden konnten, wie weit es noch war. So wie es aber zuerst aussah, waren wir die einzigen, die an Deck herumliefen. Beim Anblick der Möwen am Himmel fing ich plötzlich an mit dem Gedanken zu spielen, dass ich unseren Weg wieder selbst in die Hand nahm und meine Teufelskräfte dazu benutzte, uns einfach zu Lynelles Heimat zu fliegen. Die Sache hatte nur einen Haken, denn ich wusste nicht, in welche Richtung ich fliegen müsste. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob Lynelle sich während eines Flugs an mir festhalten konnte. Daher verwarf ich den Gedanken erstmal wieder. Schließlich wurden Lynelle und ich doch auf einen Matrosen aufmerksam. Zum Glück war es nicht dieser Stewart, denn der hätte uns bestimmt nicht geholfen, oder er hätte uns geholfen, nur damit er mich schneller los wird. Bei diesem Matrosen brauchten wir aber wohl keine Bedenken zu haben. Auf Lynelles Frage nickte ich nur kurz und lief dann gleich mit ihr auf den Matrosen zu. Als wir dann vor ihm standen, fragte er uns: "Guten Morgen! Habt ihr zwei gut geschlafen?" Ich ging darauf gar nicht ein und begrüßte den Matrosen nicht, sondern kam gleich zum Punkt: "Weißt du zufällig, wie weit es noch ist, bis wir ankommen und wie lange das dauert?" Den Matrosen schien es gar nicht zu stören, dass ich nicht gerade freundlich war. Er antwortete einfach ganz freundlich: "Ich denke, allzu lange dauert es nicht mehr. Ihr habt aber bestimmt noch Zeit zum Frühstücken. Ihr könnt euch sogar sofort dorthin begeben." Es war mir fast schon etwas unheimlich wie nett und freundlich er war, aber das gehörte anscheinend zu seiner Arbeit dazu. Frühstück war mir eigentlich ziemlich recht. "Wollen wir was frühstücken?", fragte ich Lynelle und sah ihr ins Gesicht. Ich hätte sie durchaus dazu zwingen können, einfach mitzukommen, aber diese Freiheit wollte ich ihr lassen.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mo 01 Dez 2014, 20:23

Die ganze Zeit über, versuchte ich so aufmerksam wie möglich zu sein. Dies gelang mir aber nur mit weniger gutem Erfolg, denn meine Gedanken schweiften einfach wie wild umher. Noch immer beschäftigte es mich, warum Diego vermutete, dass ich eine Teufelsfrucht gegessen hatte. Denn ich war mir sicher, niemals in meinem Leben eine gegessen, geschweige dessen jemals gesehen zu haben. Oder hatte ich es nur vergessen? Aufgrund meiner Künste im Karten werfen, vermutete ich zwar schon lange eine kleine Begabung, was dies anging, aber dies kam garantiert noch von einer Teufelsfrucht. Was dann wiederum das Frühstücken anging, so überlegte ich gefühlte Stunden. Ich wusste nicht, ob ich etwas essen konnte und allein diese Tatsache, brachte mich einfach nur zum lachen. Unangebracht war dies garantiert, aber sie wussten ja nicht, was ich gerade dachte. Ich war aus Holz und trotzdem am Leben, also sollte ich eigentlich auch Nahrung zu mir nehmen können oder? Leicht nickte ich nach meiner langen Überlegung dann doch, denn probieren konnte ich es garantiert. Noch ahnte ich eben nicht, dass bald die Wahrheit über meinen Körper und auch mich selbst ans Licht kommen würde. Denn bis dato hatte ich einfach nur vermutet, dass mein Meister irgendetwas mit mir angestellt hatte um mich zu retten, zumindest hatte er dies so erwähnt. Noch einmal hörte ich dem Krächzen der Möwen zu, ehe ich bereit war, mich wieder in Bewegung zu setzen. Ich konnte eigentlich von Glück reden, dass ich Diego gerade bei mir hatte, denn auch wenn wir eher durch seltsame Erlebnisse einander kennengelernt hatten, war ich glücklich darüber, dass er noch bei mir geblieben war. Ich glaubte einfach nicht, dass ich mich allein wirklich sehr viel Bewegung konnte, oder überhaupt für mich sorgen konnte. Zumindest als Marionette nicht.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mi 03 Dez 2014, 19:59

Mit Lynelles Zustimmung stand unser nächstes vorläufiges Ziel fest. Dieses fanden wir nun im Speisesaal, wo das Frühstück zu sich genommen wurde. Der Matrose gab uns eine kurze Wegbeschreibung, für die ich ihm zwar dankbar war, aber se wäre nicht nötig gewesen. Ich konnte das Essen nämlich schon riechen und das obwohl ich mich nicht in einen Drachen verwandelt hatte. Als solcher war mein Geruchssinn nämlich noch ausgeprägter. Gemeinsam mit Lynelle setzte ich mich in Bewegung, mir blieb ja auch kaum eine andere Wahl, außer ich wollte sie einfach so fallen lassen. Tatsächlich wäre es mir lieber, wenn sie wieder ein normaler Mensch wurde, was ihren Körper anging, aber dazu konnte ich sie nicht zwingen. Sie schien es selbst nicht einmal zu können.
Bald schon betraten Lynelle und ich den Speisesaal an Bord der M.S. East Blue. Hier waren wir dann doch nicht die einzigen Passagiere. Einige der anderen Fahrgäste dieser Kreuzfahrt hatten bereits den Weg hierher gefunden. Sie bemerkten unsere Ankunft sofort und sahen zu uns. Ihre Blicke waren abwertend und verachtend - ganz klar waren diese Blicke für mich bestimmt, dem Piraten an Bord. Eigentlich hatte ich ihnen ja geholfen, indem ich sie davor bewahrt hatte, ihr Hab und Gut an die Rosseffelt-Piraten zu verlieren, doch seit sie wussten, dass ich auch Pirat war, der noch keine Bande gegründet hatte oder einer angehörte, steckte sie mich mit den anderen Piraten in einen Topf. Ich störte mich gar nicht an ihnen und ließ mir erst recht nicht das Frühstück verderben.
Ich nahm mit Lynelle an einem freien Tisch Platz oder setzte sie vielmehr an diesem ab. Danach übernahm ich nämlich die Aufgabe, uns beiden etwas zu essen zu besorgen. "Warte hier, ich bin gleich wieder da!", sagte ich zu Lynelle und zog los. Ich wuchs bei Jägern auf und war auch selbst einer, daher sollte mir das keine Probleme bereiten. Kurze Zeit später kam ich voll beladen zurück zum Tisch und stellte allerlei Nahrungsmittel auf dem Tisch ab. Ich selbst nahm auch endlich Platz am Tisch und sagte: "Ich wusste nicht, was du magst, daher habe ich so viel wie möglich mitgenommen. Hau rein! Wenn es nicht reicht, dann hole ich noch mehr." Daraufhin verschränkte ich meine Arme vor meiner Brust und wartete darauf, dass Lynelle sich etwas wegnahm.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Do 04 Dez 2014, 21:09

Als ich den vollen Teller vor mir sah schluckte ich merklich. Ich ahnte bereits, dass ich essen konnte, doch dies war wirklich zu viel für mich. Als ob mir das nicht reichen würde, so wie Diego es eben behauptet hatte. Es war einfach zu viel, viel zu viel. Solche Mengen schaffte ich bestimmt niemals im Leben. Doch als ich Diego bald schon warten bemerkte fasste ich den Entschluss ihn nicht zu enttäuschen und begann langsam, wirklich sehr langsam, etwas zu mir zu nehmen. Leichter gesagt als getan, aber zumindest meine Arme gehorchten mir ein wenig. Sicher knarrten sie wie eh und je und dies auch nicht besonders leise, aber daran hatte ich mich, man glaubte es kaum, schon gewöhnt. Das einzige was mich nach wie vor störte, waren die vielen Fäden, die an meinem Körper herunterhingen. Sie verhedderten sich einfach immer und man blieb überall hängen. Meistens war dies dann auch noch eher schmerzhaft und von daher für den Otto Normalverbraucher, nicht zu empfehlen. Als ich mich während des Essens wieder daran erinnerte, wie gut dies doch alles schmeckte, fies es mir dann doch nicht mehr so schwer zu essen. Äußerlich glich ich weiterhin einer Marionette, einem einfachen Spielzeug, aber ich kannte meine eigene Anatomie nicht und wusste somit auch nicht, dass genaugenommen all meine Organe irgendwie noch vorhanden waren, selbst wenn sie stark in ihrer Funktion eingeschränkt waren. "Es muss wirklich spannend sein, mir beim Essen zuzusehen oder?",
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BeitragThema: Re: Brand New Story   So 07 Dez 2014, 17:25

Während ich darauf wartete, dass Lynelle endlich etwas aß und sie schließlich damit anfing, vergaß ich beinahe, dass ich ebenfalls hier war, um etwas zu mir zu nehmen. Ihre durchaus berechtigte Frage erinnerte mich aber wieder daran. "Ja, das ist es. Ich habe mich nur gefragt, ob du mit diesem Körper wirklich in der Lage bist, etwas zu essen. So wie es aussieht hindert dich nichts daran. Jetzt stellt sich mir nur die Frage, wo die verdauten Nahrungsmittel wieder herauskommen werden.", rechtfertigte ich mich und fing daraufhin an zu lachen. Nun wollte ich aber auch meinen Hunger stillen, weshalb ich auch anfing zu essen. Die besten Tischmanieren hatte ich nicht. Sowas wie Messer und Gabel war mir völlig fremd. In meiner Heimat gab es sowas wahrscheinlich in Bastior, nicht aber in Crasse, wo ich widerum aufgewachsen war. Ich hatte mir vor dem Essen lediglich meine Handschuhe ausgezogen und aß ausschließlich mit meinen Händen. Lynelle musste Gott weiß was von mir denken, aber darum kümmerte ich mich nicht. Ich aß mich jedenfalls pappsatt, wozu sogar noch ein Nachschlag von Nöten gewesen war. Ich lehnte mich auf meinem Stuhl zurück und sah Lynelle an. "Bist du auch satt? Wenn ja, dann können wir nachsehen, ob sich inzwischen was getan hat. Wir sind bestimmt bald in deiner Heimat.", sagte ich zu ihr.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mi 17 Dez 2014, 20:35

In sein anschließendes Lachen stimmte ich nicht mit ein, viel eher war dies mir wirklich peinlich. Besser war es wiederum doch, wenn Diego davon nichts wusste. Mein Gedächtnis war so vielleicht nicht das beste, aber alles nach nur ein paar Tagen wieder zu vergessen, tat ich auch nicht. Jedoch sogleich auch Diego anfing zu essen, drehte ich den Spieß einfach um und beobachtete ihn nun. Durch gewisse Handlungen die er an den Tag legte und wie er redete, dies alles war mir vollkommen fremd. Noch nie hatte ich so einen Menschen wie ihn getroffen, was ihn noch mal mehr interessanter für mich machte. Was er eben nicht mit Tischmanieren punktete, glich ich mit meinen aus. Ich mochte vielleicht eine Marionette sein, aber bei einer Sache war mein Meister gnädig gewesen. Er hatte mich schon seit ich zu ihm gekommen war unterrichtet, in allem möglichen und sei es auch noch so abwegig. Bewundernswert, was er so alles wusste, wenn ich genauer darüber nachdachte, doch dies machte die Gesellschaft meines Meisters für mich nicht unbedingt besser. Nach und nach stellte ich das Essen ein und fing nur noch an ihn zu beobachten. Interessant, dass es ihn wahrscheinlich nicht zu stören schien, oder viel eher sagte er nichts dazu. Auf meinem Teller fanden sich noch große Mengen an Lebensmitteln zusammen, während ich ihn beobachtete. So viel zu essen, dafür konnte ich wohl nur schmunzeln. "Von mir aus gern.", antwortete ich ohne weiter darauf einzugehen. Ich wusste nicht, ob ich satt war, aber zumindest konnte ich so spielen, dass es so war. Etwas selbstständig, versuchte ich mich dann wieder auf meine Beine zu stellen und dieses Mal mein eigenes Gewicht zu halten, ohne umzukippen. Ich wollte Diego beweisen, dass ich kein kleines hilfloses Kind war, obwohl ich nicht wusste, wie er über mich dachte. Man malte sich eben doch immer wieder das schlimmste aus, was andere über einen denken konnten.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   So 21 Dez 2014, 18:42

Nach Lynelles Zustimmung stand ich sogleich von meinem Platz auf. Die Blicke der anderen Personen im Speisesaal ruhten wieder auf mir, da sie bemerkt hatten, dass ich eine größere Bewegung durchgeführt hatte. Die glaubten anscheinend wirklich, dass ich nichts anderes wollte, als sie umzubringen. Wenn ich das wollte, warum hatte ich es dann nicht längst getan? Diese Frage sollten sie sich mal stellen. Ich stand aber darüber. Mir war es so ziemlich egal, was sie über mich dachten. Für mich zählte nur, dass ich der König der Piraten wurde, aber erstmal musste ich klein anfangen. Mir fehlte immer noch eine Crew und überhaupt wollte ich zuerst noch Lynelle helfen. Helfen war da ein gutes Stichtwort, denn wie von selbst wollte ich auf sie zugehen, um ihr etwas unter die Arme zu greifen. Offenbar hatte ich mich bereits daran gewöhnt, dass sie auf meine Hilfe angewiesen war. Umso überraschender war es dann doch, als ich merkte, dass sie diesmal versuchte ohne meine Hilfe auszukommen. Wenn das so war, dann wollte ich ihr nicht dazwischenfunken. Anstatt auf sie zuzugehen, lief ich dann an ihr vorbei und sagte im Vorbeigehen: "Ich gehe schon mal vor. Lass dir ruhig alle Zeit, die du brauchst. Ich warte an Deck auf dich. Du wirst mich schon finden." Daraufhin verließ ich den Saal, doch blieb wachsam, falls sie plötzlich doch meine Hilfe brauchte. Das musste sie mir aber schon sagen, worin sie bislang aber auch nicht sonderlich gut war, was das stotterfreie Sprechen anging.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Do 25 Dez 2014, 21:06

Ich grinste in mich hinein und freute mich dabei, dass er mir dieses Mal nicht half. Ich wollte nicht nach ihm rufen und auch sonst nichts verlangen, ich wollte es einfach allein schaffen. Erst recht wollte ich so schnell es ging, die Wahrheit wissen. Immer mehr und mehr wollte ich wissen, wer oder was ich wirklich war. Ich wollte meine Erinnerungen zurück und ich glaubte, dass mein Meister mir dabei helfen konnte, zumindest wenn man den nötigen Druck auf ihn ausübte. Allein würde er sicher nicht auf die Idee kommen, irgendetwas auszuplaudern. So gut kannte ich ihn zumindest schon. Jedenfalls begann ich langsam einen Fuß vor den anderen zu setzten und stützte mich derweil noch am Tisch ab. Seitdem Diego gegangen war, hatten die anderen Passagiere wieder begonnen normal zu essen. Ein wenig kränkte es mich dann doch, dass sie keine angst vor mir hatten, obwohl ich sie auch angreifen konnte, zumindest wenn meine Bewegungen weniger eingeschränkt waren. Kurz schwankte ich noch und drohte wieder zu fallen, aber ich fing mich wieder. Den Tisch hatte ich hinter mir gelassen, dabei aber den Raum zu durchqueren war eine größere Herausforderung. Mitten im Gehen, blieb ich wiederum stehen und meine Augen weiteten sich. Irgendetwas in meinem inneren Begann wieder zu erwachen, als ob es lange geschlafen hatte und sofort fühlte ich wie mich etwas antrieb es doch zu schaffen. Wie als ob mir etwas neue Kraft gab. Sofort spürte ich einen zweiten Herzschlag, der bald in den Takt meines eigentlichen Herzschlag mit eingriff. Zwei Herzen? Ich besaß wirklich zwei Herzen? In der Tat, dies merkte ich wirklich, als meine Hand zur rechten Seite meines hölzernen Körpers glitt. Darunter spürte ich deutlich das Schlagen eines zweiten Herzens. Verwirrt war ich noch immer, aber diese neue Kraft gab mir den Mut weiterzugehen. Ich durchquerte den Raum immer weiter, wenn auch noch immer langsam, bis ich schließlich das vertraute Geräusch von Wellen hörte, wie sie gegen das Schiff schlugen. Ich hatte es wirklich geschafft! Hoffentlich verlor ich jetzt Diego nicht noch wirklich aus den Augen, denn von ihm wollte ich mich eigentlich so schnell nicht trennen, selbst wenn er diese Gedanken wohl niemals zu hören bekam.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mi 31 Dez 2014, 10:44

Es schien so als hätten Hitomi, Kilari und ich überhaupt keine Chance gegen dieses Wesen,  aber wie heißt es so schön, wer aufgibt, hat schon verloren. Und aufgeben kam für mich überhaupt nicht in Frage. Ich rappelte mich wieder auf und blickte zu meiner Zwillingsschwester hinüber,  die sich auch so langsam wieder auf rappelte. Was allerdings mit Kilari war? Sie lag bewusstlos am Boden und konnte so mit ihrem Zustand definitiv nicht weiter kämpfen, also müssen das Hitomi und ich erledigen. Ich stellte mich hin und war jetzt soweit meine Teufelskraft einzusetzen, allerdings muss ich so nah, wie nur möglich an das Wesen heran. Sonst brachte meine ganze Teufelskraft nichts.

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BeitragThema: Re: Brand New Story   So 04 Jan 2015, 09:22

Ich hatte den Speisesaal verlassen und begab mich wieder an Deck, diesmal aber ohne Lynelle. Nachdem ich gemerkt hatte, dass sie meine Hilfe nicht in Anspruch nehmen wollte, hatte ich mich dazu entschieden, sie alleine an Deck gelangen zu lassen. An Deck angekommen war wieder deutlich das Rauschen des Meeres zu vernehmen und ich roch dazu die frische, salzige Seeluft. Mein Schal, den ich mir um die Stirn gebunden hatte, begann im Wind zu wehen. Allein diese drei Dinge ließen mich in Gedanken versinken, als ich an der Reling stand. Ich träumte von einem eigenen Schiff und einer eigenen Crew, mit der ich über die Grandline segelte und das One Piece finden würde. Meine Mutter und ihre Crewmitglieder hatten mir bei Besuchen in meiner Heimat zahlreiche ihrer Abenteuer geschildert. Deshalb wollte ich auch eigene Abenteuer erleben.
Aus meinen Gedanken wurde ich gerissen, als ich vor uns auf einmal eine Insel sah. Offenbar waren wir schon fast da und Lynelles Bein konnte endlich behandelt werden. Auf einmal fragte ich mich aber, warum sie sich nicht zurückverwandelte und sich von einem Arzt behandeln ließ. Damit wäre ihrem Bein bestimmt auch geholfen. Möglicherweise wollte sie auch nur nach Hause, was ich aber auch nicht verstand, da zwischen ihr und ihrem Meister nicht das beste Verhältnis zu bestehen schien. Das war allerdings bloß mein Empfinden und ich kannte die beiden einfach zu wenig, um das wirklich beurteilen zu können. Dass er sie aber hier zurückließ, sprach da wirklich Bände. Ich behielt die Insel im Auge, die immer größer wurde, je näher wir ihr kamen, und wartete auf Lynelle. Zweifel daran, dass sie es ohne meine Hilfe nicht an Deck schaffte, besaß ich keine. In der kurzen Zeit, in der wir uns kannten, hatte sie bereits immense Fortschritte gemacht, wenn ich allein daran dachte, dass vorher nahezu jede ihrer Bewegungen gesteuert wurde und sie nicht einmal ein Wort vernünftig aussprechen konnte.
Schließlich beobachtete ich, wie Lynelle es an Deck schaffte. Ich rief gleich nach ihr, damit sie mich schnell fand und nicht unnötig nach mir suchen musste. Danach machte ich sie direkt auf die Insel aufmerksam und sagte: "Sieh mal! Sieht so aus, als wären wir fast da. Bald geht es dir hoffentlich besser." Ich freute mich schon darauf, dass wir die Insel betraten. Das wäre das erste Mal, dass ich seit dem Verlassen meiner Heimat wieder festen Boden unter die Füße bekam. Vielleicht traf ich dort sogar mein erstes Crewmitglied oder wohl eher das zweite, denn Lynelle wollte ich auch gerne in meiner Bande aufnehmen, egal was dazu von Nöten war.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mo 05 Jan 2015, 21:49

"Naja besser vielleicht... ich hoffe nur, dass ich dann auch... wieder von ihm wegkomme.", antwortete ich Diego, nachdem ich ihn erreicht hatte. Zum Glück hatte er mich darauf aufmerksam gemacht, wo er war sonst hätte diese Suche sicher gefühlte Jahre gedauert. Neben ihm lehnte ich mich mit meinem Rücken, gegen die Reling und erholte mich einen Augenblick lang, bevor ich meinen Blick umherschweifen ließ. So entdeckte ich auch bereits jetzt eine Insel, die sich stark am Horizont abzeichnete. Endlich wieder Zuhause, aber ob ich mich freute war eine ganz andere Sache. Lieber wollte ich nicht dorthin zurück, aber mein Körper ließ mir keine andere Wahl, obwohl es da noch einen anderen Grund gab, warum ich zurück wollte. Dieses Mal hatte ich es mir fest vorgenommen meinen Meister um die Wahrheit und nichts außer die Wahrheit zu bitten, egal was es mich auch kostete. Doch noch einmal seine rauen Hände auf meinem Körper wollte ich nicht spüren. Die Zeit bis wir schließlich anlegten verging für mich bald wie im Flug und sofort als ich wieder festen Boden unter meinen Füßen hatte, begann ich wohl zu zittern, denn ich bemerkte, wie meine Gelenke klapperten. Es sogar ohne Diegos Hilfe vom Schiff geschafft zu haben, erfüllte mich dann doch ein wenig mit Stolz. Ich atmete tief durch und sog noch einmal die frische Luft ein, ehe ich mich umsah. Zwischen den vielen Inselbewohnern konnte ich auch das Schreien von einigen mir weltfremden Menschen hören. Doch war es kein Streit, viel eher schienen sie zu feiern und der Alkohol leistete ihnen sicher gute Gesellschaft. Ja auch die Orgel-Insel war ein Anlaufpunkt für die ein oder andere Piratenbande. Fässer gefüllt mit Wein wurde über den Hafen gerollt und gesellten sich dabei zusätzlich zum Wochenmarkt und den fleißigen Verkäufern, die ihre Ware anboten. "Nun willkommen auf der Orgel-Insel.", war der erste Satz, den ich wirklich ohne Stottern herausgebracht hatte, was mir jedoch nicht wirklich auffiel. Mein Ziel jedenfalls war schon bestimmt und war auch nicht mehr zu ändern, weshalb ich mich mehr oder weniger schwankend in Bewegung setzte. Zum Glück kannte ich den Weg zu meinem Meister noch, irgendwie auch wenn dies nicht unbedingt mit Glück in Verbindung zu bringen war, ich war nur froh, dass mir so eine lange Suche erspart wurde.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mo 12 Jan 2015, 22:57

Aus Lynelles Antwort war deutlich herauszuhören, dass sie ihren Meister nicht sonderlich gut leiden konnte. Mein Gefühl hatte mich in diesem Punkt also nicht getrügt. Mir konnte es aber nur mehr als recht sein, wenn sie nicht bei ihm bleiben wollte. Dadurch stand mir nichts im Wege, sie zu fragen, ob sie meiner Piratenbande beitrat. Streng genommen würde sie dann sogar erst gegründet werden. Bevor ich sie aber fragte, musste sie noch etwas erledigen, wobei ich da nicht nur an ihr Bein dachte. Sie musste dem Alten zum Beispiel verklickern, dass sie nicht mehr bei ihm blieb.
Dann endlich legten wir an der Orgel-Insel an, auf der Lynelle mich willkommen hieß, nachdem wir das Kreuzfahrtschiff verlassen hatten. Dabei fand ich es erstaunlich, dass ich Lynelle folgte. Mit ausreichend Willenskraft schaffte sie es also doch ihren hölzernen Körper mehr oder weniger ohne Probleme zu bewegen. Selbst das Sprechen fiel ihr leichter. Mir blieb fast schon keine andere Wahl, als ihr zu folgen, denn im Gegensatz zu ihr wusste ich nicht, wo wir lang mussten. Ich fühlte mich ein wenig so, als wäre ich ihre Leibgarde. Stark war ich auf jeden Fall und daher auch durchaus in der Lage dazu. Ich fragte mich nur, wer ihr hier etwas Böses wollen könnte. Die komplette Insel schien sich nämlich komplett von meiner Heimat zu unterscheiden, doch irgendwie fand ich mich hier schon zurecht.
Auf die lauten Geråusche der feiernden Piraten war ich auch aufmerksam geworden. Sie ließen meine Vorfreude auf eine eigene Piratenbande nur noch mehr wachsen. Lynelle würde ganz bestimmt den Anfang machen, ganz egal wie oft ich sie fragen musste. Ich ließ mich von ihr nict mehr abwimmeln. Zuerst brauchte sie aber diese Behandlung. Ich war irgendwie schon gespannt darauf zu sehen, wie diese ablief. Lynelle schien zumindest genau zu wissen, wo wir hin mussten. Dadurch erreichten wir auch bald schon unser Ziel. "Das ist es?", fragte ich, als wir das Gebäude erreicht hatten, in dem Lynelle und ihr Meister lebten. Anschließend sagte ich: "Ich bleibe bei dir. Lass uns reingehen!"
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Fr 16 Jan 2015, 20:20

Ich schluckte hörbar, als wir den kleinen Laden meines Meisters erreicht hatten. Gut er war von innen größer als von außen, aber die meiste Zeit doch so voll gestellt, dass man nicht einmal normal laufen konnte. Ich wollte eigentlich nicht zu ihm zurück, aber gleichzeitig war ich auch hier um mein Bein wieder in Ordnung bringen zu lassen. Doch vor allem wollte ich endlich von ihm die Wahrheit hören, denn ich würde definitiv nicht mehr zu ihm zurückkehren. Inmitten meines inneren Chaos fiel es mir selbst nicht einmal auf, dass ich ohne Probleme hierhergekommen war, gut die vielen Piraten, an denen wir uns vorbei quetschen mussten mal ausgenommen. Wenn ich es gewusst hätte, dann hätte ich dafür aber sicher keine Erklärung gehabt. Doch so sei es nun, ich wollte nicht mehr länger durch das dunkle Glas starren, doch ich war weitaus weniger mutig, als ich es selbst schon zugab. Das Diego mich begleitete, stärkte mich dann aber doch ungemein. „Ja das ist es, aber gut bleib aber auch wirklich bei mir….ich glaube alleine schaffe ich das nicht.“, gestand ich ehe ich die Tür öffnete. Direkt hinter der Tür war ein kleines Glöckchen befestigt, sodass man hörte falls jemand den Laden betrat. Aber an sich hörte man es wirklich selten, sodass man sich schon fragen konnte, wie es mein Meister schaffte, über die Runden zu kommen. An sich wusste ich dies alles, aber mein Gedächtnis war in diesem Körper nicht sonderlich gut, weshalb ich auch gar nicht erst versuchte mich an etwas zu erinnern, was so oder so vor Belanglosigkeit schon triefte. Langsam trat ich in den Laden ein und mit jedem weiteren Schritt fühlte ich mich weniger wohl. Dies hier war nicht mein Zuhause, es war es noch niemals gewesen doch jetzt erst merkte ich es. Wie als ob etwas in mir wachgerüttelt worden war. Der Laden an sich war eher dunkel. An den Wänden standen viele dunkelbraune Regale und ein kleiner Tresen kennzeichnete die Mitte des Ladens. Überall lagen kleine Marionetten oder Porzellanpuppen herum. Dazwischen konnte man auch einzelne Arme, Beine oder Gelenke liegen sehen.

Zudem gesellten sich auch noch ein paar typische Fäden dazu, mit denen man Marionetten steuern konnte. Hinter einem weiteren Tresen, auf den wir geradewegs zugingen, befand sich eine Hölzerne Tür, die bis sperrangelweit aufstand. Dahinter befand sich seine Werkstatt, ein Ort den ich an sich nicht betreten wollte. Mittlerweile gesellte sich durch meine Schritte auch das Klackern von Absätzen zu uns, was mich ein wenig zusammenzucken ließ. Immerhin konnte dieses Geräusch eigentlich nicht von mir stammen, da meine Schuhe dies nicht verursachten, gleichzeitig war ich aber wirklich die Verursacherin dieses Geräusches. Inmitten des Chaos kämpfte ich mich zur Mitte des Raumes durch und versuchte über keine der verstreuten Teile zu stolpern. „Ich bin gleich für sie da, warten sie bitte noch einen Moment.“, vernahm ich eine mir sehr vertraute Stimme aus dem Hinterzimmer und ich war eigentlich schon bereit zu gehen. Ich spürte meine beiden Herzen vor lauter Angst schneller schlagen. „Lynelle, du bist ja wieder da ich dachte ich würde dich niemals wiedersehen! Oh und du bist ja auch da.“, während des ersten Satzteiles klang mein Meister noch recht fröhlich und ich bemerkte wie seine Augen funkelten. Doch als er Diego erblickte, verschwand dieser Ausdruck in seinen Augen wieder. „Dann muss ich dir wohl danken, dass du mir mein Meisterwerk wiedergebracht hast……Moment hast du sie etwa kaputt gemacht, weißt du eigentlich wie lange ich an diesem Meisterwerk gearbeitet habe!“, noch ungehaltener hätte er wirklich nicht sein können. Ich war Diego noch immer dankbar dafür, dass er auf mich aufgepasst und mir geholfen hatte, erst recht war ich nur dank ihm wieder hierhergekommen und da hatte er auch einen gewissen Respekt von meinem Meister aus verdient. Während ich nicht aufpasste, packte mich mein ergrauter Meister am Handgelenk und zog mich mit in die Werkstatt. Ich spürte den kalten Tisch unter mir, auf den er mich bald schon warf. Wahrscheinlich ahnte er schon, dass ich nicht nur wieder hier war, weil ich ihn vermisst hatte.

Diego schien er schon ganz vergessen zu haben, ich jedoch nicht! Bereitwillig wollte ich mich wieder aufrichten, wurde aber von ihm zurück gedrückt und nur finster angegrinst, bevor er sich seiner eigenen Fehlkonstruktionen bewusst wurde. Doch da ich weiterhin nicht still daliegen wollte, band er meine Arme schlussendlich doch am Tisch fest. Dies ließ meine Zuneigung zu meinem Meister ab nicht unbedingt weiter ansteigen. Während er mir den Rücken zudrehte und nach seinen Werkzeugen griff, versuchte ich mich noch immer zu befreien. „Nun sprich schon, ich kann dir ja wenigstens die Wahrheit sagen, bevor ich dich wieder willenlos mache. Ich meine denk doch an die schöne Zeit die wir beide hatten, die vielen Nächte, die wir zusammen verbracht haben.“, gab er offen seine Meinung kund und drehte sich zu mir um. Angewidert verzog ich leicht das Gesicht und setzte zum Sprechen an. „Sag mir endlich wer ich bin!“, stammelte ich ängstlich, je näher er mir mit dem Zeug kam. „Also gut. Ich habe dich nicht aus dem Waisenhaus mitgenommen, als du 15 warst, ich habe dich damals von deinem Vater entführt, falls du es genau wissen willst. Er und ich sind nicht gerade die besten Freunde musst du wissen. Nun ja ich wollte eben auch nicht, dass er dich findet und da Holz die einzige Sache ist, die dein Vater nicht anpeilen kann, kamen mir meine Teufelskräfte ganz recht. Verstehst du ich könnte dich mit einer kurzen Bewegung wieder in deinen alten Körper stecken und dann würdest du wieder dein Wissen zurückerlangen, doch leider lasse ich dich jetzt nicht gehen. Du gehörst leider mir und das kann selbst dein ach so toller Freund da vorne nicht ändern. Also entspann dich liebes und lass mich nur meine Arbeit machen.“, beendete er seine Rede und am liebsten hätte ich einen Regenschirm aufgespannt, bei seiner feuchten Aussprache. Doch je weiter er erzählte umso wütender wurde ich an sich. Ich zappelte ein wenig unkontrolliert herum und versuchte endlich von hier weg zu kommen. So wollte ich ihn wirklich nicht an meinen Körper lassen. Ich wollte wieder ich selbst sein und nicht alles vergessen, nicht jetzt wo ich die Wahrheit kannte und vor allem nicht jetzt, wo ich Diego getroffen hatte.

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BeitragThema: Re: Brand New Story   Fr 23 Jan 2015, 13:25

Anhand ihres für mich nicht zu überhörbaren Schluckens merkte ich wie gerne Lynelle jetzt nicht hier, vor dem Laden ihres Meisters, wäre. Daraufhin sah ich sie an und dachte, dass ich ihr gerne irgendwie helfen würde, aber es gab Dinge, zu denen ich nicht fähig war. Ich sah sie an und konnte ihr eigentlich nur moralische Unterstützung leisten, indem ich dicht hinter ihr blieb und sie begleitete, vor allem nachdem sie ein paar Worte an mich gerichtet hatte. Zu gerne hätte ich ihr auf die Schulter geklopft, um ihr noch etwas mehr Mut zu machen, aber ich ließ es bleiben, weil ich befürchtete, dass ich meine Kraft unterschätzte und ihrem hölzernen Körper dann nur noch mehr schaden würde.

Schlussendlich betraten wir den Laden ihres Meisters. Das Läuten des Glöckchens ignorierte ich, da es für mich eh nicht von Bedeutung war. Gleich nach Betreten des Ladens wurde mir etwas mulmig zumute. Ich sah mich ein wenig um und beim Anblick der Marionetten und Puppen lief mir ein kalter Schauer den Rücken runter. Durch die starren Augen fühlte ich mich von allen Seiten beobachtet. Wenn Lynelle mich ansah, dann hatte ich nie das Gefühl, aber sie war auch eigentlich ein menschliches Wesen und keine Marionette. Im Laden fand ich es schon unheimlich, aber ich hatte keine Angst und bewahrte sogar meine Ruhe und Gelassenheit. Das konnte ich mir auch nicht leisten. Wenn hier jemand Angst haben durfte, dann Lynelle. Was sollte sie erst denken, wenn ich schon Angst hätte. Wir liefen geradewegs auf den Tresen zu, hinter dem eine Tür offen stand. Dabei musste ich genauso wie Lynelle darauf aufpassen, dass ich nicht über eines der am Boden liegenden Teile stolperte. Ganz ehrlich, so unaufgeräumt wie es hier war, würde ich, wäre ich ein Kunde, direkt nach Betreten des Ladens diesen ganz schnell wieder verlassen.

Aus dem Hinterzimmer ertönte Kyrohes Stimme. Daraufhin sagte ich zu Lynelle: "Keine Angst! Alles wird gut." Dann zeigte er sich endlich. Über das Wiedersehen mit Lynelle freute er sich sehr, doch dass ich auch da war, trübte seine Stimmung wieder. Mir war schleierhaft, warum er etwas gegen mich hatte, zumal ich ihm nichts getan hatte. Eifersüchtig konnte er allerdings zurecht sein, denn ich hatte bereits beschlossen, dass ich Lynelle mit auf meine Reise nähme und dadurch sozusagen mit ihr eine Piratenbande gründete. Anschließend konnte ich es nicht fassen, dass er mich beschuldigte, Lynelle verletzt zu haben. Er war es doch, der sie wie einen Sack Kartoffeln fallen gelassen hatte, um seinen eigenen Hintern in Sicherheit zu bringen. Wäre sie ihm wirklich so wichtig, dann hätte er sicher nicht zurückgelassen. Mit diesem Gedanken hatte ich diesen Typen dann doch gegessen, doch ich ließ mich von ihm nicht provozieren. Ich verschränkte meine Arme und blieb ruhig. Ich würdigte ihn keines Blickes, doch genau da geschah es und er zog Lynelle hinter sich her in seine Werkstatt. Einmal nicht aufgepasst und schon war sie weg. Schnell war er, das musste man ihm lassen.

Am liebsten wäre ich den beiden gleich hinterher, um Lynelle, aber auch ihren Meister im Auge zu behalten. Dann dachte ich mur aber, dass er ihr Bein wieder instandsetzen würde und dabei bestimmt Ruhe brauchte, weshalb ich nicht stören wollte. Ich sah mich daraufhin wieder im Laden um, der mir immer noch unheimlich war. Wenn ich mir all diese Marionetten und Puppen ansah, dann fand ich es schon seltsam, dass Lynelle eine lebendige Marionette war, auch wenn sie in Wahrheit von menschlicher Natur war. Dieser ganze Ort war mir nicht geheuer, ebenso wie Kyrohe. Mein Blick fiel dann auf die hölzernen Körperteile, die im Laden verstreut lagen. Ich bekam das Gefühl, dass so manches Teil einst an Lynelles Körper hing. Das war eine meines Erachtens ziemlich krankhafte Vorstellung, doch sie schien mir nicht aus der Luft gegriffen zu sein. "Wie hatte er eben Lynelle bezeichnet? Er hatte sie sein Meisterwerk genannt...", ging es mir durch den Kopf während ich meinen Blick umherschweifen ließ. Lynelles Meister war bestimmt zu einigem fähig, was mich dazu veranlasste nun doch nach ihnen zu sehen. Außerdem hatte ich Lynelle gesagt, dass ich bei ihr blieb. Vorsichtig schritt ich auf die Tür zur Werkstatt zu, durch die die zwei zuvor verschwunden waren. Gerade als ich am Tresen vorbei war, hörte ich bereits was ihr Meister ihr gestand und was er mit ihr vorhatte. Dann besaß er also Teufelskräfte und nicht Lynelle. Sollte er doch glauben, dass ich nichts für sie tun konnte. Ich musste zur Tat schreiten!
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Sa 24 Jan 2015, 21:20

„Fass mich nicht an, außer du hast doch vor, mir meinen Körper wiederzugeben!“, schrie ich meinem Meister ins Gesicht, während er seine Erklärung zu einem Ende führte und dabei mit seinen widerlichen Händen, über meinen Körper strich. Alles in mir sträubte sich gegen diese Berührungen und hätte ich schon früher wieder etwas Kontrolle über meinen Körper erlangt, wären seine Taten sicher nicht so gut für ihn ausgegangen. Noch immer versuchte ich mich irgendwie zu befreien und war noch froh, dass ich den Schmerz, der in meinem Bein seinen Weg zu meinem Gehirn suchte, noch nicht fand. „Aber aber Liebes, stumm hast du mir besser gefallen.“, faselte er weiter, ehe er mir den Rücken zudrehte und nach seinem Werkzeug kramte. Eine ganz schlechte Idee, wie ich fand. „Und du hast mir besser gefallen, als du meinen Vater und mich noch in Ruhe gelassen hast, Master.“, gab ich zurück, ehe ich wieder zu zappeln begann. Wie ich diesen Kerl hasste. Moment, seit wann konnte ich mich wirklich wieder daran erinnern? All diese vielen Informationen durchströmten meinen Kopf und es schien fast so, als ob jemand einen Schalter umgelegt hatte, der mich bis dato am Denken gehindert hatte. Oh ja und wie er eine schlechte Entscheidung damit getroffen hatte, mir den Rücken zuzudrehen. Doch bevor ich überhaupt etwas machen konnte, überforderten mich diese vielen Gedanken auch schon wieder. Ich kannte dies alles doch, ich kannte es ich konnte mich wieder an meine 18 Lebensjahre erinnern und vor allem erinnerte ich mich wieder an das Gesicht meines Vaters. Oder eher eines der Gesichter von ihm, denn was seine 10 Gesichter bis dato anging, so kannte ich wirklich nur dieses eine, das was ich zuletzt gesehen hatte, das 10. Ein leichtes Lächeln umspielte meine Lippen, während mir alles wieder einfiel. Jeder Moment, den ich dort oben auf dem Schiff meines Vaters verbracht hatte, jeden einsamen aber auch vollkommen glücklichen Moment. Von ihm hatte ich alles gelernt und mit ihm hatte ich die Welt gesehen, die Welt in der Zukunft und in der Vergangenheit. Gut das ich mich selbst auf unseren Reisen niemals getroffen hatte, zu was für einem Paradoxon hätte das wohl führen können. Jetzt fiel mir auch der wichtigste Punkt wieder ein, ich wollte erst einmal wieder hier raus. Diego hatte ich in meinem Gedankenschwall auch vollkommen vergessen, auch wenn ich froh war, dass er mich nicht allein gelassen hat. Nach und nach führte der Master dann die Reparaturen an meinem Bein durch und ich musste gestehen, dies zog wirklich.

Er tauschte mir den ganzen Unterschenkel und mein Gelenk aus. Jetzt wo mir meine Vergangenheit wieder bewusst war, waren diese Reparaturen noch weniger zu ertragen. Doch als er dann fertig war und meine Hände wieder los schnallte, anscheinend dachte er, er würde die Kontrolle über mich zurückgewinnen, reagierte ich so schnell wie schon lange nicht mehr. Ich griff nach seinen Handgelenken und setzte mich auf, während ich ihm starr in die Augen schaute. Nichts an diesem Kerl wollte ich wirklich wiedersehen und doch wollte ich von ihm nur meinen Körper aus Fleisch und Blut zurück. „Du hörst meine zwei Herzen nicht wahr, lange bis zu meiner Regeneration würde es jetzt nicht mehr dauern, also kannst du es dir aussuchen. Entweder ich bekomme meinen Körper wieder oder hier drinnen gibt es gleich ein schönes kleines Feuerwerk.“, drohte ich ihm schon fast und meine Augen verengten sich zu Schlitzen, während meine Hände bereits wieder in einem goldenen Schimmer leuchteten. Jeder Time Lord und jede Time Lady regenerierte wenn der Körper dem Tod nahestand, doch da wir nur über einen Regenerationszyklus verfügten, lebten wir nicht länger als uns dieser Zyklus erlaubte und somit konnten wir 11 verschiedene Gesichter erreichen, Elf verschiedene Personen sein, die im Grunde genommen alle noch das gleiche Wesen waren. Plötzlich keimte in den Augen des Masters eine Spur der Angst auf. Oh ja er wusste ganz genau, wie gewaltig die Zerstörungskraft unserer Regenerationsenergie war. Gut ich selbst war noch niemals regeneriert, aber allein durch meinen Vater wusste ich, dass sich sterben für unsere Art nicht wirklich gut anfühlte. Noch immer verbarg ich meine Angst vor ihm und versuchte stark zu sein, ehe er vor mir einknickte. „Nun gut, vergiss aber nicht, dass du mein bist.“, gab er kleinlaut zu, ehe seine Hände braun leuchteten. Dieser Schimmer übertrug sich schlussendlich auf meinen ganzen Körper und vermischte sich dort mit der Regenerationsenergie, was für eine Verschwendung von Regenerationsenergie.

Erst als er sich von mir löste und ins Nachbarzimmer verschwand, bevor er mir meine Klamotten, an die ich mich nebenbei noch gut erinnern konnte brachte, realisierte ich, dass ich wieder in meinem richtigen Körper steckte. Überall um mich herum lagen Holzspäne und die einzelnen hölzernen Gelenke, knallten auf den Boden. Doch dann traf es mich wie ein Schlag, als ich bemerkte, dass ich nackt war. Ich lief förmlich knallrot an und riss dem Master meine Kleidung aus den Händen, mit denen ich erst einmal schnellstmöglich versuchte zu bedecken, was noch zu bedecken war. „Ach komm schon, ich habe dich schon so oft nackt gesehen und jetzt schämst du dich..“, begann er, ehe ich seinen kalten Atem in meinem Nacken spürte. Ich bekam Gänsehaut, als er langsam mit seinen Fingern meine Wirbelsäule entlang strich. Meine langen, gewellten Rotbraunen Haare, verdeckten zwar einiges, aber trotzdem konnte ich seine knöchrige Hand spüren. Diese Regeneration des Masters war alt geworden. „Fass mich nicht an.“, wimmerte ich während in mir wieder meine Angst aufkeimte. Elegant wie eh und je fuhr er meinen Körper entlang, während er sich langsam wieder in mein Sichtfeld bewegte. „Schade vorher hast du mir besser gefallen, jetzt sieht man deine Knochen, sag mal bekommst du etwa nicht genug zu essen Lynelle? Man sieht deine Venen, du bekommst Falten, alles Mögliche von dem dich das Holz hätte bewahren können, selbst vor meiner Lust.“, stachelte mich der Master an, während ich mir nur meine Kleidung an den Körper drückte. Plötzlich fühlte ich etwas kaltes in einer der kleinen Taschen in meinem Rock und musste grinsen. Noch immer klopften mir meine Herzen bis zum Hals, selbst während ich meinen Schallschraubenzieher in die Hand nahm und diesen surrend auf den Master richtete. „Diego, würdest du mir vielleicht helfen..“, begann ich bemerkte aber wie mein Gesicht immer wärmer wurde, bevor ich fortfuhr. „Aber bitte gerade ohne mich anzusehen?“, in wieweit Diego dies hier mitbekommen hatte, wusste ich an sich gar nicht, aber mir war es unglaublich peinlich, dass ich mich nicht einmal anziehen konnte. Aber ich wollte mich nicht vor dem Master anziehen, gut vor Diego gerade auch nicht. Hoffentlich fragte er nicht weshalb, auf Fragen konnte ich in diesem Moment verzichten.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mo 02 Feb 2015, 17:33

Am liebsten hätte ich sofort eingegriffen und Lynelle aus den Händen ihres Meisters gerissen, doch ich war nicht blöd. Ich bemerkte, als ich die beiden sah, dass er ihr noch nicht geholfen hatte. Ihr Bein war immer noch "kaputt", doch ich sagte lieber, dass es verletzt war. Lynelle war nun mal ein Mensch, der von diesem alten Mann in eine Marionette verwandelt wurde. Zwar wusste ich nicht, wieso seine Teufelskräfte vergangene Nacht ausgesetzt hatten, dazu wusste ich zu wenig darüber wie genau seine Teufelskräfte wirkten oder gar funktionierten, aber ich hatte Lynelles menschliches Abbild gesehen. Schließlich wurde ich Zeuge davon wie Kyrohe Lynelles Bein "reparierte" und sie anschließend zurückverwandelte, nachdem sie ihm dazu keine andere Wahl mehr ließ. Um ehrlich zu sein verstand ich sie aber nur zur Hälfte. Nach ihrer Rückverwandlung staunte ich schon etwas, als ich ihren nackten Körper sah. Aus der Ruhe ließ ich mich davon jedoch nicht bringen. Fakt war nämlich, dass Lynelle nicht das erste Mädchen war, dass ich unbekleidet sah. Sowohl in unserer gemeinsamen Kindheit als auch vor nicht mal allzu langer Zeit hatte ich Taya desöfteren nackt zu Gesicht bekommen, aber das tut hier nichts zur Sache. Lynelle war keine Marionette mehr. Noch immer mischte ich mich nicht ein, aber auch nur, weil ihr Meister ihr Kleidung holte. Als ich anschließend sah, wie er darauf bestand, sie zu besitzen, und sich an sie ranmachte, wuchs meine Wut auf ihn. Ich senkte meinen Blick etwas, damit ich mir das nicht die ganze Zeit ansehen musste. Leider hörte ich noch, was Kyrohe sagte, was meine Wut auf ihn nur noch mehr steigen ließ, obwohl ich nicht einmal alles verstand, was er sagte.

Ich horchte auf, als Lynelle mich um Hilfe bat. "Mit dem größten Vergnügen. Dieser Mistkerl hat eine Abreibung gehörig verdient.", antwortete ich, woraufhin ein leichtes Lächeln auf meinen Lippen lag. Vielleicht hatte ich nun zu groß hinausposaunt, was ich mit ihm vorhatte, aber das spielte keine Rolle. Ich hatte schon mal nicht vor, Lynelle bei ihm zu lassen... jetzt erst Recht nicht mehr. Auf einmal schnellte ich auf Kyrohe zu und schlug ihm mit meiner bloßen Faust ins Gesicht. Da ich bereits ziemlich viel Kraft in diesen Schlag steckte, flog Lynelles Meister geradewegs in die nächste Wand. Danach wandte ich meinen Blick Lynelle zu. Ihr Körper war zwar etwas bedeckt, aber sie war immer noch nackt, wie ich feststellte. Ich sah wieder weg und nur noch aus dem Augenwinkel halb zu ihr. Ich meinte: "Du weißt aber, dass ich dich längst nackt gesehen habe, oder?" Auf einmal kam mir eine Frage in den Sinn, die ich ihr aber später noch stellen konnte. Eine zweite Frage konnte aber nicht warten. Ich näherte mich Lynelle und packte sie an den Schultern oder vielmehr an ihren Oberarmen. Dann fragte ich sie aufgebracht: "Bitte beantworte mir eine Frage ehrlich! Die Puppenteile im anderen Raum... sind das Ersatzteile von dir?" Mein Gefühl und mein Geruchssinn sagten mir, dass es so war. Die Teile, die ich meinte, dufteten alle nach Lynelle, als sie eben noch eine Marionette war. Trotzdem wollte ich lieber vom Gegenteil überzeugt werden, doch vermutlich wäre das eine Lüge.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mi 04 Feb 2015, 21:38

„Versuchen kann man es doch mal!“, meinte ich ein wenig eingeschnappt, ehe ich mir so schnell ich konnte wenigstens meine Unterwäsche anzog und meine Bluse noch über meinen BH zog, diese aber so schnell gar nicht zuknöpfen konnte, wie Diego mich an den Schultern festhielt. Er tat mir damit nicht sonderlich weg, selbst wenn meine Arme dies wohl anders sahen und schon nach wenigen Minuten etwas rot an diesen Stellen wurden. Meine Gliedmaßen wurden schon immer nicht richtig durchblutet und dies zeigte sich auch jetzt wieder. Trotzdem sausten mir gerade in diesem Moment noch so viele Gedanken durch den Kopf, die ich gar nicht in Worte fassen konnte. Das ganze Universum und alles darüber hinaus irgendwie zu kennen, meinem Vater sei Dank, überforderte mich die ersten Sekunden, bevor ich seine Frage überhaupt richtig verarbeiten konnte. Mein Blick ging kurz zum Master hinüber, den ich mittlerweile wirklich nicht mehr als meinen Meister bezeichnen konnte und ich kontrollierte, ob er nicht doch wieder zu sich kommen könnte. Diegos Schlag hatte wirklich gesessen, aber wir Time Lords waren ein widerstandsfähiges Volk, sonst wären wir auch nicht schon vor den Menschen da gewesen. Gut bis auf den Master, meinen Vater und meine Mutter existierten trotzdem keine mehr. Eine Tatsache, die uns zu umherirrenden einsamen Wesen werden lassen konnte. Oder wie im Fall des Masters, konnten wir dadurch verrückt werden. Zumindest hatten ihn damals alle auf der Akademie, für böse und verrückt erklärt. Dies waren die Geschichten meines Vaters und auch, wenn er unter derselben Regel lebte, wusste ich, dass es die Wahrheit sein musste. „Auch, wenn ich dir jetzt gerne irgendetwas wibbly wobbly timey wimey Tolles erzählt hätte, die Wahrheit ist leider, dass du Recht hast. Warum interessiert dich das eigentlich?“, antwortete ich Diego und schaute ihn bei meiner Antwort nicht an. Ich hatte Angst davor, was ich in seinen Augen hätte sehen können, wie er über all dies hier dachte. Doch meine Gefühle hatten sich gegenüber ihm nicht geändert, sie waren durch die beiden Herzen eher noch stärker geworden. Und doch wunderte ich mich gerade immer wieder darüber, wie sich meine Stimme eigentlich ohne dieses ständige Stottern anhörte, lange hatte ich sie nicht mehr so nutzen können. Plötzlich bemerkte ich aber eine Bewegung im Hintergrund und hörte ein Stöhnen, ehe der Master seine Augen wieder öffnete. Noch immer hatte ich meinen Schallschraubenzieher in der Hand und er war sicher nicht nur darauf beschränkt Türen zu öffnen.

An sich war die einzige Schwachstelle dieses Schraubenziehers mit Schall, Holz. Doch die einzigen, die davon wussten, waren die Time Lords und Ladys. Schnell wählte ich eine Einstellung und peilte damit den Master an. Währenddessen surrte der Schraubenzieher vor sich hin und stellte so die elektrischen Wellen aller Gegenstände in diesem Raum um. Wenn er nur eine falsche Bewegung machte, dann würde hier erst recht alles in die Luft fliegen, Regeneration hin oder her. Gut ich war eigentlich nicht darauf aus den Master zu töten, aber wenn es uns retten würde. Er wollte nicht sterben, da war ich mir sicher und lange würde ihn dies hier auch nicht aufhalten, dies stand auch schon fest. Doch ich würde diesen Laden sicherlich nicht verlassen, ohne mich fertig anzuziehen. Das Diego mich schon nackt gesehen hatte, hin oder her, aber daran wollte ich eigentlich nicht denken, denn gerade deshalb stieg mir wieder die Röte ins Gesicht.
Fantastic, wirklich fantastic gemacht Lynelle, dich einfach so vom Master fangen zu lassen, was denkst du wie sehr sich der Doctor schon sorgt.
Ruhe Gewissen, von dir brauche ich jetzt nicht auch noch eine Moralpredigt, ich muss nachdenken!, oh ja früher hatte ich öfters Gespräche mit mir selbst geführt und diese waren nicht immer die interessantesten gewesen. Aber wenn man einen Vater hatte, der durch Raum und Zeit reisen konnte, war der einzige Freund, den man auf die Dauer hatte, man selbst. Trotzdem so würde ich mich jetzt auch nicht mehr an den Master binden lassen. Die Frage war jetzt nur, was ich nun tun könnte, nach dem Anziehen, das verstand sich wohl von selbst.

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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mi 18 Feb 2015, 19:40

Lynelles Antwort wunderte mich überhaupt nicht, mal abgesehen von der Art und Weise wie sie sich ausdrückte. Ich wusste nicht, was "wibbly wobbly timey wimey" bedeutete, aber das interessierte mich gerade auch weitaus weniger. Es erfreute mich absolut nicht, dass sie meine Vermutung bestätigte, obwohl ich vorher schon kaum Zweifel hatte. Ich senkte meinen Blick und knirschte mit den Zähnen. Kaum einer konnte sich vorstellen wie wütend ich gerade auf Kyrohe war, ich ließ ihr nur keinen freien Lauf. Mich selbst zu beherrschen, dazu war ich durchaus in der Lage. Selbst wenn Gefühle alles aus einem herausholen konnten musste man in gewissen Situationen einen kühlen Kopf bewahren, vor allem als Jäger, denn sonst konnte es einem gerade diesen kosten. Gerade fiel es mir aber wirklich schwer völlig ruhig zu bleiben. In diesem Fall zeigte sich meine Wut zum Beispiel im Knirschen meiner Zähne.
Leider konnte Lynelles Meister - vermutlich ehemaliger Meister - nochmal aufwachen. Lynelle richtete irgendein seltsames Gerät auf, durch das er nicht gleich auf uns zukam. Ich blickte kurz über meine Schulter in den anderen Raum, bevor ich Kyrohe wieder ansah und zu Lynelle sagte: "Mach, dass du hier rauskommst! Es könnte sonst ganz schön brenzlig werden." Ich hätte wirklch lieber gewusst, was es mit dem Gerät in Lynelles Hand auf sich hatte, aber so wie sie hatte auch ich so manches Geheimnis, so wie jetzt gerade. Ich behielt nämlich für mich, was ich vorhatte. Irgendwie gelang es Lynelle zumindest Kyrohe in Schach zu halten. Ich nutzte die Geleenheit, um mich da einer Sache anzunehmen.
Ich drehte mich um und ging wieder ins Vorzimmer. Dort fing ich dann an ein wenig Chaos anzurichten. Auf den Laden an sich hatte ich es nicht abgesehen, sondern nur auf das, was sich darin befand. Überll im Laden verteilt, insbesondere am Bodenn, lagen hölzerne Teile, die nach Lynelle rochen. Um dies wahrzunehmen, benötigte ich nicht einmal den feinen Geruchssinn eines Drachen. Diese Körperteile mussten allesamt vernichtet werden, ansonsten - so glaubte ich - konnte Lynelle nie wirklich den Fängen des Meisters entkommen und frei sein. Nur aus diesem Grund stiftete ich nun Chaos. Daran hinderten wollten mich auf einmal vier Marionetten, die sich auf mich stürzten. Sie begruben mich unter sich, doch schafften es nicht, mich niederzuringen. Sie nervten einfach nur. Durch sie hindurch konnte ich eher zufällig einen Blick auf Kyrohe werfen und ich sah, dass er seine Finger leicht bewegte. Er kontrollierte die Marionetten also. Ich verwandelte mich und nahm meine Tier-Mensch-Form an. Durch meinen dahergehenden Wachstum schleuderte ich alle vier von mir weg, bevor ich eine Marionette nach der anderen zerschmetterte. Danach fuhr ich mit dem fort, was ich angefangen hatte: der Vernichtung von Lynelles gebrauchten Körperteilen. Wie schrecklich sich Letzteres anhörte.
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BeitragThema: Re: Brand New Story   Mo 23 Feb 2015, 21:39

Verwundert schaute ich Diego hinterher, bevor ich mich wieder auf den Master kontrollierte, der zwar wach war, aber seine Auge wieder geschlossen hatte. Vermutlich kontrollierte er sich darauf, jede Marionette noch einmal unter seine Kontrolle zu bringen. Bei diesem Gedanken lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Doch dann ließ ich mir auch noch einmal Diegos Worte durch den Kopf gehen und reagierte geistesgegenwärtig. Erst einmal zog ich mich fertig an, bevor ich den Laden durch die Hintertür verließ. Den Master zurück zu lassen war vermutlich nicht sonderlich gut von mir durchdacht, aber um den konnte sich auch noch mein Vater irgendwann kümmern. Immerhin war es sein Jugendfreund und nicht meiner. Letztendlich zog mich meine Neugier, dann doch wieder vor den Laden und ich schaute durch die verdunkelten Gläser hinein. Viel erkennen tat ich nicht. Nur einzelne Schatten, die sich bewegten, konnte ich erkennen. Zu sehen, wie einzelne Arme oder Beine durch die Luft flogen, löste wiederum doch einen gewissen Schmerz in mir aus. Ich konnte es eigentlich nicht leiden, wenn man irgendetwas Lebendiges tötete, auch wenn man nicht unbedingt sagen konnte, dass die Marionetten jemals lebendig waren. Ich war wohl die einzige, die wirklich lebendig war. Und schon wieder so ein spontane Idee, obwohl ich nicht wusste, ob diese Idee gut oder schlecht war. Denn ich wollte den Laden eigentlich in meinem Leben nicht mehr betreten.
Gleichzeitig wollte ich es auch nicht mit ansehen, wie sich Diego drinnen mit etwas beschäftigte, was buchstäblich der Vergangenheit angehörte. Ich wollte die Welt sehen und da war mir dieser Laden einfach nur egal. Der Master würde sich bestimmt irgendwann wieder auftauchen. Ich betrat den Laden wieder und bemerkte zuerst nur den Haufen an Teilen, die überall verstreut waren. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge, sah ich mir das Chaos an und bemerkte auch, wie sich die einzelnen Arme und Beine noch bewegten. Er konnte sie zerstören wie er wollte, der Master konnte die Teile alle noch bewegen, egal wie zerfetzt sie auch waren. Lebendiges Gewebe fiel zum Glück nicht unter diese Kontrolle. „Was…….Diego stopp!“, entfuhr es mir, als ich dieses Chaos weiter begutachtete, bevor ich meinen Blick auf ihn richtete. Das ich auf seine Worte zuvor vielleicht doch hätte befolgen sollen, ahnte ich in diesem Moment nicht. Doch irgendwie konnte ich meinen Blick auch nicht von ihm abwenden. Er war also wirklich ein Teufelsfruchtnutzer. Ich hatte gegen so etwas keine Abneigungen entwickelt, die ich in mir hegte, viel mehr verleitete mich mein Wissensdurst nur dazu, noch mehr darüber zu erfahren. Langsam wollte ich dann auf Diego zu gehen, mein Interesse und auch die Tatsache, dass er damit aufhören sollte, verleiteten mich einfach dazu.

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