Kon'nichiwa an alle Nutzer, wir sind ein 'kleines' RPG Forum und heißen euch herzlich willkommen
 
StartseiteKalenderGalerieFAQSuchenMitgliederNutzergruppenAnmeldenLogin
Ankündigungen
Login
Benutzername:
Passwort:
Bei jedem Besuch automatisch einloggen: 
:: Ich habe mein Passwort vergessen!
Die neuesten Themen
» Tokyo Ghoul: Are your hungry?
Sa 02 Sep 2017, 14:55 von Raika Yuki

» Duel Academy: It's time to duel!
Do 31 Aug 2017, 12:54 von Raika Yuki

» A different world: dance into another world #2
Mi 30 Aug 2017, 10:01 von Raika Yuki

» Aufträge, Feiern und andere Pannen
Mi 16 Aug 2017, 00:30 von Pacey

» Welcome: who are you?
Mo 07 Aug 2017, 10:55 von Natsu Dragneel

» Detektiv Conan : “Pandoras Vergangenheit“
So 06 Aug 2017, 20:56 von Alinsraven

» A new year
Sa 17 Jun 2017, 09:41 von Raika Yuki

» Season II: Dark Wings
Sa 10 Jun 2017, 01:07 von Raika Yuki

» My Character in Fairy Tail
So 04 Jun 2017, 23:18 von Natsu Dragneel

» Einall
Do 01 Jun 2017, 22:31 von Raika Yuki


Austausch | 
 

 A different world: dance into another world #2

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter
AutorNachricht
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: A different world: dance into another world #2   Mo 12 Mai 2014, 21:03

das Eingangsposting lautete :

Ein heiterer und beinah wolkenloser Tag, breitete sich über Yesaiya aus. er begann ereignislos, doch der Verkehr innerhalb der Stadt floss schon seit Stunden die Straßen auf und ab. Es war Achtuhr früh, als ich gerade aufstand, gleichzeitig war es aber für mich auch nicht gerade früh, denn ich war Uhrzeiten gewöhnt, die bereits weit in der Nacht lagen. Gerade stand ich aus meinem Bett auf und ging zum Fenster um dieses zu öffnen. Von hier aus hatte man eine gute Sicht über die Stadt, was eigentlich nicht der Grund dafür war, dass ich hier lebte. meine Bandkollegen würden wahrscheinlich auch jetzt erst aufstehen, was eigentlich in unserer Natur als Engel und Dämonen überhaupt niemals so gewesen war, doch dieses Leben hier veränderte einen. Schnell sprang ich unter die Dusche, wo ich nicht mein blondes Haar wusch, da dies nur Tarnung war, sondern mein rotes Haar. mein Körper sah wieder so aus, wie ich geschaffen wurde und auch das Drachentattoo, welches sich über meinen Hals und meine linke Wange zog war sichtbar. Ich wusch das ganze Haargel aus meinem Haar und auch sonstiges, was sich über die Tage hinweg angesammelt hatte, was einige Federn meiner Flügel waren, doch dies war etwas anderes. Ich band mir ein Handtuch um die Hüften und trat aus der Duschkabine heraus, während ich mich selbst im Spiegel musterte. Rotes Haar und bernsteinfarbene Augen, dies war mein vom Herr gegebenes Aussehen, doch dieses, was ich mir selbst zugelegt hatte, war auch etwas, was mir recht gut gefiel. während ich mein rotes Haar föhnte, veränderte sich bereits wieder meine Augenfarbe zu einem dunklen Braun und mein haar wurde länger, dafür aber dunkelblond. Es war schon eine gute Sache, wenn man sein Aussehen nach belieben ändern konnte, denn so hatte man auch die Freiheiten, niemals erkannt zu werden und vor allem konnte ich meinen Fan immer etwas neues bieten. Während ich selbst mich noch schminkte, nachdem ich mich angezogen hatte, stimmte ich mich schon mal für den neuen Tag ein, denn heute stand einiges an. Eine Bandprobe und ein Auftritt waren da die kleineren Sachen, denn vor allem wollten wir noch ein Interview geben, was unsere neuen Ziele betraf und über die war ich mir selbst noch nicht sonderlich klar, da ich kaum glaubte, dass die anderen Länder mit uns klar kommen würden. Sicher hatten wir vereinzelt Fans in anderen Ländern, doch konnten wir schlecht in jedem kleinen Dorf auftreten, wo wir vielleicht nur einen bis zwei Fans hatten.
...

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org

AutorNachricht
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Sa 29 Nov 2014, 14:01

Ein hämisches, fast schon teuflisches Grinsen lag auf meinen Lippen, mit dem ich Ryoga ansah. Bei seinen Worten konnte ich dann nicht anders, als in Gelächter auszubrechen. Mein Lachen klang nun ziemlich boshaft, also spiegelte es zurzeit meinen Charakter wieder. Wahrscheinlich passte dieses Lachen zu einem jungen Mädchen wie mir gar nicht, aber das kümmerte mich nicht. Warum auch? Mein Charakter hatte sich eben von Grund auf geändert. Zu Ryoga meinte ich: "Übertreiben? Womit haben wir es denn bitte übertrieben? Der Spaß fängt doch jetzt erst an. Da niemand anderes da ist, müssen wir beide uns eben miteinander vergnügen." Ich richtete mich auf und ging auf Ryoga zu. Selbstverständlich wusste ich noch, was er für mich getan hatte. Das wussten beide meiner Persönlichkeiten, wenn ich nicht sogar noch mehr besaß. Mit Ryoga hatte ich jedenfalls nichts Gutes im Sinn. Mich dürstete es nach Schmerzen, dem Leid anderer, und mir war egal, wer diesen Durst stillte. Was Ryoga dachte, wusste ich nicht. Gedanken lesen konnte ich nicht, aber es war womöglich nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch das änderte.
Ich setzte einen Fuß vor den anderen und näherte mich Ryoga immer mehr. Bei jedem weiteren Schritt verwandelte ich mich äußerlich noch etwas mehr in eine Dämonin. Spitze Ohren, Hörner, mein linker Arm und meine Unterschenkel sowie ein Schweif, der mir wuchs - am Ende sah ich zur Hälfte aus wie ein Mensch und zur anderen wie eine Dämonin. Im Zuge meiner Verwandlung hatten meine magischen Kräfte sogar dafür gesorgt, dass sich meine Schuhe und Strümpfe vorerst aufgelöst hatten. Gut, dass ich einen Rock trug, unter dem mein Schweif hervorgucken konnte. Vielleicht hätte sich eine Hose auch nur aufgelöst. "So gefällt mir das schon besser.", murmelte ich. Da sah man mal wie unterschiedlich meine Persönlichkeiten waren.
Schließlich stand ich unmittelbar vor Ryoga und blickte zu ihm auf. Ich grinste ihn hämisch an und sagte: "Du willst doch bestimmt nicht, dass ich unglücklich bin. Deshalb lass mich meinen Spaß mit dir haben. Ansonsten suche ich mir jemand anderen. In Ikoto finden sich schon genug Leute." Im Prinzip ließ ich Ryoga keine andere Wahl. Entweder er ließ über sich ergehen, was ich mit ihm vorhatte oder es traf eben unschuldige Bürger dieser Stadt. Oder er hielt mich einfach auf und versuchte, dass ich wieder diejenige wurde, die er kennengelernt hatte. Da stellte sich halt nur die Frage, wie er das anstellen sollte. Nach einiger Zeit geschah das ohnehin von allein, wie die Male zuvor auch, aber bis es soweit war, konnte noch wer weiß was passieren.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Do 04 Dez 2014, 20:35

"Es kommt ganz darauf an, was du unter Spaß verstehst!", gab ich ihr Kontra und grinste breit und nicht unbedingt gutmütig. Sicher war ich eigentlich nicht dazu in der Lage sie zu verletzen, dafür lag sie mir einfach zu sehr am Herzen. Und trotzdem konnte ich mich verteidigen, wenn es darauf ankam. Ihre Kräfte unterschätzte ich dabei nicht und leider sah ich nur die Möglichkeit sie ihr für eine bestimmte Zeit zu nehmen, oder es ihr viel eher einzureden sie seien weg, als mich wirklich auf ihre gute Seite beziehen zu können. Ich war nicht geduldig. Ich war kein geduldiger Mensch und vor allem kein geduldiger Engel und somit sollte man nicht mit mir und meinen Gefühlen spielen. Und dies obwohl Engel weitaus weniger Gefühle wahrnehmen konnten, als Menschen. Wir unterschieden nur zwischen Liebe, Lust und Hass, aber auch dem gelegentlich aufkommenden Gefühl, jemanden einfach in sein Herz zu schließen, ohne Liebe zu verspüren. Mit diesem Einfühlungsvermögen, welches ich versuchte ans Tageslicht treten zu lassen, waren wir Engel darüber hinaus nur gesegnet um die Menschen besser verstehen zu können. Ich hasste ihr jetzige Seite nicht, ganz im Gegenteil, eher war es bewundernswert welchen Mut sie so aufbrachte. Und es war genau dieser Mut, den sie immer brauchte. Einfacher gesagt als getan, aber sie musste mutig genug sein, um auf meine Gutherzigkeit anzuspringen und mich fast schon in eine Falle zu stürzen. "Na worauf wartest du noch, ich warte.", provokativ war ich an sich nicht immer, aber ich spielte hiermit auf etwas bestimmtes an. Okay ich wusste es selbst noch nicht, was dabei herauskommen würde, aber wenn ich mich an die Geschichten von der vergangenen Zeit erinnerte, glaubte ich zu wissen, was zu tun war. Die Ähnlichkeit zu einer dieser Personen, der Legenden, war eben nicht zu übersehen.
...

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   So 07 Dez 2014, 12:03

Ryogas Bemerkung provozierte mich sehr. Als ob er nicht wusste, was ich mit "Spaß" meinte. So wie ich gerade drauf war, konnte das nur eines bedeuten. Natürlich wollte ich ihn quälen und foltern und wenn nicht ihn, dann gerne auch jemand anderen. Ich wollte mich einfach an qualvollen Schreien ergötzen, ganz gleich von wem sie kamen. Vielleicht war Ryoga von Anfang an dafür nicht geeignet. Vielleicht empfand er sowas wie Schmerz gar nicht, aber woher sollte ich das schon wissen. Mit Engeln kannte ich mich nicht so gut aus, doch dafür umso mehr was es bedeutete, eine Dämonin zu sein, selbst wenn mir dazu lediglich meine magischen Fähigkeiten verhalfen. Mit seiner anschließenden Bemerkung provzierte er mich noch mehr und brachte damit das Fass zum überlaufen. Ryoga ließ mir keine andere Wahl, als ihm Schmerzen zu bereiten. Er war ja eh meine erste Wahl gewesen.
Ich ging noch näher auf Ryoga zu, bis ich so dicht vor ihm stand, dass ich ihn beinahe mit meiner Nasenspitze berühren konnte. Meine Deckung vernachlässigte ich, aber ich glaubte auch, dass ich bei ihm keine benötigte. Mit meinen Klauen fing ich seinen Körper von der Taille aufwärts abzutasten während ich sprach: "Mal sehen, wo fange ich denn an?" Das Beste wollte ich mir für den Schluss aufheben. Ich überlegte weiter: "Wie wäre es, wenn ich dir die Arme breche? Oder doch zuerst die Beine? Oder amüsiere ich mich doch zuerst anders mit dir? Hmm.. schwierig." Ich überlegte und überlegte und konnte mich einfach nicht entscheiden. Am Ende wollte ich mit was Leichtem anfangen- einem deftigen Schlag in die Magengrube war dazu perfekt. "Versteh mich nicht falsch! Ich bin dir wirklich dankbar, dass du mir geholfen hast. Aber ICH will halt auch meinen Spaß und der sieht eben so aus.", sagte ich, bevor ich zum Schlag ausholte. Selbst wenn ich noch ein kleines Mädchen, so hatte meine Verwandlung auch Auswirkungen auf meine physische Stärke. Solch ein Schlag konnte schon sehr wehtun, Meine Faust kam auf Ryoga zu - um richtig ausholen zu können war ich wieder ein bis zwei Schritte zurückgegangen -, doch ich zog den Schlag nicht durch. Meine Faust stoppte kurz vorher und ich wusste selbst nicht, was das bedeutete. "Was? Ich... Mein Arm... Ich kann ihn nicht mehr bewegen." Welches Spiel wurde hier bitte gespielt? Hatte Ryoga etwas damit zu tun? Ich blickte in sein Gesicht und sah sein Grinsen, aber das war vorher auch schon da.
"Ich werde Ryoga nicht weh tun.", ging es mir durch den Kopf, doch die Stimme in meinem Kopf klang ganz anders als ich mich gerade anhörte. Das musste mein Gewissen sein. Zum ersten Mal hörte ich es, wenn meine bösartige Seite zum Vorschein kam. Ich fühlte mich wie eine Dämonin, aber dann bedeutete das, dass Dämonen auch ein Gewissen haben. Das wunderte mich wirklich sehr. "Ryoga hat schon so viel für mich getan! Ich darf es ihm so nicht danken!", sprach die Stimme in meinem Kopf weiter. Meine Klauen steuerten wie von selbst auf meinen Kopf zu, den ich mir wieder hielt und mein ganzer Körper zitterte wieder. Schließlich hielt ich sie mir vor mein Gesicht und fiel auf die Knie. "Jetzt weißt du, wieso ich meine Kräfte nicht besitzen will!", sagte ich mit weinerlicher Stimme und klang wieder ganz anders. Ich schämte mich jetzt dafür, dass ich Ryoga weh tun wollte. Auch aus diesem Grund weinte ich, aber haupsächlich weinte ich wegen dieser anderen Person in mir. Vor der hatte ich am meisten Angst.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Mo 15 Dez 2014, 20:28

Ich war auf jeglichen angriff gefasst gewesen, selbst wenn mein Empfinden von Schmerz nicht sonderlich ausgeprägt war. Vortäuschen, dass sie mir weh tat konnte ich dann wiederum schon. Trotzdem tat sie mir nach und nach einfach nur leid. Das sie so darunter litt, dies konnte ich mir selbst nicht vorstellen, ich kannte so etwas nicht. Wir waren jeder mit einer Persönlichkeit gesegnet, die die Menschen ergänzen sollten und nicht unbedingt zu etwas negativen führen sollten, weshalb wir auch nicht bösartig waren. Jedoch war unser Sinn für die Gerechtigkeit dabei auch ganz anders, weshalb so manche Taten von unserer Seite nicht immer den Willen der Menschen widerspiegelten. Erst als sie sich dann wirklich kurz vor einem Treffe in meine Magengend stoppte, musterte ich sie wieder genauer, während ich ihre Worte vernahm. Ja sie tat mir wirklich sehr leid und gerade jetzt wurde mir auch wieder bewusst, dass ich ihr wirklich nicht viel helfen konnte. Es war wirklich leichter gesagt als getan, aber sie musste sich akzeptieren, sonst würde dies niemals etwas werden. Ich kniete mich zu ihr herunter und beobachtete sie eine Weile still, bevor ich sie einfach in meine Arme schloss. Das Geräusch wie sie weinte, klang in meinen Ohren einfach nur schrecklich und dagegen erfreute mich ihr Lachen und erhellte mir bald jeglichen Moment, den ich mir ihr verbrachte. Still strich ich ihr über den Rücken und versuchte sie zu beruhigen. Innerlich war ich aber wohl weitaus weniger ruhig als äußerlich. In meinem Kopf ratterte die Frage, wie ich ihr wohl helfen konnte und dafür sorgen konnte, dass sie ihre angst wirklich verlor. Vielleicht konnte ich ihr auch wirklich nicht helfen und musste den Rat anderer einholen, aber genauso wie ich gab es bestimmt fast niemanden, der so etwas schon einmal erlebt hatte. Ich biss mir auf die Unterlippe und kaute während ich nachdachte etwas auf ihr herum, eine meiner mehr oder weniger guten Angewohnheiten. "Komm lass uns nach Hause gehen Lilith...",
...

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Fr 19 Dez 2014, 19:27

Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen, nicht einmal als Ryoga mich in seine Arme schloss. Zu sehr schämte ich mich für das, was ich gesagt und getan hatte bzw. für das, was ich mit Ryoga anstellen wollte. Diese Gedanken waren immer noch nicht ganz weg, doch immerhin hatte ich nicht mehr vor irgendetwas davon in die Tat umzusetzen. Mein Wille stand über diesen Gedanken. Ich wollte Ryoga nicht weh tun. Seit wir uns gestern kennengelernt hatten war er immer für mich da gewesen, so auch jetzt, wie sich zeigte. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass ich seine Hilfe nicht mehr verdient hatte. Er müsste mich doch eigentlich für ein undankbares Gör halten. Stattdessen schien er mir aber nicht mal böse zu sein.
Die ganze Zeit über traute ich mich nicht einmal in Ryogas Gesicht zu sehen. Mein Blick war zwar ohnehin zu verschwommen, um noch klar und deutlich sehen zu können, aber nachdem, was eben geschehen war, schämte ich mich zu sehr dazu. Das änderte sich aber, als ich merkte, dass Ryoga weiterhin auf mich Acht geben wollte. Ich hörte seine Worte und blickte ihn überrascht an. Er wollte tatsächlich, dass ich ihn zu sich nach Hause begleitete, so als ob nichts gewesen wäre. Überrascht und mit Tränen in den Augen sah ich ihn letztlich doch an. Durch seine Worte vergoss ich nun aber größtenteils schon Freudentränen. Es blieb daraufhin auch nicht aus, dass ich ihn vor Freude umarmte. Möglicherweise schmerzte dies nun etwas, da ich vergessen hatte, dass ich mich verwandelt hatte und dadurch stärker als sonst war. Schon seltsam, dass man mich nur anlenken musste, damit ich an meine Kräfte gar nicht erst dachte und sie scheinbar im Zaum halten konnte. Mal abgesehen von meiner Schusseligkeit, sagte ich: "Einverstanden. Gerne begleite ich dich zu dir nach Hause. Ich bin bereit, jede Strafe auf mich zu nehmen." Letzteres sagte ich, weil ich ein unartiges Mädchen war, das bestraft werden musste. In meiner alten Heimat gehörte das einfach zur Erziehung, doch ob es hier genauso war, war mir wie vieles in Ikoto unbekannt. Eine andere Frage war dann aber noch, ob Ryoga auf solche Methoden zurückgriff. Besser wäre es für mich wohl. Als er dann bereit war zu gehen, ergriff ich seine Hand. Erst dann bemerkte ich meine Klaue und die anderen verwandelten Gliedmaße, die mir sogleich einen Schauer über den Rücken jagten. Als Reaktion darauf verwandelte ich mich sofort wieder zurück, wobei selbst die verschwundenen Kleidungsstücke zurückkehrten. Danach konnte ich beruhigt aufatmen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Do 01 Jan 2015, 12:38

Ich konnte es überhaupt nicht glauben, dass sie anscheinend damit rechnete, von mir bestraft zu werden und war darüber wohl mehr als überrascht. Niemals wollte ich Gewalt gegen sie anwenden oder gar auch nur die Hand gegen sie erheben. Das sie überhaupt mit Bestrafungen aufgewachsen war, war etwas was ich nicht verstehen konnte. In Ikoto gab es dies früher auch einmal, aber dies wurde nach und nach von der Bildfläche verdrängt und auch allein schon gesetzlich geregelt. Hier dürfte man keine Kinder schlagen, kaum zu glauben das man da noch auf eine Strafe wartete. Sicher gab es auch andere Strafen als Schläge, aber ich dachte gar nicht daran, sie auch nur für etwas zu bestrafen. An sich konnte sie wirklich nichts dafür und so nahm ich es dann auch hin ohne noch weiter etwas zu sagen. Ich wollte sie auf andere Gedanken bringen und deshalb wollte ich mit ihr zusammen ein Zimmer für sie herrichten und bis das wirklich fertig war, wäre dieser Tag sicher schon lange Geschichte. Erst als sie meine Hand ergriff entspannte ich mich wieder ein wenig. Ich hatte Lilith wirklich gerne und sie war für mich die Familie, die ich wohl niemals haben würde. „Es ist jetzt auch dein Zuhause Lilith und ich möchte nicht, dass du mit Angst dahin zurückkehrst, sondern dich freust nach Hause zu kommen.“, meinte ich während ich mit ihr losging. In meinem Kopf fanden sich jetzt schon unendlich viele Ideen zusammen, wie sie wohl ihr Zimmer gerne haben wollte, obwohl ich noch nicht einmal direkt angesprochen hatte, was ich vorhatte. Erst einmal wollte ich uns wohl noch etwas kochen und vielleicht half sie mir sogar, indirekt wollte ich sie weiter ablenken, aber wir mussten auch etwas essen, zumindest dachte ich mir das.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Do 08 Jan 2015, 21:07

Mich plagte immer noch ein schlechtes Gewissen wegen dem, was ich beinahe getan hätte. Es war zwar nichts passiert, aber allein die Tatsache, dass ich solche Gedanken hatte und Ryoga wehtun wollte, war etwas, dass ich mir selbst nicht einfach verzeihen konnte. Immer wenn sowas passierte, wusste ich nicht, was mit mir los war. Das war damals so, als ich die Drachen getötet hatte, die sich um mich gekümmert hatten, und hatte sich bis heute nicht geändert. Es kam mir immer so vor, als wäre Ich nicht mehr Ich, doch ich war eindeutig diejenige, die so handelte.
Gemeinsam mit Ryoga setzte ich mich in Bewegung, doch auf dem Weg zu ihm nach Hause galt mein Blick dem Boden. Ryoga schaffte es mit einem Satz aber, dass ich zu ihm aufsah. Als er ausgesprochen hatte, dass es auch mein Zuhause war, zu dem wir zurückkehren sollten, sammelten sich Tränen in meinen Augen. Es waren Tränen der Freude, denn Ryogas Worte ließen mich in diesem Moment so glücklich werden. Ich wischte mir die Tränen mit meinem linken Zeigefinger weg und erwiderte: "Natürlich freue ich mich darauf. Dev wartet doch auf uns, nicht wahr? Ich freue mich darauf wieder mit ihm spielen und ihn streicheln zu können. Aber ich freue mich noch mehr auf jeden weiteren Tag, den ich mit ihm, aber vor allem auch mit dir verbringen kann, Ryoga!" Das waren mal Worte, die ich von ganzem Herzen so meinte, wie ich es gesagt hatte, und nicht nur dazu dienten mich bei ihm einzuschleimen. Ich hielt Ryogas Hand fest und lächelte ihn an. Das Lächeln verschwand wieder, als ich ein knurrendes Geräusch hörte. Mein Wangen wurden ganz rot und ich blickte erschrocken nach vorne. Es war mir sehr peinlich, dass mein Magen so laut geknurrt hatte. Offenbar hatten mich unsere "Übungen" hungrig gemacht. Ich verlor erst gar kein Wort darüber, vielleicht hatte Ryoga nichts gehört. Stattdessen lenkte ich geschickt davon ab, indem ich nach vorne zeigte und sagte: "Da vorne müssen wir abbiegen und dann sind wir schon da, hab ich Recht?" Meine erröteten Wangen konnten mich leider immer noch verraten.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   So 11 Jan 2015, 21:37

Und wie sie mit ihrer Frage nach dem Weg ins Schwarze getroffen hatte. Schön und gleichzeitig überraschend war es dann doch, dass sie sich den Weg hatte so schnell merken können. Gleichzeitig überlegte ich jetzt schon, was ich der Weißhaarigen wohl nun kochen konnte. Ich für meinen Teil aß ja eigentlich nicht viel, aber ich bekam sehr gut mit, dass sie hungrig war. Jedenfalls versuchte ich ihre Stimmung erst einmal nicht wieder ins Negative abfallen zu lassen, während wir gemeinsam den Weg entlang gingen. Auf unserem Weg lösten sich dann auch meine Flügel wieder auf und ich nahm wieder mein menschliches Aussehen an. Selbst wenn ich es nicht zugeben wollte, an sich mochte ich dieses sogar viel mehr, denn es bestand aus den Farben, die ich bereits seit langem wollte. Ryoga hätte auch ganz anders aussehen können, aber gerade jetzt wollte ich es so.
Erst als ich wieder aus meinen Gedanken ins Diesseits gezogen wurde, bemerkte ich, dass wir schon direkt wieder vor dem Gebäude standen, indem wir zwei nun gemeinsam lebten. Mit meiner freien Hand kramte ich erneut meinen Schlüssel aus meiner Jackentasche und schloss die Tür auf. Liliths Hand wollte ich dabei wirklich nicht loslassen, obwohl ich nicht befürchtete, dass sie davonlaufen würde. Sicher gab es einige Gründe dafür, denn ich spürte, dass sie sich große Vorwürfe machte, aber für mich gab es auch genug Gründe, warum ich sie solange bei mir leben ließ, bis sie ihr Leben allein auf die Reihe bekam. Sicher war mein Leben nicht das organisierteste und ich lebte damit, dass sich unsere Fans irgendwann von uns abwenden konnten, aber dies machte auch gerade den Reiz an solch einem unorganisierten Leben aus. Jedenfalls hatte ich ihr eigentlich bis zu unserer Ankunft hier noch keine Antwort gegeben, doch diese brauchte sie wohl nun nicht mehr.
Wieder im Fahrstuhl nach oben wollte ich ihre Hand noch immer nicht loslassen ganz egal, was sie auch von mir dachte. „Erst einmal essen wir dann etwas und dann kümmern wir uns darum, dass du hier auch ein Zimmer bekommst, ich meine auf der Couch schläfst du nicht und in meinem Bett kannst du auch nicht für immer schlafen, also wäre doch ein eigenes in einem eigenen Zimmer besser.“, redete ich anschließend einfach so fröhlich wie immer los und störte mich an sich nicht mehr an dem, was geschehen war. An sich hatte ich wirklich kein Interesse mehr daran, was sie getan oder nicht getan hatte ich wollte sie nur lächeln sehen. Allein ihr Lächeln ließ alles wieder gut werden, zumindest ging es mir so. Nichts war reiner als das Lächeln eines Kindes. Die Gedanken abschüttelnd, ließ ich dann doch Liliths Hand los und schloss meine Wohnungstür auf, bevor ich mir noch die Schuhe auszog. Irgendetwas brannte mir gerade so sehr in meinen Gedanken, dass es mich praktisch in meine Wohnung zog. Ich wollte nur diese Sache nicht vergessen, alles andere war mir gerade weniger wichtig.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Fr 16 Jan 2015, 00:31

Mir war es scheinbar gelungen von meinem knurrenden Magen abzulenken, zumindest ließ Ryoga mich in dem Glauben, indem er darauf gar nicht erst einging. Zur selben Zeit fing ich aus dem gleichen Grund an daran zu zweifeln, ob ich damit recht hatte, welchen Weg wir nehmen musste, um nach Hause zu kommen. Dies erübrigte sich aber, als wir dann doch den Weg nahmen und auf diesem doch nach Hause fanden. Als wir das hohe Gebäude erreichten, fiel mir ein Stein vom Herzen und ich atmete erleichtert auf. Ich war ziemlich froh darüber, dass ich den Weg nach Hause doch noch gefunden hatte. Das gab mir für die Zukunft mehr Hoffnung, dass ich mich irgendwann allein in Ikoto zurechtfinden würde, denn, ja, so wie es aussah, war hier mein neues Zuhause. Eine Nacht hatte ich hier schon verbracht, doch es würden wohl noch viele weitere folgen. Fortan lebte ich bei Ryoga, der für mich wie ein großer Bruder war. An diese ganze Situation musste ich mich erst gewöhnen, denn es wr alles noch so neu für mich. Ich hatte zuvor nie in einer solch großen Stadt gelebt und ich übernahm auch das erste Mal die Rolle der kleinen Schwester, auch wenn Ryoga und ich nicht wirklich Geschwister waren. Ich blickte zu Ryoga hinauf und ließ seine Hand nicht los, selbst dann nicht, als wir das Haus betraten.
Gemeinsam, Hand in Hand, betraten Ryoga und ich den Aufzug, der uns nach oben zur Wohnung brachte. Auf dem Weg nach oben sagte er etwas, dass mich aufschrecken ließ. Ich fühlte mich ertappt, als er auf das Essen zu sprechen kam. Kaum hatte er "Essen" ausgesprochen, meldete sich auch mein Magen wieder, was mir jetzt noch peinlicher war, als eben auf der Straße, denn jetzt konnte Ryoga es nicht überhört haben. Wie eben errötete ich vor lauter Scham, doch ich konnte ja nichts dafür, dass ich Hunger hatte. Das gemeinsame Training hatte mich hungrig gemacht. Ich hielt mir mit meiner freien Hand den Bauch, doch mein Hunger wurde unwichtig, als ich so wirklich realisierte, was Ryoga noch gesagt hatte. Bis zu unserer Ankunft in der richtigen Etage sah ich Ryoga verwundert an und ließ mir einiges durch den Kopf gehen. "Hat er gerade wirklich gesagt, dass ich ein eigenes Zimmer bekomme? Ich hatte noch nie ein eigenes Zimmer für mich allein.", dachte ich. Und noch etwas, dass neu für mich war. Doch ich wollte Ryoga gar nicht so viele Umstände machen. Leider wusste ich nicht, was ich sagen sollte, um ihn davon abzubringen, da er schon gute Argumente eingebracht hatte. Deshalb lächelte ich ihn nur an und meinte: "In Ordnung. Mir macht es zwar nichts aus auf der Couch zu schlafen, aber dir scheint es sehr wichtig zu sein, dass ich in meinem eigenen Zimmer schlafen und das respektiere ich."
Wir verließen den Aufzug, nachdem wir oben ankamen, und gingen auf die Wohnungstür zu. Davor angekommen ließ Ryoga mich los, was mir gelegen kam. Mit beiden freien Händen konnte ich mir bessser meine Sandalen ausziehen. Aus diese konnte ich zwar leicht rausschlüpfen, aber dann lage sie unordentlich vor der Tür. Da nahm ich mir lieber die Zeit und stützte mich mit einer Hand an der Wand ab, während ich erst das eine und dann das andere Knie anwinkelte und mir mit der anderen Hand nacheinander meine Sandalen auszog. Danach rannte ich auch direkt in die Wohnng und rief: "Dev, wir sind wieder da!" Ich suchte in der Wohnung nach Dev. Irgendwo musste er ja sein, doch ich fand ihn auf Anhieb nicht. Auf einmal setzte ich mich im Schneidersitz auf den Boden u d zog ein brummeliges Gesicht. "Wo ist denn Dev?", fragte ich schmollend, da ich ihn nicht finden konnte. Ein erneutes Knurren meines Magens brachte mich aber wieder auf andere Gedanken. Ich stand auf, ging zu Ryoga und fragte ihn: "Darf ich dir beim Kochen helfen? Zu zweit macht das bestimmt mehr Spaß." Der Spaß war das eine, das andere war, dass ich mich nützlich machen wollte, wenn ich hier nun schon zuhause war.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Sa 24 Jan 2015, 21:43

Eigentlich dachte ich die ganze Zeit noch darüber nach, wie ich sie davon überzeugen konnte, nicht alles so zu sehen, als ob sie es nicht verdient hätte. Ich wollte ihr ein normales Leben schenken, fernab ihrer Fähigkeiten und vor allem fernab der vielen magischen Wesen, die in dieser Welt existierten. Dies war ich vor allem Alexiel schuldig, immerhin… oh nein halt nicht zu viel in der Vergangenheit schwelgen, ich habe schon genug darüber nachgedacht. Ich hatte ihm versprochen, seine Bitte zu erfüllen und nicht darüber zu sprechen und dies war es auch schon. Oh ja dies wäre alles sehr viel einfacher zu erledigen, wenn er nicht schon vor so einer langen Zeit gestorben wäre. Nachdem er Rosiel und Gabriel getötet hatte, war nicht viel Zeit vergangen, als er mir diese Aufgabe gegeben hatte, die ich nun schon seit so vielen Jahren ausführte. Eine niemals endende Aufgabe, gebunden an ein ewiges Versprechen. Erst als ich bemerkte, dass ich anscheinend wieder zu viel in Gedanken schwelgte, schloss ich hinter mir und Lilith die Tür. Es war eigenartig still hier, denn normalerweise war selbst ich es gewöhnt, dass man Dev schon hörte. Trotzdem machte ich mir um den kleinen Kater keine Sorgen, viel eher musste ich darüber schmunzeln, dass Lilith ihn suchte. Instinktartig steuerte ich wiederum auf die Küche zu und suchte nach etwas aus einem unteren Schrank, bevor ich Liliths Frage vernahm. In vielerlei Dingen, hatte sie sehr viel von den Beiden, selbst wenn über die vielen Generationen nach Alexiel und Michiko, vieles verloren gegangen war. Aber weiß als Haarfarbe war wohl geblieben. Bevor ich die Frage überhaupt realisierte, streute ich etwas Katzenfutter auf einen kleinen Teller und drückte ihn der Weißhaarigen in die Hand.

„Sicher darfst du das, aber hier stell das doch erst einmal vor die Couch und halte die Augen offen, Dev ist niemals meistens von seinem Futter entfernt.“, antwortete ich ihr lächelnd und versuchte dabei jeglichen dunklen Gedanken an das Vergangene noch immer in Vergessenheit geraten zu lassen. Seitdem ich fühlte, wollte ich nur, dass es den Menschen in meiner Umgebung gut ging und dies übertrug ich dann auch mal gerne auf alle mir nahestehenden Menschen. Kurze Zeit später kramte ich erst einmal wieder so viel Zeug wie ich brauchte aus den Schränken. An sich hätte man auch sagen können, dass ich so viel Zeug wie nur irgendwie möglich hervorkramte, aber dies wollte ich nicht zugeben. Mit einer Reisschaufel, füllte ich den gewaschenen weißen Reis in den Reiskocher und holte schlussendlich noch Gemüse aus dem Kühlschrank. Wenn sie wollte konnte sie mir beim Gemüseschneiden helfen, denn da ich heute an sich noch so viel geplant hatte, wollte ich nur etwas kochen, was schnell ging und trotzdem satt machte. Beides Eigenschaften, die bald schon in meiner Küche beheimatet waren. „Um auf die Sache mit dem Zimmer zurück zu kommen…ich…ach egal wir gehen nach dem Essen los und dann darfst du dir Sachen für dein Zimmer aussuchen.“, eigentlich wollte ich erst etwas andere sagen, doch mir fiel es sichtlich schwer. Und dies nicht nur, weil meine Augen aufgrund der Zwiebeln, die ich gerade schälte, tränten. Ich wusste einfach nicht, wie ich ihr sagen konnte, dass ich wollte, dass es ihr im Leben an nichts mehr fehlte. Und dies lag nicht nur daran, dass ich es Alexiel versprochen hatte, nein Lilith war auch die erste, die ich wirklich als einen Teil meiner Familie, in mein Herz geschlossen hatte.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Di 27 Jan 2015, 21:33

Ich nahm den Teller voll mit Katzenfutter entgegen und starrte ihn erstmal fragend an. Ryoga hatte mir zwar erklärt, was ich damit tun sollte, doch ich zweifelte daran, dass das funktionierte. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Dev wegen dem Futter aus seinem Versteck hervorkam. Das Futter roch für mich nicht gerade angenehm, weshalb ich eher glaubte, dass Dev noch eher fern von mir blieb. Ich hatte zwar großen Hunger, aber aufgrund des Geruchs des Katzenfutters verging mir gerade ein wenig der Appetit. Eine Zeit lang stand ich mit dem Teller in Händen in der Küche und rührte mich nicht. Schließlich ging ich dann doch los, weil Ryoga Dev besser kannze als ich und mich bestimmt nicht angelogen hatte. Gerade als ich dabei war das Zimmer zu verlassen, sprach Ryoga wegen des Zimmers zu mir. "Einverstanden.", sagte ich lächelnd. Der weitere Tag war damit auch schon verplant. Heute war aber echt schon einiges los. Unglaublich wwie viel man an einem Tag schaffte, wenn man nicht ständig auf der Flucht war.
Ich lief mit dem Katzenfutter ins Wohnzimmer und blieb vor der Couch stehen. Bevor ich den Teller abstellte, sah ich mich erneut nach Dev um,  doch von dem fehlte immer noch jede Spur. Also gab es nur noch eines. Ich stellte den Teller wie von Ryoga aufgetragen vor der Couch ab und sagte dann: "Komm her, Dev! Es gibt was zu essen." Anschließend konnte ich nur noch anwarten. Ryoga behielt Recht und es dauerte nicht lange, bis Dev sich zeigte. Sein Anblick zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. Ihm ging es also gut und ich brauchte mir keine Sorgen um ihn zu machen. Der Kater hielt nicht direkt auf sein Futter zu, sondern streifte vorher noch mit seinem Körper an meinen Beinen vorbei. Dann widmete er sich aber seinem Futter, das er auch sogleich verspeiste. Ich kniete mich hin und sah ihm ein wenig zu, während ich ihn etwas streichelte. Urplötzlich fasste ich aber den Gedanken, dass es mir nicht gefallen würde, wenn mich jemand beim essen störte. Wegen diesem Gedanken richtete ich mich wieder auf, womit ich Dev in Ruhe ließ, und ging zurück zur Küche. Kurz bevor ich den Raum verließ wünschte ich Dev noch einen guten Appetit.
Ich betrat wieder die Küche und sah Ryoga dabei zu, was er gerade machte. Als gute Köchin würde ich mich selbst nicht bezeichnen, aber früher hatte ich meiner Mutter gelegentlich beim Kochen zugesehen, denn ich wollte meinen kleinen Geschwistern etwas zu essen machen können, wenn unsere Eltern mal aus dem Haus waren. Seit einigen Jahren lebte aber niemand mehr von ihnen, doch ich wollte jetzt nicht schon wieder um sie trauern. Ich musste auch nicht wirklich an sie denken, nur weil ich Ryoga zusah. Worauf ich lediglich hinauswollte war, dass ich keine völlige Niete beim Kochen war. Trotzdem wusste ich gerade nicht so genau, wie ich ihm helfen sollte. "Was kann ich machen? Ich will dir neim Kochen helfen.", sagte ich und sah mich ein wenig um. Gerade als ich woanders hinsah, fiel ein Löffel zu Boden. Erschrocken sah ich dorthin, woher der Lärm kam, und ich bemerkte eine offene Schublade sowie ein Blütenblatt, das sich auf einmal in Luft auflöste. War ich das etwa wieder mit dieser neuen, unheimlichen Kraft, die ich heute morgen erst entdeckt hatte? Vermutlich schon, was meine Laune etwas trübte, doch nach der ersten Trainingseinheit versuchte ich mich nicht mehr allzu sehr unterkriegen zu lassen. Daran scheiterte ich gerade aber noch kläglich, denn ich zitterte vor Angst schon wieder etwas. Hoffentlich gab Ryoga mir eine Aufgabe, die mich davon ablenkte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Mo 02 Feb 2015, 21:33

„Du kannst das Gemüse schneiden, wenn du möchtest.“, meinte ich und bemerkte nur aus dem Augenwinkel heraus, dass etwas geschehen sein musste. Sicher hatte ich gehört, wie der Löffel zu Boden viel, aber ich hatte mir nicht viel daraus gemacht, immerhin passierte dies immer mal wieder und so war es für mich nichts verwunderliches mehr. Schlussendlich zeigte ich dann auf das Brett, welches neben mir auf der Arbeitsplatte stand, worauf auch schon einiges an Gemüse angesammelt war. Danach widmete ich mich auch wieder meiner Arbeit und, stellte erst einmal den Reiskocher richtig ein, bevor ich einige Gewürze aus einem Schrank hervorholte. Als guten Koch würde ich mich sicher nicht bezeichnen wollen, selbst wenn ich durch mein Leben hier schon einiges gelernt hatte. Immerhin hatte ich auch bis dato einen Kater und mich ernähren müssen, was mit einem nicht immer so geregelten Einkommen, recht schwer gewesen war. Nicht nur ich erinnerte mich noch an die ersten 2 Jahre unseres Bandbestehens, in denen wir uns kaum hatten über Wasser halten können.
Damals hatten wir sogar noch alle in einer WG gewohnt, was zwar das Proben einfacher machte, uns aber nicht unbedingt näher zusammenbrachte. Irgendwann endete das meiste im Streit und zwischen dem Gestank von Alkohol und Zigaretten. Von diesen etwas wilderen Jahren wollte ich Lilith aber am liebsten nichts erzählen. Für mich war es am besten, wenn sie mich nur so kannte, wie ich mich ihr auch vorgestellt hatte.
Mein früheres Leben brauchte sie nicht zu kennen, selbst wenn dies an sich dazu gehörte, dass man seine Familie kannte. Von draußen hörte ich das Schnurren des Katers, der sich noch über die letzten Reste seiner Mahlzeit hermachte. Erst dann wurde ich auf das Tropfen von Wasser aufmerksam und mein Blick zog sich zum Fenster, auf dem bereits einige Tropfen zu sehen waren. Jemand wollte mir doch jetzt nicht noch meine Pläne vermasseln wollen oder? Einige Zeit beobachtete ich das Wetter noch, bis ich realisierte, dass es nicht stärker anfangen würde zu regnen. Ein Glück, sonst würden da oben wohl noch Köpfe rollen, oder auch nicht, denn es widersprach nun mal dem obersten Gebot unser Volk abzuschlachten. Gut Alexiel bildete da eine Ausnahme, aber ich war froh, dass er mich damals verschont hatte. Ich hoffte nur, dass die beiden ein gutes Ende gefunden hatten, denn seit dem Tag der Hochzeit hatte ich sie wirklich nicht mehr zu Gesicht bekommen und dies war schon eine Ewigkeit her. Eine wirkliche Ewigkeit, man konnte bald meinen, es sei ein paar Jahrhunderte her. Na hoffentlich konnten wir bald essen, denn ich spürte so langsam auch einen gewissen Appetit in mir aufsteigen.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Fr 06 Feb 2015, 06:17

Ich freute mich darüber, dass Ryoga mir eine Aufgabe gab, mit der ich ihm etwas Arbeit abnehmen konnte. Meine Laune war ansonsten wieder an einem Tiefpunkt angelangt, nachdem ich anscheinend unkontrolliert meine Kräfte angewandt hatte. Mich nahm es immer noch mit, dass ich meine magischen Kräfte, auf die ich nicht mal stolz war, nicht kontrollieren konnte und mir blieb nur zu hoffen, dass sich dies bald änderte, bevor ich irgendein Unheil anrichtete. Ebenso hoffte ich, dass mich das Schneiden des Gemüses davon wieder ablenken konnte.
Allmählich wurde es Zeit, dass ich die mir aufgetragene Aufgabe auch erledigte. Ich stellte mich neben Ryoga vor das Brett voll mit Gemüse auf der Arbeitsplatte, auf das er gezeigt hatte, und machte mich an die Arbeit. Ich nahm das bereitliegende Messer in die Hand und fing an das Gemüse zu schneiden. Die erwünschte Wirkung erzielte diese Aufgabe aber nicht. Zwar arbeitete ich gewissenhaft, um meinen Teil beizutragen, doch viel Spaß hatte ich nicht dabei. Es war eher so, dass ich mit meinen Gedanken woanders war. In meinen Gedanken drehte sich alles um meine magischen Kräfte und um die große Frage, warum ich keine Kontrolle über sie gewann. Lag es schlichtweg an mir, dass ich ihrer nicht Herrin wurde oder lag es an meinen magischen Kräften. Mir war noch nicht einmal bekannt, um welche Art von Magie es sich bei der Magie handelte, die ich besaß. Außerdem wusste ich nicht, ob es irgendwann mal eine Person gab, die die gleiche Magie oder zumindest eine vergleichbare besaß und kontrollieren konnte. Während ich so in Gedanken versunken war, merkte ich nicht, dass ich nicht nur beim Gemüseschneiden aushalf. An anderen Stellen in der Küche waren einige Unterarme mitsamt Händen erschienen, die tatkräftig beim Kochen aushalfen. Davon bekam ich nichts mit. Mein Blick war starr und emotionslos auf das Gemüse vor mir gerichtet. Kurz bevor ich das Messer weglegte, weil ich damit fertig wurde, verschwanden alle Körperteile. Nachdem ich das Messer weggelegt hatte, sah ich Ryoga an und sagte: "Ich bin fertig. Kann ich dir sonst noch helfen?" Ich lächelte ihn an, doch mein Lächeln verschwand schnell wieder, als mein Magen lautstark knurrte. Das war mir so furchtbar peinlich, dass ich rot anlief. Ich legte eine Hand auf meinen Bauch und fragte Ryoga: "Kann ich dir noch bei etwas anderem helfen? Ich hab jetzt wirklich Hunger."
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Do 12 Feb 2015, 12:31

Schmunzelnd, sah ich dabei zu, wie Lilith mir zur Hand ging. Sicher hatte ich ihre Fähigkeit bemerkt, erst recht als sie mir auch noch überall zur Hand ging. Zum Glück hatte sie es nicht bemerkt, denn mir rechte die minimal angespannte Stimmung gerade schon aus. Und noch schlimmer wollte ich es wirklich nicht werden lassen. Doch freute ich mich weitaus mehr über ihre Hilfe, als man es mir vielleicht um ersten Moment anmerkte. „Nein du kannst mir nichts mehr helfen Lilith, du hast mir schon sehr geholfen danke. Setz dich einfach einen Moment zu Dev, ich glaube er hat fertig gegessen.“, antwortete ich, während ich das Gemüse in eine Pfanne gab und etwas Wasser sowie Kräuter dazugab. Oh man ich verhielt mich doch irgendwie schon wie eine Hausfrau, wenn man es genau betrachtete. Dieser kleine Gedanke schaffte es wiederum auch nicht, mir mein Schmunzeln zu nehmen, sondern verstärkte es auch noch. Ein lautes Pfeifen erklang plötzlich ganz aus heiterem Himmel und ließ mich kurz die Gemüsepfanne in Ruhe lassen. Wenn der Reis jetzt so oder so schon fertig war, konnte Lilith auch bald essen. Darauf schien sie wohl schon sehnsüchtig zu warten, gut ich aber auch. Mein Appetit kam eben nicht beim Essen, sondern wenn ich es zubereitete. Obwohl ich meistens dann anfing zu naschen und nicht sagen konnte, dass ich noch Appetit hatte, wenn ich am Tisch saß.
Ich war eben eine Naschkatze. Seltsam, was man sich alles angewöhnte, wenn man hier einige Zeit lang lebte. Und trotzdem musste ich mir eingestehen, dass ich die alten Zeiten vermisste. Ich kramte zwei Teller aus einem Schrank und stellte sie schließlich auf den kleinen Küchentisch, ehe ich dann die fertige Mahlzeit darauf anrichtete. Man konnte meinen ich sei mittlerweile vollkommen in meinem Element. Wie als ob ich wirklich niemals etwas anderes gemacht hätte, doch ganz der Wahrheit entsprach dies nicht. Ich konnte mich noch sehr gut an den Zeitpunkt erinnern, als ich mein Training aufgenommen hatte, um Alexiels Bitte nachzukommen und dies war eben nicht ganz ohne. Ich war von Natur aus nicht schwach, selbst wenn mein Charakter dies an manchen Stellen vermuten ließ, aber mein Training hatte mich zu einem mächtigen Gegner werden lassen. Dies würde auch noch mein Bruder mit der Zeit zu verstehen wissen, selbst wenn dies jetzt noch nicht so aussah. „So Lilith wir können dann essen.“, rief ich nach der Weißhaarigen, nachdem auch alles auf dem kleinen Tisch stand.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   So 22 Feb 2015, 19:35

Ryogas Antwort auf meine Frage stimmte mich sehr zufrieden, sodass ich ihn einfach anlächelte. Mich freute es, dass ich ihm so eine große Hilfe war. Dabei hatte ich nur das Gemüse geschnitten. Zumindest glaubte ich das. Wenn Ryoga meine Hilfe aber nicht länger benötigte, dann war es eben so. Mehr als sie anbieten konnte ich nicht, außer einfach dort zu helfen, wo ich glaubte, dass ich ihm eine Hilfe sein könnte. Ich würde nur nicht fragen, wenn ich das von selbst sehen würde. Seiner Aufforderung mich zu Dev zu setzen - ja, ich betrachtete dies als Aufforderung - ging ich ohne Widerworte nach. Aus diesem Grund ging ich zurück ins Wohnzimmer, um nach Dev zu sehen.

Zurück im Wohnzimmer fand ich Devs leeren Futternapf vor. Von Dev war zunächst aber weit und breit nichts zu sehen. Ich sah mich nach Dev suchend um, aber lange versteckte sich der Kater nicht. Auf einmal hörte ich dein Miauen, wodurch ich leicht erschrak, bevor ich ihn erblickte. Er streifte dann um meine Beine herum und schnurrte zufrieden. Ich blickte zu ihm hinab und lächelte breit. "Dir hat dein Essen aber geschmeckt, nicht wahr?", sagte ich und kicherte. Dev entfernte sich etwas von mir, bevor er sich hinsetzte und sich sauber machte. Ich legte mich vor ihm auf den Bauch hin und stützte meinen Kopf am Boden ab. Dazu winkelte ich dann noch meine Beine an, die ich in der Luft baumeln ließ. Mir machte es Spaß, Dev bei dem zuzusehen, was er machte. Für andere klang das vielleicht langweilig, aber mein Leben war mit dem anderer Kinder ohnehin nicht vergleichbar. Nach einiger Zeit stützte ich meinen Kopf nur noch mit einem Arm ab und streckte meine nun freie Hand nach Dev aus. Ich streichelte den Kater einfach und lächelte dabei. Ich brauchte nicht sehr viel, um glücklich zu sein. Trotzdem bot mir Ryoga sehr viel, indem er mich hier wohnen ließ und sein Zuhause zu unserem erklärt hatte. Eines war mal sicher: Jetzt wurden Dev und Ryoga mich nicht mehr so schnell los. Mein "großer Bruder" hatte mich nun am Hals und obwohl Ryoga auf mich Acht gab, sah ich es als "kleine Schwester" als meine Pflicht an, ein Auge auf ihn zu werfen. Eigentlich könnte ich glücklicher nicht sein und doch schien mir etwas zu fehlen, um wunschlos glücklich zu sein.

Während ich Dev weiterhin streichelte, ging mein Blick zur Decke ehe ich in Gedanken versank. Eigentlich hatte ich hier alles, um wunschlos glücklich zu sein. Über mir war ein Dach über meinem Kopf, in Dev hatte ich sozusagen einen Spielgefährten gefunden und Ryoga passte darauf auf, dass mir nichts geschah. Vor allem ließ er nicht zu, dass Lucifer mich bekam. Ryoga tat auch so gut wie alles, um mich zufrieden zu stellen. Trotzdem fehlte mir etwas und ich wusste tief in meinem Inneren auch was dieses Etwas war. Auch wenn ich nun hier in Ikoto zuhause war, hatte ich irgendwie etwas Heimweh. Ich vermisste keineswegs all jene Personen, die mich verfolgt hatten, aber ich vermisste eben das Haus, in dem ich mit meiner Familie gelebt hatte und natürlich vermisste ich meine Familie selbst auch. Außer meinen Erinnerungen und meinen magischen Kräften hatte ich nichts mehr von ihnen. Ich hatte alles zurücklassen müssen, um selbst zu überleben.

Dev holte mich mit einem Miauen aus meinen Gedanken ins Diesseits zurück. Er schmuste danach mit mir, womit er mich auf andere Gedanken brachte. Mein schon wieder knurrender Magen half ihm dabei. Wie aufs Stichwort rief mich Ryoga zum Essen. Vorsichtig stand ich auf, um Dev nicht wehzutun, und ging anschließend in die Küche. Der Tisch war bereits gedeckt, ich brauchte mich also nur noch hinzusetzen. Nachdem ich dies getan hatte, wartete ich trotzdem zuerst noch darauf, dass Ryoga mir erlaubte zu essen. Meine Eltern hatten mich so erzogen, dass man mit dem Essen auf alle wartete. Ryogas Erlaubnis diente in diesem Fall auch dazu, dass ich wusste, dass wir gemeinsam essen konnten.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   So 01 März 2015, 19:36

Überrascht, dass Lilith noch nicht zu Essen begann, setzte ich mich ihr gegenüber und meinte erst einmal, dass sie essen konnte. Ich wusste nicht viel über ihre Vergangenheit, eigentlich gar nichts, aber allein diese Verhaltensweisen, ließen mich auf eine wirklich gute Erziehung schließen. Man sollte mich nicht falsch verstehen, so etwas hielt ich vielleicht nicht für selbstverständlich, da die Erziehung im Himmel anders verlief, aber trotzdem wunderte es mich immer wieder. Die jungen Engel, je nachdem was man jung nennen konnte, wenn man erwachsen erschaffen wurde, waren meist noch recht wild und vor allem waren sie nicht zu kontrollieren. Meine eigenen früheren Charakterzüge, ließen mich während des Essens schmunzeln. Wer mich kannte der wusste ganz genau, wie ich früher drauf war, aber im Vergleich zu heute, wollte man mich früher noch weniger im Dunkeln treffen. Ich hatte mich gezügelt, hatte an manchem so meine Zweifel gefunden und vor allem war ich durch Alexiel hier gelandet. Selbst wenn sich mittlerweile durch die Jahre hinweg alles verändert hatte. An die früheren Länder konnte man sich nur noch durch alte Geschichtsbücher erinnern und vor allem an die früheren Kriege war nicht mehr zu denken. Hätten Michiko und Asagi gewusst, was man jetzt über sie sagte, würden sie sich vielleicht nicht im Grab herumdrehen, aber wohl genauso schmunzeln, wie ich es getan hatte. Immerhin war nicht mehr von Magie die Rede und schon gar nicht von Göttern, Dämonen oder Engeln. Diese waren für die Menschen auch nur Sagengestalten, nicht mehr und nicht weniger. Wenn ich mich genau daran erinnerte, begann kurz nach dem Zerfall der alten Welt, die Jagd auf alles Magische oder Mystische. Es waren am Anfang nur wenige Jäger gewesen und doch hatte sich alles rasend schnell verbreitet, sodass man nur noch mit sehr viel Mühe und Not hier bleiben konnte. Doch war ich gerade jetzt über mein friedliches Leben froh. Die Menschen hatten sich geändert und steckten vor allem nicht mehr so schnell den Kopf in den Sand, wenn sie dachten sie würden von etwas bedroht werden.
Als ich meine Aufmerksamkeit dann wieder dem Essen entgegen brachte, bemerkte ich aber auch wieder, wie langsam ich eigentlich aß. Das viele Nachdenken, hatte mich ziemlich langsam essen lassen. Noch immer schmunzelnd schob ich mir wieder etwas Reis in den Mund. Eine Kunst für sich, den auf den dünnen Holzstäbchen halten zu können. Trotzdem breitete sich wohl oder übel zwischen uns eine gewisse Stille aus. Ich hasste Stille bei Mahlzeiten, eine weitere Sache, die ich nicht leiden konnte. Wenn man es so betrachtete, aß ich nur selten wirklich allein, denn auch bevor ich Lilith getroffen hatte, hatte ich mich immer mit den anderen getroffen. Hier konnte man vielleicht schwer durch die Straßen gehen, wenn einen das Land kannte, aber dies hatte mich noch nie daran gehindert, dieses Land zu lieben. Nachdem ich auch aufgegessen hatte, bot ich Lilith noch einen Nachschlag an, denn sie sollte wirklich nicht mit Hunger aufstehen. Erst recht nicht, wenn noch genug da war. Mal wieder hatte ich etwas zu viel gemacht! Jedenfalls stand ich dann erst einmal auf und meinte, dass ich gleich wieder zurück sei, ehe ich auf den Balkon ging. Alles musste Lilith nicht unbedingt über mich wissen, vor allem nicht, dass ich eigentlich ein starker Raucher war. Dies war auch der Grund für mein Verschwinden, denn kaum war ich draußen, zündete ich mir eine Zigarette an. Bevor sie hier mit mir wohnte, hatte ich auch drinnen geraucht, immerhin störte es keinen, aber nun versuchte ich mich da etwas um zu gewöhnen.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   So 08 März 2015, 12:54

Mein Magen konnte in diesem Moment rebellieren wie er wollte, aber solange Ryoga mir keine Erlaubnis zum essen erteilte, wenngleich man die schon darin sehen könnte, als er mich zum Essen gerufen hatte, rührte ich meinen Teller nicht an. Mir war es schon peinlich, dass mein Magen gerade mit der zubereiteten Mahlzeit vor der Nase noch mehr Lärm machte, als die ganze Zeit vorher schon. Die Erlösung erfolgte schließlich, als Ryoga mir die Erlaubnis erteilte. Die Essstäbchen rührte ich erst gar nicht an, da ich damit so meine Probleme beim Essen hatte. Zwar wollte ich den Umgang damit mit der Zeit noch lernen, aber in diesem Moment war es mir wichtiger meinen Hunger zu stillen, weshalb ich lieber auf Besteck zurückgriff, dass ich besser handhaben konnte. Ich steckte mir einen Bissen nach dem anderen in den Mund, manchmal sogar noch bevor ich den vorigen richtig runtergeschluckt hatte, sodass mein Mund ein paar Mal so aussah, dass er fast platzen würde. Trotzdem schlabberte ich nicht ein bisschen. Man hatte mir beigebracht, kein Essen zu verschwenden. Meine Mutter sagte meinen Geschwistern und mir immer, dass Nahrungsmittel nicht unbegrenzt zur Verfügung standen und manche Menschen anderswo Hunger leiden mussten. Dieses Gefühl hatte ich nur zu gut kennengelernt, als ich auf der Flucht war. Daher wollte ich keinen Krümel verschwenden.

Die zubereitete Mahlzeit schmeckte mir sehr gut. Selbst gekocht schmeckte irgendwie eben doch am Besten, auch wenn das nur bedingt zutraf. Ich war allein schon stolz auf mich, weil ich bei der Zubereitung geholfen hatte. Zwar glaubte ich, dass ich lediglich das Gemüse geschnitten hatte, obwohl ich unbewusst mehr getan hatte, aber für mich zählte eben, dass ich überhaupt helfen konnte. Ryoga und ich aßen unseren Teller in etwas gleich schnell auf, was recht gut passte. Ich war noch nicht richtig gesättigt worden und das Essen schmeckte mir so gut, dass ich gerne noch mehr wollte. "Ja, bitte! Das kann ich nicht einfach so stehen lassen.", erwiderte ich, als Ryoga mir einen Nachschlag anbot. Diesen erhielt ich daraufhin auch, doch ich wartete etwas mit dem Essen, da Ryoga aufstand. Er sagte, dass er gleich zurück sei, was ich mit einem Kopfnicken zur Kenntnis nahm. Neugierig war ich schon, was er vorhatte, doch erstmal aß ich auf. Den zweiten Teller versuchte ich schließlich doch erstmal mit Stäbchen zu essen. Jetzt konnte ich mir ja etwas Zeit lassen, da ich nicht mehr wirklich hungrig war, aber eben auch noch nicht satt. Zu dumm, dass Ryoga schon weg war, denn so war ich doch irgendwie auf mich allein gestellt. Erneut hatte ich Probleme damit, mit den Holzstäbchen zu essen. Ich versuchte es einige Male, bis ich es dann doch wieder aufgab. Lieber aß ich mit Messer und Gabel, bevor das Essen noch kalt wurde.

Nach einiger Zeit hatte ich den Teller dann aufgegessen, doch Ryoga war noch nicht wieder zurückgekommen. "Was macht Ryoga denn so lange?", fragte ich in Gedanken. Ich blickte mich auf dem Boden nach Dev um, aber den hatte ich ja im Wohnzimmer zurückgelassen. Es wäre zwar möglich gewesen, dass er hierher gekommen war, aber dem war nicht so. Bestimmt lag er auf dem Sofa oder hatte sich einen anderen gemütlichen Platz gesucht. Ich stand nicht auf, um nach ihm zu sehen. Ryoga hatte gesagt, dass er gleich zurückkäme, weshalb ich nicht vom Tisch aufstand. Meine Neugier war jedoch gewachsen, denn ich fragte mich immer mehr, weshalb Ryoga überhaupt aufgestanden war. Er hätte doch zumindest noch etwas sagen können, aber dass er daraus offenbar ein Geheimnis machte, machte mich nur noch neugieriger. Anders gesagt wurde ich zunehmend neugieriger, je länger ich daran dachte. Ich versuchte die Gedanken daran abzustellen, aber das war gar nicht so leicht. Es gab hier gerade nichts, dass mich irgendwie anderweitig ablenkte, weshalb ich nicht aufhören konnte an Asagi zu denken. Ich schüttelte schließlich mit dem Kopf und sprach zu mir selbst: "Komm schon, Lilith! Denk gefälligst an etwas anderes." Es half nichts, doch ich konnte mich wenigstens noch so weit zusammenreißen, dass ich an Ort und Stelle sitzen blieb, bis Ryoga wiederkam. Eine Sache fiel mir am Ende dann doch ein, als ich durch den Raum sah, mit der ich Ryoga bestimmt sogar einen Gefallen tat. Ich stand dann doch auf, aber verließ den Raum nicht. Danach räumte ich einfach den Tisch ab, damit dies schonmal erledigt war und Ryoga weniger Arbeit vor sich hatte. Hoffentlich bereitete ich ihm damit eine kleine Freude.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Mi 11 März 2015, 15:39

Ich spielte die ganze Zeit über mit dem Gedanken, dass ich Lilith doch etwas länger warten ließ, aber selbst ich konnte nicht immer so lange ohne eine Zigarette, außer man wollte meine Wutausbrüche gerne mal mitbekommen. Ich war seit ich hier lebte und ja das war eine lange Zeit, starker Raucher selbst wenn ich nicht immer davon begeistert war. „Na nimmst du mir noch meine ganze Arbeit ab.“, gab ich grinsend zu, als ich schlussendlich wieder ins Zimmer kam. Irgendwie war ich da draußen doch etwas sehr in Gedanken gewesen und hatte wohl etwas die Zeit vergessen. Doch jetzt wo ich sah, dass Lilith bereits begonnen hatte den Tisch abzuräumen, glaubte ich, dass ich doch wirklich sehr viel länger draußen gewesen sein musste, als gedacht. Oder sie war einfach nur schnell gewesen. Beides lag meiner Meinung nach im Bereich des Möglichen. Doch wollte ich mich damit nun nicht länger aufhalten. Wenn es nach mir gehen würde, dann hätte das Aufräumen auch noch auf später verschoben werden können. Doch da Lilith bereits angefangen hatte, ließ sich das wohl nicht mehr vermeiden. Gut ich war an sich nicht immer so der Fan vom Geschirr spülen, doch das musste die Weißhaarige auch noch nicht wissen. Diese weniger positiven Seiten an mir, brauchte sie jetzt noch nicht zu wissen.
Ich streckte mich erst einmal ausgiebig, bevor ich Dev bemerkte, der zu uns in die Küche geschlichen war. Dieser Schlingel tauchte dann doch immer in den Momenten auf, in denen man gar nicht mit ihm rechnete. Gedanklich regte ich mich schon fast über das anstehende Spülen auf und wollte mich am liebsten irgendwie da rausreden. Ich war faul, selbst wenn es nicht oft den Anschein machte, aber selbst ich konnte wirklich faul sein. Was man eben besonders bemerkte, wenn es Sonntag war. Da saß ich meistens ungestylt hier herum und machte wirklich gar nichts, mal abgesehen davon von einem späten Frühstück gegen 11 Uhr. Ich griff dann doch nach einem Handtuch, nur um es ein paar Sekunden später wieder wegzulegen. „Jedenfalls danke fürs abräumen. Und was meinst du, wollen wir los?“,

_________________


Zuletzt von Nagato am Mi 11 März 2015, 15:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Wie ich so merke, dass ich keine Lust habe xD)
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Sa 14 März 2015, 22:06

Ich zuckte erschrocken zusammen, als ich Ryogas Stimme vernahm. Schuldbewusst legte ich alles ab, was ich gerade in Händen hielt und blickte Ryoga daraufhin entschuldigend an. In meinen Ohren klang Ryoga so, als hätte er mit mir geschimpft. Dadurch glaubte ich, dass ich etwas Falsches gemacht hatte, daher auch meine entschuldigenden Blicke. Zu meiner Verteidigung wusste ich allerdings nicht, dass Ryoga gerne auch den Tisch wieder abräumen wollte, nachdem er ihn vor dem Essen schon gedeckt hatte. Mein einziger Gedanke war eigentlich der gewesen, dass ich Ryoga etwas Arbeit abnehmen und mich nützlich machen wollte. Dass das aber anscheinend nicht erwünscht war, konnte ich ja nicht wissen.

Devs Erscheinen nahm ich sofort wahr. Ryoga war ziemlich ruhig geworden, was mich beunruhigte. Ich stand schon mit Blick nach unten gesenkt und leicht eingezogenem Kopf an der Stelle, an der ich mich befand, als ich Ryogas Stimme gehört hatte, wie als ob ich nur darauf wartete, dass er richtig mit mir schimpfte. Damit ließ er aber ziemlich auf sich warten. Dev kam auf mich zu. Ich hockte mich etwas hin, damit ich ihn hochheben konnte. Mit Dev auf dem Arm richtete ich mich wieder. Nun traute ich mich auch Ryoga wieder anzusehen, nachdem meine entschuldigenden Blicke eben anscheinend nichts bewirkt hatten. Schließlich hatte ich mir wohl doch völlig umsonst Sorgen darüber gemacht, dass Ryoga sauer auf mich war. Hätte er seine anschließenden Worte doch nur eher ausgesprochen. Durch seinen Dank merkte ich am Ende nämlich doch, dass ich ihm einen Gefallen getan hatte. Auf seine daran anknüpfende Frage nickte ich nur und gab ein "Uh-huh!" von mir.

Augenblicklich ging ich los, um mir meine Sandalen wieder anzuziehen. Dazu lief ich an Ryoga vorbei, wobei mir ein unangenehmer Geruch in die Nase stieg, wegen dem ich kurz das Gesicht verzog. Ich wusste nicht was es war und roch zuerst an Dev, von dem dieser Geruch aber nicht kam. Ich ließ Dev gleich nach Verlassen der Küche herunter und rätselte darüber, was das für ein ekliger Geruch eben war. Ich hatte sowas noch nie gerochen und hoffte eigentlich auch, dass mir das künftig erspart blieb. Draußen vor der Wohnungstür schlüpfte ich dann wieder in meine Sandalen. Als Ryoga dann auch rauskam, roch ich schon wieder diesen Gestank. Da wurde mir auch klar, dass dieser Geruch von Ryoga stammen musste. Was auch immer er getan hatte, während er mich in der Küche allein ließ, hatte wohl dafür gesorgt, dass er so stank. Ich hielt mir die Nase zu und meinte: "Du stinkst ganz furchtbar. Das kann man keinem zumuten.

Ich eilte zum Aufzug und betätigte den Knopf, damit dieser zu mir ins 35. Stockwerk fuhr. Es dauerte ein Weilchen, doch gerade deshalb war es nicht verkehrt, dass ich mich ein wenig beeilt hatte. Da kam es auch gelegen, dass ich nicht gerade langsam war. Ryoga musste sich ja eh noch seine Schuhe anziehen. Bis er damit fertig war, war dann auch der Aufzug schon hier oben angekommen. Ich betrat den Aufzug und blickte zu Ryoga. In meinem Blick lag ein Hauch von Ernsthaftigkeit, vor allem als ich zu ihm sagte: "Ich lass dich nicht mit mir mit dem Aufzug fahren. Du stinkst mir zu sehr und würdest nur die Luft hier drin verpesten." Mir war es egal, was er von mir dachte, denn in dieser Sache wollte ich mich einfach durchsetzen. Die Aufzugtür ging dann auch wieder zu und ich fuhr einfach herunter. Ich winkte noch zum vorübergehenden Abschied, denn egal was passierte, wir beide würden einen Moment lang etwas Abstand voneinander haben. Unten im Eingangsbereich des Gebäudes angekommen verließ ich den Aufzug wieder. Vermutlich dauerte es noch etwas, bis Ryoga hier ankam, doch ich wusste auch nicht genau, wie schnell er sein würde. Wenigstens wartete ich auf ihn, wozu ich eh keine andere Wahl hatte, da ich nicht wusste, wo man in Ikoto Möbel kaufen konnte. Geld hatte ich ja auch keines, womit ich irgendwas bezahlen könnte. Ich nahm im Eingangsbereich in einem gemütlichen Sessel Platz und wartete in diesem auf Ryoga. Meine Beine ließ ich zum Zeitvertreib ein wenig baumeln, was aber auch schnell langweilig wurde. Unterbewusst machte ich damit trotzdem weiter. Hoffentlich ließ Ryoga sich nicht allzu viel Zeit, doch andererseits musste ich dann den Gestank umso länger nicht riechen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Mo 16 März 2015, 09:12

Lachend sah ich Lilith hinterher, während sie zum Aufzug ging. Sie hatte ja Recht, der Rauch roch nicht unbedingt gut. Das war auch ganz gut sonst würde ja doch jeder mit dem Rauchen anfangen und dies war nicht unbedingt von Vorteil. Zumal mir so auch die Frage erspart geblieben war, was ich da draußen gemacht hatte. Sicher brauchte ich dies auch irgendwo um mich zu beruhigen, auch wenn es nicht viel gab worüber man sich aufregen konnte. Jedenfalls zog ich mir erst einmal meine Schuhe an und sah dabei zu, wie sie hinunterfuhr. So aufgeweckt hatte ich sie auch noch nicht erlebt, aber genau dies war es, was ich wollte. Ich wollte, dass sie lachte und einfach nur ein Kind war und nicht, dass sie unter ihren Erinnerungen litt, selbst wenn ich da noch nicht den richtigen Überblick drüber hatte. Sicher hatte ich mich in all den Jahren um viele der Nachfahren von Michiko und Asagi gekümmert, aber Lilith war da schon ein ganz anderer Charakter. Sie war eine Mischung aus so vielen unterschiedlichen Menschen und doch war die Ähnlichkeit zu den beiden geblieben. Oft erinnerte ich mich noch an die Zeit zurück, als ich die beiden leider ziehen lassen musste. Auch wenn einer der beiden früher gegangen war, als der andere. Und dies war es auch, was es hatte unerträglich werden lassen sie zu sehen. Man verarbeitete dies alles zwar nach einiger Zeit, aber so einfach war es auch nicht. Besonders wenn es nach den beiden ging, denn sie gehörten einfach ein Leben lang zusammen, selbst wenn ihre Ewigkeit nicht so lang war wie meine eigene.

Ich war immer noch ein vollwertiges Geschöpf des Himmels, darum starb ich nicht. Ich schloss jedenfalls noch die Tür hinter mir und schloss sie ab. Ich kam bald schon aus dem Lachen nicht mehr heraus, als ich an Lilith zurückdachte und wartete schließlich, bis der Aufzug wieder oben war. 35 Stockwerke wollte ich wirklich nicht nach unten laufen, gleichzeitig konnte ich aber auch nicht einfach nach unten fliegen, immerhin konnte ich gesehen werden und dies war weder für mich als Engel gut, noch für mich als Mensch. Ich wollte mit Lilith nur einen Ausflug machen und mich um ihr Zimmer kümmern und nicht wieder von meinen Fans belagert werden, obwohl ich sie alle mochte. Es wäre auch schlimm, wenn ich sie nicht mögen würde. Schlussendlich ging ich dann auch in den Fahrstuhl und fuhr langsam die Stockwerke nach unten. Um Lilith mache ich mir gerade keine großen Sorgen, da ich mir dachte, dass sie auf mich warten würde. Schlussendlich stieg ich unten dann aus und mein Blick fiel sofort auf die Weißhaarige. „Na da wir nun beide unten sind, sollten wir los.“, schlug ich vor, ehe ich vorging und das Haus hinter mir ließ. Draußen schaute ich mich noch einmal einen Moment lag um, um sicherzugehen, dass nicht wieder eine Masse um mich entstehen könnte. Dabei wartete ich auch noch auf Lilith, wobei ich immer noch schmunzeln musste.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   So 22 März 2015, 11:37

Ich wartete im Eingangsbereich geduldig auf Ryoga, der mich gar nicht so lange warten ließ. Mir entging auch nicht, woran dies lag. Ich beobachtete nämlich, wie Ryoga aus dem Fahrstuhl trat, als dieser wieder unten ankam. Mit strengem Blick und verschränkten Armen sah ich ihn an, während er auf mich zukam. Ich war nicht gerade amüsiert darüber, dass er doch noch den Aufzug genommen hatte. Bestimmt stank es darin jetzt, was ich an dieser Stelle lieber nicht herausfinden wollte. Ich war einfach ein wenig sauer auf Ryoga und zugleich von ihm enttäuscht. Lange konnte ich ihm aber nicht böse sein, da ich doch recht froh darüber war, dass er mich nicht zu lange hatte allein gelassen. Ohne ihn wollte ich noch nicht rausgehen, da ich einfach Angst hatte mich zu verlaufen. Dies legte sich vielleicht noch, wenn ich mich erstmal besser in Ikoto zurechtfand, doch nicht nur vor dem Verlaufen hatte ich Angst, sondern auch davor, dass irgendeine Person in Ikoto auftauchte, die auf der Jagd nach mir war. In Ikoto konnte ich mich zwar eigentlich ziemlich sicher vor solchen Leuten fühlen, da man mein Gesicht hier wohl kaum kannte. Hier war ich praktisch wie jeder andere auch, doch in Avalon war man bestimmt immer noch auf der Jagd nach mir. Fakt war nun mal, dass ich mich zurzeit nur in Ryogas Nähe wirklich sicher fühlte, da ich in meinem Inneren befürchtete, dass die Leute irgendwann herausfinden könnten, dass ich mich nun in Ikoto aufhielt. Wenn sie dann noch einen Weg hier herüberfanden, dann musste ich auf der Hut sein.
Ich nickte Ryoga zu und stand von meinem Platz auf. In der Zeit schaffte er es schon nach draußen zu gelangen. Schnell eilte ich ihm nach. Bei ihm angekommen, schloss ich meine Arme von hinten um ihn und versteckte mein Gesicht in seinem Rücken. "Warte!", murmelte ich fast schon unverständlich, "Lass mich nicht zurück. Ich will nicht allein sein." Ryoga stank noch immer, was mir auch immer noch unangenehm war, aber darüber konnte ich hinwegsehen. Lieber roch ich diesen unangenehmen Geruch, als dass ich einsam sein müsste. Daraufhin löste ich mich auch wieder von Ryoga und nahm seine rechte Hand. Ich lief dann rechts an seiner Seite und blickte hinauf in sein Gesicht. Der bis eben noch traurige und sorgenvolle Gesichtsausdruck wich einem heiteren Lächeln. Schließlich lief ich ein bis zwei Schritte vor, ohne seine Hand loszulassen. Ich zog Ryoga ein wenig mit mir mit und meinte: "Komm schon! Trödel nicht so rum. Wir haben doch was vor." Ein verspieltes Kichern konnte ich mir danach dann nicht verkneifen. Was den unangenehmen Geruch angeht, so würde der durch die frische Luft bestimmt noch vergehen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Mo 23 März 2015, 20:32

„Als ob ich dich allein lassen würde, vergiss es du hast mich nun am Hals.“, gab ich offen zu, worauf hin ich in schallendem Gelächter ausbrach. Doch, dass Lilith gleich das Kommando an sich riss, erheiterte mein Gemüt nur noch mehr. Es gab noch so vieles, was ich ihr erzählen konnte und vor allem wollte. Über ihre Vorfahren, selbst wenn sie es mir vielleicht im ersten Augenblick nicht glauben würde. Michiko und Asagi waren eben Menschen, die ich ihr nicht verschweigen wollte, wundervolle Menschen und vor allem die Menschen, von denen sie ihre Fähigkeiten geerbt hatte, bevor sie sich mit noch weiteren Generationen vermischten. Aber im Endeffekt blieben sie gleich. Dennoch beunruhigte mich etwas, neben meinem Bruder noch sehr viel mehr. Mal abgesehen von der Verwirrung, die uns die Generationen der Engel bescherten, da ich als Lucifers Bruder erschaffen worden war und Asagi dessen Sohn und ich somit Asagis Onkel war. Doch dies interessierte gerade wirklich keinen, denn unter Engeln waren wir irgendwie alle verwand oder auch nicht, so genau konnte man das nicht erklären. Nein, was mich mehr beunruhigte war, dass in dieser neuen Welt, noch mehr Nachfahren Michikos und Asagis herumliefen. Diese waren zugegebenermaßen nicht schwer zu finden, da die äußerlichen Merkmale steht’s gleich blieben, aber nicht alle von ihnen waren gut. Ich kannte Asagis böse Seite gut genug, da sie von meinem Bruder stammte, um zu wissen, dass es auch Nachfahren gab, die von dieser komplett kontrolliert wurden.

Und von diesen hielt ich mich einfach nur fern. Es existierte und dies war mir bekannt, noch ein Junge in Liliths Alter, der eben diese komplett dunkle Seite für sich nutzte. Alleine so kam er äußerlich sehr nach Asagi und so war es damals ein leichtes gewesen, ihn zu finden. Doch seine Kräfte hauten mich damals schon einfach um. Dies war das erste Mal, dass ich mein Versprechen gebrochen hatte, aber dieser Dunkelheit und dieser Bosheit war ich einfach nicht gewachsen. Deshalb verschwieg ich Lilith für den Augenblick auch noch, dass es noch mehr Kinder wie sie gab. Und trotzdem war es überraschend, dass durch diese vielen Generationen, die Menschen immer noch in der Überzahl waren, zumindest gegenüber den magischen Wesen. Doch erst, als ich wieder am Zug war, um den Weg zu bestimmen, kamen meine Gedanken wieder ins Diesseits zurück. Bald schon hätte ich vollkommen vergessen, wieso wir eigentlich unterwegs waren. Jedoch zwang ich mir dann wieder ein Lächeln auf und spazierte mit Lilith an der Hand weiter. Dieses Mal lohnte es sich nicht wirklich die Bahn zu benutzen, denn da ich Möbel besorgen wollte, wäre dies so oder so kein geeignetes Verkehrsmittel. Mal abgesehen davon, dass ich mir die Möbel so oder so nach Hause liefern lassen wollte. Aber wir hatten eben noch einiges an Arbeit vor uns und diese begann eben damit, dass wir den Möbelgiganten betraten. Was den Namen dieser Filiale anging, so brauchte man mich wirklich nicht fragen, denn dies war eine der Sachen auf die ich selten achtete. „So tob dich aus und suche dir einfach das aus, was dir gefällt. Aber denk dran, wir sind hier um dein Zimmer mit Möbeln zu versorgen und nicht zuzustellen, bis nicht einmal du mehr hineinpasst.“, ein breites Grinsen konnte ich mir bei dem Gedanken dann doch nicht mehr verkneifen.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Sa 28 März 2015, 00:00

Ich schenkte Ryoga ein Lächeln, nachdem ich seine Worte gehört hatte. Im Prinzip wusste ich längst, dass er mich nicht alleine lassen oder gar im Stich lassen würde. Ein perfektes Beispiel für diese Annahme spielte sich nämlich gerade ab. Wir zogen gemeinsam Hand in Hand durch Ikoto, um Möbel für mein künftiges Zimmer zu kaufen. Eingezogen war ich bei Ryoga und Dev praktisch schon. Ryoga meinte, dass ich ihn nun am Hals habe, was ziemlich negativ klang, denn es hörte sich so an, als würde er nun wie eine Klette an mir hängen. Dagegen hatte ich aber auch nichts, aber ich fasste es auch nicht so auf. "Das beruht auf Gegenseitigkeit.", erwiderte ich belustigt auf seine Worte. Es sah nun mal so aus, dass ich ihn nicht mehr in Ruhe lassen würde, denn er kümmerte sich um mich und nicht ich mich um ihn. Ryoga hatte ich allerdings auch wirklich schnell in mein Herz geschlossen, genauso wie Dev. Dass Ryoga auf mich Acht gab, zeigte sich auch wieder, als er die Führung übernahm und uns zu dem Einrichtungsgeschäft brachte. Ohne Ryoga fand ich mich halt noch nicht in der Stadt zurecht.
Wir erreichten das Möbelparadies und betraten es. Mir bot sich sogleich ein überwältigender Anblick, denn so viele Möbel hatte ich an einem Ort noch nie gesehen. Anfangs verließ ich mich deshalb darauf, dass Ryoga schon eine Vorstellung davon hatte, was in mein Zimmer soll und was nicht. Als er mich dann aber sagte, dass ich mich hier austoben solle, fühlte ich mich auf der Stelle sehr hilflos. "Aber... aber...", stotterte ich, doch kam nicht zum Punkt. Daraufhin blickte ich mich in alle Richtungen um, außer in der, aus der wir kamen. Von jetzt auf gleich fühlte ich mich ziemlich hilflos. Ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte mich umzusehen, geschweige denn, wofür ich mich überhaupt entscheiden sollte. "Tob dich aus und suche dir einfach das aus, was dir gefällt.", hallten mir Ryogas Worte im Kopf. Er hatte eine ziemlich unglückliche Formulierung gewählt, denn ich nahm dieses Austoben etwas zu wörtlich. Unsicher sah ich Ryoga an und sprach: "In Ordnung. Ich werde mein Bestes geben." Danach wandte ich meinen Blick von ihm ab und ihm sogar den Rücken zu. Mein Gesichtsausdruck nahm daraufhin ein diabolisches Grinsen an. "Ich werde mich hier wirklich austoben und meinen Spaß haben. Und du wirst bereuen, dass du mir die Erlaubnis dazu erteilt hast, Ryoga.", schossen mir diese finsteren Gedanken durch den Kopf. In dem Geschäft gab es genug zu entdecken. Demnach konnte man hier auch zu genüge Chaos stiften.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   So 05 Apr 2015, 19:13

Genau in diesem Moment, indem mir Lilith eine Antwort gegeben hatte, bereute ich eigentlich meine Worte schon. Das da etwas nicht so ganz stimmte, konnte ich zwar spüren, aber ich wollte nicht unbedingt voreilige Schlüsse ziehen. Doch trotzdem sagte mir ein gewisses Gefühl, dass hier etwas überhaupt nicht stimmte. Direkt als sich Lilith in Bewegung gesetzt hatte, folgte ich ihr zwar, aber doch mit etwas Abstand. Ich wollte ihr zwar Freiraum bieten, aber trotzdem wollte ich noch etwas auf sie Acht geben. Doch dann ließ mich plötzlich mein klingelndes Handy aufschrecken. Mehr oder weniger noch in Gedanken, fischte ich es aus meiner Hosentasche und starrte einige Sekunden aufs Display. „Hey K, was gibts?“, ich klang noch ein wenig abwesend und dackelte daraufhin auch Lilith weiter hinterher, doch was los war, hätte ich am liebsten nicht erfahren. „Er hat die Landesgrenze überquert, Ryoga. Wir haben ihn aber kurz danach verloren. Es versucht wohl zu dir zu kommen, pass gut auf Lilith und dich auf.“, die Verbindung wurde zwischendrin immer wieder schlechter und so verstand ich nicht immer alles so gut, aber das wesentliche verstand ich so oder so. Ich schluckte hörbar, während die Verbindung dann endgültig abbrach.
Außerhalb der Städte verlor man schnell mal das Netz, eine Sache die wir noch nicht beheben konnten, aber allein schon, dass er nun hier war, beunruhigte mich zutiefst. Auer Lilith gab es noch mehr Nachfahren von Michiko und Asagi, viele, die über die Welt verteilt worden waren. Doch gab es allein da einen großen Unterschied, denn es gab Nachfahren, die wussten von ihrer Abstammung und andere nicht. Einige waren gut und andere böse. Und dieser Jemand, der sich nun auf den Weg machte, war definitiv letzteres. Traurig aber wahr, ich kannte ihn gut. Ihn hatte ich von Lilith getroffen, aber zum Schluss war ich geflohen. Es war Asagis dunkle Seite, die er damals nicht an seine Kinder und Kindeskinder weitergeben wollte, aber es konnte eben nicht verhindert werden. Jedoch war es noch nie zu so einem Zwischenfall, wie mit diesem einen Jungen gekommen, der sich jetzt auf dem Weg hierher befand.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Di 07 Apr 2015, 16:11

Mit eher bösen Absichten zog ich los durch das Möbelhaus und versuchte mir irgendeine Gemeinheit einfallen zu lassen. Mein Kopf arbeitete bereits, aber er schien auch ein wenig darauf zu warten, dass mir förmlich etwas ins Auge sprang. Bei einem Blick über meine Schulter sprang mir wirklich etwas ins Auge, nämlich Ryoga, der mir nachlief. "Hmmpf. So ein Mist", brummelte ich etwas. Ich konnte ihn nun wirklich nicht gebrauchen, da er wahrscheinlich alles zunichte machen würde. Als aber sein Handy klingelte, sah ich meine Chance, um ihn abzuhängen. Ich lief einen Takt schneller als vorher. Dank Linus wusste ich bereits, dass ich nicht gerade langsam zu Fuß war. Fürs Erste gelang es mir dadurch aus Ryogas Sichtfeld zu gelangen. Ich zweifelte aber nicht daran, dass er mich wieder finden würde, denn er hatte mich auch gefunden, als ich Hilfe am Dringendsten nötig hatte.
Ich lief weiter durchs Möbelhaus und mein Grinsen wirkte immer fieser und hinterhältiger. Zu meiner Enttäuschung musste ich aber feststellen, dass man mit Möbeln gar nicht so viel anstellen konnte, wie ich erwartet hatte. Die meisten standen einfach nur langweilig da und mehr auch nicht. Das traf vor allem auf Tische und Stühle zu. Aus purer Wut darüber nahm ich einen Stuhl hoch und zertrümmerte diesen, indem ich ihn gegen eine Wand schlug. Danach zerschlug ich auch noch einen Tisch in der Mitte mit meiner rechten Dämonenklaue, die sich soeben mal wieder gebildet hatte. Ich strich mir eine meiner weißen Strähnen aus dem Gesicht, bevor ich meine Klaue ansah und sagte: "Schon besser."
Natürlich ahnte ich zurzeit nicht, was noch auf mich zukommen könnte. Ich besaß eben keinerlei Wissen darüber, dass es noch mehr Personen wie mich gab. Ebenso wusste ich wenig bis gar nichts über meine Abstammung. Da ich dieses Wissen nicht besaß, hinderte mich auch nichts daran weiterzumachen. Ich ging auf einen Angestellten zu und lächelte ihn gespielt freundlich an. Meine Hände hielt ich hinter meinem Rücken versteckt. Er sollte mich ruhig für das brave, süße Mädchen halten, das ich eigentlich auch war. Diese böse Seite, das war ich eigentlich gar nicht. Sie hatte sich erst entwickelt, nachdem ich das erste Mal meine magischen Kräfte eingesetzt hatte. Der Angestellte nahm mich wahr und sah mich an. "Kann ich dir irgendwie behilflich sein?", fragte er mich freundlich. Ich lächelte ihn weiter an und antwortete: "Ich komme schon zurecht. Ich wollte Ihnen nur die Hand reichen." Ich streckte meine rechte Hand aus, doch anders als erwartet konnte ich ihm keine Angst einjagen. Er meinte sogar: "Eine hübsche Verkleidung für deinen Arm hast du da." Ich platzte fast vor Wut und konnte mich nicht mehr zurückhalten. Meine Augen wurden plötzlich rot, bevor ich meine Klaue zu seinem Gesicht ausstreckte und dieses packte. Mit einem Ruck rammte ich den Kopf des Angestellten in den Boden. Dabei sprach ich: "Das ist die Bestrafung dafür, dass du glaubtest, ich sei so eine verkleidete Witzfigur!" Selbstverständlich trug er Verletzungen davon, aber keine Sorge. Mit viel Glück könnte er überleben, vorausgesetzt er bekam schnell Hilfe. Was mich betraf, so hielt ich einen Rollentausch für angemessen. Die unschuldige Art meiner guten Seite würde es schon irgendwie schaffen, dass ich dafür nicht verantwortlich gemacht wurde.

Gleich nachdem sich meine böse Seite wieder zurückgezogen hatte, sah ich den Angestellten verletzt vor mir liegen. Anschließend bemerkte ich meine Dämonenklaue und wusste sofort, was geschehen sein musste. Mein anderes Ich bereitete mir nichts als Ärger. Schlagartig lief ich davon und suchte den nächsten Angestellten oder Ryoga auf. Ich wollte zumindest noch verhindern, dass ich das Leben dieser Person auf dem Gewissen hatte. Zuerst fand ich Ryoga wieder, dem ich mit Tränen in den Augen in die Arme lief. "Sie hat es schon wieder getan. Sie macht mir nur Probleme!", sagte ich und sah Ryoga mit meinen noch immer roten Augen an. Meine Augen nahmen erst wieder ihre natürliche, blaue Farbe an, als ich mit meinem Dämonenarm, der sich danach auch auflöste, in die Richtung deutete, wo der Verletzte lag, und meinte: "Wir müssen Hilfe holen! Sonst stirbt der Mann!" In meinem Kopf hörte ich daraufhin ein hämisches Lachen, gefolgt von den Worten: "Lass ihn doch sterben als Strafe dafür, dass er sich über uns lustig machte. Was bedeutet dir dieser Niemand schon? Ha! Ha! Ha!" Ich hörte nicht auf mein anderes Ich. Ich wollte dem Mann helfen und nicht schaden.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   So 12 Apr 2015, 17:16

Noch jetzt war ich vollkommen aus dem Konzept gebracht worden. Dieser eine Anruf hatte es wirklich geschafft, mich so sehr aufzuwühlen, dass ich mich eigentlich gar nicht mehr konzentrieren konnte. So würde es schon mal mit mir nichts mehr werden, den heutigen Tag noch zu genießen. Ich ahnte auch nur in Bruchstücken etwas davon, was Lilith gerade angestellt hatte. Immerhin hatte ich sie dann doch ganz schön aus den Augen verloren. Ein großer Fehler, wie sich gleich herausstellen sollte. Ich wollte doch eigentlich nur erreichen, dass Lilith auch allein unter Menschen gehen konnte, ohne ihre Kräfte irgendwie einzusetzen. Mal abgesehen davon ob dies dann beabsichtigt sein würde oder nicht. Aber ich hatte es Asagi damals versprochen. Ich hatte ihm versprochen, mich um alle seine Nachfahren zu kümmern, koste es was es wolle. Der Preis dafür, dass ich leben dürfte. Gut als wirkliche Bestrafung, empfand ich dies ganz und gar nicht, obwohl ich früher anders darüber gedacht hatte. Asagi wusste außerdem auch genau, wieso er mich darum bat. Er wusste, dass es viele gab, die so ihre Probleme mit ihren Fähigkeiten hatten. Vor Lilith, viele Jahre vorher, gab es auch immer wieder Nachkommen, die mal mehr und mal weniger stark damit zu kämpfen hatten. Doch Lilith war bis jetzt die einzige, die so sehr mit ihnen kämpfte. Ich konnte auch nicht einmal genau feststellen, von wem der beiden sie ihre Fähigkeiten geerbt hatte, da sich irgendwann mehrere mit mischten, aber es sollte doch nicht allzu schwer sein, dies herauszufinden.
Immerhin hatte ich es bei Asagis Ebenbild auch geschafft. Okay dies war auch einfach in dem Sinne. Er sah aus wie er, er sprach wie er und er verhielt sich auch so wie er, zumindest Asagi in jungen Jahren. Schon gruselig dieser Gedanke, dass sein Ebenbild unter uns wandelte, obwohl er schon so lange verstorben war. Erst jetzt bemerkte ich, wie Lilith auf mich zu rannte. Das etwas geschehen sein musste, darüber brauchte ich gar nicht lange nachzudenken, ehe ich versuchte die Weißhaarige zu beruhigen. Schnell fischte ich mein Handy wieder aus meiner Hosentasche und rief damit einen Krankenwagen. Ich war zwar ein Engel, aber ich hatte keine heilenden Fähigkeiten und somit konnte ich selbst dem Angestellten nicht helfen. Vorsichtig griff ich daraufhin nach Liliths linker Hand und hielt sie in meiner. „Mach dir keine Gedanken, lass uns lieber zusehen, dass wir erst einmal von hier verschwinden.“, meinte ich und lief mir ihr zusammen los. Der Tag war zwar nicht gelaufen, aber bis ich mit ihr wirklich ihr Zimmer einrichten konnte, würde es jetzt eben noch etwas länger dauern. Bis dahin hatte ich aber noch genug Zeit, zu versuchen ein Training für sie zu entwickeln.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Fr 17 Apr 2015, 15:13

In diesem Moment war ich, wie in so vielen anderen Momenten auch, heilfroh, dass Ryoga für mich da war. Es war nahezu egal, was passierte, Ryoga konnte ich mich immer anvertrauen. Er war für mich wie ein großer Bruder, was eben auch bedeutete, dass ich ihn sehr gern hatte. Mich plagte das schlechte Gewissen, weil ich - nein, mein anderes Ich - den freundlichen Angestellten verletzt hatte und das nicht zu knapp. Ryoga schien mir das aber gar nicht übel zu nehmen. Seine doch recht ruhige Art floss auf mich über, als er meine linke Hand ergriff, und ich beruhigte mich langsam. Diesmal gelang es aber nicht mal ihm, dass meine Tränen auf der Stelle versiegten. Weiterhin mit tränenden Augen nickte ich Ryoga zu, als er vorschlug, dass wir woanders hingingen. Er sagte auch, ich solle mir keine Gedanken machen, aber das war widerum leichter gesagt als getan. Ich war mir nicht mal sicher, ob es wirklich das Richtige war, wenn wir jetzt gingen. Mein Gefühl sagte mir einfach, dass ich mich damit vor der Verantwortung drückte. War es wirklich verkehrt? Ryoga hatte immerhin vorgeschlagen zu gehen und nicht ich. Am liebsten wollte ich wirklich wissen, was aus dem Mann wurde, aber helfen konnte ich ihm auch nicht. Vielleicht könnte ich es, wenn ich meine Kräfte unter Kontrolle hätte, denn nachdem ich die Fähigkeiten des Himmelsdrachen erhalten hatte, erlangte ich auch die Fähigkeit zu heilen. Ich folgte Ryoga schlichtweg mit weinenden Augen nach draußen, wozu er mir auch keine andere Wahl ließ, da er meine Hand festhielt.
Nachdem wir das Möbelgeschäft verlassen hatten ohne etwas zu kaufen, war mir nun doch klar, dass die Einrichtung meines Zimmers fürs erste verschoben wurde. Wir befanden uns wieder auf den Straßen Ikotos. Mein Blick war gesenkt und ich beobachtete jeden meiner Schritte. Links, Rechts, Links, Rechts, und immer so weiter. In meinen Gedanken war ich noch bei dem Verletzten. Ich hoffte wirklich, dass der Mann überleben würde. Ich wollte kein Menschenleben auf dem Gewissen haben, selbst wenn es einen Teil gab, der sich genau danach sehnte. "Vielleicht ist das auch ein Zeichen.", meinte ich plötzlich mit weinerlicher Stimme, "Vielleicht bedeutet dieser Vorfall, dass es mir nicht bestimmt ist bei dir in Ikoto zu leben. Was ist, wenn ich irgendwann alleine unterwegs bin und aus einer Laune heraus Menschen verletze oder sogar töte? Allein diese Vorstellung finde ich schrecklich. Es ist wahrscheinlich besser, wenn ich irgendwo an einem Ort lebe, an dem ich einsam und allein bin. Dann kann ich wenigstens niemandem wehtun." Danach weinte ich wieder stärker. Mehrere Tränen tropften zu Boden, einige landeten auch auf meinen Beinen oder Füßen, wodurch die Strümpfe leicht durchnässt wurden.  Ryoga erfreute es bestimmt nicht diese Worte von mir zu hören, aber ich für meinen Teil wollte nicht das Risiko eingehen und wahllos Menschen angreifen, wenn Ryoga mal nicht zur Stelle war, wie eben im Laden. Streng genommen war es mein bösartiges Ich, aber es war trotzdem mein Körper, der anderen schaden würde. Gleichzeitig konnte man meinen Worten entnehmen, dass ich keine große Hoffnung hatte, meine Kräfte jemals kontrollieren zu können.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Mo 20 Apr 2015, 10:37

Zähneknirschend nahm ich Liliths Worte zur Kenntnis, versuchte aber diesen gewissen Aufschwung an Wut, der gerade in mir aufstieg, noch zu kontrollieren. Sicher ahnte sie bereits, dass ich solche Worte nicht aus ihrem Mund hören wollte, aber es gab trotzdem noch so vieles, was ich ihr erzählen wollte. Vielleicht würde sie dann auch verstehen, was mich dazu bewegte so zu handeln und vor allem so zu sprechen, wie ich es oftmals tat. Ich war immerhin derjenige, der ihr niemals die Schuld an allem geben würde. Ich war davon überzeugt, dass der Verletzte überleben würde, nicht mehr und nicht weniger und deshalb machte ich mir auch weniger Sorgen um ihn. „Hör zu, mach dir einfach um so etwas keine Gedanken ja, dies sind Dinge die im Leben ebenso passieren können, wie manch an anderes Missgeschick. Das wichtige ist nur, wie wir es annehmen. Nimm es um daran zu wachsen und nicht um dich davon kleiner zu machen, als du bist. Lilith du bist nun mal so wie du bist, du musst nur lernen damit umzugehen und das ist eine Sache, die ich dir nicht beibringen kann.“, antwortete ich ihr nach einigen Minuten, aber ich spürte trotzdem noch diese unendliche Wut in mir, die sich eher auf mich projizierte, da ich nicht rechtzeitig an Ort und Stelle war, um dies zu vermeiden.
Vielleicht nicht die Tat an sich, aber die Tatsache, dass sie sich nun deswegen schlecht fühlte. Den ganzen Weg zurück zur Wohnung, ließ ich wiederum ihre Hand nicht los und wenn es nach mir ginge, hätte ich es auch weitaus länger nicht getan. Ich machte mir Sorgen, nicht nur um sie, aber auch um denjenigen, der sich uns immer weiter näherte. Er war nicht hinter Lilith her, sondern hinter mir, aber dies war wiederum eine andere Geschichte. Momentan konnte man mir wiederum doch am besten wehtun, wenn man sich an Lilith vergriff und ich hoffte wirklich, dass dies vorerst nicht geschehen würde, ganz egal was kam. „Lilith ich muss dir noch etwas sagen, deiner Abstammung betreffend.“, fing ich irgendwann an, während wir wieder vor dem Wolkenkratzer standen, indem sich unser Zuhause befand. Ich wusste an sich jetzt noch nicht, wo ich anfangen sollte, aber vielleicht würde ihr dies sogar dabei helfen, zu verstehen, woher ihre Fähigkeiten stammten. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es war, nichts darüber zu wissen, von wo man abstammte, da ich wirklich anders als sie hier gelandet war. Jedoch stellte ich mir dies als nicht gerade angenehmes Gefühl vor.

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Dean
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 14973
Anmeldedatum : 20.02.11
Alter : 23
Ort : Hyrule

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Do 23 Apr 2015, 23:34

Nachdem ich ausgesprochen und wieder angefangen hatte zu weinen, schenkte ich dem Boden zu meinen Füßen viel Beachtung, da ich meinen Blick nicht mehr von ihm abwandte. Ich sah genau, wie ich einen Schritt vor den anderen setzte, doch ich hatte das Gefühl, als würde ich gar nicht wirklich laufen. Es fühlte sich eher so an, als würde ich auf der Stelle gehen und die Erde unter mir bewegte sich eigentlich nur. Ein komisches Gefühl, das ich lieber wieder loswerden wollte, da ich glaubte nicht mehr vom Fleck zu kommen. Ganz genauso verhielt es sich mit meinen Kräften. Ryoga und ich hatten schon einmal trainiert und ich hatte auch vor unserer Begegnung versucht sie unter Kontrolle zu kriegen, aber mein Fortschritt damit stand still. Ich wünschte mir wirklich, dass sich dies schnell änderte, aber so wie es aussah konnte mir nicht einmal Ryoga helfen, weshalb meine Hoffnung seitdem langsam immer mehr schwand. Der Vorfall im Möbelhaus beschleunigte dies sogar noch ein wenig.
Momentan traute ich mich nicht einmal Ryoga anzusehen. Er ließ mich dennoch aufblicken, nachdem ich seine Worte vernommen hatte. Ich verstand, dass er mir einen guten Rat gegeben hatte, den ich mir zu Herzen nehmen sollte. Gleichzeitig hörte ich aber auch heraus, dass er zugab, dass er mir eigentlich nicht helfen konnte, was meine Fähigkeiten anging. Da war ich aber ganz anderer Meinung, denn allein mit solchen Worten, die ich beinahe schon als Weisheiten bezeichnen mochte, half er mir sehr. Er machte es mir damit zumindest ein wenig leichter, mit mir selbst zurechtzukommen. Das Traurige daran war, woran ich jedoch gerade nicht dachte, dass meine böse Seite Gefallen daran finden würde, meine aufgekeimte Hoffnung wieder zu zerstören. Auf Ryogas Worte folgte erst ein paar Momente später von mir ein verstehendes Nicken. Danach wandte ich meinen Blick wieder dem Boden zu und verfolgte wieder jeden meiner Schritte. Diese seltsame Gefühl war immer noch da - kein Wunder. Dafür spürte ich nun erst so richtig die Wärme, die von Ryogas Hand kam. Es war mir egal, ob Ryoga vielleicht gar keine Wärme von sich gab, weil er ein Engel war. Ich spürte nämlich trotzdem, dass er eine ungeheure Wärme ausstrahlte, bei der ich mich sehr geborgen fühlte. Vermutlich war es auch diese Wärme, die mich immer weiter gehen ließ, obwohl ich das Gefühl hatte, dass ich mich nicht vom Fleck bewegte.
Schließlich kamen wir zuhause an. Naja, nicht ganz. Wir mussten noch das Gebäude betreten, mit dem Aufzug hochfahren und dann noch die Wohnung betreten. Ich sah jedoch in dem Gebäude mein Zuhause. Mein Zuhause... ich hatte lange keine richtiges Zuhause mehr gehabt, bevor ich Ryoga kennengelernt hatte. Ich wollte es wirklich nur ungern wieder aufgeben, aber wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass ich verhäuft Menschen wehtat oder sie sogar tötete, dann sähe ich mich genau dazu gezwungen, ganz egal wie gern ich Ryoga hatte. Ryoga zog trotzdem erstmal meine Aufmerksamkeit auf sich, als er auf etwas zu sprechen kam, das für mich sehr wichtig sein könnte. Die Neugier übermannte mich, sodass ich ihn sogar wieder ansah. "Wie bitte? Was meinst du damit? Ich weiß doch, wer meine Eltern sind.", sagte ich. Da hatte ich wohl etwas missverstanden. Trotzdem war ich neugierig und genau aus diesem Grund zog ich Ryoga ins Gebäude direkt zu den Aufzügen. Während des Ziehens sagte ich: "Komm schon. Du musst mir das genauer erklären... sobald wir wieder zuhause sind." Ich ließ Ryoga vor dem Aufzug stehen und sagte auf einmal: "Bis gleich!" Ich hatte nicht vergessen, dass Ryoga vorhin gestunken und den Aufzug benutzt hatte. Ich glaubte, dass sich der Gestank noch im Aufzug befand, weshalb ich diesen nicht nehmen wollte. Stattdessen lief ich auf die Treppen zu, denn ich wollte diese nehmen. Ohne zu zögern ging ich die erste Stufe hinauf, daraufhin auch die zweite und dritte und immer so weiter. Vor mir lagen 35 Stockwerke, bis ich mein Ziel erreichte, aber die würde ich mich schon hochkämpfen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Angel
Leader
Leader
avatar

Anzahl der Beiträge : 12627
Anmeldedatum : 07.11.10
Alter : 19
Ort : Lost in time and space

BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   Mo 27 Apr 2015, 12:09

Ungläubig sah ich der Weißhaarigen hinterher, die mich hier unten stehengelassen hatte. Ich konnte nicht unbedingt glauben, dass sie diese vielen Stockwerke wirklich hochlaufen wollte. Mal abgesehen davon, dass diese Anzahl schon nicht ohne war, war es auch noch der Fall, dass nicht jedes Stockwerk so ganz ohne war. Ich wusste  wovon ich sprach, aber ich konnte Lilith gerade nicht aufhalten. Denn genau in dem Moment, als ich es wollte, war sie auch schon aus meinem Sichtfeld verschwunden. Schnell wollte ich der Weißhaarigen eigentlich folgen, doch dazu kam es gar nicht. Als ich bei den Treppen stand und hochlaufen wollte, hielt mich eine Art Kraftfeld davon ab. Viele verschiedene Symbole tauchten vor mir auf und das Symbol selbst bildete ein Pentagramm. Natürlich konnte ich dann nicht mehr weiter, derjenige der es aufgebaut hatte, wusste ganz genau, wie man mich aufhalten konnte. Und ich wusste ganz genau, wer der Nutzer dieser schwarzen Magie war. Na super mich von Lilith zu trennen war wirklich das einzige, was ihn auf die Schnelle eingefallen war. Andererseits beunruhigte es mich zu wissen, dass er bereits hier war. Ich hämmerte einmal mit meiner Faust gegen das Kraftfeld, aber wie zu erwarten geschah nichts und somit konnte ich auf Lilith auch nicht aufpassen.

Mir blieb also nur den Fahrstuhl zu nehmen. Mit wesentlich schlechterer Laune als noch zuvor, stieg ich ein und drückte auf das Stockwerk, indem sich meine Wohnung befand. Gerade fühlte sich diese Stecke so quälend langsam an, obwohl der Fahrstuhl genau die gleiche Geschwindigkeit wie immer an den Tag legte. Ungeduldig knackte ich mit meinen Fingern und machte mich schon einmal bereit dafür, mich ihm wieder in den Weg zu stellen. Ich wusste nicht, wie stark er mittlerweile war, aber ich rechnete bereits damit, dass ich mich ihm gegenüber nur sehr schlecht behaupten konnte. Das Öffnen der Türen erlöste mich schließlich von dieser langen Fahrt und gab den Blick auf das Stockwerk frei, indem sich meine Wohnung befand. Vorsichtig und aufmerksam wagte ich die ersten Schritte nach vorne und bereute es sofort. Da lehnte er lässig an einer Wand und grinste mir nur schadenfroh ins Gesicht. „Ich dachte schon, dass du mich vergessen hast Michael!“, seine Stimme ging mir durch Mark und Bein, aber ich versuchte es größtenteils so aussehen zu lassen, als ob es mir nichts ausmachte. „Wie könnte ich dich denn vergessen, Jonah!“,

_________________
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://akatsuki.forumieren.org
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: A different world: dance into another world #2   

Nach oben Nach unten
 
A different world: dance into another world #2
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 7 von 8Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8  Weiter
 Ähnliche Themen
-
» Funny Fashion World
» World Airways stellt Flugbetrieb ein
» World Trade Center, 1:4000, Matt Bergstrom
» Dark Digital World - Digimon-RPG (Doresh & Vegi) [Diskussion]
» JP4 News-Thread (Oktober 2014 - Februar 2015)

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Welt der Animes :: Haupt RPG´s :: Fantasy & Sci-fi RPG :: A different world-
Gehe zu: