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 Welcome: my own kingdom

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Angel
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BeitragThema: Welcome: my own kingdom   Do 28 Nov 2013, 19:33

das Eingangsposting lautete :

Die Kriege die um uns und auch in unserem Land geschehen waren, hatten ihre Spuren hinterlassen. Es war nicht mehr einfach für uns so über diese hinweg zu sehen wie früher, doch spürte man es allein an der wirtschaftlichen Lage nicht mehr. Ob es gut für das Volk war weiterhin in einer Monarchie zu leben oder nicht, damit hatte ich mich wirklich oft beschäftigt, aber eine Antwort darauf konnte nur das Volk selbst liefern.
Zwar hatten wir keine Armee, zumindest keine große, aber die brauchten wir auch nicht. Wir wollten keine Kriege!

*

Ein neuer Morgen an einem neuen Tag war gerade ins Land gezogen, während ich bereits auf den Beinen war. Nun gut vielleicht hatte ich kein wirkliches Privatleben mehr zur Verfügung, zumindest nicht mehr so wie früher, aber ich kam damit trotzdem gut zurecht.
Zwar lag es nicht in meinem Interesse mich jetzt bereits mit dem lernen auseinander zu setzen, aber gleich war dies auch wieder der Fall.
Zuerst noch etwas anziehen und stylen, das stand gerade wohl eher auf dem Plan. [alltag 1]
Meine Klamotten bestanden heute wieder aus schwarzem Lackleder und auch wenn es mich manchmal wirklich nervte es zu tragen, war es doch zu einem Teil von mir geworden.
Anschließend, während ich mir grad einen Lidstrich zog, fragte ich mich auch, ob meine Schwester eigentlich schon wach war.
...

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Dean
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   So 27 Apr 2014, 09:33

Ich genoss Asagis Nähe wirklich sehr und das sogar, obwohl sein Körper übel zugerichtet worden war. Diesbezüglich war ich noch nicht mit Rosiel fertig, aber in diesem wundervollen Moment, was wohl wider Ansichtssache war, denn Asagi war nach wie vor schwerverletzt, wollte ich nicht an ihn denken. Es lag nicht in meiner Absicht, ihm Schmerzen zuzufügen. Das wusste Asagi bestimmt. Ehrlich gesagt bekam ich davon sowieso nur wenig mit, weil ich mit meinen Gedanken woanders war.
Gedanklich befand ich mich gar nicht mehr in Nagano. Zusammen mit Asagi befand ich mich an einem wirklich traumhaften Ort, den man mit Worten kaum beschreiben konnte. An der Situation selbst hatte sich aber nicht viel geändert, außer dass Asagi nicht verletzt war. Es war kein Traum, da ich noch wach war, aber es fühlte sich irgendwie real an. Aus meiner Gedankenwelt wurde ich aber gerissen, als Asagi mir die Wahrheit erzählte. Wie gesagt, ich war wach und bekam daher trotzdem alles mit.
Wegen dem, was ich hörte, riss ich sofort meine Augen auf, weil diese Wahrheit sehr schockierend war. "Der Todbringer...", murmelte ich leise mit besorgter Miene vor mir her. Jetzt verstand ich auch Rosiels Worte. Wenn der Todbringer wirklich seine Freiheit erlangt hatte, dann hatte er sogar Recht, aber ich hatte trotzdem wohl kaum eine andere Wahl, als nach Hyrule zurückzukehren. Ich sorgte mich eben genauso um das Wohl meines Landes, wie Asagi sich um Naganos. Nur der dämonische Teil in mir sehnte sich Chaos und Zerstörung herbei.
Ich richtete meinen Oberkörper auf und wandte meinen Blick Asagi zu. Mein besorgtes Gesicht wich einem Lächeln während ich ihn ansah. Ich beugte mich dann zu ihm vor und gab Asagi einen Kuss auf die Wange, vorzugsweise auf die Gesichtshälfte,  die nicht so sehr in Verbänden gehüllt war. Danach sagte ich zu ihm: "Danke, dass du mir die Wahrheit erzählt hast." Wegen meines Kusses liefen meine Wangen selbst rot an und ich sah Asagi anschließend auch verträumt mit meinen blauen Augen in seine Augen während ich noch seine Hand hielt und er meine. Schließlich sagte ich noch: "Du weißt, was ich tun muss. Hyrule braucht mich jetzt. Kommst du denn alleine zurecht?"
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Angel
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   So 27 Apr 2014, 12:38

Eigentlich hatte ich nicht einmal ihren Dank dafür verdient, dass ich ihr nun doch die Wahrheit berichtet hatte, ich hätte es immerhin sehr viel früher tun sollen. Gleichzeitig damit, dass sie mir einen Kuss auf die Wange gab, konnte ich mich auch nicht davor retten, etwas rot um die Nase zu werden, was ich aber weites gehend zu verbergen versuchte. Einige Strähnen meines schwarzen Haares hingen mir über meinem Auge, aber gleichzeitig konnte ich sie trotzdem noch gut erkennen. Mein blick war trotzdem mit Sorge gefüllt, ob es dort sicher genug war, dass sie mit allem zurechtkommen würde. Aber ich wusste, dass sie stark genug dafür war und sie musste ihr Land genauso beschützen, wie ich meines, weshalb ich sie auch gehen lassen würde. Zeitgleich damit wusste ich nicht, wie sehr die Engel bereits Einfluss auf unser Volk genommen hatten. Sie waren nicht die Beschützer der Kranken und Armen, wie man sie sich immer vorstellte, nein Engeln sollte man keinesfalls vertrauen. Doch bis dies alles zu einem aufstand in der Bevölkerung führen würde, konnte es noch etwas dauern.
Das Volk hielt eigentlich zum Königshaus, aber wiederum gab es immer Menschen die dachten, dass Könige immer dem Egoismus verfielen und sich nicht mehr um das Volk sorgten. Wenn ich dies alles erfahren würde, was dort innerhalb des Volkes unseres Landes vorging, nun dann konnten wir uns sehr bald auf einen Umbruch in der Gesellschaft freuen, der allein durch die Macht der Engel ausgelöst worden war. "Ja, ich komme schon allein zurecht, mach dir keine Gedanken. Dein Land braucht dich jetzt.", auch wenn ich meine Sorge nicht abstellen konnte, so hoffte ich wenigstens, dass Michiko unverletzt bleiben würde. Wer wusste schon wann sich unsre Wege wieder kreuzen würden. "Pass aber auf dich auf!", trotz der Tatsache, dass ich wusste, wie stark sie war, machte ich mir eben Sorgen um diejenigen, die ich gern hatte. Aber innerlich hoffte ich, dass diese Zeit, die wir hier zusammen verbracht hatten, nicht in Vergessenheit geriet.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   So 27 Apr 2014, 12:53

Kurz vor dem Schloss, injizierte ich mir die dunkle Substanz in der Spritze die damit sofort ins Blut gelang. Ich würde sowieso nicht mehr lange ohne leben, weswegen ich es mir direkt spritzte.
Als wir dann am Schloss ankamen, stieg ich aus und ging Richtung Thronsaal. Momentan war mir egal, wie wir die Dämonen besiegen würden, Hauptsache sie gefährden nicht den Frieden der Länder.
Das Land, das den Boten abwies, schien mir in Vergessenheit geraten zu sein. Der König von Sina, überlegte sich, nach seinem Wutanfall, dieses Land für unwürdig zu befinden. Das hieß, jegliche Beziehung und Kontakte zu diesem Land abzubrechen und es zu ignorieren bei jeden Friedensbesprechungen.
Mir war das momentan gleich, wie der König mit diesem verachtungswürdigen Land umgeht, mir war momentan nur die Krise in Hyrule wichtig.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   So 27 Apr 2014, 17:51

Isamu erreichte zusammen mit Jakob Schloss Hyrule. Von dort an ging Isamu wieder vor. Was er aber vermutlich genausowenig wie Jakob ahnte war, dass Ryo während ihrer Abwesenheit ebenfalls aktiv geworden war. Mehr denn je wollte er den Todbringer aus seinem Gefängnis befreien. Das konnte er alleine aber nicht. Aus diesem Grund hatte er auch Schloss Hyrule verlassen und war sogar auf dem Weg das Land in südöstlicher Richtung zu verlassen.

Ich musste mich schleunigst auf den Weg machen. Hyrule brauchte mich, doch meine Anwesenheit konnte auch noch mehr Unheil bedeuten, wenn mein zweites Ich sich wieder zeigte. Zurzeit ruhte sie aber noch.
Der Moment des Abschieds war nun wohl gekommen. Mir lief es sowohl schwer, Asagi in seinem derzeitigen Zustand zurückzulassen, als auch mich von ihm zu verabschieden. Vor allem wegen Letzterem fing ich an, Tränen zu vergießen und sagte: "Ich werde schon auf mich aufpassen. Du erhol dich gut. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns wiedersehen. Bis dahin musst du wieder gesund sein! Du musst mir aber auch noch eines versprechen..." Bevor ich weitersprach, wischte ich mir die Tränen weg. Danach fuhr ich fort: "Du kommst mich mal in Hyrule besuchen. Versprichst du mir das?"
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   So 27 Apr 2014, 18:38

"Aber natürlich, werde ich bald wieder gesund sein..", begann ich ließ aber die Tatsache außer Acht, dass dies einige Monate in Anspruch nehmen konnte. Meine Engelsflügel würden im Vergleich zu meinem Körper aber doch recht schnell heilen, doch dies war eine ganz andere Geschichte, die ich in diesem Augenblick nicht als wichtig genug empfand. "Ich werde dich auf jeden Fall besuchen kommen, versprochen!", fügte ich im Nachhinein noch hinzu und versuchte mich aufzusetzen. Dies gelang mir aber nur weniger gut und es erzeugte bei mir doch nur ein schmerzerfülltes seufzen. Nachdem es mir gelungen war, mich aufzusetzen, dabei lehnte ich eher an meinen Kissen und atmete erst einmal erleichtert auf, griff ich unter das eine Kissen, welches sich direkt hinter mir befand. Vorsichtig holte ich ein kleines Medaillon heraus und hielt es ihr hin "Damit du uns nicht vergisst, Michiko du wirst hier immer willkommen sein.", eigentlich waren wir immer sehr gastfreundlich, aber auf lange Besprechungen mit den anderen Ländern hatte ich niemals wirkliche Lust verspürt, dies war die Aufgabe von meinem noch lebendigen Vater. Gut ich hatte ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen, seitdem er zu seiner Reise aufgebrochen war, doch wer konnte sagen, dass ausgerechnet dann, etwas passierte. Gleichzeitig ahnte ich aber bereits, dass der besagte Umbruch innerhalb unseres Landes bald Form annehmen würde und dann wurde es gefährlich. Gefährlich für meinen Vater, meine Schwester und mich, wobei es meinen wirklichen Vater vielleicht nur amüsieren würde, wenn genau dies geschah. Trotzdem fiel auch mir der Abschied von Michiko sichtlich schwer, aber ich würde sie nicht aufhalten, da sie in Hyrule definitiv gebraucht wurde.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mo 28 Apr 2014, 08:41

Ein Lächeln legte sich wieder auf meine Lippen, als Asagi mir erstens versicherte, dass er gesund werden würde und mir zweitens versprach, dass er mich in Hyrule besuchen kommen würde. Diese beiden Sachen stimmten mich fröhlicher und erleichterten mir den Abschied etwas, der trotzdem noch schwer genug war. Anschließend sah ich dqbei zu, wie Asagi sich aufzusetzen zu versuchte. Zuerst wollte ich etwas sagen, weil ich es für klüger hielt, wenn er liegen blieb, doch als er mir das Medaillon hinhielt fehlten mir die Worte. Ich nahm das Medaillon an mich und hing es mir auch gleich um den Hals. "Danke. Solange ich dieses Medaillon trage werde ich dich und meine Zeit hier ganz sicher nicht vergessen.", bedankte ich mich für dieses Geschenk, das mir als Erinnerungsstütze dienen sollte. Über das Medaillon war ich so glücklich, dass ich Asagi einfach umarmte, wohlwissend, dass ich ihm damit wohl Schmerzen zufügte. Die musste er aber in Kauf nehmen, weil ich ihn jetzt einfach umarmen musste.
Während der Umarmung merkte ich nicht, wie jemand den Raum betrat, mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte. Ob Asagi ihn frühzeitig bemerkt hatte, konnte ich nicht sagen. "Dieses Schloss sollte sich vielleicht kompetentere Wachen zulegen.", sagte eine mir wohlbekannte Stimme. Ich riss meine Augen weiter auf und ließ von Asagi ab, damit ich mich umdrehen konnte. "Hallo, Schwesterherz! Ich hoffe, ich störe euch zwei nicht.", sagte Ryo zu mir, als ich ihn ansah. Ich erwiderte: "Hast du den Wachen des Schlosses etwas angetan? Sie haben dir nichts getan." "Wer weiß.", antwortete Ryo auf provozierende Art und Weise. Auffällig an Ryo war, dass er ein ganz Stück größer als ich war. Von seinen äußerst muskulösen Körperbau mal ganz zu schweigen. Isamu sah mir insgesamt vom Gesicht her allerdings ähnlicher als Ryo. Ich traute Ryo alles zu, wenn er seine Ziele verwirklichen wollte. Deshalb sorgte ich mich um die Wachen. Ryo interessierte sich aber nicht für ihr Wohlergehen.
Ryo kam auf mich zu und gab mir meine Jacke und meine anderen Kleidungsstücke, die ich im anderen Zimmer liegen lassen hatte. "Zieh dich wieder an und beeil dich! Vater möchte dich sehen.", sagte Ryo. Ich tat, was mein großer Bruder mir sagte. Nachdem ich mich angezogen hatte, packte mich Ryo am Arm und zog mich hinter sich her. Er fasste mich noch mit Samthandschuhen an, auch wenn es nicht danach aussah, aber er hätte mich auch einfach am Kragen hochheben können, was deutlich unangenehmer war. Anschließend meinte Ryo noch: "Sag deinem Liebhaber auf Wiedersehen... oder Lebwohl. Was dir eben lieber ist." Ich sah Asagi nahezu hilfesuchend an und sagte: "Wir sehen uns. Bis bald!" Ryo schnippte sofort mit seinen Fingern und wir beide lösten uns auf. Wir tauchtwn allerdings direkt vor dem Schloss schon wieder auf. Direkt nach unserem Verschwinden betraten aber auch Wachen das Zimmer. Ryo hatte ihnen nicht wehgetan, sondern nur seine Fähigkeiten genutzt, um sich an ihnen vorbeizuschleichen.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mo 28 Apr 2014, 21:19

Gut vielleicht war ich zuerst doch etwas geschockt, aber vorsichtig hatte ich ihre Umarmung dann doch erwidert. Kurz hatte ich dann doch etwas gezuckt, als mich die Schmerzen wie kleine Nadelstiche einholten, aber dies war eher Nebensache. Dennoch bemerkte ich die Anwesenheit einer weiteren Person vielleicht etwas schneller als Michiko selbst, aber ich kannte diese Person eben nicht. Verwundert war ich weniger, dass die Wachen dieses Schlosses nichts taugten, denn eigentlich war dies niemals so gewesen, wir bezahlten eben nur gut, was wahrscheinlich der einzige Grund dafür war, dass wir so viele aber unausgebildete Soldaten und Wachen zu gleichen Teilen hatten. Gleichzeitig machte ich mir trotzdem keine sorgen um meine eigenen Wachen, oder wohl eher um die Wachen meines Vaters, wie auch sie waren eigentlich grundlegend zu nichts fähig, aber mit einigen konnte man sich wenigstens unterhalten. Auf die Sache mit dem Liebhaber seitens ihres Bruders, ging ich nicht weiter ein ohnehin würde mich das nur mehr provozieren, als das ich eine Antwort darauf wusste. Nachdem sie mein Gemach verlassen hatte musste ich zugeben, dass ich sie doch jetzt schon vermisste. Ich hatte sie wirklich gern, aber ich würde erst dann sie wirklich besuchen, wenn es mir besser ging, wenn dies überhaupt geschehen würde. Denn ehrlich gesagt fühlte ich die Anspannung die in der Luft lag wirklich. Es war nicht angenehm, aber ich wusste auch nicht, wie ich es hätte ändern können. Was Beziehungen anging, war ich eben kein Meister und würde es auch vielleicht niemals werden. Gut das mit dem anderen Land hatte ich selbst versaut, aber was unser Volk an ging, so war dies nicht gänzlich meine eigene Schuld. Ich wusste ganz genau, was Rosiel eigentlich damit bezwecken wollte, wenn er immer so an mir hing, aber gleichzeitig wollte ich überhaupt nicht das, was er auch wollte. allein bei diesem Gedanken lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken. Noch immer war ich aufgerichtet und schaute nun nach draußen. Auch wenn die Anspannung fühlbar war, so änderte sich dort draußen nichts. Michiko war zudem ein großer Teil meines Lebens um den ich mich sorgte. Hinterher konnte ich ihr so nicht, weshalb ich auch hoffte, dass ihr nichts geschah, denn genau dies könnte ich mir vielleicht niemals verzeihen. Während an meinem Engelsflügel bereits die kleinen Spitzen von weißen Federn zu sehen waren, brauchte mein Körper für diesen Heilungsprozess sehr viel länger.

*1 Monat später*

Weder Rosiel noch sonst irgendjemand hatte sich in letzter Zeit bei mir sehen lassen. Gut mittlerweile war meine Genesung fast vollendet und schon bald konnte ich mich auch wieder frei bewegen. Suzu hatte ich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen und mein Vater war noch gar nicht zurückgekehrt. Vor zwei Wochen kam sein letzter Brief und seitdem war unser Kontakt wie eingefroren. Dies traf aber auch auf den Kontakt zu den anderen Ländern zu, denn es war um unsere Handelsbeziehungen sehr viel stiller geworden, als noch vor diesen zwei Monaten. Mein Körper war bis auf meine Brust nicht mehr in Verbände gehüllt, aber trotzdem traute ich es mich nur selten in den Spiegel zu sehen, auch wenn ich nicht eitel war, aber die rechte Hälfte meines Gesichts, war mit Brandnarben überzogen, fast wie meine ganze rechte Körperhälfte. Das einzige, was mir manchmal den Blick auf mein Gesicht nahm war mein Pony über meinem mittlerweile grünen Auge. Mittlerweile sah ich auch keinen großartigen sinn mehr daran, meine Engelsflügel zu verbergen, da diese von normalen Menschen eigentlich kaum wahrgenommen wurden. Unsere Wachen hatten wir auch noch nicht verändert und ich hatte es auch nicht vor. Ich vertrieb mir die Zeit innerhalb unserer Hauptstadt und hatte die Schlossmauern schon lange hinter mir gelassen. Doch spürte ich die Verachtung, die mir das Volk entgegenbrachte. Verachtung war dabei noch stark untertrieben, aber unter den Menschen hatten sich auch einige Engel gemischt unter anderem auch Rosiel, aber diesen hatte ich bis jetzt nur ein einziges Mal getroffen. Plötzlich brach unter dem Volk ein furchtbarer Kampf aus und nicht nur sie, sondern auch die Engel bekriegten sich erst gegenseitig, bevor sie auf mich losgingen. mein größter Fehler war es wohl unbewaffnet durch die Straßen zu ziehen.

*Ein weiterer Monat später*

Einiges hatte sich geändert. Nach diesem zuerst nur klein scheinenden Kampf hatte das gesamte Volk einen Aufstand angezettelt, der sich einzig und allein gegen das Königshaus richtete. Wir waren zur Flucht gezwungen, doch wusste ich nicht ob ich Suzu hatte warnen können, ich sah sie seit langem nicht mehr, vielleicht war sie bereits mit einem Mann durchgebrannt, doch dies konnte ich mir bei ihr weniger vorstellen. Was meinen Vater hier in dieser Welt betraf so hatte ich nicht einmal Zeit gefunden um ihn zu trauern, oder gar um Michiko zu besuchen, denn nach langer Suche hatte ich sowohl ihn als auch seine Leibgarde gefunden, aber nicht mehr lebendig. Seit diesem Tag begann meine eigene Flucht. Meine Flucht vor Rosiel. Einmal hatte er mich um Haaresbreite erwischt und genau auf dieses Erlebnis wollte ich nicht näher eingehen, es war etwas worüber ich wahrscheinlich nicht einmal mit meinem Vater reden würde. Seit dieser Zeit hatte ich gefühlt keine einzige Minute mehr in Ruhe und Frieden verbracht. Zwar waren meine Wunden weites gehend verheilt, aber sich nun zu tarnen war schwer. Niedergelassen hatte ich mich zudem um vielleicht etwas Ruhe und Frieden zu finden in einem kleinen Dorf nahe der Grenze zu Hyrule. Besitz hatte ich offiziell keinen mehr, aber man hörte das Volk oft genug über das Königshaus herziehen. Was meine Band betraf so schienen sie geflohen zu sein, in andere Länder zumindest wusste ich es von einem. Im Vergleich zu ihm sah man mir nur noch selten meine wahre Herkunft an. meine Kleidung hatte ich gegen normale Kleidung, die man auch zum Arbeiten nutzen konnte eingetauscht und arbeiten tat ich in diesem kleinen Dorf doch auch als einfacher Bauer. Es war eines der ländlichsten Gebiete in ganz Nagano, hier würde man mich vielleicht nicht vermuten. Innerlich zerbrach ich jedoch fast daran, dass ich Michiko noch nicht besucht hatte, aber ich konnte hier nicht weg, wenn ich mich auch noch nicht ganz an die harte körperliche Arbeit gewöhnt hatte. Mit den Bewohnern dieses Dorfes verstand ich mich aber trotzdem recht gut und ja einige Frauen in meinem Alter hatten vielleicht überlegt sich mir zu nähern, aber ich lehnte es schlichtweg ab. Sie kannten mich kaum und mit diesem Gesicht wollte ich eigentlich nicht einmal mehr Michiko unter die Augen treten. Gerade befand ich mich auf meinem Reisfeld und stand bis zu meinen Knien hoch im eiskalten Wasser, während ich den Reis erntete. Es war ein einfaches aber doch recht schönes leben, Ich lebte allein in einer kleinen Holzhütte, in der höchstens mein Futon lag und mein Rapier an der Wand lehnte, was ich als einziges mitgenommen hatte. Oft trainierte ich damit zwar noch, aber es war seltener geworden als zuvor. Meine Gedanken schweiften immer mal wieder zu Michiko und ich konnte gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich sie vermisste. Mit meinem schwarzen Tuch, mit dem gestickten roten D darauf wusch ich mir den Schweiß von der Stirn und machte mich gleich wieder an die Arbeit.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mo 28 Apr 2014, 21:29

Wutentbrannt schlug ich gegen die Mauer des Schlosses und meinte: "Was nun? Wir können ihn ja nicht wohl ungestraft gehen lassen." meinte ich und innerhalb meines Auges flammte eine extreme Wut auf, dass jemand dieses "Verbannten" überhaupt zurückholen möchte.
Ich beruhigte mich zwar nach einiger Zeit, war aber trotzdem noch aufgebracht, dass es nicht überwacht wurde, wo er hingeht und was er macht. Immerhin geht es um die Zukunft der Welt und das ist eines der entscheidendsten Dinge die uns wichtig sein sollte.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Do 01 Mai 2014, 10:58

"Kein Grund sich aufzuregen! Ryo mag zwar auf Seiten der Dämonen stehen, aber bisher hat er so gut wie gar nichts unternommen, um die Befreiung des Todbringers zu erzwingen. Er hätte zum Beispiel jedes Mal versuchen können, mich daran zu hindern, den Verbannten wieder zu versiegeln.", versuchte Isamu Jakob zu beruhigen. Isamu hatte ein ungutes Gefühl dabei, dass Jakob so schnell wütend wurde, obwohl er es ein wenig nachvollziehen konnte, da Jakob eben der Frieden sehr am Herzen lag. Isamu befürchtete nur, dass Jakob selbst Hyrule früher oder später gefährlich werden könnte, nachdem er sich selbst etwas injiziert hatte. Darauf sprach er ihn aber nicht an.

Nachdem Ryo und ich Asagis Gemächer verlassen hatten, blickte ich zurück zum Schloss. Ich nahm das Medaillon in die Hand und fing sofort an, Asagi zu vermissen. Lange an ihn denken konnte ich aber nicht, weil Ryo mich auch schon mit sich zog. Wir gingen nun gemeinsam zurück nach Hyrule. Ich bemerkte, dass Ryo fies grinste. In dem Moment wusste ich, dass er etwas plante. Wir setzten unseren Weg die ganze Nacht fort, weil Ryo es eilig hatte zuhause anzukommen. Als ich hin und wieder nach einer kurzen Pause fragte, wurde mein großer Bruder handgreiflich und gab mir eine Ohrfeige, durch die ich wegen seiner immensen Stärke jedes Mal zu Boden ging. Beim vierten Mal verlor ich dann das Bewusstsein, was Ryo dazu veranlasste, mich über seine Schulter zu werfen und mich zu tragen. Als ich wieder aufwachte, fand ich mich in meinem Bett auf Schloss Hyrule wieder.

...

In den vergangenen zwei Monaten war in Hyrule so manches passiert. Der Todbringer war noch nicht wieder in seiner wahren Gestalt auferstanden, aber die Zeitspannen, in denen der Verbannte ausbrach, wurden immer kürzer. Das war aber noch nicht alles, denn drei Wochen nachdem ich Nagano besucht hatte, waren der Bestie Arme gewachsen, sodass es den Siegelhain hochklettern konnte. Das erschwerte Isamu in seinem Bestreben, den Verbannten wieder zu versiegeln. Weitere drei Wochen später, also vor etwa zwei Wochen hatte sie sogar angefangen zu fliegen. Flügel waren dem Verbannten aber nicht gewachsen. Über ihm tauchte ein schwarzer Ring auf, wenn er zum Flug ansetzte. Isamu war es aber trotzdem bislang noch immer gelungen, den Verbannten wieder zu versiegeln. Der letzte vereitelte Ausbruch war erst gestern. Neben den häufiger auftretenden Ausbrüchen des Verbannten verfielen auch immer mehr sonst so friedfertige Kreaturen Hyrules dem Bösen, da immer ein Teil der Finsternis das Land heimsuchte.
Die ganzen Ausbrüche kamen Ryo zugute, da sie Isamu davon ablenkten, was er tat. Ryo hatte nämlich so gut wie alle Schritte in die Wege geleitet, um jederzeit den Todbringer wiederauferstehen lassen zu können. Nur ein Schritt hatte nicht so hingehauen, wie er es sich vorgestellt hatte. Ryo hatte nämlich seit unserer gemeinsamen Rückkehr versucht, meine dämonische Seite dauerhaft mein Handeln bestimmen zu lassen. Er hatte mich wiederholt physischen und psychischen Qualen ausgesetzr und meine Vergesslichkeit ausgenutzt, um dem Volk die Schuld daran zu geben, dass es mir nicht gut ging. Das sollte dazu führen, dass ich anfing, die Menschheit zu hassen und mich selbst als Dämonin von ihnen auszugrenzen. Ab und zu übernahm mein dämonisches Selbst auch das Ruder, aber eben nicht auf Dauer, denn es gab da eine Sache, die mein wahres Ich immer wieder erstarken und mich die Qualen aushalten ließ. Ich hatte mir eingestehen müssen, dass ich mich in Asagi verliebt hatte. Ich vermisste ihn zunehmend immer mehr und allein der Gedanke an ihn reichte aus, dass ich der Dämonin in mir nicht einfach nachgab. Ein Wunder war es, dass ich ihn noch nicht vergessen hatte, woran das Medaillon nicht ganz unschuldig war. Mein Vertrauen in die Menschheit hatte ich dennoch verloren, weil ich Ryos Worten Glauben schenkte. Wie naiv ich doch war, aber Blut war dicker als Wasser.
Seit nun mehr als einem Monat hatte ich Schloss Hyrule nicht mehr verlassen, weil ich nicht mit den Menschen in Berührung kommen wollte, denen ich angeblich zu verdanken hatte, dass ich mich so mies fühlte. Gerne hätte ich Phirone, Eldin oder Ranelle besucht, um mich mit ihnen zu unterhalten. Asagi hätte ich auch gerne wiedergesehen, aber das blieb erstmal aus. Dazu hätte ich aber rausgemusst. Ich sah lediglich aus dem Fenster, als plötzlich Ryo mein Zimmer betrat. "Michiko? Du kannst nicht ewig hier im Schloss bleiben. Ich verstehe deine Befürchtungen. Deshalb bin ich hier. Lass uns doch einen Ausflug zum Wald von Phirone machen. Ich passe auch auf dich auf, dass dir nichts geschieht, einverstanden?", sagte Ryo in freundlichem Ton. Seine Freundlichkeit war aber nicht echt, da er etwas Bestimmtes mit mir vorhatte. Da ich seine wahren Absichten aber nicht erkannte und ihn für meinen fürsorglichen großen Bruder hielt, war ich nach einigem Zögern einverstanden.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Do 01 Mai 2014, 19:36

Ich beruhigte mich nach Isamus Worten wieder aber trotzdem schien mir die unaufmerksamkeit unverständlich. Wieso bewachen sie ihn nicht, wenn sie wissen, dass er eine Gefahr darstellt? dachte ich mir daraufhin und lief an Isamu vorbei.
Den langen Gang bis zum Ausgang des Schlosses. Mehrere Meter weit hörte man das knallen der Türen, da ich nicht gerade in guter Stimmung verfallen bin.
Währenddessen ist es draußen schon etwas dunkler geworden aber trotzdem war es noch warm. Ich spürte durch das Mittel keine Kälte oder Wärme mehr, dafür waren meine Nerven längst unempfindlich geworden. Es gab wohl mehrere Stufen der Abstumpfung, wobei einer der ersten die nervliche war. Danach folgte wohl die gefühlsbedingte Gleichgültigkeit, die hoffentlich nicht mein Urteilsvermögen beeinflussen wird. Aber eins war mir trotzdem klar, um den Frieden bewahren zu können, sollten diese Dämonen auf keinen Fall einen Schritt in diese Welt wagen können.
Trotz des unglücklichen Vorfalls, sollten wir weiter an der Sache arbeiten, den Todbringer daran zu hindern, in diese Welt hinüber zu treten. Ich wartete jedoch draußen auf Isamu, ich mochte das Schloss nicht sonderlich, da es recht groß war und in mir schlechte Erinnerungen an vergangene Zeiten hervor brachte.
Jedoch gefiel mir die Umgebung hier in Hyrule, es war recht ruhig und nicht all zu laut. Das sollte auch so bleiben... dachte ich mir und lehnte mich leicht gegen mein Fahrzeug. Das Mittel schien von Stunde zu Stunde immer mehr an zu wirken, nun spürte ich, dass wir wohl bald kein Fahrzeug mehr brauchen sondern uns extrem schnell fortbewegen können. Nicht nur ich hatte das Mittel genommen, sondern auch meine Begleiter, weswegen alle unterschiedlich hart damit zu kämpfen hatten.
Ich würde wohl Isamu auffordern, Ryo zu suchen und ihn so lange auf zu halten, bis ich und meine Männer bereit waren, und den Dämonen entgegen zu stellen, egal wie stark sie werden würden.
Eins wusste ich, das Mittel war seit Jahrzehnten dort und wurde nie benutzt. Die Wirkung war uns durch das lesen von Unterlagen zwar klar aber es ist etwas anderes es am eigenen Leib zu spüren.
Nachdem sich die Wirkung voll entfalten würde, was wohl in 2-3 Stunden der Fall sein würde, wären wir ein brauchbarer Verbündeter gegen die Dämonen. Ansonsten würden wir schneller sterben, als uns lieb wäre.
Der Mond hing wie ein riesiger Kronleuchter über dem Schloss Hyrule und bestrahlte den weit entfernten Fluss den ich von hier erspähen konnte. Ich ließ mich langsam auf den Boden senken und wartete auf Isamu, um mit ihm das weitere Vorgehen zu besprechen.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Do 01 Mai 2014, 20:19

Es war eigentlich nur eine Sache der Gewohnheit und in diesen zwei Monaten hatte ich dies bereits geschafft. Ganz ohne Spuren war diese Arbeit hier vielleicht nicht an mir vorbeigegangen, aber ich hatte noch mein Leben und dies war auch das, was ich wollte. Was mit meiner Schwester war, dies war so eine Sache, denn ich wusste es definitiv nicht ob sie überhaupt noch am Leben war. Doch für heute wollte ich aufhören zu arbeiten. Die anderen Bewohner unseres kleinen Dorfes waren da nicht anders. Hier lebten mit mir zusammen nur etwa 20 Personen und sie alle waren Bauern. Es gab einige Familien und wiederum auch andere, die allein lebten. Der Dorfälteste selbst war bereits gute 82 Jahre alt und hatte mich eigentlich mit offenen Armen empfangen, wenn ich auch ahnte, dass er ganz genau wusste, wer ich war. Das Schicksal unseres Landes hatte sich von einem auf den anderen Tag gewandelt und nun hatten wir einen neuen Anführer. Wir waren keine Demokratie, aber den Menschen schien es doch gut zu gehen, vielleicht bekam ich aber auch nur nicht mit, wie schlecht es um unsere Hauptstadt stand, da schlichtweg die neuen Anführer die Engel waren, mit Rosiel an der spitze. Mittlerweile hatten sie die Mittel bekommen um auch unter den Menschen zu wandeln, sodass sie gesehen wurden. Zum Glück hatte man mich noch nicht aufgespürt, aber dies würde vielleicht auch nicht mehr lange gut gehen. Unauffällig war ich eben doch nicht, obwohl ich mir mein Haar schon seit langem zu einem Zopf zusammenband. Mein Pony bedeckte noch immer meine entstellte Gesichtshälfte, aber gleichzeitig konnte man die vielen dunklen Narben auf meinem rechten Arm sehen, die von der Explosion zurückgeblieben waren. Ich nahm meinen Korb, indem ich die geernteten Reispflanzen verstaut hatte und ging dann wieder ins Dorf zurück, dabei wirbelte ich etwas den Sand unter meinen Füßen auf. Zwischen den Holzhütten spielten die Kinder und die Wäsche trocknete auf den Leinen im Wind. Die Älteren saßen draußen und spielten Shogi, während die Männer in meinem Alter auf den Feldern arbeiteten und die Frauen sich um das Essen kümmerten. Auch wenn sich in unserem Land eigentlich die Frau auch einen hohen Rang in der Gesellschaft geschaffen hatte, so war diese Aufteilung hier nur von Nöten um zu überleben. Wir teilten die Ernte untereinander auf, als auch die anderen Männer wieder zurück waren und ich verstaute meinen Anteil in meiner Hütte. Vor mir sah ich wieder mein Katana aufblitzen, während ich mir den Staub von den Sachen klopfte. Ein einfaches weißes Leinenhemd, eine schwarze Hose und kniehohe braune Stiefel, dies waren die Kleidungsstücke, die ich in der letzten Zeit immer trug. Das rote Band, mit dem ich mein Haar zusammengebunden hatte, löste ich dann wieder, sodass mir mein Haar wieder offen über die Schultern fiel.

Kurz versank ich in Gedanken und diese trieben mich wieder zu Michiko, ich vermisste sie wirklich, aber gleichzeitig erschien ihr Bild auch immer vor meinem inneren Auge, wenn ich an sie dachte, was mir ein großer Trost war. Plötzlich klopfte jemand an die Schiebetür aus Holz, die ich zuvor geschlossen hatte. „Alexiel-san der Älteste möchte euch sprechen.“, vernahm ich eine weibliche Stimme von draußen. Ja hier hatte ich mich Alexiel genannt, aber diesen Namen brachte eigentlich nur Rosiel wirklich mit mir in Verbindung. Schnell band ich mir mein Haar wieder zusammen und öffnete dir Tür, wo mir zwei blaue Augen entgegen blickten. „Danke für die Information Asuna-san.“, sprach ich die blondhaarige vor mir an, die  kurz darauf bereits rot anlief. Ich lief kurz darauf an ihr vorbei und ging zu der Hütte im Zentrum unseres Dorfes. Ich zog mir die Schuhe aus, nachdem mir die Tür geöffnet wurde und trat anschließend ein. Der Geruch von grünem Tee stieg mir sofort in die Nase, bevor ich gegenüber von Mibuki-sama dem Dorfältesten Platz nahm. Er strahlte auf mich immer die Ruhe selbst aus, doch heute schien ihn etwas zu bedrücken. „Mibuki-sama….“, wollte ich beginnen doch wurde von ihm aufgehalten. „Alexiel-san du bist nun schon seit 7 Wochen bei uns im Dorf, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir dir noch länger trauen können.“, mein Blick wurde starr und ich weitere meine Augen, konnte es aber verstehen. Wahrscheinlich wusste er von Anfang an schon, wer ich war.  „Heißt das, ihr wusstet davon?“, von seiner Seite aus, kam schlussendlich nur ein einfaches Nicken, während ich meine Tasse Tee bis auf den letzten Tropfen austrank. „Asagi-sama das Dorf vertraut euch und Asuna-san besonders. Geht heute Abend auf unser Fest, amüsiert euch und lebt. Um die Hauptstadt steht es nicht besonders gut und ihr seit unsere einzige Hoffnung.“, kurz war ein Hauch von Unsicherheit in seiner Stimme zu erkennen, während ich mich erhob. „Ich werde sehen, dass dem Dorf nichts geschieht, aber was unser Land betrifft, da bin ich nicht wirklich eine große Hilfe, Mibuki-san.“, gestand ich und verließ das Haus, indem ich die Tür zur Seite schob, bevor ich mir meine Stiefel wieder anzog. Innerlich zweifelte ich wirklich daran, ob ich für jemanden eine große Hilfe hätte sein können und vor allem wollte ich mich nicht zu sehr an dieses Dorf binden, einzig und allein wegen Michiko. Die Engel selbst sorgten zudem dafür, dass die Neuigkeit in alle anderen Länder geschickt wurde. Jedes Land sollte davon erfahren, dass es einen Wechsel  in der Regierung gab, aber was den Frieden betraf, so war dies doch etwas ganz anderes, zumindest für die Engel. Draußen empfingen mich sofort das Abendrot und auch der leichte Wind, der die Blätter und meinen Pony zur Seite wehte. Auch wenn diese Seite meines Gesichtes nicht mehr so ansehnlich zu sein schien, hatte ich mich auch an dies gewöhnt, die rote Farbe dieses Auges war zudem einer grünen gewichen, der Augenfarbe meines richtigen Vaters. Allein die rote Farbe der untergehenden Sonne erinnerte mich wieder an die roten Rosen im Schlosshof und diese erinnerten mich wieder an die Zeit, die ich dort mit Michiko verbracht hatte. Es war eine schöne Zeit, aber diese schien doch nun vorbei zu sein. Allein von meinem linken Auge aus bahnten sich die Tränen einen Weg über mein Gesicht, während mein rechtes starr blieb. Zwischen den wenigen Kindern, die noch draußen waren, bahnte ich mir einen Weg zurück zu meiner Hütte, die unter einer großen eiche ihren Platz gefunden hatte, neben ihr floss ein Bach mit kristallklarem Wasser. Das Fest selbst begann trotzdem erst, wenn es schon dunkel war. Ein Lampion nach dem anderen, die die Frauen und Kinder heute aufgehängt hatten, wurde von ihnen angezündet und die kleinen rannten bereits gehüllt in die feinsten Kimono die Straßen entlang. Mich selbst zog es eigentlich nur in meine Hütte zurück wo das einzige was mich begrüßte mein Katana war. Aus einem der Schränke, in denen ich auch meinen Futon verstaute, zog ich einen alten Yukata in schwarz hervor. Dieser war weder verziert noch bestickt, aber er reichte für mich aus. Schnell begann ich mich umzuziehen und band mir auch mein Haar wieder erneut zusammen, da sich einige Haarsträhnen gelöst hatten. Draußen zog ich mir noch passende Schuhe dazu an und ging den gepflasterten Weg zurück zum Dorf. Jetzt empfing mich das Lachen von allen, sowohl von den Kindern, als auch von den Erwachsenen. Doch ich kannte eigentlich nicht mal den Anlass für dieses Fest, ich kannte fast keine Bräuche dieses Dorfes, aber mit der Zeit würde ich dies sicher lernen. Vielleicht war es gut, dass ich mein Katana in meiner Hütte ließ, vielleicht aber auch nicht, doch mich beschlich ein ungutes Gefühl.  Mit einer Tasse Tee in der Hand gesellte ich mich zu den anderen. Die Paare tanzten und selbst die Kinder amüsierten sich. Ich selbst fragte Asuna-san ebenfalls nach einem Tanz, doch sah ich darin bestimmt nicht das gleiche wie sie. Doch musste ich gestehen, dass auch ich mich amüsierte. Plötzlich veränderte sich unerwartet die Lage. Der Wind blies einige Lampions aus und die Nacht wurde viel beunruhigender, als sie eigentlich bis vor kurzem gewesen war. Ich hörte wie die Luft von etwas praktisch zerschnitten wurde. Das schlagen von Flügeln! Vor meiner Nase fiel eine weiße Feder zum Boden hinunter, gefolgt von Engeln die landeten. Meine Augen verengten sich zu schlitzen und ich drängte Asuna daraufhin in eine Ecke.

An der Spitze der Gruppe von Engeln stand Rosiel der ranghöchste Anführer dieses Landes. „Ich möchte ja nicht euer Fest stören, doch unter euch befindet sich eine Ratte…“, begann er und setzte ein breites Lächeln auf. „Ein Feind unseres Landes, und dieser ist kein gewisser als euer Prinz Asagi.“, sein lächeln wurde nur noch breiter und er richtete sein Schwert auf mich, während ein Raunen durch die Menge ging. Super, dies war also der Grund, warum ich mein Katana am liebsten mitgenommen hätte. „Asagi ist tot, dies habt ihr uns versichert und nun glaubt ihr, dass ein Unschuldiger unser Feind ist?“, Asuna war es, die stark anfing zu protestieren, doch wurde sie von Rosiel schnell wieder zum schweigen gebracht, indem dieser nur zu lachen begann. „Glaub mir meine Liebe, Asagi ist am Leben und steht genau dort, Alexiel du solltest nicht so einfach mit deinem von Gott gegebenen Namen prahlen, dir ist doch klar, dass ich dich so eines Tages finde. Und nun kommst du mit mir!“, seine Stimme hatte etwas befehlendes an sich, doch ich würde mich davon jetzt sicherlich nicht einwickeln lassen. „Vergiss es!“, rief ich diesem entgegen und sogleich tauchten meine schwarzen Engelsflügel wieder hinter mir auf. Jetzt wusste es das ganze Dorf, doch würde ich es versuchen später zu erklären. Hinter mir konnte ich etwas zu Boden tropfen hören, doch wollte ich nicht zurück schauen. So entstand dann doch wieder ein Kampf zwischen ihm und mir, während ich nur mit meinen Unterarmen überhaupt in der Lage war seine Angriffe abzuwehren. Zwar wollten mich die anderen Dorfbewohner dann doch nach langer Überlegung ihrerseits verteidigen, doch konnte und wollte ich keine Verletzten riskieren, erst recht nicht gegen Rosiel und sein Gefolge.  Ihn schien es trotzdem zu amüsieren, wie sehr mich sein Verschwinden von vor zwei Monaten doch in Mitleidenschaft gezogen hatte, was ihn aber keinesfalls davon abhielt, seine Pläne weiter durchzusetzen. Immer wieder wehrte ich so gut es ging seine Angriffe ab, bis er anfing auch noch die Dorfbewohner zu attackieren, denn da war es wiederum mit meiner Zurückhaltung vorbei. Asuna, die er nun angriff, konnte sich trotzdem nicht verteidigen, weshalb ich mich schützend vor sie stellte und anlächelte. Auch wenn ich nicht das empfand, was sie vielleicht für mich fühlte, so wollte ich keinen der Menschen, die hier lebten tot sehen. Sein Schwert streifte mich an meiner rechten Schulter, bevor er wirklich realisierte, wie schnell ich doch war.  Nun gut, diese Schnelligkeit hatte er immerhin auch, weshalb ich gar nicht reagieren  konnte, als er mich niederschlug und ich mein Bewusstsein verlor, dies aber trotzdem mit der Sicherheit, dass wenigstens das Dorf in Sicherheit war. Niemals würde ich wieder ohne Katana reisen, nun ja wenn ich überhaupt irgendwann wieder reisen würde.

Rosiel schien sein Ziel doch erreicht zu haben und dies wohl schneller als er jemals gedacht hatte. Seiner Ansicht nach war Asagi schwach geworden, ob dies aber an mangelndem Training lag, interessierte ihn nicht. Schnell und ohne die anderen Dorfbewohner näher zu betrachten, hob er den Schwarzhaarigen hoch.  Für Asagi oder besser gesagt Alexiel würde er wahrscheinlich jedes minderwertige Lebewesen vernichten, was ihm im Wege stand.  Zweideutigkeit an sich stand in seinen Gedanken wohl an der Tagesordnung, selbst dann als er sich in die Lüfte erhob, mit Asagi über der Schulter. Ehrlich gesagt würde es eine längere Rückreise werden, als die zeit, die er für den Rückflug gebraucht hatte. Schlichtweg wegen dem zusätzlichen Gewicht des nun 24 Jährigen. Wie diese Veränderung kam? Nun ja das Fest fand wegen ihm statt, einzig und allein wegen Asagi und seinem Geburtstag. Wie passend, dass Rosiel ihm seiner Meinung nach das beste Geschenk gemacht hatte, was es für ihn gab. Sicher würde der Schwarzhaarige protestieren und sich auch weigern, in Bezug auf das, was der Weißhaarige mit ihm vorhatte, aber nun hatte Rosiel die Kontrolle über ihn und dies würde er auch schamlos ausnutzen.  Nach ein paar Stunden, die die Gruppe bestehend aus fünf Engeln am dunklen Himmel entlang geflogen war, war bereits das große Anwesen wieder zu sehen. Rosiel hatte als erstes veranlasst, die für Asagi ach so wichtigen Rosen niederbrennen zu lassen, wobei seinem Willen so oder so immer folge geleistet wurde, weshalb dies kein Problem dargestellt hatte, für Rosiel war nun die Zeit gekommen, auf die er so lange gewartet hatte, immerhin hatte er nun denjenigen wieder, hinter dem er seit Jahren her war.

Als ich selbst wieder zu erwachen schien, war meine Sicht noch etwas verschwommen. Zuerst erkannte ich nichts weiter als grauen Stein, doch dann erkannte ich den Kerker im Schloss von Nagano. Dann wurde mir aber auch meine eigene Lage bekannter als ich es am liebsten wollte. In der Mitte eines  solchen Raums mit Händen an der Decke angekettet zu sein, war wahrlich kein wirklich schöner Zustand. Meine Engelsflügel waren ebenfalls wieder verschwunden, doch nach und nach kamen auch wieder die Erinnerungen an das Vergangene zurück. Es gab nicht mehr viele Worte, die ich hätte dafür Rosiel an den Kopf werfen können, aber gleichzeitig gab es auch nicht viele Worte, die dies beschrieben, was er war. Beleidigend oder gar ausfallend zu werden, lag nicht in meiner Natur und auch meine Erziehung hatte ich nicht so genossen, aber gleichzeitig war mir meine höfliche aber trotzdem kühle Art wahrlich lieber und vor allem vertrauter. Ich schluckte hörbar, als ich dann auch den Weißhaarigen sah, der direkt vor mir auf einem Stuhl saß. Mit seinen ausgebreiteten weißen Flügeln und überschlagenen Beinen sah dieser mich mit einem lüsternen und zugleich siegessicheren Blick an. „Du musst verstehen, Verbrechern muss das Handwerk gelegt werden und du bist einer, Alexiel. Du hast ihn verraten, mich verraten und dein ganzes Volk und für was? Damit du mit einer dahergelaufenen Göre ankommst, die noch nicht einmal ihr Gedächtnis für zwei Minuten behalten kann. Du hast etwas Besseres verdient und hättest du  dich nicht geweigert, hätte ich auch nicht soweit gehen müssen. Du siehst also, es ist alles deine Schuld Alexiel.“, während er dies sagte war er aufgestanden und spielte mit einer meiner schwarzen Haarsträhnen, die er sich immer wieder um den Finger wickelte. Ganz genau was er wollte, wusste ich bereits, aber ich war eigentlich nicht bereit mich ihm kampflos auszuliefern, wobei dies gerade auch nicht möglich war. Weder hatte ich mein Katana bei mir, noch hätte ich genügend Freiraum erhalten um mich auf einen Kampf einzulassen. Merklich kam er mir immer näher, auch wenn er gerade hinter mir stand und strich mir meinen Yukata von der rechten Schulter. „Du musst wissen, bei Engeln sind doch die empfindlichsten Stellen, ihre Flügel!“, raunte er mir ins Ohr während mir ein kalter Schauer über den Rücken lief, als er mir seinem rechten Zeigefinger meinen mittlerweile unbekleideten Rücken entlang fuhr. Was weiß ich, wie er meine Flügel entlocken wollte, aber sicher kannte er etwas. An einer Stelle meines Rückens blieb er stehen, während er langsam meinen Hals küsste. „Frag dich nicht, lass mich einfach.“, murmelte er in seine küsse hinein, während er einmal kurz zubiss. Dies war wohl das, was ich mich gefragt hatte, denn kurz darauf tauchten auch meine Engelsflügel auf. Mistkerl, mehr brauchte ich auch nicht zu ihm zu sagen, obwohl ich diesen Gedanken nicht einmal laut aussprach, für mich reichte es einfach nur, dass er in meinem Kopf war. Doch trotzdem wollte ich einfach nicht einsehen, dass ich nun noch weiter von Michiko entfernt war, als ich es gedacht hatte.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Do 01 Mai 2014, 22:06

Wenn Ryo mich nach draußen begleitete, dann würde es keiner wagen mir etwas anzutun. Ich wusste jedoch weder etwas über seine wahren Absichten noch darüber, dass nicht das Volk, sondern Ryo mich diesen Qualen ausgesetzt hatte. Unmittelbar nach dem ich diese Qualen erlitt war mein Körper immer mit Wunden übersät, aber nach einer Mütze Schlaf waren sie allesamt immer verheilt. Woran dies lag wusste ich ebenfalls nicht, aber so fiel es mir auch leichter, diese Qualen einfach zu vergessen. Meine Vergesslichkeit war eben Fluch und Segen zugleich, wobei ich nicht immer so vergesslich war. Auch meine Vergesslichkeit hatte einen Grund, doch an diesen wollte ich jetzt lieber nicht denken.
Bevor Ryo und ich das Schloss verließen, zog ich mich noch um. Anstelle des Kleides(Veranstaltungen 1) trug ich nach dem Umziehen einen schwarzen Einteiler mit schwarzen Stiefeln, die über meine Knie hinausgingen(Alltag 2). Darüber zog ich mir aber auch noch einen schwarzen Kapuzenumhang an, der im Rückenbereich das königliche Wappen Hyrules trug, welches sich ohnehin auch auf meinem Rücken abzeichnete. Der Umhang sollte dazu dienen, dass mich niemand auf den ersten Blick erkannte. Warum machte ich mir eigentlich nicht Take Over zunutze und verwandelte mich in eine andere Person? Ich dachte einfach nicht dran und mir fiel auch sonst keine Person ein, deren Aussehen ich annehmen könnte. Asagi wäre eine Option gewesen, aber ich vermisste ihn schon jetzt zu sehr und das würde es nur schlimmer machen.
Ich war dann auch bereit, das Schloss zu verlassen. Meinen Heiligen Bogen mitsamt Pfeilen und meine Lyra der Göttin führte ich nur noch mit mir mit und ich trat aus meinem Zimmer, wo Ryo auf mich wartete. Ich klammerte mich an den starken rechten Arm meines großen Bruders und wir verließen zusammen Schloss Hyrule durch das Haupttor. Wir liefen unmittelbar vor dem Schloss an einem Mann vorbei, den ich nicht kannte und der auf jemanden zu warten schien. Irgendwie kam er mir trotzdem bekannt vor, aber meine Erinnerung spielte mir mal wieder einen Streich. Ich löste einen Arm von Ryos Arm, um mir die Kapuze des Umhangs weiter ins Gesicht zu ziehen, denn ich dachte für einen Moment, dass der Mann mir etwas Böses antun wollte. Ich ahnte ja nicht, wie falsch ich damit lag, aber ich spürte seine Aura, die sich sehr von der normaler Menschen unterschied. Ryo warf Jakob nur einen abfälligen Blick zu, was ich aber nicht mitbekam. Wir liefen einfach weiter und ignorierten unseren Gast aus Sina mehr oder weniger.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Do 01 Mai 2014, 22:14

Ich bemerkte Geräusche und Schritte die immer näher kamen. Ich wusste und spürte auch, dass wohl jemand kam, den ich kannte. Zu meinem Bedauern war es nicht der, auf den ich wartete. Als Ryo mir noch diesen Blick zuwarf meinte ich, während ich meine Waffe zog: "Halt! Wer seid ihr und woher kommt ihr?" Ich richtete dann die Waffe auf ihn und bereit aufs äußerste zu gehen, sollte er mich angreifen oder ignorieren, denn ich war mir sicher, dass Ryo nichts gutes vorhaben konnte. Vor allem diese Person die sich vor mir zu verstecken schien, brachte Bedenken in mir vor. Ich dachte im ersten Moment, dass Ryo ihn entführen wollte. Ich wusste natürlich nicht, dass er es ist, da er ja das Gesicht vor mir verbarg. Mit einem sehr ernsten Gesichtsausdruck ließ ich Strom in jede einzelne Patrone meiner Waffe fließen, damit ich auch bereit war, auf das was jetzt kam und sei es ein Angriff, ich war gewappnet, da das Mittel früher als gedacht zu wirken schien.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Fr 02 Mai 2014, 09:45

Ryo und ich blieben auf der Stelle stehen, als wir dazu aufgefordert wurden. Das mussten wir eigentlich nicht, da wir zur Königsfamilie dieses Landes gehörten und wir uns nur von unserem Vater etwas sagen lassen mussten, doch ich konnte den Mann nicht einfach ignorieren, nachdem er zu uns gesprochen hatte. Leicht sah ich über meine Schulter, sodass der mir fremde Mann allerhöchstens meine Nase und ein paar Strähnen meines welligen weißen Haars sehen konnte. Ich sah trotzdem genug, um zu bemerken, dass er seine Waffe auf uns richtete. Meine Befürchtung, dass er mir Böses wollte, sollte sich doch nicht etwa als wahr herausstellen.
Ryo fiel nicht aus seiner Rolle und stellte sich schützend vor mich. "Was ist denn los? Darf ich etwa nicht mal mehr mit meiner kleinen Schwester einen Spazieegang durch den Wald von Phirone machen? Steck lieber wieder deine Waffe weg, denn wenn du Michiko etwas antust, dann wirst du es bereuen. Das ist ein Versprechen und keine Drohung!", sagte Ryo und man merkte deutlich, dass er Jakob gegenüber feindlich eingestellt war. Der Ton machte eben die Musik. Ryo schien ebenso wie ich zu befürchten, dass der Mann mir schaden wollte, doch er schien nicht jemand zu sein, wegen dem ich diese Qualen durchstehen musste. Meine Tarnung hatte Ryo nämlich auffliegen lassen, zumindest vor dem Mann.
Ich schritt an Ryo vorbei auf den Mann zu. Meine Kapuze nahm ich nicht ab, doch ich zog sie etwas hoch, sodass er mein Gesicht erkennen konnte. Ich sah ihn mit meinen blauen Augen an und sagte: "Entschuldigung! Ich wollte Sie nicht beunruhigen. Ich wollte nur einen Spaziergang durch den Wald mit meinem Bruder machen und dabei unerkannt bleiben. Ich hoffe Sie verstehen das." Ich verneigte mich kurz, bevor ich ihn wieder ansah. Ich stellte mich ihm vor: "Mein Name ist Michiko. Ich bin die Prinzessin von Hyrule." Ryo, der etwas abseits hinter mir stand, sah zu, wie ich mich entschuldigtr und erniedrigte. Das gefiel ihm gar nicht, da in mir ein Dämon schlummerte, der die Menschheit normalerweise auslöschen oder versklaven will. Man merkte mir gerade aber überhaupt nicht an, dass in meinem Inneren eine Dämonin schlummerte, die nur darauf wartete,  wieder zu erwachen, was eigentlich jeden Moment passieren könnte, doch die Wahrscheinlichkeit dafür war gerade äußerst gering.

Isamu brauchte noch etwas Zeit, um rauszukommen. Er sprach noch mit Vater. Es war eine Meldung über den Regierungswechsel in Nagano eingegangen. Die beiden unterhielten sich kurz darüber, doch Hyrule konnte sich damit nicht beschäftigen. Das Königreich hatte eigene Probleme, mit denen es fertig werden musste und die mögliche Auferstehung des Todbringers durfte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Fr 02 Mai 2014, 22:06

Gut weiteres sagte ich wirklich nicht zu ihm sondern versuchte einfach irgendwie diese Fesseln, die mich hier hielten loszuwerden. In das Dorf, wo ich die sieben Wochen gelebt hatte, konnte ich schließlich auch nicht mehr zurückkehren. An sich wusste ich nicht, wie weit der Bote, den Rosiel losgeschickt hatte, doch eigentlich bereits gekommen war. Engel konnten sich schnell fortbewegen, doch ob sie auch willkommen geheißen werden würden, dies war eine andere Geschichte. Ganz klar, es war keine einfache Sache für sie gewesen, sich über unser Königshaus hinweg zu setzen, doch hatte es bereits gerecht, meinen menschlichen Vater zu töten und weiß Gott was mit Suzu zutun. Innerlich hoffte ich, dass sie in Sicherheit war, wie ich es diese Zeit gewesen war, denn ich konnte es mir nicht verzeihen, wenn ihr etwas geschehen könnte. Bemerkten, dass Rosiel einfach wieder mir die Federn ausriss, die erst neu gewachsen waren, tat ich erst dann, als es fast schon zu spät war. Der Grund dafür war doch eigentlich nur, da ich einmal in Gedanken einfach woanders war und mich wenig wieder zurückholen konnte. Immer wieder sah ich dabei zu, wie er meine schwarzen Federn, einfach nur achtlos auf den Boden warf. Wenige Minuten später fing er an sich an einem anderen meiner dunklen Flügel zu schaffen zu machen. Schon früher hatte ich erkannt, dass er darauf stand, anderen Menschen und Engeln schmerzen zuzufügen.
Einige Minuten, die sich für mich doch anfühlten wie Stunden, ließ der weiße Engel von mir ab. Unter mir hatte sich eine große Blutlache gebildet. Trotzdem konnte man nicht davon sprechen, dass ich glücklich damit war, dass er mich halbwegs verschont hatte. Zwar hatten die Schmerzen mit der zeit nachgelassen, aber trotzdem hatte ich mich nicht wehren können. Vielleicht klang es im Vergleich dazu, wie man mich kennenlernte so, als ob ich ein kleines Kind sei, aber schon seit langem war Rosiel mir körperlich überlegen. „Hana, Solia wascht ihn und kleidet ihn neu ein, bevor ihr ihn in mein Gemach bringt!“, befahl er den beiden jungen weiblichen Engeln, die gerade im Raum erschienen waren. Während Hana mich mittleidig ansah, warf Solia mir nur einen abwertenden Blick zu. Aber sie wollten sich ihrem Anführer nun auch nicht in den Weg stellen. „Es wird dir gefallen Alexiel, schließlich war es mal dein Zimmer.“, raunte er mir noch einmal ins Ohr, bevor er die Tür öffnete und aus dem Raum ging, sodass ein wenig Licht in den Kerker fiel. Die beiden Engel vor mir hatten eigentlich nicht mein Interesse geweckt, denn hauptsächlich fragte ich mich nur noch, wie es eigentlich Michiko ging, hoffentlich besser als mir selbst. Zuerst wurden meine Fesseln gelöst, bevor die beiden mich mit kaltem Wasser überschütteten um das Blut abzuwischen, welches sich auch schon in meinen Haaren befand und diese dort ziemlich verklebte. Einzig und allein in einen halbtransparenten Yukata gehüllt, geleiteten mich die beiden zu meinem ehemaligen Gemach. Eine ging vor mir und eine Hinter mir, während ich meine Engelsflügel hatte wieder verschwinden lassen. Auf wackligen Beinen ging ich zwischen ihnen weiter und weiter, es war ganz ungewohnt sich wieder einmal hier aufzuhalten, da schlichtweg das letzte Mal eine Ewigkeit her zu sein schien.


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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Sa 03 Mai 2014, 11:20

Ich war erstaunt, dass die beiden sofort stehen blieben und sich zu erkennen gaben. Als das Mädchen auf mich zu kam, senkte ich etwas die Waffe und blickte sie leicht misstrauisch an aber als sie mir erzählte wer sie war, wusste ich, dass es ok sei.
Ich fragte mich nur, was eine Prinzessin in so einer gefährlichen Zeit draußen machte. Das wollte ich genauer wissen und meinte während ich die Waffe wegsteckte: "Was macht ihr dann hier draußen? Ihr solltet euch lieber in Sicherheit begeben als hier draußen herumzulaufen."
Während ich kurz mein Gesicht zur Seite neigte, erkannte man ein schwarzes aufpochen meiner Aders, was signalisieren sollte, dass das Mittel nun komplett wirkt. Meine Fingernägel färbten sich innerhalb von Sekunden schwarz und auch meine Haut wirkte irgendwie Fahl, wie eine Hülle die es abzustreifen gilt. Ich fühlte mich etwas merkwürdig, bemerkte aber nicht wirklich wie sich mein Äußeres veränderte, da ich eher auf die beiden achtete und auf die Antwort hoffte.
Der Mond schien bald zu verschwinden, also hieß es, dass es bald Morgen werden würde. Ich verstand nicht, wieso die beiden um solch eine späte Uhrzeit hier herumschlenderten.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Sa 03 Mai 2014, 13:47

Mein Gegenüber stellte mir eine wirklich gute Frage. Er hatte schon Recht. Im Schloss war es sicherer für mich, vor allem weil ich glaubte, dass das Volk mir etwas Schlimmes antun wollte, was aber nicht der Wahrheit entsprach. Das hatte Ryo mir eingebläut, der der wahre Übeltäter war. Ich sah den Mann mit einem Lächeln an und erklärte: "Ich war schon viel zu lange nicht mehr draußen. Ich kann mich nicht mal mehr daran erinnern. Solange mein Bruder und ich zusammenbleiben, wird mir schon nichts passieren. Außerdem gibt es Dinge, die eine Prinzessin tun muss, um ihr Volk vor Unheil zu bewahren." Mir war bewusst, dass nun weitere Fragen aufkommen könnten. Ich würde aber niemandem sagen, was ich im Wald von Phirone zu suchen habe. Na gut, Ryo wollte dort mit mir hin, weil er dort seine Aufgabe erfüllen wollte, doch mir kam das gelegen. Meinen Bogen und meine Lyra hatte ich zumindest nicht umsonst mitgenommen.
Ich sah die Person vor mir an. Mir fiel die Ader ins Auge, die schwarz aufpochte. Daraufhin musterte ich ihn genauer. Seine Aura hatte es mir irgendwie schon verraten, doch jetzt war ich mir sicher, dass er kein normaler Mensch war. Wer war er oder was war er? Eine gute Frage, auf die ich keine Antwort wusste. Aus diesem Grund sagte ich: "Entschuldigt, ich habe ganz vergessen zu fragen, wer Sie sind und wie Sie heißen. Ist denn mit Ihnen alles in Ordnung?" Ich sorgte mich etwas um ihn, aber gleichzeitig bekam ich es auch mit der Angst zu tun. Einen Schritt hatte ich schon zurückgesetzt, um ein kleines Stück auf Abstand zu gehen. Ich wollte nicht unhöflich sein, sondern nur auf Nummer sicher gehen. Mein Wohlergehen lag mir eben am Herzen. Ein Grund dafür war, dass ich Asagi wiedersehen wollte, den ich seit jeher nicht vergessen hatte. Das Medaillon um meinen Hals und die rote Blüte in meinem Haar - ja, beides trug ich auch jetzt noch, obwohl beides vom Umhang verdeckt wurde - hatte ich von ihm bekommen. Wie es ihm wohl gerade ging? Ich hoffte, dass ihm nichts fehlte, aber ich wusste auch nicht, was in Nagano los war.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Sa 03 Mai 2014, 23:11

Achtung Yaoi!

Viel verändert hatte sich äußerlich wohl nicht, aber ich bemerkte sofort, dass all meine Rosen abgebrannt waren. Vielleicht waren es für manch einen nur unwichtige Pflanzen, aber für mich symbolisierten sie einfach viel, wenn auch nicht unbedingt die Liebe. Wobei ich bei diesem Gedanken auch wieder an Michiko dachte. Indirekt wollte ich vielleicht, dass sie davon erfuhr, was hier los war, aber gleichzeitig wollte ich damit auch nicht auslösen, dass sie sich zu sehr sorgte. Schlichtweg hatte ihr Land zu viele eigene Probleme, als das sie sich jetzt auch noch mit meinem beschäftigen müsse. Wobei ich schon zugeben musste, dass ich als neuer König eigentlich das Land retten müsste. Gleichzeitig konnte ich dies aber auch nur, wenn mein eigenes Volk auch hinter mir stand, dies war hier aber nicht der Fall. Irgendwo gab es sicherlich Ausnahmen, aber um diese aufzuspüren, fehlte es mir zum einen an Zeit, aber auch an den Möglichkeiten, da ich doch erst einmal hier raus musste. Ich ließ meinen Blick umherschweifen und entdeckte jede aufgestellte Wache, die damals mir unterstellt war, aber auch einige Engel waren dazwischen vertreten. Sie alle hatten diese strahlenden und vor allem weißen Flügel, die ich auch einst hatte, wobei mir natürlich meine jetzigen doch mehr zusagten. Gleichzeitig entstand bei ihnen doch auch die Abneigung gegen unreine Federn. In ihren Augen war ich doch etwas unreines, da meine Flügel schwarz geworden waren, für jede einzelne Sünde vielleicht nicht, aber doch für die Verwendung schwarzer Magie. Bei ihnen war es wohl nicht anders, aber sie taten etwas, was ich nicht übers Herz bringen könnte, sie rissen sich diese Federn aus, auch wenn sie vielleicht nur eine graue Faser entdeckten, schon dann verschwand diese Feder, aus dem ganzen Gefieder. Doch schweifte ich nach und nach eher in meinen Gedanken ab, auch wenn sie zunehmend mehr zu Michiko gingen. Dies war auch durch die Farbe weiß provoziert, die soviel um mich herum auftauchte, aber gleichzeitig wollte ich sie auch nicht aus meinem Kopf vertreiben. Ob dies Liebe war wusste ich nicht und ich wollte mir selbst diese auch nicht eingestehen, wenn  es so war. Gründe dafür gab es kaum, aber ich wollte nicht, dass Rosiel ihr auch nur in irgendeiner Art und Weise schaden könnte. Langsam kamen wir meinem persönlichen Alptraum doch näher. Meine Kleidung wehte bei jedem meiner schritte immer wieder und auch so fühlte ich mich nicht sonderlich wohl, aber dies machte es eigentlich nur noch schlimmer. Was Rosiel an mir wohl fand, wollte ich eher niemandem beantworten, nicht weil ich es nicht wusste, nein es war eher das Gegenteil der Fall, denn ich wusste dies ganz genau. Viel eher wollte ich diese Tatsache wirklich geheimhalten, weil es ein Schandfleck meiner Vergangenheit war, die wohl lieber nicht ans Tageslicht treten sollte. Meine Zeit bei Gott eingenommen. Wenn Michiko mich so kennengelernt hätte, dies wäre ja etwas gewesen, wer weiß ob sie mich dann überhaupt mögen würde. Doch ein Satz blieb mir seit damals immer wieder im Kopf und schaffte es sogar des öfteren aufzutauchen. Vergib mir Vater, denn ich habe gesündigt. Sehr oft und sehr gern!, als ich ihm dies damals an den Kopf warf nun da war mein Leben dort oben beendet und traurig war ich nicht. Dies war vier Monate, nachdem ich herausgefunden hatte, wer mein Vater war und ab da an sündigte ich und dies wirklich gern. Und auch wenn ich es jetzt nur ungern zugab, eigentlich tat ich es auch jetzt noch gern, einzig und allein um ihnen allen eins auszuwischen. Vor den Türen meines ehemaligen Gemachs standen wir und ich wagte es nicht, auch nur die Tür zu öffnen, zitternd lag sie auf dem silbernen Griff, doch wurde ich mit einem Mal dazu gezwungen sie zu öffnen und dann einfach in den Raum geschupst, indem ich dann auch erst unbeholfen hinein fiel und auf dem Boden direkt zu Rosiels Füßen landete. "Früher hätte ich dies niemals gedacht, doch heute scheint das genau der richtige Ort für dich und dein Dämonenpack zu sein, leidend zu meinen Füßen.", während ich mich langsam aufrichtete und dabei wohl aus der Ungeduld von Rosiel hochgezogen wurde, knirschte ich munter mit den Zähnen. "Ich hoffe für dich, dass du nichts sagen willst!", sprach er arrogant wie eh und je, bevor er mich auf mein ehemaliges Bett schmiss, wo ich mit dem Rücken auf der Matratze landete. Warum ich ihm nichts entgegensetzte? Hauptsächlich wegen meiner eigenen Verfassung und diese sprach wahrlich Bände, aber auch da ich befürchtete, dass er Michiko wer weiß was antun könnte, wenn ich nicht spurte. Meine Tattoos schimmerten unter dem seidigen Stoff hindurch und waren nur noch stärker zu sehen, als Rosiel sich auf mein Becken gesetzt hatte und mir den Stoff von meinem Oberkörper zog. Ein schelmisches Grinsen spiegelte sich in seinem Gesicht wieder, als er die Körperhälfte betrachtete, die ganz deutlich durch seine Schuld gezeichnet worden war. Meinen Pony strich er fast automatisch von meinem Gesicht hinweg. "Das macht eigentlich gar keinen Spaß, wenn du nicht irgendwie reagierst, aber gut...", murmelte der Weißhaarige nur und dachte wohl wieder an das Vergangene unten im Kerker zurück. Es würde wieder Wochen dauern, bis die ausgerupften Federn zurück waren, doch dies war dem Weißhaarigen schlichtweg gleichgültig. Ich selbst starrte ihn dabei eigentlich nur kalt und abwesend an. Wie als stünde ich unter dem Einfluss irgendeiner Droge, aber dies stimmte nicht. Ich bekam ganz genau jede einzelne seiner Handlungen mit, aber auch wie er mir in meine zweifarbigen Augen schaute. Schon lange hatte man ihm im Himmel den Hand zur Homosexualität nachgesagt, aber etwas dergleichen getan hatte er niemals, oder zumindest hatte ich es niemals mitbekommen, bis zu einem Tag, den ich selbst nicht weiter beschreiben wollte. In meinen Augen spiegelte sich weder blankes Entsetzen noch Angst, aber dies auch nur, weil ich noch ein Ziel vor Augen hatte, was ich erreichen wollte. In diesem Moment dachte ich eigentlich an mein ganzes Leben zurück, seitdem ich denken konnte, doch nichts war vergleichbar mit der Zeit gewesen, wo ich mich bald so richtig lebendig gefühlt hatte, die Zeit als Michiko hier war und praktisch mein Herz noch mehr aus seiner starre holte, als es meine eigene Schwester jemals gekonnt hätte. Langsam wanderte Rosiel mit seinen Händen weiter an meinem Körper entlang und hinterließ dort mehr und mehr ein unangenehmes und angewidertes Gefühl in mir. Während Rosiel mit seinen Händen meinen Körper erkundete, kam er immer näher zu meinen Lippen, ging dann aber doch zu meinem rechten Ohr über. "Ach komm tu mir doch den Gefallen und mach irgendetwas, da ist doch langweilig!", raunte er mir ins Ohr, bevor er doch zu meinen Lippen überging. Es war eine Seltenheit, dass sie mal nicht mit schwarzem Lippenstift bemalt waren, doch kostete es Rosiel vollends aus und biss mir immer mal wieder auch in meine Unterlippe, doch sah ich es nicht ein auch nur irgendwelche Anstallten zu machen, die auf eine Abneigung gegen all dies weisen würden oder gar auf die Tatsache, dass es mir gefallen könnte. Während sich Rosiel langsam auch von seinen Sachen, weiße Kleidung in der Anlehnung an einen Offizier des Militärs auszog, Meine Alarmglocken schlugen bereits seit einiger zeit laut und deutlich in meinem Kopf, doch reagierte ich erst jetzt, als hätte mich das wieder ins Leben zurückgeholt. Wie von einer Nadel gestochen brachte ich es noch zustande, dass Rosiel nun unter mir lag, aber noch immer war dieses schelmische Grinsen in seinem Gesicht zu sehen. Wahrscheinlich hatte ich ihm nur einen enormen Vorteil bereitet, denn er war wirklich ungemein stärker, als er vielleicht aussah. Allein als Engel verfügte er bereits über große Kraft, doch was er sich selbst noch hinzugearbeitet hatte, war wirklich nicht mehr mit einem normalen Engel zu vergleichen. Doch wenn ich nicht körperlich so geschwächt wäre, dann würde er sicherlich nicht gegen mich ankommen, oder erst nachdem ich geschwächter war. Zwar waren in meine Augen wieder eine Spur von entsetzen zurückgekehrt, aber trotzdem, als ich versuchte zu verschwinden, wurde ich nur von Rosiel gepackt und wieder auf das Bett gezogen, wobei dieser bereits seine Engelsflügel wieder ans Tageslicht befördert hatte. Wieder war er über mich gebeugt und stütze seine Arme neben mir auf dem weißen Kissen auf. Das hatte er wirklich nur gewollt, soviel war ich mir sicher. Während er meine Lippen wieder mit seinen verschloss, dieses mal aber viel grober als zuvor, zwängte er seine Zunge zwischen meinen Lippen hindurch, wobei ich ihm doch so gut es ging versuchte Widerstand zu leisten, was ihn aber nur dazu veranlasste in den Kuss hinein zu grinsen. Langsam Hand wanderte er langsam an der Seite meines Körpers entlang, bis er meine Beine ein Stück auseinander schob. Sofort jetzt begann ich damit meine Hände gegen seinen Oberkörper zudrücken, reflexartige Handlungen eben und vor allem, wenn ich mir auch noch Gedanken um ihn machen sollte, war so etwas bei weitem den Engeln untersagt, was ihn aber genauso wenig zu kümmern schien. Viel eher amüsierte es ihn, doch gleich war es sowieso vorbei, als er mit seiner ganzen Männlichkeit in mich eindrang. Ich konnte ihn buchstäblich stöhnen hören, auch wenn er sich noch nicht von mir gelöst hatte. doch in mir verkrampfte sich alles nach und nach. In mir stieg die Übelkeit auf und am liebsten hätte ich Gott weiß was mit Rosiel angestellt, wobei die buchstäbliche Hölle für ihn noch zu sanft gewesen war. In dieser Zeit entsprach ich hundertprozentig meinem Vater und war genauso sadistisch wie er, aber gleichzeitig war es schwer etwas davon in die Tat umzusetzen. Im Moment jedoch schaltete ich mein Gehirn einfach aus, schlichtweg weil ich dies schon zum zweiten Mal zugelassen hatte, einfach weil ich viel zu schwach war. Irgendwann hatte sich Rosiel dann wirklich genug an mir vergangen und ließ sich neben mir auf die Matratze fallen, seine Engelsflügel verschwanden kurz danach auch. Wenn mich jemand fragen würde, wie lange der Augenblick gedauert hatte, bis Rosiel anscheinend nun neben mir schlief, dies konnte ich ihm wahrlich nicht beantworten, doch für mich war das eigentlich die Chance zur Flucht. Noch kurz wartete ich um sicherzugehen, dass er wirklich schlief, bevor ich vom Boden den halb durchsichtigen Yukata aufhob und diesen mir überwarf. Mir tat alles weh und jetzt nicht nur wegen ihm, schon allein so hatte ich nicht mehr schmerzfrei gelebt. Mit tapsigen Schritten durchquerte ich den Raum bis zur rettenden Tür und stellte mehr oder minder überrascht fest, dass diese nicht verschlossen war. Ein gutes Zeichen für mich, aber um an den Wachen vorbei zu kommen, brauchte es schon mehr Geschick. Zuerst öffnete ich die Tür nur einen spalt und quälte mich raus in den bald schon endlos erscheinenden Gang. Die Tür schloss ich hinter mir, doch diese fiel nicht so leise ins Schloss, wie ich gedacht hatte. Hoffentlich würde er nicht aufwachen. Vorsichtig setzte ich einen Fuß vor den anderen und stützte mich an der Wand neben mir ab, ein enormer Vorteil war es eben doch, dass ich mich hier auskannte und so schnell von hier weg konnte, während ich weiter lief. An sich wusste ich trotzdem nicht wohin, denn zu Michiko würde ich so auf gar keinen Fall, in das Dorf konnte ich höchstwahrscheinlich auch nicht mehr zurück, doch glaubte ich innerlich wenigstens an eine gute Seele, die mir helfen würde. Wie als hätte man meine Gedanken doch gehört oder als wollte mir Gott noch einen Gefallen tun, bevor ich starb, war es Hana, die plötzlich und unerwartet neben mir stand. Zuerst wich ich voller Angst zurück und sah sie mehr als nur panisch an, doch sie vermittelte mir ein vertrautes Gefühl, da sie mich schlichtweg an meine Schwester erinnerte. Vorsichtig hielt sie mir eine Hand hin, die ich zögern ergriff.
"Komm ich bringe dich in Sicherheit.", hallte ihre Stimme in meinen Ohren und wie als schien sie meine Gedanken zu verstehen wollte sie nicht, dass ich ihr dankte, viel eher sollte ich doch unserem Herrn danken, wobei ich nicht einmal mehr sicher war, ob ich noch etwas außer ein Schandfleck für ihn war.
"Gottes Wege sind unergründlich, dies gilt auch für uns, dass müsstest du doch am besten wissen Asagi und nun komm.", fügte sie noch hinzu, bevor sie mich hinter sich her zog.
...

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   So 04 Mai 2014, 16:07

Ich sah, wie sie vor mir zurückschreckte und merkte, dass ich mich komisch fühlte. Alles war irgendwie so unwirklich und schien wie durch einen Schleier belegt zu sein. Als würde ich alles von außen sehen und nicht selbst in diesem Körper agieren. Jedoch fing ich mich dann wieder und sah sie mit einem leichten Lächeln an während ich meinte: "Solang ihnen nichts passiert, geht es mir gut." meinte ich in dem höflichsten Ton der mir gelang. Nachdem sie ein paar Schritte zurückwich, sah ich sie etwas nachdenklich an und meinte dann, auf ihre Frage hin, weiterhin lächelnd: "Mir geht es momentan gut, keinen Grund zur Besorgnis."
Dann warf ich der Person hinter ihr noch einen misstrauisch und wenn nicht sogar drohenden Blick zu bevor ich mich abwandte und mich wieder gegen das Fahrzeug lehnte, damit ich auf Isamu warten konnte. Mich wunderte momentan, dass er schon so lange weg war und nicht nach kam.

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"Sekai wa kore ijō seichōsuru hitsuyō nadonai Mugen no Tsukuyomi no Genjutsu no naka de nemutteireba ii"
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   So 04 Mai 2014, 18:22

Sein Äußeres ließ weniger darauf schließen, dass seine gesundheitliche Verfassung in Ordnung war, doch nachdem er mir sagte, dass es ihm gut ginge, ließ ich es damit auch beruhen. Seine Lächeln ließ ihn auf mich vertrauensvoll erscheinen und veranlasste mich dazu, ihn ebenfalls anzulächeln. Meine Frage nach seinem Namen war wohl untergegangen, weshalb ich gleich nochmal fragen wollte. Dazu kam ich aber nicht, denn Ryo fiel mir ins Wort, nachdem er und Jakob Blicke ausgetauscht hatten, und sagte: "Wir sollten gehen, bevor doch noch jemand mitbekommt, wer du bist!"
Ryo hatte Recht. Schloss Hyrule und dessen Schlossgarten war zwar gut gesichert, aber irgendein Bürger Phiranels konnte immer um eine Audienz beim König bitten, wenn er was von ihm wollte, und somit konnte man auch mitbekommen, dass ich mich außerhalb des Schlosses aufhielt. Vor dem Volk hatte ich nach wie vor nichts zu befürchten, doch dank der Lügen meines älteren Bruders, dachte ich anders. Ich verabschiedete mich daraufhin einfach von dem Mann mit einer leichten Verbeugung und wandte ihm dann den Rücken zu, um zu Ryo zu gehen. Diesmal klammerte ich mich nicht an seinen Arm, sondern er legte seinen Arm um meine Schulter. So konnte er besser auf mich Acht geben, wie er meinte. Wir liefen wieder los und Ryo warf Jakob noch einmal einen abfälligen Blick zu, bevor er ihm noch ein gehässiges Grinsen zukommen ließ.
Ryo und ich passierten das Haupttor, welches uns in die Stadt entließ und liefen die Stufen hinunter, die zum Stadtbrunnen führten. Hier befand sich gleich der Hauptplatz, auf dem sich mitunter die meisten Menschen versammelten. Einige trafen sich hier zu einer Verabredung, andere besuchten die wenigen Läden, die sich hier fanden. Mir wurde etwas mulmig, weil in meinen Augen jeder eine potenzielle Gefahr für mich darstellte. Ich fing an, am ganzen Körper zu zittern. Die erlittenen Qualen an sich hatte ich nicht wirklich vergessen, nur von wem ich sie hatte wusste ich nicht mehr. Die Hylianer, wie das Volk Hyrules genannt wurde und zu denen ich selbst genauso wie meine Familie zählte, liebte ich trotzdem noch und ihr Wohlergehen war mir immer noch wichtig. Aus diesem Grund wollte ich ja auch zum Wald von Phirone. Dem Todbringer musste endlich ein für allemal Einhalt geboten werden. Ryo verfolgte gleichzeitig genau das gegenteilige Ziel. Die Dämonib in mir wollte ihm dabei helfen, weshalb mein Bemühen wahrscheinlich eh schon zum Scheitern verurteilt war. Ich wollte trotzdem einfach nur dafür sorgen, dass es in Hyrule wieder sicher für alle wurde, nicht nur für unser Volk, sondern auch für Asagi, wenn er zu Besuch kam. Ich vermisste ihn wirklich sehr und musste immerzu an ihn denken, obwohl er weit entfernt war.
Ryo und ich verließen Phiranel schließlich durch das Südtor. Die südliche Passage mit den ganzen Marktständen hatten wir schnell hinter uns gelassen. Mein Zittern legte sich wieder und ich atmete erleichtert auf, weil mich vermeintlich niemand erkannt hatte, dabei hatte mich jeder erkannt und sich gewundert, vor wem oder was ich mich verstecke. Ryo und ich betraten die hylianische Steppe, wo wir auch schon von einigen friedfertigen Kreaturen begrüßt wurden. Es handelte sich um einige kleine braune Hasen. Nicht auszudenken was aus ihnen werden würde, wenn sie der Finsternis verfielen. Ich knirte mich kurz zu ihnen herunter und streichelte die niedlichen Tiere, bis Ryo mich dazu drängte, weiterzugehen. Der Wald von Phirone war bereits in Sichtweite und nach weiterem Fußmarsch erreichten wir ihn auch gemeinsam und unbeschadet.

Während Ryo und ich gemeinsam unterwegs waren, wovon im Schloss noch niemand etwas ahnte, zumindest mein Vater und Isamu nicht, kam Isamu auch endlich wieder nach draußen zu Jakob. Er entschuldigte sich und erklärte: "Wir haben eine Meldung von einem Boten aus Nagano erhalten. Seltsamer Kerl, wenn man mich fragt. Anscheinend gab es dort einen Wechsel in der Regierung. Wir haben aber wichtigere Angelegenheiten, um die wir uns kümmern müssen. Ich hoffe, Ihr habt nicht zu lange warten müssen."
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Angel
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   So 04 Mai 2014, 20:40

Genaugenommen hatte ich aber seltener als an Michiko auch nur einen Gedanken an meine Bandkollegen verschwendet, denn um diese sorgte ich mich fast schon zu gleichen Teilen, wie um Michiko. Hiroki hatte sich zum Beispiel sogar in Hyrule ein Versteck gesucht, doch wo genau er sich aufhielt, war auch mir unbekannt, man wollte schließlich nicht Gefahr laufen doch entdeckt zu werden. Schlichtweg, da sie eigentlich sogar wirkliche Dämonen waren. Sicher wir hatten uns in der Zeit kennengelernt, wo ich auch hier in Nagano eine Schule besucht hatte, aber wir waren schon alle weitaus älter, als wir eigentlich zugaben. An sich waren sie trotzdem keine wirklichen Dämonen, sondern es waren die vier Reiter der Apokalypse, was sie selbst mir lange verschwiegen und so kam man dann auch wieder auf die Sache mit dem Alter zu sprechen, was ich trotzdem auch jetzt noch gut und gerne für mich behielt, doch konnte man erahnen, dass wir alle nicht mehr das Alter hatten, welches vielleicht unser Aussehen glaubte zu zeigen. Es war doch erstaunlich, wie schnell wir von meinem Gemach weggekommen waren und dabei glaubte ich, der einzige zu sein, der sich wirklich hier im Anwesen auskannte, doch traf dies wohl auf Hana genauso zu. Gleichzeitig wusste ich trotzdem nicht, ob ich ihr denn wirklich mein Vertrauen schenken konnte. Ich kannte sie zudem nicht, auch nicht aus der Zeit, die ich noch im Himmel verbracht hatte, also musste sie wohl meine Stelle bekommen haben. Wie töricht, aber nun gut wie sie es schon sagte, man konnte auch über ihn nicht immer wissen, wie er zu handeln vermochte. Humpelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht wurde ich hinter ihr hergezogen, lief aber auch teilweise selbst. Doch ich fühlte mich nicht unbedingt sicher, vielleicht war er doch aufgewacht und Hana würde sich damit nur selbst in Gefahr bringen, wobei ich doch stark daran zweifelte, dass Gott wirklich etwas davon wusste. An sich konnte ich Rosiels Gedanken eben nicht lesen und überhaupt wollte ich dies auch gar nicht, für mich gab es eben nichts schlimmeres, als mich von ihm unterkriegen zu lassen. Mein Haar klebte mir im Gesicht und ein paar Tropfen Schweiß lösten sich immer wieder von ihm, während ich selbst nur noch mit ansehen konnte, wie wir mehr oder minder nur durch die geheimen Gänge des Anwesens gingen. Hier hatte Rosiel keine Wachen aufgestellt, zudem waren sie auch nur zum Schutz der Königsfamilie errichtet worden und keiner kannte den genauen Standort außer der Architekt, doch da dieser bereits verstorben war, wusste wirklich niemand mehr außer mir, wo sie sich befanden und nun eben auch Hana.

Wahrscheinlich dachten wir aber gerade trotzdem an das gleiche, denn genauso wie ich glaubte sie auch nicht daran, dass sie mich retten könnte. Sicher man sollte die Hoffnung niemals aufgeben und an sich tat ich das auch nicht, da es auf der Welt noch Menschen gab die ich wiedersehen wollte, aber wirklich daran glauben an Rosiel vorbeikommen zu können, tat ich nicht. Wohl oder übel musste ich ihn vernichten, aber dies tat ich nicht gern. Es zeigte nur mehr und mehr, wie ich meinem Vater ähnlicher wurde, der sich schlichtweg nur dadurch zu dem Lucifer machte, der er war, indem er seine Bestimmung nicht akzeptieren konnte. Doch meine eigene kannte ich nicht, darum machte ich mir eigentlich deshalb weniger Sorgen, als noch vor ein paar Monaten. Von wegen Friedensabkommen mit den anderen Ländern, dies konnten sie wirklich vergessen, denn so wie ich Rosiel kannte würde er alles daran setzen, dass wofür ich kämpfte zu zerstören und da gehörte eben auch dieses Land dazu. Vielleicht war es ein einfach zu banaler Grund, dass ich ihn einfach nicht wollte, wofür er sich mit so etwas rächte, aber nicht jeder wurde aus dem Handeln des Weißhaarigen schlau. Es gab auch Zeiten, da schien er wohl sich selbst nicht zu verstehen, doch dies war eine andere Geschichte und gehörte eigentlich nicht hierher und besonders jetzt auch nicht in meine eigenen Gedanken, die sich eher um die wohl scheiternde Flucht drehen sollten. Immer wieder bogen wir in den Gängen in verschiedene Richtungen ab und liefen das eine oder andere Mal auch in die Arme einer verschlossenen Tür, doch dies konnte man hier auch nicht verhindern. Momentan erinnerte ich mich zumal auch nicht an den Ausgang, der uns hier herausführte. Einfach deshalb, weil ich zu aufgewühlt zu sein schien, als das ich mich jetzt noch normal mit irgendeiner Tätigkeit hätte beschäftigen können. Wann kam es bitte auch einmal vor, dass so etwas geschah? Wir beide rannten ununterbrochen im Schloss umher, doch schon seit langem war ich an meine Grenzen gestoßen, eigentlich hinderte mich mein eigener Wille Michiko wiederzusehen nur noch daran, jetzt aufzugeben, dabei wollte ich sie unbedingt sehen. Doch auch Hana schien langsam mit sich zu kämpfen. Ganz klar, dies war ebenso zu anstrengend für sie, wie für mich, aber gleichzeitig hatte sie es auch mit der Angst zu kämpfen. Rosiel konnte sehr direkt sein, wenn er etwas wollte oder über etwas erbost, war und dies war zu meinem Bedauern sogar noch harmlos ausgedrückt. Ob ich selbst so sadistisch veranlagt war, wie mein Vater wusste ich nicht und am liebsten wollte ich es auch gar nicht erst testen, doch irgendwie verlangte Rosiel buchstäblich danach. Nach weiteren endlos schienenden Gängen machten wir dann doch eine Pause, wobei ich mich dann gleich gegen eine der dunklen und kalten Steinmauern lehnte.

Das alles war nicht spurlos an mir vorbeigegangen und allein schon deshalb wollte ich es dem Weißhaarigen Engel so gern tausendfach heimzahlen, wusste momentan aber selbst noch nicht wie. Doch plötzlich hörte ich nur noch ein Röcheln und dann wie etwas auf dem Boden aufschlug. Sofort glitt mein Blick zu Hana, doch es war genaugenommen zu spät dafür, denn Rosiels Lanze hatte sie auf den Punkt genau getroffen und dies schaffte nicht jeder. Doch damit mich nicht jemand noch falsch verstand, es war nicht an der Zeit Rosiel auch noch zu bewundern, aber gleichzeitig war fast niemand in der Lage Angriffe in dieser Präzision zu setzen wie Rosiel es konnte.  „Asagi du sollst doch nicht so einfach weglaufen.“, um Hana scherte er sich erst einmal gar nicht, wie immer denn eigentlich war dies nur ein weiteres Leben, was wegen mir sein Ende gefunden hatte. Ich wusste nichts über Hana, aber da sie mir helfen wollte, konnte ich sie auch nicht so wie die anderen Engel einfach hassen.

Es lag nicht in meiner Absicht noch mehr Leben zu fordern, nur damit ich leben konnte, aber irgendwie geschah dies seit durchgehend drei Monaten immer wieder. Gut früher hatte ich die Leben selbst genommen und heute war es das Gleiche nur eben mit dem Unterschied, dass ich nicht das Blut wirklich an meinen Händen kleben hatte, es aber trotzdem hätte so ein können.  Ich versuchte ein paar Schritte zurückzuweichen, bis ich dann doch bemerkte, dass ich schon an der wand stand, also war eigentlich jede Flucht zwecklos ich würde ja sowieso nicht einmal weit kommen. Eh ich mich versah hatte mich der weiße Engel auch schon an meinen Handgelenken gepackt und zog mich hinter sich her, wieder rauf ins Anwesen zurück, verständlich da wir uns direkt unter dem Anwesen befanden. „Sei lieber ganz brav mein Lieber sonst könnte deiner kleinen Freundin noch etwas passieren und das wollen wir doch nicht.“, gut diese Drohung klappte immer wieder und da sah ich sogar über die Tatsache hinweg, dass er mich ein wenig wie einen Hund behandelte. Oben angekommen war mir das Lachen der Engel sicher, obwohl ich es mit Fassung zu ertragen versuchte. Gleich nachdem wir wieder in dem Gang waren, wo meine Flucht begonnen hatte, schupste er mich einfach in mein Gemach und schloss die Tür ab. Super er hatte mir den einzigen Ausgang genommen, bei dem ich nicht noch mehr hätte verletzt werden können. Immerhin konnte ich auch erst wieder aus de Fenster fliegen oder vom Balkon aus weg, wenn es mir wieder besser ging und dies konnte wirklich ewig dauern.

Zudem wollte ich auch nicht meinen Tod riskieren, egal wie sehr ich Michiko wiedersehen wollte, denn im Tod konnte ich dieses Versprechen, was ich ihr gegeben hatte, auch nicht mehr erfüllen. Mit einer Hand auf meinem Unterleib, ließ ich mich auf dem Bett nieder, wo alles begonnen hatte, in der Hoffnung, dass sich mein Körper irgendwann nicht mehr so verdammt schmutzig und abgenutzt anfühlen würde. Wenn ich nur wüsste, was noch kommen würde, dann würde ich wohl nicht mehr so hoffen, doch dies war wieder eine ganz andere Geschichte. Das einzige, was mir mein Kopf nur noch zu sagen vermochte, war eben daran zu glauben, dass ich Michiko eines Tages noch einmal sehen würde.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mo 05 Mai 2014, 18:27

Ryo und ich betraten den Wald von Phirone. Zu einer solch späten Stunde wie dieser sah der Wald schon sehr gruselig und finster aus, weshalb mir mulmig wurde. Aus gutem Grund besuchte ich Phirone sonst nur, wenn es helllichter Tag war. Zudem war zu befürchten, dass im Wald die meisten Kreaturen leben, die der Finsternis zum Opfer fielen. Ryo und mich hatte es schließlich auch hier erwischt. Ich bekam schon etwas Angst davor, den Wald zu durchqueren. Leider war ich nicht so mutig wie Isamu, der sogar furchtlos gegen den Verbannten kämpfte und die Kraft besaß Ryo. Mir blieb nur meine Vergesslichkeit. Ohne Ryo würde ich den Wald jetzt bestimmt nicht betreten, doch er war jetzt bei mir und ich musste zum Wohle des Volkes Hyrules in den Wald. Dort gab es wie ich vor Kurzem in Erfahrung eine heilige Stätte, mit deren Hilfe man Überlieferungen zufolge den Todbringer vernichten können soll. Seltsamerweise hatte ich diese Eingebung in einem Traum erhalten und soweit ich wusste, hatte die Göttin Hylia selbst diese Stätte hinterlassen. Von Ryos wahrem Plan ahnte ich derweil noch immer nichts.
Wir hatten noch einen langen Weg quer durch den Wald von Phirone vor uns. Anfangs war es noch ruhig, doch mit der Ruhe war es schnell vorbei, als wir durch ein Fläche mit hohem Gras liefen und dort von mehreren monströsen fleischfressenden Pflanzen überrascht wurden. Ryo und ich waren mitten in ein Dekuranha-Nest getreten. Auch wenn sie schon wie Monster aussahen, so hatten sie nichts von der ausströmenden Finsternis abbekommen, was man an der blauen Farbe ihrer Blüte erkennen konnte. Vor Schreck klammerte ich mich an Ryo, der nur lachte: "Hähähä! Du brauchst doch keine Angst vor denen zu haben, Michiko! Die tun uns nichts." Ich beruhigte mich und erkannte, dass Ryo Recht hatte. Trotzdem wusste ich nicht, wieso sie nicht zubissen. Ich hielt Dekuranha immer für sehr angriffslustig, wenn man ihnen zu nahe kam. Vielleicht spielte mir da auch nur wieder meine Erinnerung einen üblen Streich. Weit gekommen waren mein großer Bruder und ich noch nicht. Vorsicht war auch geboten, denn ich wusste nicht, welche neue Gefahren es im Wald gab, seitdem ich zuletzt hier war. Darüber wusste wahrscheinlich niemand so genau Bescheid, außer vielleicht Isamu, weil er öfter herkommen musste, um den Verbannten zu stoppen.
Ryo und ich setzten unseren Weg fort und ließen die Dekuranha zurück, die sich wieder als Grasbüschel getarnt im hohen Gras versteckten. Fortan blieben wir lieber auf den Gehwegen, doch allein deshalb war es nicht weniger unheimlich im Wald von Phirone. Man konnte Eulen heulen hören und das Krächzen von Raben und Krähen. Man kam sich fast vor wie auf einem verlassenen Friedhof um Mitternacht. Ich durfte jetzt aber nicht daa letzte Bisschen an Mut verlieren, dass ich noch besaß. Ich musste stark bleiben, damit ich mein Ziel erreichen konnte. Die allgegenwärtige Gefahr der Auferstehung des Todbringers musste endlich beseitigt werden und zwar endgültig. Leider wusste ich nichts über den genauen Standort der besagten Stätte, dafür aber ungefähr, wo sie sein musste. Wenn es stimmte, was ich wusste, dann musste sie ganz in der Nähe des Siegelhains sein. Nichtsahnend führte Ryo mich sowieso schon dorthin.
Nach einiger Zeit befanden wir uns schließlich tief im Wald. Die von der Finsternis beseelten Kreaturen versteckten sich auch nicht mehr während wir dem Siegelhain immer näher kamen. Plötzlich schritten Ryo und ich durch ein Tor, bevor wir einen größeren Platz erreichten. Direkt vor uns sahen wir einen mit Efeu überwucherten Hang, den man am Efeu kinderleicht hochklettern konnte. Dort waren wir beide schon als Kinder hochgeklettert. Damals fanden wir anschließend den Siegelhain und den Siegelstein, der unser Leben grundlegend veränderte. Ich sah mich nun aber nach einem anderen Weg um, den wir bislang noch nicht bemerkt hatten, zumindest ich nicht. Tatsächlich. Ich fand einen weiteren Hang, der ebenfalls mit Efeu bedeckt, aber nicht so hoch war. "Ich möchte gerne dort lang!", sagte ich zu Ryo und deutete auf den anderen Hang. Ryo hatte schon begonnen den bekannten Weg hinaufzuklettern, doch stoppte er, als er meine Worte vernahm. Er sah in die Richtung, in die ich zeigte und sagte: "Der kleine Umweg wird schon nicht schaden." Er sprang wieder runter und wir nahmen den anderen Weg, der uns auf direktem Wege zu einem Tempel führte. "Das muss der Tempel des Siegels sein!", murmelte ich. Ohne zu Zögern betrat ich den Tempel, doch als ich ihn von innen sah, wurde ich doch schwer enttäuscht. Der Tempel sah aus wie eine lange Halle, die aus weißem Gestein bestand. Einige Säulen standen inmitten der Halle. Insgesamt war der Tempel aber von Pflanzen überwachsen. Ansonsten befand sich im Tempelinneren noch ein Podium. Auf mich wirkte der Tempel nicht nach einer heiligen Stätte aus. Ryo fragte passend: "Was sollen wir hier?" Ich senkte geknickt meinen Kopf und schwieg. Ryo entdeckte einen zweiten Ausgang, der vermutlich zum Siegelhain hinausführte. Er ging darauf zu während ich mich nicht rührte. Urplötzlich konnte ich eine Stimme hören, die mir etwas zuflüsterte. "Benutze die Stimme der Göttin!"
Die Stimme der Göttin? Ich rätselte, was damit gemeint sein könnte. Meine Erinnerung versagte mal wieder. Ich fasste mir mit beiden Händen an den Kopf. Dabei fiel meine Lyra plötzlich zu Boden. Stimmt ja, die hatte ich mitgenommen. Das hatte ich völlig vergessen. Dafür wusste ich jetzt, was ich tun musste. Ich hob die Lyra der Göttin auf und stellte mich in die Mitte des Podiums. Ryo sah zu mir und fragte sich, was ich vorhatte.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mo 05 Mai 2014, 21:31

Genaugenommen vermisste ich Michiko mehr als nur ein wenig. Vielleicht sah ich selbst aber eher nicht ein, dass ich sie liebte, was ich auch wirklich tat. Jedoch ja wirklich in Gefahr bringen wollen würde ich sie niemals, denn dafür war sie mir einfach viel zu wichtig. Auch, wenn ich lange nichts mehr von ihr gehört hatte, denn eigentlich wollte ich sie besuchen und nicht anders herum. Nach und nach kam ich aus meinen Gedanken zurück und fragte mich trotzdem, wie lange ich nun schon hier gesessen hatte.  Vielleicht waren es nur ein paar Minuten, doch konnten es auch gut ein paar Stunden sein, obwohl ich eher letzteres hoffte. Mein Haar klebte mir förmlich im Gesicht und auch die Kleidung kleibte eher an mir, als das sie wirklich bequem zu sein schien.  Langsam stand ich auf und schritt etwas näher zum Fenster um mich wenigstens etwas abzulenken. Ganz gleich wie lange ich hier noch sein würde, so bereitete mir wenigstens die Aussicht ein wenig Freude. Nun als Freude konnte man dies trotzdem nicht beschreiben, denn was ich dort sah erfüllte mich nicht mit Freude. Nicht nur, dass meine Rosen wirklich alle niedergebrannt waren, das Dorf schien zudem auch von Seuchen befallen worden zu sein. Gut allen Anschein nach hatten sie die vier Ritter der Apokalypse provoziert, sonst würden sie niemals freiwillig einem solchen Handeln nachgehen, aber ich kannte sie trotzdem recht gut, weshalb ich deren Handeln nicht nachvollziehen konnte, oder zumindest nicht komplett. 

Das Volk litt mehr als jemals zuvor, dies konnte ich trotz der großen Entfernung erkennen und vor allem spürte ich es. Nicht, als ob es eine besondere Gabe wäre, aber trotzdem konnte ich es nicht mit ansehen, wie sie litten. Die Pest war das eine, doch was ich dort sah war etwas ganz anderes. Die Freundlichkeit und vor allem die Rücksicht waren verschwunden und die Menschen gingen allein an ihrer Technik zugrunde. Indirekt wirkten sie wie Zombies, erst recht schockierte es mich dann, als ich die Kinder sah, weshalb ich meinen Blick wieder vom Fenster löste. Wäre ich stärker gewesen oder hätte eine andere Entscheidung getroffen, vielleicht hätte sich dann auch die Geschichte geändert. Wobei ich auch noch nicht einmal wusste, was außerhalb dieser schlossmauern und der Grenzen unseres Landes alles geschah. Ich merkte nicht, wie sehr sich Michiko verändert hatte, doch vielleicht würde ich sowieso mein Versprechen nicht halten können. Etwas gekrümmt, setzte ich mich wieder auf die weiche Matratze und wusste selbst nicht wirklich etwas mit meiner Zeit hier anzufangen. Gleichzeitig konnte ich ja auch nicht wissen, was Rosiel alles plante. Er schien auf einen Krieg hinauszuwollen, der aber nicht unbedingt die anderen Länder in Ruhe ließ. Rosiel handelte wohl nicht mehr nach dem Willen seines Gottes, aber mich sollte es doch wenig kümmern. Wobei ich trotzdem nicht sagen konnte, dass es mich nicht sorgte. Sicherlich sorgte ich mich um alles was geschehen könnte, sogar um Rosiel, da dieser mehr und mehr die Charaktereigenschaften verloren hatte, die ich früher einmal als Freund an ihm geschätzt hatte, doch auf alte Geschichten aus meiner Vergangenheit wollte ich nicht eingehen. Ich merkte nicht einmal, wie die Tür hinter mir geöffnet wurde und Rosiel langsam eintrat. Dies schien erst in meinem Kopf aufgetaucht zu sein, als er sich vor mich gestellt hatte. Wie als sei ich ein verletzter Welpe sah er mich an, bevor dieser Gesichtsausdruck wieder einem diabolischen und vor allem dominanteren Grinsen wurde. 
Wenn er glaubte, dass ich mich ihm wirklich ohne mich zu widersetzen ausliefern würde, nun dann hatte er gelitten, denn obwohl ich jetzt noch wahrlich schwach zu sein schien, wollte ich die Sache nicht auf mir sitzen lassen. In meinen Gedanken malte ich mir aus, wie ich ihn praktisch schon jetzt in Stücke riss, bevor er langsam im ewigen flammenden Inferno verbrannte. Er sollte in Erfahrung bringen, wie es sich angefühlt hatte, zu verbrennen wie ich es erlebt hatte.  Jetzt bemerkte ich auch, wie er etwas weißes neben mich auf das Bett legte, bevor er schneller als der Schall wieder aus der Tür verschwand und diese wieder abschloss. Was ich auch nur an dem leisen Klicken überhaupt bemerkt hatte. Wirklich wissen, was das alles wieder sollte, wollte ich eigentlich weniger, aber wahrscheinlich bestand er noch auf irgendetwas anderes, worüber ich genauso wenig nachdenken wollte, wie über das, was erst geschehen war. Rosiel würde sich wohl wieder um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, aber trotzdem hoffte, ich dass er einzig und allein Michiko nichts tun würde, denn dies würde ich mir niemals und unter gar keinen Umständen verzeihen können.


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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mo 05 Mai 2014, 22:55

Als ich schritte hörte, horchte ich sofort auf und hoffte es sei Isamu. Die Blicke meiner kurzen Bekanntschaft habe ich gekonnt ignoriert aber vernommen. Nun wandte ich mich aber den wirklich wichtigen Dingen zu. Während ich mich umdrehte bemerkte ich, wie schnell es doch Morgen geworden ist und die Sonne knapp über dem Horizont wie ein warmer roter Feuerball schwebte. Als Isamu dann endlich raus kam, drehte ich mich zu ihm und lächelte in freundlich an. Ich vernahm seine Worte und auch das mit diesem "Nagano" was mich aber momentan nur wenig interessierte. Ich meinte dann zu ihm, als er diese Entschuldigenden Worte sprach: "Halb so wild. Vorrangig ist jetzt das Problem mit den Dämonen. Das Mittel wirkt nun vollkommen und wir können uns den Dämonen stellen, falls ihr bereit seid." meinte ich siegessicher und und zeigte mit meinem Zeigefinger in die Richtung des Schlachtfeldes, wo wir den Todbringer zum ersten mal in Aktion gesehen haben. Kurz darauf bebte sehr leicht die Erde und plötzlich standen um uns herum meine Männer, die sehr verändert aussahen. Sie waren uns völlig friedlich gesinnt, daher ging keine Gefahr von ihnen aus. Ihre Haut wirkte ebenfalls fahl und blass, ihre Fingernägel dunkel und ihre Augen tief schwarz. Es schien, als würden lebende Leichen vor uns stehen aber dem war nicht so, sie waren einfach so sehr verändert, dass ihr äußeres Erscheinungsbild darunter litt. Ich war nun bereit mit ihnen und Isamu gegen den Todbringer vorzugehen, da wir selber nicht so schnell sterben konnten und unsere Chancen, den Todbringer entgültig zu beseitigen, erheblich steigern konnten durch das Mittel, das ich Isamu forführte. Währenddessen in Sina, befahl der Kaiser Truppen an alle Grenzen zu schicken um das Land abzusichern. Aber vor allem wurden die Befestigungen in der Nähe von Hyrule verstärkt, da der Bote, den ich zurückschickte, die Botschaft überbrachte, dass es hier in Hyrule sehr gefährlich werden würde und das Land um jeden Preis abgesichert werden müsse.
Natürlich war ich besorgt um Sina und seine Einwohner aber auch um Hyrule und dessen Existenz. Ich dachte mir, wenn die beachtlich starke Königsfamilie dem Todbringer Respekt zollt, sollte das eine Warnung sein für jene die nicht stark genug sind ihn besiegen zu können.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mi 07 Mai 2014, 09:08

Ich stand auf dem Podium mit der Lyra der Göttin in meinen Händen. Meine Kapuze hatte ich vorerst abgesetzt. Ich hätte gleich drauf los spielen und singen  können, doch ich wartete auf den richtigen Moment. Diesen sah ich dann auch gekommen. Anscheinend war der Morgen in Hyrule schon angebrochen. Einige Sonnenstrahlen fanden ihren Weg durch Risse in den Wänden ins Innere des Tempels. Einer dieser Sonnenstrahlen schien direkt auf meine Lyra. Dieser Lichteinfall brachte den gold-glänzenden Rahmen meines Instruments zum Erleuchten, woraufhin ich sofort anfing eine bestimmte Melodie zu spielen. Dazu sang ich auch:

♪♪♪
/en daʃeʋu nobe̞ ʃo̞ndʊ/
/tʏe ʃʊtʊ keuænu sale̞/
/en daʃeʋu nobe̞ dʊʃʊ/
/tʏe ʃʊtʊ nobe̞ dezu dotʃe̞/
♪♪♪

Das Lied, das ich in hylianischer Sprache sang, hatte mir meine Mutter zu Lebzeiten oft vorgesungen. Es war sozusagen das Wiegenlied, das sie mir vorgesungen hatte, damit ich einschlief. Das Lied selbst nannte sich aber Ballad of the Goddess. Woher ich das nun wusste, das wusste ich selbst nicht. Ich wusste es einfach. Während ich musizierte leuchteten um mich herum auf dem Podium zwölf Lichter auf. Sie schienen auf die Hymne zu reagieren. Ich hoffte nur, dass das Lied beim Todbringer dieselbe Wirkung erzielte wie bei mir einst und ihn in einen ewigen Schlaf versetzte. Nachdem alle 12 Lichter leuchteten, stellte ich mein Spiel auf der Lyra ein und hörte auf zu singen.
Die Sonne stand bereits etwas höher am Himmel, sodass auch der Sonnenstrahl nicht mehr auf die Lyra fiel. Somit hörte das Instrument auch auf zu leuchten. Von draußen konnte ich das Gezwitscher der Vögel hören. Alles schien friedlich zu sein. Hatte ich es wirklich geschafft? Gab der Todbringer und sein Gefolge nun endlich Ruhe? Den Anschein hatte es. Die gerade herrschende Idylle war allerdings nur die Ruhe vor dem Sturm, denn plötzlich bebte die Erde. Ich sah mich im Tempel um, doch die Quelle des Bebens befand sich außerhalb des Tempels. Ryo begann zu lachen und sagte zu mir: "Ausgezeichnet, Schwesterherz! Du machst es unserem Herrscher nur noch leichter. Hörst du nicht wie wütend ihn dein Gesang gemacht hat?" Ich sah meinen Bruder schockiert an. Ich wollte den Todbringer doch ein für allemal stoppen und ihn nicht erzürnen. Ryo packte mich am Arm und zog mich durch den anderen Ausgang nach draußen. Tatsächlich befanden wir uns direkt am Siegelhain, dem Ort an dem der Dämonenboss versiegelt gehalten wurde. Ryo ließ mich nicht los und schleifte mich mit sich herunter zum Siegelstein. Auf dem spiralförmig nach unten verlaufenden Weg sagte er zu mir: "Dachtest du wirklich, dass dein Gesang unseren König stoppen könnte? Wie naiv du doch bist, Michiko! Dir sollte klar sein, dass du seit deiner Geburt nicht nur wegen deiner Fähigkeiten kein normales Mädchen bist. Nur mit deiner Hilfe kann man das Siegel auflösen, denn du bist die Reinkarnation der Göttin Hylia!" Was Ryo mir da offenbarte, schockierte mich zutiefst. Mich schockierte es nicht, dass ich die Reinkarnation Hylias war. Ich realisierte nur, nach welcher Logik Ryo handelte. Die Einzige, die das Siegel aufheben konnte, war diejenige, die es errichtet hatte: Hylia.
Wir erreichten den Siegelstein, aus dem die Finsternis bereits wieder verstärkt entwich. Ryo legte meine rechte Hand auf den Siegelstein, welcher sofort auf mich reagierte. Der erst vor Kurzem durch den Sonnenaufgang erstrahlte Himmel über Hyrule verdunkelte sich bereits wieder, um die Rückkehr des Todbringers anzukündigen. Ich befand mich bereits größtenteils in einer Schockstarre, doch es war ohnehin schon zu spät. Der Siegelstein raubte mir die Präsenz Hylias, bevor er sich auflöste und sich eine schwarze Welle im Siegelhain ausbreitete, die weder mir noch Ryo Schaden zufügte. "Das war's! Diese Welt gehört der Finsternis! Diese Welt gehört unserem Gebieter!", sagte Ryo. Nachdem diese Welle nicht mehr zu sehen war, erblickten Ryo und ich den Todbringer vor uns, auch Demise genannt. Dessen Anblick zauberte nun nicht mehr nur Ryo ein hämisches Grinsen ins Gesicht, sondern auch mir, denn mein dämonisches Ich hatte wieder übernommen. Ryo und ich verneigten uns vor unserem Meister, der sich erstmal selbst ansah. Die Finsternis war nun so präsent wie seit langem nicht mehr, genauer gesagt seitdem unser Gebieter das letzte Mal in seiner wahren Gestalt auf Erden wandelte. Das Zeitalter der Dämonen konnte nun wieder aufleben.
"Endlich! Es fühlt sich großartig an wieder meinen alten Körper zu besitzen!", sagte Demise. Er schritt daraufhin auf mich zu und drückte mein Gesicht am Kinn nach oben, damit ich ihn ansah. Sein gesamter Anblick faszinierte mich. Er war noch größer und muskulöser als Ryo. Dazu besaß sein Körper Schuppen, die denen des Verbannten ähnelten. Sein flammendes rotes Haar war ebenfalls überwältigend. Mein Gebieter befahl mir mich gerade hinzustellen, was ich auch sofort tat. Dann nahm er meine Hand und sprach: "Du hast gute Arbeit geleistet! Dank dir konnte das Siegel aufgelöst werden und Hylias Anwesenheit spüre ich auch nicht mehr. Niemand wird mich also aufhalten können!" "Daran besteht kein Zweifel! Ohne Ryo wäre das aber nicht möglich gewesen.", erwiderte ich. Meine Hand wurde wieder losgelassen und Demise wandte sich wieder der Stelle zu, wo vorher noch der Siegelstein war. An dieser Stelle befand sich nun ein schwarzes Portal, aus dem er sein Schwert zog. Danach befahl er seinem Gefolge, das zerbrochene Siegel zu verlassen, woraufhin eine große Schar verschiedener Dämonen im Siegelhain erschien.

*

Isamu nickte Jakob zu. Er war selbstverständlich auch bereit, um es endlich mit dem Todbringer aufzunehmen. Ins Staunen geriet er aber, als er Jakobs Leute sah, die sich ofgensichtlich verändert hatten. Erst jetzt fiel ihm auch auf, dass selbiges auf Jakob zutraf. Selbst in Phiranel und damit auch im und vor Schloss Hyrule bekam man daraufhin mit wie sich der Himmel verdunkelte und großes Unheil angekündigt wurde. Die Zeit rinnte, doch bevor Isamu mit Jakob und seinen Leuten loszog, sagte der mutige Prinz: "Ich möchte Euch noch um einen Gefallen bitten. Mit eurer Hilfe wird es erst möglich sein, die Dämonen zu bekämpfen, doch ich bitte Euch inständig darum meine Geschwister mir zu überlassen. Bei Michiko bin ich mir nie sicher, auf welcher Seite sie kämpft, aber Ryo nutzte ihre Kräfte bestimmt aus, um den Todbringer wiederzuerwecken. Was ich sagen will ist: Bitte lasst die beiden in Ruhe, damit ich mich ihnen annehmen kann!"
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mi 07 Mai 2014, 21:33

Vor mich hin vegetierend traute ich mich kaum mich überhaupt einen Zentimeter vom Fleck zu rühren. An sich war ich nicht wirklich von ihm verängstigt, doch ganz klar wollte ich nicht mehr, dass er noch einmal so weit ging, wie zuvor. Mit meiner linken Hand fuhr ich einmal über das, was er neben mich gelegt hatte und schaute dann erst überhaupt zum ersten Mal hin. Zwar hatte es sich weich angefühlt, doch hatte ich bei ihm wirklich so meine Bedenken, was vielleicht auch mehr als nur verständlich war. Es war Kleidung so viel war sicher und auch wenn mich bei dieser Feststellung nun einige für dumm halten würden, momentan dachte ich nicht mehr gerne sehr weit in die Zukunft. Erst recht, wenn man Rosiel so lange kannte wie ich es tat. Dennoch wusste ich auch nicht so ganz, wie ich mir jetzt wohl hätte die Zeit totschlagen können. Allem Anschein nach würde Rosiel mich so oder so später noch einmal aufsuchen, doch wann dieses Später genau war, dies war etwas, was ich selbst nicht genau sagen konnte. Dabei konnte es sich um fünf Minuten, oder gar um Tage handeln, alles war möglich, erst recht wenn man Rosiel hieß. Wie auch immer, langsam ließ ich mich weiter auf da Bett fallen und starrte schlussendlich nur noch an die Decke meines Zimmers. Sie war aus dunklem Holz gearbeitet und an den Ecken waren große Rosen eingesetzt. Allgemein konnte man eigentlich hier lauter Rosen erkennen, egal wo man auch hinsah. Aufgrund der Ruhe um mich herum, die nur teilweise als angenehm beschrieben werden konnte, konnte ich von draußen sogar neben dem Gezwitscher von Vögeln, die Gespräche der Wachen belauschen, die sich hier in der Nähe aufhielten. Doch das meiste, was davon losgelassen wurde, war wiederum nicht sonderlich nett. Man beschwerte sich über das alte Königshaus und wenn ich mich nicht täuschte, hörte ich sogar wie jemand etwas unanständig über meine Halbschwester sprach. Am liebsten hätte ich auch ihnen den Kopf von den Schultern gerissen, doch je mehr Menschen ich tötete umso mehr verlor ich auch mich selbst und dies war etwas, was für mich kein guter Ausgleich für meine persönliche Rache zu sein schien. Mehr und mehr verspürte ich den Drang unter die Dusche zu springen und mir einfach nur alles vom Körper zu waschen, am liebsten wollte ich gleich damit meine Seele reinigen, doch dies war wohl weniger möglich. Meine Rache selbst plante ich aber trotzdem noch und spätestens dann, wenn meine Flügel wieder sie selbst waren, würde ich sie auch ausführen. Nachdenklich musterte ich das, was Rosiel mir da gelassen hatte, bevor mein blick angewidert wurde. Zum einen, weil ich Kleidung in einem weißen Ton nicht wirklich mochte, aber zum anderen auch, weil Rosiel nur selten wirklich guten Geschmack bewies, doch er hatte meine Kleidung eben entsorgt, also musste ich dies wohl oder übel tragen, auch wenn es mir schwer fiel.  

Mit dem weißen Stoff über dem Arm hängend, ging ich dann in die Richtung der weißen Tür, die mein Gemach vom Badezimmer trennte. Mit einem leisen Seufzer öffnete ich die Tür und war erleichtert darüber, dass sich wenigstens hier nichts verändert hatte.
Das zuerst kalte Wasser sorgte dafür, dass mir mein langes Haar förmlich am Körper klebte, aber trotzdem war dies für mich noch lange kein Grund, sie mir irgendwann abzuschneiden,  nein viel eher wollte ich sie lieber so lange behalten, wie sie noch so lang waren.  Jedoch trotzdem konnte ich diese Gedanken nicht abschütteln, auch nicht, als ich aus der Dusche herauskam und mich langsam abtrocknete, bevor ich mir die Kleidung anzog, die Rosiel da gelassen hatte. Hauptsache, mein Körper war mehr als nur etwas bedeckt. Der riesige weiße Stofffetzen stellte sich im Nachhinein als Kleid heraus, welches nur noch von einem weißen Schleier getoppt werden konnte. Dieser Typ…manchmal hätte ich am liebsten meine Rachepläne schon vorgezogen, wenn es möglich gewesen wäre. Aber gut, dann sah ich halt aus wie eine Braut, solange ich nicht aus heiraten musste, zumindest nicht ihn. Was den Schleier anging, so wollte ich ihn am liebsten gar nicht anlegen, doch da kam mir bereits jemand zuvor. „Wie lange stehst du schon da?!“, das waren wohl die ersten richtigen Worte, die ich wieder einmal an Rosiel gerichtet hatte, doch sie waren auch mehr als nur begründet. „Lange genug um zu sehen, dass dir das gut steht.“, zähneknirschend schaute ich ihn gar nicht erst an, während er mir langsam den Schleier überwarf und dies nur begründete, damit mich keiner erkennen würde, wenn mal wieder das Volk ins Schloss kam. So so ich hatte als doch Freigang, auch wenn es wohl sehr eingeschränkt zu sein schien, schlicht und ergreifend deshalb, weil er mir den Weg nach draußen jetzt schon untersagte. Gut aufhalten konnte man mich schlecht, aber vorerst würde ich wohl auf ihn hören müssen und dies stellte ich mir jetzt schon als die Hölle auf Erden vor. Gut aber diese würde sich bald für Rosiel auftun, bis dahin musste ich nur durchhalten. Kaum zu glauben, dass ich überhaupt noch stehen konnte.  

So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie mich der weißhaarige hinter sich herzog. Nach draußen zurück in den Gang. Allein durch den Schleier schien mein Gesicht ein wenig verborgen, doch auch ich musste aufpassen, wohin ich ging, da meine Sicht genauso eingeschränkt war. Besser konnte es ja auch nicht werden. Meine Gedanken trieben mich aber dann auch wieder zu Michiko. Ich hoffte nicht, dass sie in irgendwelchen Schwierigkeiten steckte, denn dann hätte ich ihr wohl nicht helfen können, auch wenn dies vielleicht meine Aufgabe gewesen wäre, wenn ich mir schon eingestanden hatte, dass ich sie liebte, doch würde ich erst einmal nicht hier rauskommen. Wer weiß, vielleicht könnte ich ja auch irgendwann wieder die Macht über mein Reich zurückgewinnen. Wobei mit den vier Reitern der Apokalypse würde dies wohl kein Problem werden, dafür musste ich sie aber erst einmal kontaktieren und dies war eher die Schwierigkeit.


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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Do 08 Mai 2014, 07:49

Ich war froh, als endlich Isamu die Tür hinaus schritt in meine Richtung, damit wir gehen konnten. Mir war nicht sehr wohl dabei, dass die Königsfamilie mit dem Ausbruch der Dämonen zu tun hatte, denn ich wollte niemanden verletzten oder gar töten der dem Königshaus Hyrule angehört. Hoffentlich würde dies auch nicht passieren. Als dann der Prinz seinen Wunsch äußerte, dass er sich um seine Leute doch bitte kümmern dürfe, entgegnete ich: "Wenn sie sich uns in den Weg stellen, wird uns keine Wahl bleiben aber wir versuchen, ihre Bitte zu beachten." Dann zog ich mit Isamu los und meinen Männern. Was wohl schnell auffiel, wir reisten nicht mehr mit Fahrzeugen sondern rannten aber der Stadtgrenze los und waren so schnell, dass man nach wenigen Metern uns schon gar nicht mehr sah. Natürlich achtete ich auf Isamu, dass er nicht zurückgelassen wird aber gleichzeitig musste ich auch auf die Umgebung achten, nicht dass wir im Hinterhalt angegriffen werden.

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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Do 08 Mai 2014, 23:17

Der Todbringer war also letztlich wieder auferstanden. Seine Rückkehr konnte man in ganz Hyrule spüren und unter Umständen auch über die Landesgrenzen hinaus. Früher oder später würde eh die ganze Welt mitbekommen, dass die Dämonen auf der Erde wandelten. Demises Ziel, unser Ziel war es die ganze Welt zu beherrschen und die minderwertigen Menschen auszulöschen. Zuerst kam Hyrule dran und dann die ganzen umliegenden Länder. Da bildete auch Nagano keine Ausnahme, obwohl ich mir immer noch darüber im Klaren war, dass dort Asagi lebte. Auch nachdem mein dämonisches Ich mein Handeln bestimmte, so musste ich immer noch an Asagi denken. Meine Liebe zu ihm hielt eben immer noch an, egal ob ich nun gut oder böse war. Ich blickte kurz in südöstliche Richtung. In dieser Richtung lag Nagano. Noch wusste ich nicht, was dort los war, doch selbst wenn, dann tat es gerade nichts zur Sache. Dennoch fragte ich mich, wie es Asagi wohl gerade ging.
"Die Welt wird bald vor uns erzittern! Diese Welt wird den Dämonen gehören!", sagte der Todbringer, womit er mich aus meinen Gedanken an Asagi riss. Die anderen im Siegelhain verteilten Dämonen fingen wegen dieser Worte an zu jubeln während Ryo und ich nur grinsten. Anschließend deutete unser Gebieter auf Ryo und mich und er sagte zu uns, dass er uns brauchte, um sich Zutritt zum Schloss Hyrule zu verschaffen. Es wäre zwar auch ein leichtes für ihn sich mit Gewalt Zutritt zu verschaffen, wenn er wollte, doch so war der Überraschungsmoment auf seiner Seite. Ryo und ich nickten lediglich auf seine Worte und sprachen gleichzeitig: "Ja, Gebieter!" Bisher ahnte hier niemand von uns, dass Leute auf dem Weg hierher waren, die uns aufhalten wollten. Demise befahl den anderen Dämonen sich aufzuteilen und erteilte ihnen sogar die Erlaubnis jedes "Menschlein" zu töten, dem sie begegneten. Unterdessen machte unser Gebieter sich mit Ryo und mir auf dem Weg zum Schloss. Kaum waren wir dabei den Siegelhain zu verlassen, sagte er zu mir: "Ich weiß über dich und deine gespaltene Persönlichkeut Bescheid. Mit deiner unschuldigen Seite wirst du mir noch sehr nützlich sein können, mein Kind!" Ich nickte ihm nur zu und sah den Todbringer an. Er war überwältigend groß und sah unglaublich mächtig aus. Man spürte die von ihm ausgehende Finsternis bereits, wenn man nur in seiner Nähe war. Ich bewunderte ihn wirklich sehr und wollte gerne ebenso mächtig sein wie er, falls das überhaupt möglich war. Auf jeden Fall war er für jeden Kampf bereit, auch für den, von dem keiner von uns etwas ahnte.

Isamu konnte Jakobs Einwand nachvollziehen.  Mit den Dämonen durfte man nicht zimperlich sein. Er war ihm trotzdem dankbar, dass er seine Bitte zumindest berücksichtigen wollte. Als Jakob mit seinen Leuten losrannte, folgte Isamu ihnen, nachdem er sich in einen Wolf verwandelt hatte. So konnte er wenigstens ansatzweise mit ihnen mithalten. Die Dämonen, also wir, mussten gestoppt werden und das so frühzeitig wie möglich.
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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Fr 09 Mai 2014, 07:59

Ich konnte ja nicht wissen, dass sie bereits auf dem Weg hierher zu sein schienen. Gleichzeitig wusste ich auch nicht, was in Hyrule vor sich ging, doch hätte ich es gewusst, wurde ich wohl nicht weiter hier herumhängen und mich von Rosiel umherschleifen lassen. Allgemein empfand ich seinen Griff um mein Handgelenk nicht als sonderlich angenehm, ich konnte ja nicht wissen, was Rosiel wirklich gerade vorhatte. Ich konnte nicht wissen, dass sie bereits vorne im Thronsaal standen und nur darauf warteten Rosiel den Kopf von den Schultern zu reißen, wie ich es auch wollte, aber nicht konnte. Der Gang schien praktisch nicht sein Ende zu nehmen und unendlich lang weiter zu gehen, doch dies war eigentlich gar nicht möglich oder? Nach und nach ließen wir den gang mit dem blauen Teppich auf dem Boden und den hellen Wänden hinter uns und bogen nach rechts um die Ecke. Ich konnte nur schwer mit dem Weißhaarigen mithalten, aber versuchte es zumindest, auch wenn ich die dunkle Aura, die Rosiel umgab spüren konnte, was mich zeitgleich etwas verwirrte. Engel hatten eigentlich immer eine helle und warme Aura, die sie ausstrahlten aber so nicht Rosiel, diesem wollte man vielleicht nachts nicht einmal auf der Straße begegnen. Gleichzeitig wusste ich aber, dass niemand ihn kontrollierte, sonst hätte ich es gemerkt doch da war nichts. Wahrscheinlich hatte er sich von selbst zu diesem einem Monster ähnlichen Wesen entwickelt, auch wenn ich nicht sagen konnte, dass ich diese Seite an ihm besonders bevorzugte. 

In mir wuchs wiederum auch die Sorge um Michiko, denn nicht umsonst waren die anderen wohl oder übel hier, als ich sie im Thronsaal erblickte. Sie hatten sich nicht wirklich verändert, doch mussten sie es auch nicht. Im Übrigen war ich eigentlich nicht sehr gläubig erzogen worden und brauchte deshalb auch die ganzen Tatsachen mit der Kirche nicht, aber an meiner Herkunft konnte diese Tatsache trotzdem nichts ändern. Zwar bemerkte ich, wie sie sich allein wegen meiner Kleidung ein Lachen unterdrückten, aber auch sie merkten wohl, dass es mir nicht gerade bestens ging.  „So nun habt ihr ihn gesehen, jetzt geht er gehört mir.“, härte ich Rosiels erboste Stimme, ehe er mich versah fand ich mir auf dem Boden zu den Füßen meiner ehemaligen Bandmitglieder wieder, wohin mich Rosiel geworfen hatte. Ganz klar, er würde mich nicht mitgehen lassen, aber es war wenigstens schön sie noch einmal wiederzusehen, auch wenn ich dies bei Michiko wohl nicht konnte, zumindest glaubte ich das. „Rosiel dieses Land braucht einen gütigen König nicht dich und deshalb nehmen wir Asagi mit um ihn nicht länger zu gefährden.“, Hide-Zou sprach ruhig, aber ich spürte wie zornig er doch in Wirklichkeit war. „Ach wirklich und deshalb habt ihr die Plagen ins Land geschickt.“, siegessicher grinste der weißhaarige Engel vor sich hin, während ich nur zwischen beiden Parteien hin und herzuschauen wage. Auch wenn ich in meinem Herzen etwas Hoffnung hatte noch einmal Michiko zu sehen, so wusste ich noch immer nicht, was in Hyrule geschehen war und dies wollten wohl auch die anderen gerne ändern. Von Ruiza wurde ich am Arm hochgezogen und festgehalten, während sich der Gesichtsausdruck von Rosiel schlagartig von siegessicher zu arrogant veränderte. Er glaubte nicht daran, dass wir es aus dem Schloss schaffen könnten und dies sagte er auch ohne groß weiter darüber nachzudenken. Viel eher ließ er sich auf dem Thron nieder und wünschte uns arrogant wie er war viel Glück, bevor er einige Engel rief, aber auch die unfähigen Schlosswachen zu sich bestellte. Tsunehito war wohl genau der gleichen Meinung wie ich auch, nämlich das Rosiel wirklich getötet werden musste, auch wenn wir uns da einige Schwierigkeiten mit oben machen würden. Doch war gerade kein wirkliches Halten mehr für uns, denn für einen wirklichen Kampf zwischen uns war es noch etwas zu früh, wenn es zumindest nach uns ging. Hiroki unser Drummer war der Erste, der uns wohl aus unserer Starre löste, indem er sich räusperte. Er hatte ja recht wenn wir hier raus wollten, mussten wir am besten die Beine in die Hand nehmen, auch wenn das bei mir mit diesem Kleid auch nicht unbedingt einfach war. Während ich ihnen wohl leise erklärte, das fliegen für mich nicht in Frage kam, wussten sie es wohl oder übel bereits, weshalb wir erst einmal durch den Thronsaal rannten, während uns bereits die Wachen verfolgten. 

Der Weißhaarige ließ eben nichts unversucht um mich doch hier zu behalten, wobei ich ihm nicht gehörte, was ich aber erst einsah, als ich mir wirklich in diesem Moment eingestand, wie wichtig Michiko für mich war. „Was ist in Hyrule passiert?“, fragte ich leise, während ich hinter ihnen herrannte, wobei dies bei mir doch recht amüsant aussah. Wir kamen in einen weiteren Gang, einer der wenigen, die zum wirklichen Ausgang führten, wobei wir auch hätten durch ein Fenster abhauen können, doch etwas auffällig wäre dies dann doch. „Das erklären wir dir später, erst einmal musst du dich richtig erholen und nicht so.“, murmelte Hide-Zou und jetzt war ein Lachen über mein Outfit auch nicht mehr zurückzuhalten, auch wenn ich gerne mit einstimmte. Sie kannten mich und wie ich gern herumlief, aber so etwas hatten sie selbst auch noch nicht an mir gesehen.


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BeitragThema: Re: Welcome: my own kingdom   Mi 14 Mai 2014, 21:58

Demise, Ryo und ich, wir waren auf dem Vormarsch, um Schloss Hyrule zu übernehmen und damit auch die Macht in Hyrule. Die Dämonenarmee unseres Gebieters machte sich unterdessen in ganz Hyrule breit und hielten die Stellung. Als allererstes mussten wir den Wald von Phirone wieder verlassen. Dies war aber kein schweres Unterfangen. Wir schritten einfach unseres Weges und kamen wieder am Dekuranha-Nest vorbei, in das Ryo und ich vorhin schon getreten waren. Sie zeigten sich wieder, doch mit Demise war nicht gut Kirschen essen. Doch bevor er sich seine Klauen schmutzig machte, sagte ich: "Gebieter, lasst mich diese minderwertigen Kreaturen vernichten!" Demise hielt sich zurück, wohingegen ich meine Take Over-Kräfte anwand und meine volle Dämonengestalt annahm, die Asagi auch schon zu Gesicht bekommen hatte, als ich ihn besucht hatte. In dieser Gestalt war ich in der Lage, Feuer zu kontrollieren. Auch dies dürfte Asagi bewusst sein. Zwar erinnerte ich mich selbst nicht wirklich daran, dass ich dies konnte, aber mit meiner Verwandlung wurden bereits Flammen freigesetzt, die die gesamte Wiese mit hohem Gras in Brand steckten und die Dekuranha auf äußerst grausame Weise verbrennen ließen und damit töteten. Im Anschluss leckte ich mir mit meiner Zunge über meine Lippen und bekam Lust auf mehr. Dennoch konnte ich nicht leugnen, dass meine Gedanken immer noch bei Asagi waren. Nach dieser kurzen Demosntration dessen, wozu ich in der Lage war, verwandelte ich mich aber auch sofort wieder zurück.
Wir zogen weiter und verließen auch schon den Wald von Phirone. Nicht lange danach bekamen wir aber auch schon Besuch. Die Soldaten aus Sina stellten sich uns in den Weg. Bei ihnen war Isamu. Beim Anblick der Leute aus Sina, konnte Demise nicht anders als loszulachen. Ihm war nicht entgangen, dass sie keine gewöhnlichen Menschen waren. Er wusste zwar nichts genaues über ihre wahren Kräfte, aber er fand es witzig, dass die Menschen glaubten, dass sie sich ihm entgegenstellen konnten. Ryo und ich stimmten in sein Lachen ein, was Isamus Wut entfachte. "Sag mal, geht's euch noch gut? Wisst ihr eigentlich, was ihr da angestellt habt? Reißt euch gefälligst zusammen. Gemeinsam können wir die Dämonen stoppen!", appellierte Asagi an uns, aber er stieß damit auf taube Ohren. Daraufhin wandte er sich gezielt an mich und erzählte: "Michiko, ich glaube ich weiß etwas, dass dich interessieren dürfte. In den letzten Monaten hast du mir gegenüber immer wieder eine bestimmte Person erwähnt, die du sehr ins Herz geschlossen hat. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber sie stammt aus unserem Nachbarland Nagano. Jüngsten Informationen zufolge fand dort ein Regierungswechsel statt. Dir dürfte klar sein, was das bedeutet." Mein Lachen verstummte und ich sah Isamu an. Meine Gedanken kreisten nun verstärkt um Asagi. Ich hatte um ehrlich zu sein schon so ein Gefühl gehabt, dass Asagi etwas zugestoßen sein könnte, doch ich hatte es einfach ignoriert, woran mein jetziges Ich maßgeblich dran beteiligt war. Wegen diesem sagte ich auch bloß: "Es ist mir doch egal, was in Nagano passiert. In naher Zukunft wird es dort erneut einen Wechsel in der Regierung geben. Dann nämlich werden die Dämonen über Nagano genauso wie über die alle anderen Länder herrschen!" Isamu erkannte, dass an meinen Worten nicht viel dran war. Ganz anders klangen diese bereits aus Ryos Mund, der deutlich überzeugender klang, als er meine Worte wiederholte. "Geht ruhig vor! Ich amüsiere mich etwas mit diesen jämmerlichen Menschlein!", sagte Demise. Dies war natürlich ein Befehl und keine Bitte, der Ryo und ich selbstverständlich nachgehen wollten, doch Isamu stand uns im Weg.
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