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 A new morning, the abyss of your life #2

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Angel
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BeitragThema: A new morning, the abyss of your life #2   Fr 04 Okt 2013, 17:12

das Eingangsposting lautete :

Der Kristall des Erwachens. Ihn zu finden und damit seinen Wunsch zu erfüllen, dies ist der Sinn des Spiels "Game or reality", ihr selbst werdet mit dem Spiel verbunden und taucht als euer neues Selbst in es ein. Den Schaden den euer Avatar erlebt, müsst ihr auch einstecken und die Erfahrungen die ihr im Laufe dieses Spiels macht, werden euch in eurem Alltag begleiten.
Es ist die Wahrheit, ihr habt einen Wunsch frei, wenn ihr diesen blauen Kristall findet, der irgendwo in einem riesigen Palast aus Eis versteckt ist. dieser jedoch wird von einem unmenschlichen Monster bewacht, sodass ihr erst einmal lernen müsst euch mit dem Spiel zu identifizieren und eure bereits gemachten Erfahrungen in das Spiel mit einzubringen.
Das Spiel selbst basiert auf einer programmierten künstlichen Intelligenz, sodass das Spiel sich mit euren Erfahrungen immer weiter entwickelt und irgendwann zu einem gigantischen Komplex heranreifen wird. Die Welt innerhalb dieses Spiels ist gefüllt mit vielen Menschen aus aller Welt, jedoch werden eure Sprachen automatisch übersetzt, sodass ihr auch in der Lage seit mit diesen zu kommunizieren.
Jedoch seit gewarnt. Es gibt nicht nur gute. Und der Tod hat schlimme Folgen, so befindet sich ein Charakter im Spiel der tatsächlich in der Lage ist euren Avatar unwiderruflich aus dem Spiel zu entfernen.

Der Entwickler des Spieles selbst, Akira Nakamura, lebt in Japan, wo er auch das Spiel entwickelte. Er ist ein Spezialist für sogenannte virtuelle Realitäten. Somit ist er auch schon außerhalb Japans bekannt. Gerüchten zufolge, soll auch seine Tochter einen Account in diesem Spiel besitzen. Ich glaube ja, dass er damit nur das Leiden seiner Tochter an dieser komischen Krankheit etwas lindern wollte, aber es weltweit am gleichen Tag zu eröffnen ist doch schon eine Herausforderung. Zumal das Spiel selbst alle Sprachen übersetzt, sodass man sich mit Menschen aus aller Welt unterhalten kann. Jedoch vermuten bereits einige eingefleischte Spieler, dass sie irgendwie in Verbindung mit dem rätselhaften Avatar Tod steht.

- Ende der Übertragung der Werbung zu "Game or reality"

Wie jeden Morgen schlug ich meine Augen auf und atmete erst einmal erleichtert über dieses Aufwachen auf. Sicherlich wäre es angenehm einfach nicht mehr aufzuwachen, als wie Mutter zu leiden, aber ich wollte mein Ziel erreichen und dies war nun mal diesen Kristall von dem bereits fast die ganze Welt sprach zu ergattern.
Es gab Milliarden von Spielern in diesem Spiel die anscheinend genau dasselbe wollten wie ich selbst und sie alle schienen ihre eigenen Gründe zu haben durch die sie an den Kristall gelangen wollten.
Auch wenn Vater mir wahrscheinlich mit meinem Avatar einen gewaltigen Vorteil verschafft hatte mit dem ich, das musste ich sagen nicht so wirklich zufrieden war, da ich mich daran halten musste mich nicht ins Kampfgeschehen einzumischen, bevor ich nicht wusste, wo sich der Kristall genau befand.
Es gab tausende, wenn nicht mehr Verstecke in diesem virtuellen Spiel, die man durchforsten musste, bis man ihn fand, aber Vater hatte damit schon recht, dass er mir es nicht verriet. Das interessanteste an dem Spiel, dies ging wahrscheinlich allen so, war das es über das Internet funktionierte und somit alle die das Spiel spielten miteinander verbunden waren, sodass niemand de Möglichkeit hatte allein diesen Kristall zu finden und dann zu verraten, wo man ihn fand.
Nein dadurch war die Wahrscheinlichkeit den Kristall zu finden und sich seinen Wunsch erfüllen zu lassen für alle gleich und wenn man einmal aufhörte zu spielen stellte es sich manchmal jedoch schon als Herausforderung da, die anderen wieder einzuholen, da man ihnen nicht vorschreiben konnte, was sie zu tun oder zu lassen hatten.

Nachdem ich geduscht und mich angezogen hatte frühstückte ich erst einmal ausgiebig. Zwar brauchte ich nicht wirklich viel, aber mein Vater schrieb mir dies eben vor, obwohl er bereits wieder in seinem Büro saß und an einer neuen kostenlosen Erweiterung für das Spiel arbeitete. Ja das Spiel an sich musste man zwar kaufen, dafür waren aber die Erweiterungen kostenlos und außerdem verfügte man über ein ausgiebiges Charakterdesign, sodass eigentlich kein Wunsch offen blieb.
Einige würden wohl behaupten, das man durch so viel kostenloses nichts an diesem Spiel verdienen würde, aber dem war nicht so.
Da es bereits so oft verkauft wurde und immer wieder gekauft wurde, machte mein Vater durch seine Arbeit schon ein beträchtliches Vermögen, was hier in Japan nicht immer so leicht war, zugegeben im Rest der Welt zwar auch nicht, aber ich kannte eben kein anderes Land außer Japan und ich könnte es auch niemals verlassen, dem war ich mir sicher.
Naja außer, wenn ich in "Krypta", so hieß die Welt innerhalb des Spiels, war da ich dort wirklich einmal diese Welt verlassen konnte.

Nach dem Frühstück loggte ich mich sofort wieder im Spiel ein, legte mir aber vorher die Schläuche ab, die alle wirklichen Körperlichen Bedürfnisse überwachten und so das Spiel unterbrachen, wenn man eine Pause brauchte.
Wahrscheinlich war das Spiel deshalb auch so beliebt, da man eben erst weitermachen konnte, wenn man wirklich erholt war und eben genau dieses System konnte man nicht täuschen, naja außer meines, da ich dieses täuschen musste um überhaupt spielen zu können, da es auch die Krankheiten aufzeigte und erst zuließ das man weitermachte, wenn man wirklich wieder gesund war, was bei mir mehr als nur unmöglich war.
Mein Spiel hatte ich bereits am vorherigen Tag beendet, sodass sich sowohl ich als auch mein Avatar ausruhen konnten. Wenn ich mich wieder einloggte, startete ich meistens genau dort, wo er schlief und dies war doch wie immer in einer völlig dunklen und trostlosen Umgebung. Mein Avatar hieß ja nicht umsonst "Tod".
Ich schloss einfach in der richten Welt meine Augen und mein Bewusstsein wurde dabei sofort von meinem Körper in den von Tod übertragen. Genau wie zuvor schlug ich hier meine Augen auf, nur das sie dieses Mal rot waren und mein Haar lang und schwarz.
Wie jeden Morgen war der blaugrüne Schmetterling, der mich hier herausbrachte und auch zu allen sonstigen Welten, bereits hier und wartete nur auf mein Aufwachen, sodass er bereits auf meinen Lippen rastete und leicht mit den Flügeln schlug als ich aufwachte.
Ich streifte mir wie auch zuvor meine Kleidung über, die aus einer weißen langen Hose und einem ebenfalls weißen Top bestanden.
Dazu trug mein Avatar schwarze Springerstiefel mit Nieten verziert.
Ich warf mir dann noch meine schwarze Lederjacke über und befestigte mein blaues Katana auf meinem Rücken.
Ich wurde von dem Schmetterling wie aufgesogen und befand mich daraufhin schon in der weitläufigen Welt von "Krypta" wieder. Das Verblüffendste daran war jedoch, dass mich fast niemand der Spieler bemerkte, die hier waren, naja sie wussten, dass ich der Tod war und wahrscheinlich wollten sie mich deshalb gar nicht bemerken, aber dies konnte mir nur recht sein, da ich mich so erst einmal ungehindert weiter auf die Suche nach dem Kristall des Erwachens machen konnte um endlich mein Ziel zu erreichen und dies auch noch vor allen anderen zu schaffen.
Jedoch da ich auf der bösen Seite stand, obwohl das eigentlich nicht stimmte, aber das dachte man eben vom Tod selbst leider, war es nicht so wirklich einfach dorthin zu kommen wo er versteckt war, da das Böse doch meistens vom Guten besiegt wurde, das war zumindest eigentlich die Alte Regel, damit das Böse nicht mehr außer Kontrolle geraten würde.
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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mo 24 Nov 2014, 01:13

Mir gefiel es gar nicht, was die beiden Zwillinge zu mir sagten. Am liebsten hätte ich ihnen die Meinung gegeigt, doch uns lief die Zeit davon. Die beiden ließen mich vor Mikihiko schlecht dastehen, dabei hatte ich meines Erachtens nach nichts falsch gemacht. Es stimmte schon, dass es etwas gedauert hatte, bis ich darauf kam, wer sie waren, aber dies war auch einfach zu erklären. Ihre Avatare hatte nämlich rein äußerlich nichts mit ihrem tatsächlichen Aussehen gemeinsam und wie Zwillinge sahen sie auch nicht aus. Gut, das hatten sie widerum von Beginn an gesagt, daher war es kein Geheimnis, dass sie Zwillinge waren. Ich wollte aber gar nicht mehr an die beiden denken. "Konzentrier dich, Cana! Du hast Wichtigeres zu tun.", sprach ich in Gedanken mit mir selbst.
Ich versuchte nicht mehr an Tatjana und Tara zu denken, doch meine Eifersucht machte mir da einen Strich durch die Rechnung. Ich hatte selbst mitbekommen, dass Mikihiko sich auf eine erneute Begegnung mit ihnen freute. Dies bedeutete unweigerlich, dass er sie wohl gut leiden konnte. Dies verschlimmerte meine Eifersucht nur. Es war schon komisch. Ich kannte Mikihiko noch nicht allzulange, aber ich hatte mich wirklich bis über beide Ohren in ihn verliebt und dass ihne sein wahres Äußeres zu kennen. Ich hatte mich aber auch in ihn als Person verliebt, aber ich ertrug es nicht zu sehen, dass er sich mit anderen Mädchen auch so gut verstand. Lediglich Haruka bildete da eine Ausnahme. Das war jedenfalls der einzige Grund, weshalb ich den Zwillingen gegenüber gerade so abweisend war.
"Du hast richtig gehört. Mein richtiger Name lautet Cana, aber hier in Krypta bin ich Aurora.", sagte ich zu Mikihiko, da er sich doch etwas gewundert zu haben schien. Ich lief einfach immer weiter, zwar neben Mikihiko, aber ohne jegliche Lust, ihm allzu nahe zu kommen. Ich ging nicht einmal wirklich darauf ein, wie er sich gerade fühlte. Stattdessen konzentrierte ich mich gerade mehr auf unser Ziel, denn die Sonne war bereits untergegangen, was wohl bedeutete, dass es bis Mitternacht nicht mehr lang dauerte. Wir durften uns einfach nicht diese Chance entgehen lassen, um diese Welt zu verlassen, wenn das wirklich der einzige Moment war, um sich auszuloggen. In der Ferne sah ich plötzlich etwas wie eine Rakete in die Luft steigen. Gut, do weit entfernt war es auch nicht mehr, aber es war kaum zu erkennen, was es war, dass dort hochgejagt wurde. Ich wusste trotzdem, worum es sich dabei handelte. "Sieht so aus, als sind wir fündig geworden.", sagte ich und freute mich über den Anblick des Hora-Steins. Sorgen darüber, dass der jetzt wrg war, machte ich mir keine, denn der Hora-Stein würde schon wieder da sein, bis wir dort ankamen. Es tauchte nämlich sicher wieder einer an der gleichen Stelle auf, der gerade hinauf geflogen war. Trotzdem war Vorsicht geboten, denn irgendjemand musste dort sein und den Hora-Stein mit einer Explosion gezündet haben.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mo 01 Dez 2014, 20:01

Ich beobachtete alles aufmerksam und ließ mich von schon fast jedem Geräusch beeinflussen. Eigentlich ein Charakterzug, auf den ich bis zu diesem Zeitpunkt gerne verzichten konnte. Aus dem Hinterhalt würde und vor allem konnte mich so oder so niemand angreifen und trotzdem konnte ich mir diese Vorsicht nicht verkneifen. Innerlich zitterte ich sogar vor Angst, vor Angst niemals wieder aus Krypta heraus zu kommen. Mein Verdacht, dass ich den Übeltäter bereits kannte, legte sich zudem auch nicht ab. Jedoch war ich mir fast hundertprozentig sicher, dass er es nicht allein geschafft haben konnte. Irgendwer musste ihm definitiv geholfen haben. Und doch stimmte es mich nicht gerade ruhiger, dass sie sich am Werk meines Vaters zu schaffen machten, denn Krypta war sein Traum und dieser Traum war im Laufe der Zeit auch zu meinem geworden. Erst dann realisierte ich auch, dass wir unser Ziel wohl erreicht hatten. Diese Tatsache, hob meine Laune dann doch ein wenig, auch wenn dies nicht wirklich viel ausrichtete. Das die Zwillinge weg waren, erfreute mich zwar, aber trotzdem sollte dies nicht so wirken, als ob ich sie nicht mögen würde. Ich traute ihnen einfach nicht. Jedenfalls als wir eigentlich bei dem Hora-Stein ankamen, erkannte ich nur die Silhouette einer Person. Getarnt durch einen Umhang, zum stehen gekommen im Schatten! Beides waren zwei Tatsachen, die es mir nicht gerade leicht machten, die Gestalt zu erkennen.
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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   So 07 Dez 2014, 16:45

Nicht mehr lange und wir würden Gewissheit darüber erlange, wie spät es war. Das dachte ich zumindest. Auf den letzten Metern ahnte ich aber noch nicht, dass sich uns noch jemand in den Weg stellte, dabei war mir als erste klar, dass irgendein Avatar den Hora-Stein zuvor schon gezündet haben musste. Am Hora-Stein angekommen erblickten wir die Silhouette eines Avatars. Man konnte fast nichts erkennen, wodurch der Avatar ziemlich mysteriös wirkte. Wie erwartet war der Hora-Stein schon wieder da, doch dieser Avatar stand uns im Weg. "Hallo? Ich will ja nicht stören, aber dürfte ich mal kurz an den Stein ran. Ich brauche eine bestimmte Information von ihm.", sprach ich zu dem Avatar und kam gleich zum Punkt. Der Avatar beachtete mich gar nicht und murmelte nur: "24. Versuch! Ein Fehlschlag!" Irritiert sah ich Haruka und Mikihiko an und zuckte nur mit den Schultern. Plötzlich blickte diese geheimnisvolle Gestalt auf und wandte ihren Blick uns zu. Der Avatar musterte uns drei nacheinander und fing an zu grinsen. Schließlich meinte er: "Ich weiß, wer ihr seid. Wenn ihr euch mit dem Tod abgebt, dann müsst ihr diese Rebellen sein, die nicht an dem Spiel teilnehmen." "Du meinst damit wohl das Spiel, dass diese widerlichen Hacker ins Leben gerufen haben. Wieso sollte ich tun, was sie sagen? Sie sind nicht mein Vormund. Außerdem tue und lasse ich das, was ich will und lass mir von solchen Angsthasen nicht das Spiel verderben, obwohl es dafür schon zu spät ist.", erwiderte ich. Die seltsame Gestalt zog ihren Umhang vors Gesicht und kam einen Schritt näher. Ich blieb wachsam, aber beließ meine Ausrüstung noch in meinem Avatar. Der Avatar vor uns ermahnte mich: "Pass auf, was du sagst. Du weißt nicht, wer sich das alles mitanhört. Du weißt auch nicht, mit wem du es zu tun hast." Mehr und mehr gewann ich den Eindruck, dass sich vor uns einer der Hacker befand. Dann stellte sich aber auch wieder die Frage, was er mit dem Hora-Stein vorhatte. Wenn er aber Ärger haben wollte, dann konnte er den gerne haben. Ich wollte sowieso noch herausfinden, was meine neue Rüstung so verbarg, bevor ich mich ausloggte. Der Moment schien perfekt zu sein.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mi 10 Dez 2014, 19:58

Durch die Worte der unbekannten Person, weckte sich zwar für einen Augenblick lang mein Interesse, aber noch hielt ich mich mit unangebrachten und allein aus Wut entstandenen Worten zurück. Somit ließ ich erst einmal Aurora den Vortritt. Mitunter kam mir zwar die Stimme dieses Avatars irgendwie bekannt vor, aber falsche Thesen wollte ich auch nicht aufstellen, erst recht wenn ich sie nicht beweisen konnte. Und doch wollte ich mich von diesem Avatar gerade nicht aufhalten lassen. Nicht einmal Guts, okay ich wollte ihn so schnell nicht mehr sehen, konnte mich in diesem Moment aufhalten. Am liebsten würde ich so schnell nicht mehr kämpfen wollen, aber ich spürte eine innere Lust auf einen blutigen Kampf. Und doch hielt ich mich zurück, ich wollte Aurora zudem auch beim kämpfen beobachten um zu sehen, was sie wirklich alles konnte. Meine Neugierde war immerhin sehr groß. Doch auch von unserem anderen Begleiter war ich allein auf seine Fähigkeiten bezogen, nicht weniger neugierig. Ihn hätte ich auch gerne kämpfen sehen, aber es wollte wohl nicht so sein. "Aurora, wenn du möchtest kannst du dich austoben.", murmelte ich und schaute mich daraufhin zur Vorsicht nach anderen Avataren um.
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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mo 15 Dez 2014, 21:57

Ein erfreutes Grinsen legte sich auf meine Lippen, nachdem ich Harukas Worte gehört hatte. Sie gestattete mir also mich nach Lust und Laune mit diesem merkwürdigen Typen zu befassen. Ich war wirklich neugierig, was alles in meiner neuen Rüstung steckte. Bestimmt sah sie nicht nur toll an mir aus, sondern ließ mich auch während eines Kampfes in neuem Glanz erstrahlen. Wenn ich nur diesen Typen loswerden musste, dann war das noch das kleinste Problem, doch ich durfte ihn nicht unterschätzen. Es sah aber leider danach aus, dass ich genau dies gerade tat. Wenn er einer der Hacker war, dann war er im Prinzip zu allem fähig. Ansonsten wusste ich aber nichts über ihn oder die Art wie er kämpfte. Andererseits galt für ihn dasselbe, zumal ich ja selbst noch wenig darüber wusste, wozu ich mit meiner neuen Rüstung fähig war.
"Junge, du stehst uns im Weg. Mach das du weg kommst oder ich helf nach.", warnte ich ihn ein letztes Mal vor, doch er lehnte ab und legte es wirklich darauf an. Ich griff zu meinem Rapier und meinte: "Du hast es nicht anders gewollt." Anschließend stürmte ich voran und wunderte mich selbst, wie schnell ich wurde. Ich fühlte mich so federleicht, noch leichter und eleganter als in meiner alten Rüstung. Bei genauerem Hinsehen konnte man sogar erkennen, dass ich kurz über den Boden glitt. Meine Füße berührten den Boden nicht mehr, doch ich merkte davon wenig, wenngleich ich mich so leicht fühlte. Diesen Typen schien ich damit dann doch zu überraschen. Ich attackierte ihn mit meinem Rapier, aber er schaffte es doch noch meinen Angriff zu parieren. Darüber hinaus reagierte er noch schnell genug, um mir mit seinem Ellenbogen einen Schlag in den Rücken zu verpassen, der nicht nur schmerzhaft war, sondern mich auch zu Boden zwang. So schnell war es mit dem federleichten Gefühl auch schon vorbei. Dieser Schlag war wirklich nicht zu verachten. Seine Kraft ging weit über das Menschenmögliche hinaus. Schon klar, wir befanden uns hier noch in einem Spiel, aber bislang war ich noch niemandem mit solch einer immensen Kraft begegnet.
Mein Gegner nutzte die Chance, als ich auf dem Boden lag, um gleich nachzusetzen. Er trat von oben auf mich ein und seine Tritte waren nicht weniger schwach als der Schlag eben. Meine Rüstung schützte mich noch etwas, aber trotzdem war jeder einzelne Tritt schmerzhaft. Wie feige musste man eigentlich sein, um einen am Boden liegenden Gegner weiter zuzusetzen? Doch nur weil ich mich kurz hatte überrumpeln lassen, gab ich noch lange nicht auf. Mein Gegner gab mir trotzdem noch zu denken, denn sein Gesicht hatte ich bisher immer noch nicht gesehen. Mir würde es aber eine Freude bereiten, ihm seinen dämlichen Umhang bald vom Körper zu reißen oder zu zerschneiden. Vermutlich konnte ich es nicht verhindern, dass Haruka oder Mikihiko mir helfen wollten, wenn nicht sogar beide, aber ich wollte gar keine in Anspruch nehmen. Ich hatte meine Fähigkeiten längst noch nicht ausgeschöpft und das wusste Haruka auch ganz genau, aber Mikihiko sah mich das erste Mal kämpfen und wusste daher nicht wirklich, wozu ich imstande war.

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Zuletzt von Diddy am Di 23 Dez 2014, 16:47 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Do 18 Dez 2014, 20:18

Mein Drang ihr zur Seite zu stehen wuchs doch immer mehr, obwohl der Drang zu töten überwog. Ich hielt mich aber weiterhin zurück um ungewollte Fehltritte zu vermeiden. Schon klar, dass die meisten Avatare sich auf die Jagt nach mir gemacht hatten, aber ich wollte es ihnen schon gar nicht leicht machen. In meinem Rausch nach Tod war ich zwar mächtig, aber gleichzeitig auch dumm genug, meine Gegner zu unterschätzen. Spätestens bei zwei Gegnern hörte dies auch auf und man konnte mich zumindest angreifen. Verletzen war da wieder etwas anderes auf das ich an sich nicht einmal näher eingehen wollte. Ich meine, wieso sollte ich auch meine Schwächen ans Licht bringen. Es war schwer zu glauben, aber ich kannte meine eigenen Schwächen nicht einmal gut genug um sie in Stärken umzuwandeln. Und es gab auch meistens nichts, was diese ausglich. Doch als Aurora bereits auf dem Boden lag fiel es mir immer schwerer, mich noch zurück zu halten. Ich wusste sehr gut, wie stark sie war und dies bezweifelte ich auch nicht, aber mittlerweile hegte ich allein schon wenn ich irgendetwas über die Hacker hörte, einen großen Groll gegen diese Avatare. Gut nicht bei Aurora oder Mikihiko aber dies war für mich auch etwas ganz anderes, genau betrachtet. Immer noch unsicher, was die richtige Uhrzeit betraf hoffte ich darauf, dass uns dieser Avatar nicht zu lange beschäftigen würde, denn ohne die beiden wollte ich mich auf gar keinen Fall auslogen!
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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Di 23 Dez 2014, 17:28

Mein Gegner trampelte weiterhin auf mich herum, was ich mir aber nicht länger bieten lassen wollte. "Was glaubt dieser Mistkerl eigentlicht was ich bin? Ich bin doch kein Fußabtreter. Es wird Zeit zurückzuschlagen...", dachte ich. Der mysteriöse Typ, der seine Identität immer noch verbarg, sprach auf einmal: "Du hast noch nicht genug? Dann muss ich wohl fester zutreten!" Erneut holte er aus, diesmal nur zu einem viel kräftigeren Tritt. Er beabsichtigte offenbar mir die Wirbelsäule oder sonst was zu brechen, hauptsache ich konnte mich nicht mehr bewegen. Bewegungsunfähigkeit war aber ein Stichwort, das mich auf den Plan rief, denn ich besaß immer noch eine äußerst wirkungsvolle Fähigkeit. Gerade als er zutreten wollte und kurz davor stand mich in Grund und Boden zu treten, hob ich leicht meinen Arm und ließ ein paar Blitze auf ihn los, die ihn schlicht und ergreifend lähmten. Das verschaffte mir etwas Zeit, um mich wieder aufzurappeln und ihm danach den Rest zu geben. Nachdem ich aufgestanden war, kümmerte ich mich aber nicht zuerst um den Typen, sondern um den Hora-Stein, welchen ich mit meinem Rapier schlug. Boing-oing! So klang das Geräusch, das der Stein machte, nachdem ich ihn getroffen und zum Wackeln gebracht hatte. Als er wieder gerade stand, teilte er mir die Uhrzeit mit. Uns blieben nur noch fünf Minuten bis Mitternacht. Genug Zeit also, um mit meinem Gegner fertigzuwerden, dessen gelähmter Zustand schon nicht mehr anhielt.
Mein Gegner, der Typ mit Umhang, war nun mächtig sauer und sagte zu mir: "Du kleines Miststück! Das wirst du bereuen. Weißt du eigentlich mit wem du es zu tun hast?" "Woher soll ich das wissen, wenn du dich nicht mal zu erkennen gibst, du Feigling? Hättest du wirklich Mumm in den Knochen würdest du uns dein Gesicht zeigen, aber lass mal. Es wird mir eine Freude sein, dir deinen dämlichen Umhang vom Körper zu reißen, während ich es dir zeige.", erwiderte ich. Anschließend richtete ich mich an Haruka und Mikihiko, als ich sagte: "Würdet ihr bitte auf den Stein Acht geben und die Zeit überprüfen? Wir wollen doch nicht den richtigen Moment verpassen." Ich stürmte dann auf meinen Gegner los, der ebenfalls auf mich zustürmte. Als er zum Schlag ausholte, duckte ich mich schnell weg und stach ihm mein Rapier in den Bauch. Aus Reflex erwischte er mich mit seiner anderen Faust, wodurch ich einige Meter weit flog, aber wenigstens hatte ich mein Rapier vorher noch rausgezogen, denn sonst hätte ich es jetzt wohl verloren. Mein Gegner war vielleicht stärker, aber ich war dafür offenbar schneller als er und natürlich auch klüger, aber das wusste ich schon sofort. Ein weiteres Mal machte ich mir meine Fähigkeit zunutze, ohne dass er es sofort merkte. Ich lud mein Rapier mit Blitzen auf und bereitete dadurch einen Angriff vor, aber auch mein Gegner schien einen Angriff vorzubereiten, der mich ausknocken, wenn nicht sogar töten sollte. Also das würde Haruka bestimmt nicht gefallen, wenn dieser Feigling auf einmal die Arbeit vom Tod übernahm. Zu dumm, dass ich nicht vorhatte zu sterben, nur um dann wahrscheinlich weit weg von Haruka und Mikihiko wieder mitten in Krypta aufzutauchen. Alles was ich nur noch sah war, wie mein Gegner sich plötzlich nur noch aufpumpte und viel muskulöser wurde. Ich war mir ziemlich sicher, dass er mir damit wirklich so sehr zusetzen würde, dass meine Lebenskraft auf Null sank, aber soweit wollte ich es nicht kommen lassen. Außerdem bezweifelte ich, dass ihn die Muskeln vor meinen Blitzen beschützen konnten. Der entscheidende Showdown konnte beginnen!

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mi 24 Dez 2014, 20:04

Als Aurora zu Boden geschlagen wurde und er auf sie eintratt, wollte ich eingreifen, aber hielt mich zurück. Es war ihr Kampf und nicht meiner. Sie würde es auch ohne mich schaffen. Haruka griff auch nicht ein, vermutlich kannte sie Harukas wahre Stärke. Ich kaute auf meiner Unterlippe herum, da ich eigentlich wollte ich ihr helfen. Sie bedeute mir viel, auch wenn wir uns nicht lang kannten. "Ja, du kannst dich auf uns verlassen!"

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Do 01 Jan 2015, 00:19

Meine Konzentration lag bereits wieder bei meinem Gegner, der mittlerweile wahrlich zum Muskelprotz mutiert war. Ich nahm es mir aber noch heraus, Mikihiko kurz anzulächeln, nachdem seine Worte in meine Ohren drangen. Als ich meinen Gegner nun sah, konnte ich nur müde lächeln. Er glaubte doch nicht wirklich, dass er mit reiner Muskelmasse gegen mich bestehen konnte. Das war doch ein Witz! Ich unterschätzte ihn aber maßlos. Der Kapuzenträger holte zum Schlag aus. Er erreichte mich nicht, aber trotzdem schien dieser Schlag es in sich zu haben. Mein Gegenüber erzeugte eine Druckwelle, die genau auf mich zukam. Ich wurde von ihr erfasst und wurde von meinen Beinen gerissen, sodass ich einige Meter nach hinten flog. Diese Kraft überraschte mich sehr. "Unglaublich! So eine grwaltige Kraft sehe ich zum ersten Mal!", sagte ich und lobte ihn indirekt damit. Mir gefiel es aber, dass mein Gegner so stark war. Je härter ein Kampf, desto mehr reizte es mich, meinen Gegner zu besiegen.
Ich stand wieder auf und war bereit weiterzumachen. Viel Zeit blieb meinen Begleitern und mir aber nicht mehr. "Mir ist es egal, wer du bist, aber du bist verdammt stark. Stärke ist abet nicht alles. Ich zeige dir, was ich meine." Ich stürmze blitzschnell los und ehe er sich versah, stand ich hinter meinem Gegner. "Das war's für dich.", sagte ich, bevor er von einem gewaltigen Blitz durchbohrt wurde, der seinen Ursprung dort hatte, wo ich eben stand, und in meinem Rapier endete. Mein Gegner ging auf die Knie und kippte nach vorne um. Das bedeutete dann wohl, dass ich siegreich aus diesem Kampf hervorging. Im Anschluss ließ ich als erstes mein Rapier verschwinden, bevor ich mich Haruka und Mikihiko zuwandte und sie fragte: "Wie viel Zeit haben wir noch?" Von den eben noch verbliebenen fünf Minuten bis Mitternacht konnte nicht mehr viel übrig bleiben.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   So 04 Jan 2015, 12:11

"30 Sekunden.", antwortete ich monoton und versuchte dabei meine Nervosität zu verbergen. Wir mussten es jetzt heraus schaffen, denn ob dies Morgen noch so einfach war bezweifelte ich stark. Ich spürte wie jede einzelne verstreichende Sekunde meinem Körper zusetzte und ich mich eigentlich wirklich ausruhen musste, wenn wir zurück waren. Mein Glaube daran, dass wir es wirklich in die richtige Welt zurückschafften, war dennoch stärker dennje. Bereits jetzt öffnete ich das Menü und starrte wie in Trance auf den Logout-Button, der noch immer durchsichtig war. Und wie ich mich darauf freute, wieder in meinem normalen Körper zu stecken, selbst wenn dieser nicht unbedient von bester Gesundheit war. Aber ja um die beiden kennen zu lernen, dafür würde ich wirklich die schützenden Wände meines Zuhauses verlassen. "Wir sollten schnell noch irgendetwas austauschen, damit wir uns auch finden, sonst bleibt dies leider eine letzten Begegnungen von uns. Ob Krypta abgeschaltet wird weiß ich wiederum auch nicht.", begann ich und wirkte nur kurze Zeit später wirklich sehr melancholisch. Krypta war meine Tür zur Außenwelt und dies schon immer, aber sie so zurück lassen zu müssen, dies brach mir irgendwie das Herz.
In der Hoffnung, dass sich bald alles zum guten Wenden würde, schlich sich dann doch ein Lächeln auf mein Gesicht.
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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mi 07 Jan 2015, 18:45

Uns blieb nicht einmal mehr eine halbe Minute, um uns vorübergehend voneinander zu verabschieden, bevor wir uns ausloggten. Hoffentlich funktionierte das auch, denn noch einen Tag länger hielt ich es in Krypta nicht mehr aus. Mir gefiel es zwar hier, aber mein Körper stieß irgendwann auch an seine Grenzen, auch wenn ich mir das nicht allzu sehr anmerken ließ. Besonders der letzte Kampf eben hatte es in sich gehabt. Irgendwie stimmte es mich traurig, dass wir uns vorerst trennen würden, doch wir würden uns bestimmt wiedersehen. Haruka schnitt da ja schon das passende Thema an. "Ich glaube wir haben nicht genug Zeit, um Nummern oder sonst was auszutauschen", sagte ich, "Womit sollen wir das auch notieren? Warum treffen wir uns nicht am Tokyo Tower? Das halte ich für die beste Lösung. Sagen wir morgen um 15 Uhr..." Mit Sicherheit wäre es besser gewesen, wenn wir eine Telefon- oder Handynummer von jedem hätten, aber ein Treffen war auch keine schlechte Lösung. Natürlich durfte nichts dazwischenkommen, aber ich hatte auf jeden Fall Zeit.
Ich öffnete nun auch das Menü und behielt den Logout-Button im Auge, nahm dann aber trotzdem noch Mikihikos Hand. "Ich freue mich schon auf unser Wiedersehen. Dann, wenn wir uns wirklich kennenlernen.", sagte ich an beide gewandt. Dann kam auch der entscheidende Moment. Es wurde in Krypta Mitternacht. Genau in diesem Moment aktivierte sich der Logout-Button, aber uns war bewusst, dass dies nicht ewig anhalten würde. Bevor ich ihn betätigte, sprach ich noch: "Also dann, wir sehen uns." Danach drückte ich ohne zu Zögern den Logout-Button, woraufhin ich, also mein Avatar sich langsam auflöste, bis er ganz verschwunden war. Jetzt blieb nur zu hoffen, dass die Hacker nicht zu viel Schaden anrichteten während wir uns nicht in Krypta aufhielten. Wahrscheinlich machte es sie rasend vor Wut, wenn sie mitbekamen, dass der Tod sich hatte ausloggen können.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Sa 10 Jan 2015, 20:00

Ich drückte sanft die Hand von Aurora und lächelte sie an. "Ich freu mich schon. Auf dich auch Haruka!" Ich drückte den Logout-Button und fing an mich aufzulösen. Es war ein merkwürdiges Gefühl, als ob ich für immer verschwinden würde. Für einen Moment war alles schwarz, hatte ich mich wirklich aufgelöst? Ich fing langsam wieder an meine Gliedmassen zu fühlen. Ich konnte wieder Atmen und meine Augen öffneten sich. Ich hob meine Hand, die gerade noch die von Aurora umschlossen hatte. Morgen um 15 Uhr. Treffpunkt Tokyo Tower. Ein lächeln bildete sich auf meine Lippen.
Ich bin wieder Zurück.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Sa 10 Jan 2015, 22:03

Schmunzelnd, sah ich dabei zu, wie die beiden sich ausloggten. Genau in diesem Moment betätigte ich auch den Button, bemerkte dabei aber nicht, wie wir anscheinend noch beobachtet worden waren. Überall hatten sie wohl ihre Spitzel versteckt und ich wollte gar nicht so genau wissen, was dies alles sollte. Verglichen hiermit, was alles in dieser kurzen Zeit geschehen war, war beobachtet zu werden, noch kein so großer Alptraum. In der richtigen Welt zurück öffnete ich meine Hellbraunen Augen und blickte nur an eine weiße Decke. Es war ein eigenartiges Gefühl, wieder im eigenen Körper zu sein. Es fühlte sich einfach ganz unwirklich an, wie als ob im Spiel das richtige Leben war und nicht dieses hier. Wobei für mich war dies eigentlich die einzige Möglichkeit um mit der Welt da draußen Kontakt aufzunehmen. Irgendwann würde ich wahrscheinlich auf diese Möglichkeit nur noch angewiesen sein, denn mein Zustand blieb nicht immer so stabil. Leider waren dies auch Dinge, mit denen ich mich befassen musste. Noch einmal ließ ich mir das Vergangene durch den Kopf gehen, bevor ich mich aufrichtete und den Helm abnahm, der mich nach Krypta brachte. Noch immer war ich in meinem Zimmer und an sich hatte sich nichts geändert. Es war still, so still wie immer doch bereits jetzt fehlte mir irgendwie ihre Gesellschaft. Inmitten meines Zimmers sich so unwirklich zu fühlen, daran musste ich mich wirklich gewöhnen. Ich stand erst einmal auf und griff nach meinem Handy um mir den Wecker für den morgigen Tag zu stellen. Das ich mal wieder das Haus verlassen würde, konnte ich selbst noch nicht glauben, aber genau deshalb wollte ich auch schon lange mal wieder etwas ausprobieren. Draußen war es bereits dunkel, als ich die Rollläden meines Zimmers zuzog. Das mein Vater nicht da war, brauchte mich derweil auch nicht mehr zu überraschen, denn er arbeitete bestimmt schnell an einer Lösung zu diesem Problem. Schlussendlich setzte ich mich wieder auf mein Bett und schrieb meinem Vater noch eine Sms, dass es mir gut ging. So etwas wie whatsapp kannte er wohl nicht, oder zumindest benutzte er es nicht. Erst jetzt bemerkte ich eigentlich auch, wie müde ich selbst war, selbst wenn ich bis jetzt nicht einmal auf die Uhr geschaut hatte. Aber es musste schon gegen 00:30 Uhr am Morgen sein. Ich kugelte mich in meine Decke ein und schlief mit einem leichten Lächeln ein. Ich freute mich schon auf das morgige Treffen, selbst wenn mir auch etwas mulmig zumute war. Ich hatte aber nicht vor den beiden Angst, meine Angst konzentrierte sich eher auf die Außenwelt. Die Stunden, die ich schlief schienen im Fluge zu vergehen, ehe mich ein nicht gerade angenehmes Piepsen weckte.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   So 11 Jan 2015, 22:37

Nach dem Betätigen, als ich dabei war in meinen richtign Kõrper zurūckzukehren, der aus Fleisch und Blut und im Prinzip nicht nur aus Daten bestand, fühlte ich mich kurzzeitig sehr komisch. Fūr einen kurzen Moment fūhlte es sich so an, als besäße ich ūberhaupt keinen Kõrper. Dies bleib aber nicht so. Letztlch hatte ich es geschafft. Mir war es gelungen, Krypta zu verlassen und in meinen Körper zurūckzufinden. Ich war zuversichtlich, dass Haruka und Mikihiko es ebenfalls geschafft hatten und wir uns bald sehen würden. Dann würden auch die beiden sehen, dass sich Auroras und mein Körper kaum voneinander unterschieden. Äußerliche Unterschiede bestanden eigentlich nur in der Haarfarbe und in Sachen Kleidung, doch beides ließ sich theoretisdh anpassen. Ich spielte aber nie mit dem Gedanken mir die Haare blond zu färben, seitdem ich Aurora erstellt hatte.
Wieder zurück in meinem Körper nahm ich zuerst den Helm ab, der meinen Verstand von meinem Körper lösen und in Aurora senden konnte. Es war schon erstaunlich, wozu die heutige Technik imstande war. Eine Zeit lang blieb ich liegen und sah auf meine Hand, mit der ich eben noch scheinbar Mikihikos Hand gehalten hatte. Dann legte ich sie auf meine linke Brust, auf mein Herz, und fing an von Mikihiko zu schwärmen. Ich freute mich sehr auf unser Treffen, aber nicht bloß wegen ihm. Mindestens genauso sehr freute ich mich auf Haruka, vor allem weil ich wusste, dass sie nicht so oft ihr Zuhause verließ. Anschließend stand ich doch auf, obwohl ich mich ziemlich erschöpft fühlte. Man konnte meinen, dass ich mich in diesem Körper genauso verausgabt hatte wie in Auroras. Am liebsten wäre ich auch weiter liegen geblieben, doch ich hatte fürchterlichen Durst, den ich stillen musste. Dazu ging ich in die Küche und nahm mir ein Glas aus dem Schrank. Daraufhin öffnete ich den Kühlschrank und sah kurz nach, was an Getränken so da war. Dabei wurde ich auf einmal von Rückenschmerzen geplagt. Ich wusste genau, woher diese rührten, doch ich wunderte mich ebensonwie bei meiner Erschöpftheit darüber, dass ich sie in meinem richtigen Körper spürte. Die Rückenschmerzen, die durch die Tritte des Umhangträgers zustande kamen, waren vielleicht auch nur ein Anzeichen dafür, dass ich mein Bett brauchte. Ich nahm eine Flasche Mineralwasser aus dem Kühlschrank, füllte das Glas damit, stellte die Flasche zurück in den Kühlschrank und trank das Glas leer. Ein Blick aus dem Fenster reichte aus, damit ich an die Zwillinge denken musste. So nervig ich sie auch fand, wünschte ich ihnen doch, dass sie sich ausloggen konnten. Daraufhin legte ich mich wieder in mein Bett zurück, doch ich konnte nicht sofort einschlafen. Ich musste an das Treffen denken, dem ich voller Erwartungen entgegenfieberte. Es gab sicher User, die sicn einen Avatar erschufen und lediglich eine Rolle spielten. Ich hoffte aber, dass es bei Haruka und Mikihiko anders aussah und sie genauso waren wie ich sie in Krypta kennengelernt hatte. Doch was brachte es mir, mir den Kopf darüber zu zerbrechen. In ein paar Stunden würde ich sie doch eh sehen. Bis dahin sollte ich mich lieber noch etwas ausruhen und schlafen. Dies gelang mir schließlich auch.

Am nächsten Morgen erwachte ich wieder. Ich fühlte mich besser und war zur Abwechslung mal gut gelaunt, aber topfit war ich trotzdem nicht. Meine Vorfreude auf das Treffen mit Haruka und Mikihiko war einfach nicht in Worte zu fassen. Bis dahin gab es aber noch so manches zu tun, doch alles mit der Ruhe. Noch hatte ich ja Zeit. Meine Laune konnte noch nicht einmal die Lebensgefährtin meines Vaters trüben. Sie machte mir wieder deutlich, dass sie nicht leiden konnte, was ich so trieb, aber das war mir egal. Sie war nicht meine Mutter und hatte mir gar nichts vorzuschreiben. Ihr und ebenso meinem Vater erzählte ich beim gemeinsamen Frühstück davon, dass ich heute zwei Freunde treffen würde. Mein Vater freute sich darüber, doch sie wunderte es, dass ich überhaupt Freunde hatte. Bislang hatte ich ja auch nie wirklich welche gehabt, da ich keine unnötigen Freundschaften schließen wollte, die mir nur den Abschied erschwerten, wenn ich zurück nach Spanien ging. Mit Haruka und Mikihiko hatte sich das geändert. Die beiden waren für mich schon Freunde, in Mikihiko hatte ich mich soger verknallt. Auf unser Treffen freute ich mich wirklich und daran konnte keiner was ändern.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Di 13 Jan 2015, 17:34

Murrend zog ich mir meine Bettdecke über den Kopf und versuchte anschließend mein Handy zu ertasten um diesen unerträglichen Ton auszuschalten. Doch die vielen Versuche es zu finden, misslangen alle nach und nach, bevor ich dann doch aufstand. Erst setzte ich mich auf und erblickte sogleich mein Handy. Ertappt, ich hatte es wirklich an eine solch unmögliche Position gelegt, dass ich es hätte gar nicht finden können, wenn ich es nur mit tasten versucht hätte. Jedenfalls stellte ich anschließend den Ton ab, bevor ich aufstand. Die Sonne stand schon weiter oben und schien in mein Zimmer. Das ich es nicht gemerkt hatte, dass sie mir direkt ins Gesicht schien, war schon erstaunlich. Normalerweise hatte ich gar keinen so festen Schlaf, oder es lag einfach nur daran, dass mich Krypta ziemlich geschafft hatte. Erst dann bemerkte ich auch die Sms von meinem Vater. Diese überflog ich und erkannte dabei nur, dass er sich so sehr freute, dass es mir gut ging und er die nächste Zeit wohl kaum nach Hause kommen würde, zu viel zu tun verstand sich von selbst. Außerdem wurde er auch für den einfachen angriff verantwortlich gemacht und somit musste er erst einmal den Fehler ausbessern. Jedenfalls sprang ich erst einmal unter die Dusche und holte die versäumte von gestern damit nach. Anschließend band ich mir ein Handtuch um und verließ das Bad wieder. Ein Vorteil den es hatte mal allein zu sein war es eben auch, dass ich auch mal nur mit einem Handtuch bekleidet durch die Wohnung laufen konnte. Jedenfalls wanderte ich anschließend in die Küche, wobei ich da quer durch den Eingangsbereich und das Wohnzimmer musste und dies glich schon bald einer Wanderschaft.

Mit einer Schüssel voll Müsli und einem Glas Saft, sowie ein paar Tabletten in der Hand, ließ ich mich an dem Tresen unserer Küche auf einem Barhocker nieder. Den bitteren Geschmack jeder einzelnen kapselförmigen Tablette hatte ich selbst nach meinem Frühstück noch im Mund, was mich angewidert das Gesicht verziehen ließ. Dabei hatte ich mich daran eigentlich schon gewöhnt oder zumindest sollte ich mich daran schon gewöhnt haben. Jedenfalls zog ich mich dann wieder ins Bad zurück und trocknete mir meine Haare mit unserem Föhn. Immer wieder überraschte es mich, wie Türkis mein Haar tatsächlich war und dies stand eben doch in einem starken Kontrast zu meinen hellbraunen Augen. Erst jetzt schaute ich überhaupt mal auf die Uhr auf meinem Handy und verfiel sogleich in einen kleinen Zeitdruck, ich hatte wirklich so lange geschlafen! Sofort rannte ich in mein Zimmer zurück und kramte mir meine Klamotten aus dem Schrank. Unterwäsche, Kleid, Strumpfhose, Schuhe alles und rannte damit wieder ins Badezimmer um mich sogleich umzuziehen. Oh wie ich es hasste unter Zeitdruck zu stehen. Ich trug noch mein Make up auf und trug anschließend den Kampf mit meinen Haaren aus. Obwohl ich geduscht hatte, standen sie nämlich immer noch in alle Himmelsrichtungen ab und dies mehr als unbeabsichtigt. Mit meinem Glätteisen brach ich in den Kampf auf und drohte schon bald zu verzweifeln. Gut jeder hatte mal einen Bad Hair Day aber gerade heute wollte ich ihn nicht haben. Ich hatte schon so mit meiner Krankheit zu kämpfen, dass ich es nicht auch noch mit meinen Haaren zu tun bekommen wollte.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mo 19 Jan 2015, 00:43

Meine Stiefmutter und ich provozierten uns am Frühstückstisch noch gegenseitig etwas, was man wirklich als unseren liebsten gemeinsamen Zeitvertreib bezeichnen konnte. Sogar nach dem Frühstück zickten wr uns noch gegenseitig an. Weder mein Vater noch mein Halbbruder wagten es sich, sich einzumischen, da sie befürchteten, dass wir uns dann auf sie stürzen könnten. Diese Sorge war sogar berechtigt, denn in einem Punkt waren meine Stiefmutter und ich uns einig: Wir wollten unsere Streitereien untereinander ausfechten. Tief im Inneren wusste ich, dass sie keine von Grund auf schlechte Person war. Sie wollte mich manchmal doch nur beschützen, aber ich konnte sie trotzdem nicht leiden. Sie hatte versucht, mir den Kontakt zu meiner leiblichen Mutter zu verbieten, was ich ihr einfach nicht verzeihen konnte.
Als dann doch etwas Ruhe einkehrte, entspannte ich mich noch etwas in meinem Zimmer. Ich setzte mir Kopfhörer auf und hörte etwas Musik. Die Musik half mir dabei für einen Moment lang komplett abzuschalten. Das einzige, das ich nicht vergaß, war die Uhr im Auge zu behalten. Unter gar keinen Umständen wollte ich zu spät zu dem Treffen kommen. Das wäre mir sehr peinlich, vor allem da ich Ort und Zeit festgelegt hatte. Rechtzeitig schaltete ich die Musik ab und verschwand im Bad, das ich einige Zeit in Anspruch nahm. Um ein Bad kam ich nicht drumherum, aber das war auch, was am meisten Zeit benötigte. Anschließend, nachdem ich mir meine Haare getrocknet hatte, zog ich mir etwas an. Ich hatte nicht vor, mich allzu sehr aufzubrezeln. Um Mikihiko zu gefallen, hätte ich das schon gerne getan, aber heute lernte ich ihn und Haruka erst kennen, deshalb hielt ich das für zu viel des Guten. So kam es, dass ich Klamotten trug, die ich tagtäglich trug. Das hielt ich für unser richtiges Kennenlernen für angemesssener. Nach dem Anziehen machte ich mir allerdings noch etwas die Haare. Wenigstens meine Frisur konnte gut aussehen, wenn ich mich schon eher bescheiden angezogen hatte, obwohl mir meine Kleidung sowieso stand. Mein braunes Haar bändigte ich mit einem Haargummi, mit dem ich mir einen Pferdeschwanz band.
Soweit war ich dann fertig. In meinem Zimmer blickte ich auf die Uhr. Etwas Zeit hatte ich noch, doch ich entschied mich dazu schon einmal loszugehen. Mir machte es nichts aus, etwas früher loszugehen. Hauptsache ich kam nicht zu spät. Vor der Tür zog ich mir meine Schuhe an. Auf einmal stand meine Stiefmutter hinter mir, die der felsenfesten Überzeugung war, dass ich ihre Schuhe angezogen hätte. Diesmal ging ich gar nicht auf sie ein. Mir gelang es sogar sie zu ignorieren, da ich mit meinen Gedanken schon beim Treffen war. Schließlich verließ ich auch das Haus und schloss hinter mir die Tür. Dass noch weitere Personen in der Nachbarschaft etwa zur gleichen Zeit ihr Zuhause verließen, bemerkte ich nicht, da es mich eh nicht interessierte. Ich lief einfach los und freute mich bereits auf Haruka und Mikihiko.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Di 20 Jan 2015, 11:13

Gähnend schloss ich die Haustür hinter mir, nachdem ich meine Schuhe anhatte. Mit einer großen Sonnenbrille auf der Nase, die meine Müdigkeit etwas verbergen sollte, ging ich mehr oder weniger nervös los. Mal abgesehen davon, dass ich mein Zuhause schon ewig nicht mehr verlassen hatte, war es nicht unbedingt so, dass ich mich damit gleichzeitig draußen wohlfühlte. Ich fühlte mich beobachtet, obwohl ich niemand war und dies ließ mich gleich ein wenig wie ein kleines Kind wirken, was zum ersten Mal allein zur Schule ging. Ich atmete tief durch, während ich dann weiter durch unsere Nachbarschaft lief. Das damit zeitgleich noch weitere Personen, die ich heute wirklich kennenlernen würde, das Haus verlassen hatte, wusste ich trotzdem nicht. Ansonsten hätte man das sicher auch anders regeln können, doch wer hätte wohl gedacht, dass wir in der gleichen Nachbarschaft lebten. Schlussendlich zog mich mein Weg zur Bahn, denn um zum TokyoTower zu gelangen, wäre es zu Fuß doch ein etwas weiterer Weg gewesen, den ich ungerne zurücklegen wollte.
Mit meinem Ticket, stieg ich in die dann doch recht volle Bahn ein und wartete nur noch darauf, dass sie auch losfuhr. Wiederum zog sich dies dann doch noch etwas hin. Während ich wartete schaute ich noch einmal auf die Uhr, anscheinend war ich doch früher aus dem Haus gekommen, als gedacht und das obwohl ich wirklich nicht gerade wenig mit meinem Haar zu kämpfen hatte. Auf meinem Sitzplatz, den ich mir mühsam ergattert hatte, strich ich mein gepunktetes Kleid glatt und blieb wie angespannt sitzen. Bis auf mein Blinzeln und mein Atmen, vermied ich es sonst irgendeine Bewegung auszuführen. Wahrscheinlich war es nur Einbildung, aber ich spürte den Blick von allen Menschen auf mir liegen, wohl weniger auf mein Outfit bezogen. Zum Glück konnte man durch die Sonnenbrille nicht unbedingt sehen, wie ich unsicher meinen Blick auf den Boden richtete.

Dort verweilte er auch noch, solange wie die Bahn in die Richtung der Station am Tokyo Tower fuhr. Es dauerte an sich nicht lange, dorthin zu gelangen, aber jeder einzelne Moment, den ich hier verbrachte, wurde für mich zu einer unangenehmen Ewigkeit. Erst als die Bahn zum Stehen kam, schien ich wieder aufzuwachen. Vielleicht war ich nicht einmal allein hier in der Bahn, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass man sich den Weg zum TokyoTower wirklich antat, aber ich kannte sie eben im Reallife nicht. Immer wieder stellte ich mir vor, wie die beiden wohl aussehen könnten, aber ich ahnte ja noch nicht, dass sie gar nicht so viel anders aussahen als in Krypta. Da war ich wohl die einzige, die das komplette Gegenteil zu ihrem Avatar war. Den Rest des Weges von der Bahnstation zum TokyoTower, lief ich dann doch etwas schneller. Wahrscheinlich war ich nicht die erste, aber das wollte ich auch gar nicht sein. Doch der Weg war relativ kurz und vor allem ruhig und dies trotz der vielen Menschen. Schlussendlich kam ich dann auch zum Stehen und schaute mich erst einmal um. Das war wohl der schwierigste Teil des ganzen Treffens, sich zu finden.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   So 25 Jan 2015, 16:12

Es hatte so manchen Vorteil, dass ich relativ früh das Haus verlassen und mich auf dem Weg zum Treffen gemacht hatte. Mir blieb genug Zeit, um entspannt zum Tokyo Tower zu laufen. Ich ging eh lieber zu Fuß, als mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Diese waren meistens eh überfüllt und ich war echt froh, wenn ich nicht mit irgendjemandem in Berührung kam. Man wusste schließlich nie, was für Gestalten man im Bus oder in der U-Bahn antraf. Das sollte aber nicht abwertend klingen. Zu Fuß konnte man allerdings besser jemandem ausweichen, dem man lieber nicht zu nahe kam und deshalb hatte ich mich dafür entschieden, den Weg zum Tokyo Tower zu gehen. Dabei störte es mich nicht einmal, dass dies ein ganz schönes Stück war. Der Tower stand schließlich nicht bei uns um die Ecke.
Heute war ich mal zur Abwechslung für meine Verhältnisse ziemlich gut gelaunt. Eigentlich hasste ich es seit dem Tag an, an dem ich nach Tokyo ziehen musste, hier zu leben, aber heute sah das anders aus. Ich freute mich sehr auf das Treffen und war wirklich gespannt darauf zu sehen, wie Haruka und Mikihiko im realen Leben aussahen. Egal wie real Krypta erscheinen mag, war diese Welt doch immer noch mehr ein Spiel als bloße Realität. Trotzdem musste ich zugeben, dass ich mich in Krypta fü gewöhnlich wohler fühlte als hier. Nichtsdestotrotz lief ich, nein, stolzierte ich lächelnd über die Straßen Tokyos. Auf dem Weg kam ich an einigen Schaufenstern vorbei und ich konnte nie der Versuchung widerstehen mal einen Blick reinzuwerfen. Möglicherweise war etwas ausgestellt, dass mir sogar gefiel und ich mir kaufen könnte bzw. mir von meinem Vater kaufen lassen könnte. Genau genommen wurde mir in Tokyo mehr geboten als in Spanien und es ging mir hier besser, aber das bedeutete nicht, dass ich mich hier auch wohler oder wie zuhause fühlte. Wie auch immer, einen Blick in die Schaufenster genehmigte ich mir einfach. Trotzdem achtete ich auf die Zeit, denn ich durfte nicht zu lange trödeln. Hinterher kam ich dann doch zu spät und gerade das wollte ich vermeiden. Meistens nutzte ich die Schaufenster aber auch nur, um nochmal mein Spiegelbild zu erblicken und zu überprüfen, ob meine Frisur noch saß, zumindest wenn ich mir sicher war, dass mich keines der ausgestellten Stücke interessierte.

Auf meinem Weg zum Tokyo Tower ließ es sich nicht vermeiden, dass ich einigen Menschen begegnete. Einen richtigen Menschenauflauf fand ich allerdings erst vor, als ich schließlich an meinem Ziel ankam und das sogar noch mehr als pünktlich. Dies war das Wichtigste und es wäre mir sogar egal, wenn ich die Letzte war, die von uns dreien am Tokyo Tower eintraf. Mir fiel schnell auf, dass ich unter den ganzen anwesenden Personen aufgrund meiner Äußeren aus der Masse hervorstach. Grund dafür waren meine spanischen Wurzeln, denn äußerlich kam ich mehr nach meiner Mutter als nach meinem Vater. Ich stach hier genauso heraus wie so manche Touristen, denen man sofort ansah, dass sie nicht aus Japan stammten. Hoffentlich stellte sich das nicht als Problem heraus, weil Haruka und Mikihiko mich nicht ansprechen würden, weil sie mich nur wegen meines Aussehens für eine Touristin hielten. Andererseits könnte den beiden auch eine gewisse Ähnlichkeit zu meinem Avatar auffallen, sobald sie mich erstmal sahen. Überhaupt machte ich mir Gedanken darüber, wie wir uns gegenseitig erkennen sollten. Wir hatten zwar Zeit und Ort ausgemacht, aber das war es dann auch. Wir hätten noch an ein Erkennungssymbol denken sollen. Im Nachhinein betrachtet war es ganz schön blöd von uns, dass wir daran nicht sofort gedacht hatten. Jetzt konnte ich nur hoffen, dass es sich bezahlt machte, dass ich meinem Avatar ähnlich sah, denn so könnten die beiden wenigstens mich finden. Natürlich konnte ich auch Ausschau nach Personen halten, die ihren Avataren ähnlich sahen. Bei Mikihiko wünschte ich mir sogar, dass er wie sein Avatar aussah. Ansonsten blieb mir nur noch andere Leute danach zu fragen, wie sie hießen oder ob ihnen die Namen Haruka, Mikihiko und Aurora etwas sagten. Ich war auf jeden Fall zuversichtlich, dass wir uns trotz dieses Problems treffen würden.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Fr 30 Jan 2015, 21:12

Es dauerte noch eine ganze Weile, bis ich mich innerlich wirklich beruhigt hatte. Solch eine Nervosität hatte ich, dass glaubte ich zumindest, in meinem ganzen Leben noch nicht verspürt und so ließ mich dies eben nicht gerade gut fühlen. Immer wieder zupfte ich am Stoff meines Kleides herum, wodurch man vielleicht merken konnte, wie aufgeregt ich war. Eine der kleinen Angewohnheiten die ich hatte, wenn ich nervös war, war es eben mir an meinen Klamotten zu zupfen. Mitunter war ich wohl eine der wenigen Personen, die wirklich aufgetakelt hier herumlief, aber ich hatte es mir irgendwann einmal angeeignet so herumzulaufen, wenn ich das Haus verließ. Na hoffentlich dachten die beiden dann nichts Falsches von mir, wenn sie mich zu Gesicht bekamen. Und doch merkte man mir hier immer mehr und mehr an, dass ich unsicherer war. Ich war mehr als nur unsicher, was mein Verhalten in der wirklichen Welt anging und so traute ich mich an sich nicht einmal Fehler zu machen. Kopfschüttelnd versuchte ich so manche Gedanken buchstäblich ins letzte dunkle Eck meines Gehirns zu vertreiben, doch wie das ausging, konnte man sich wohl selbst denken.
Denn es funktionierte wirklich super, nicht. Doch dann begann ich mich wieder umzusehen. Nach irgendetwas Ausschau zu halten, was mich vielleicht auf die Idee bringen könnte, dass ich sie kannte. Doch dann wurde ich auf eine bestimmte Person unter all den Menschen aufmerksam. Das ihre Wurzeln nicht unbedingt dem japanischen entsprangen, sah man wiederum schon nach nur kurzem Hinsehen. Eine Weile musterte ich sie von der Seite und überlegte, denn bis auf kleine Änderungen, sah sie der Aurora, die ich aus dem Spiel kannte, zum Verwechseln ähnlich. Je weiter ich mich dazu ermutigte, auf sie zuzugehen, umso mehr bildete sich ein Kloß in meinem Hals. Ob wir uns wirklich so gut verstehen würden? Im Vergleich zu Krypta war dies hier noch etwas vollkommen anderes, es war eben das richtige Leben und was dies anging, so war ich nicht sonderlich erprobt. Langsam setzte ich mich dann doch wieder in Bewegung und hoffte, dass meine Stimme nicht gleich ganz versagen würde, wenn ich sie erreicht hatte und ansprechen wollte. Vielleicht irrte ich mich auch, doch mein Gefühl sagte mir einfach, dass ich richtig liegen musste.
Es gab so viele Möglichkeiten, wie ich auf sie zugehen könnte und so viel, was man richtig und wiederum falsch machen konnte, wenn man sich kennenlernte, doch dies alles abzuwägen würde mich sicherlich nicht mutiger machen. Allein schon meine sicheren vier Wände hinter mir gelassen zu haben, war dabei schon ein Fortschritt, für den ich an sich den beiden durchaus dankbar war. Als ich schlussendlich vor ihr zum Stehen kam, holte ich noch einmal tief Lust, bevor ich zaghaft zu Sprechen beginnen wollte.
„Du bist die Aurora aus Krypta nicht wahr?“,

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Di 10 Feb 2015, 05:25

Mit meiner Fragerei schoen ich auch nicht wirklich weiterzukommen. Keiner konnte etwas mit der Konstellation der drei Namen unserer Avatare etwas anfangen. Die Suche nach Haruka und Mikihiko glich für mich wie eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Nach all den Jahren, die ich hier lebte, konnte ich Japaner zwar auseinander halten, aber trotzdem sahen sie sich in meinen Augen sehr ähnlich. Nicht umsonst hatte ich ein Mädchen insgesamt dreimal gefragt.
Die Hoffnung gab ich noch nicht auf, doch ich ging die Suche mittlerweile nicht mehr so motiviert an. Es war eben deprimierend, dass ich bislang vergeblich versuchte sie zu finden. Dennoch wollte ich die beiden um jeden Preis treffen, aber ich hielt es wirklich für wahrscheinlicher, dass sie mich fänden, als ich sie. Letztlich stellte es sich heraus, dass ich damit anscheinend Recht behalten sollte.
Plötzlich stand vor mir ein Mädchen in einem gepunkteten Kleid. Ich sah sie an und hörte ihr zu, als sie mir die entscheidende Frage stellte. "Du bist die Aurora aus Krypta nicht wahr?", hallte mir ihre Frage durch den Kopf. Einer bzw. eine der beiden hatte mich also gefunden und wiedererkannt. Zum Glück sah ich meinem Avatar zum Verwechseln ähnlich. Bei wem es sich dabei handelte, wusste ich nicht, doch ich hoffte, dass es Haruka war. Ich hoffte, dass soe es mir nicht übel nahm, doch ich erlaubte mir einen kleinen Scheez und tat so, als hätte ich sie nicht verstanden. Darüber hinaus textete ich sie auf Spanisch zu, womit ich den Eindruck erwecken wollte, ich sei nur eine Touristin. Ich musste dann aber lachen, womit ich mich bestimmt schon verriet. Ich antwortete anschließend auf ihre Frage: "Sí, genau die bin ich. Du hast mich also erkannt. Dann nehme ich an, dass du Haruka bist. Ich heiße Cana! Schön dich jetzt auch wirklich in Fleisch und Blut kennenzulernen." Daraufhin lächelte ich sie an und zwinkerte ihr kurz zu.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mi 18 Feb 2015, 20:43

Zuerst wollte ich wieder einen Rückzieher machen, doch da ich sie bereits angesprochen hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als dies sein zu lassen. Trotzdem war es mir im ersten Moment dann doch etwas peinlich, erst recht als sie anfing etwas auf Spanisch zu sagen, zumal ich spanisch wirklich nicht verstand. Wenn man in Japan schon auf Englisch kommunizieren konnte, war es wohl ein echtes Wunder. Doch als sich dann mein Gefühl doch als richtig herausstellte, fiel mir praktisch schon ein Stein vom Herzen, erst recht als sie zu lachen begann. Irgendwie hatte ihr Lachen eine ansteckende Wirkung auf mich und ich stimmte ein wenig mit ein. Ein seltenes Bild an einer Japanerin, zumindest unter so vielen Leuten. „Es ist eben doch von Vorteil, wenn man seinem Avatar ähnlich sieht. Aber ja es freut mich ebenfalls, dich nun kennen zu lernen.“, eigentlich hätte ich mir auch gerne einen Scherz mit ihr erlaubt, aber diesen Gedanken hatte ich dann leider doch nicht in die Tat umgesetzt. Leider, denn es wäre wirklich lustig gewesen, zumindest in meinen Augen. Doch die richtigen Worte fehlten mir einfach. Seltsam, wenn ich eigentlich in Krypta niemals so richtig Angst davor hatte, irgendetwas zu sagen. Trotzdem wunderte es mich, dass wir beide noch vor Mikihiko hier angekommen waren. Und dies auch noch obwohl ich bereits so spät war. Oder mir kam es zumindest so vor. Hoffentlich tauchte er überhaupt noch auf, denn ansonsten wäre es wohl nicht mein Herz, was er damit brechen würde. Von meiner Seite aus begann dann plötzlich eine unheimliche Stille uns beide einzunehmen. Irgendwie fehlte mir gerade wirklich ein Gesprächsthema und dies war leider Gottes wirklich oft der Fall. Ich konnte mich noch nicht wirklich entspannen, denn ich brauchte immer eine gewisse Zeit um aufzutauen, ja so konnte man es beschreiben. Zu gerne hätte ich mich jetzt in einem Café niedergelassen, aber wir hatten unseren Treffpunkt hier ausgemacht und deshalb wollte ich auch hier auf den letzten unserer Runde warten. „Hoffentlich kommt Mikihiko auch noch.“, gab ich nach ein paar Minuten dann doch noch einen Ton von mir. Mir fehlte hier in der richtigen Welt einfach mein Schutzschild. Dies war vielleicht wirklich der Grund, warum ich mich gerade mehr oder weniger unbeholfen anstellte. Ich verlagerte mein Gewicht während wir beide warteten immer mal wieder vom einen Bein aufs andere, doch dies konnte leider nicht verhindern, dass sie irgendwann einschliefen und dann dieses blöde Kribbeln entstand. Als ob man Sandkörner im Körper hatte, die sich plötzlich zu bewegen begannen. Und so schien die Zeit gerade ewig langsam zu laufen, bis ich plötzlich wieder wachgerüttelt wurde.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Do 19 Feb 2015, 07:00

Tara und ich waren in unsere Zimmer und schliefen, als dann plötzlich unsere Mutter herein kam und rief ,,Tatjana und Tara!  Wie lange gedenkt ihr bitte noch zu schlafen? Seht zu dass ihr zwei jetzt aus den Federn kommt." Was für eine nette Begrüßung,  murrend erhob ich mich aus meinem Bett und blickte von der Bettkante herunter zu Tara. Ich kletterte schließlich aus dem Bett, zog mich an, putzte die Zähne und machte meine Haare zurecht, währenddessen wurde auch meine Zwillingsschwester wach und begann mit dem ganzen Spiel noch einmal von vorne. Als Tara schließlich auch fertig geworden war, ging wir zur Haustür und riefen ,,Wir sind draußen bis heute Abend." Wir liefen etwas durch die Stadt Tokyo und lachten über irsinniges Zeug. Als wir schließlich am Tokyo Tower vorbei kamen. Tara machte mich auf einmal an Cana und noch ein Mädchen aufmerksam, sie zog mich auf die andere Straßenseite und fragte ,,Los komm wir sprechen sie mal an." Ich riss mich von ihr los und fragte sie auf Italienisch ob sie nicht mehr ganz dicht sei. Sie sah mich fragend an,,Warum denn nicht? " Ich sah sie an und verdrehte genervt die Augen. ,,Ich sage nur Krypta, dann weißt du was ich meine. " Sie fing an zu überlegen und ich lief weiter. Als ich dann über meine eigene Füße stolperte und auf Cana flog. ,,Ah verdammt..." ich hielt mir den  Kopf und blickte zu Cana. ,,Bitte entschuldige Cana." sprach ich und verbeugte mich entschuldigend.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Di 24 Feb 2015, 23:15

Ich freute mich wirklich sehr darüber, Haruka kennengelernt zu haben. Vor allem war ich froh darüber, dass sie nicht Mikihiko war. Natürlich hätte ich mich trotzdem mit ihr angefreundet, aber ich wäre trotzdem einen Moment lang geknickt gewesen, wenn sich herausgestellt hätte, dass Mikihiko in Wahrheit ein Mädchen war. Für ihre Rückmeldung, dass ich meinem Avatar sehr ähnlich sah, dankte ich ihr. Tatsächlich war das nämlich kein Zufall, aber ich wusste bis gerade eben nie, ob nur ich dachte, dass ich meinem Avatar ähnelte oder ob das andere auch so sahen. Anscheinend war Letzteres der Fall.
Nach unserem ersten Kennenlernen herrschte erstmal peinliches Schweigen zwischen uns. Es mangelte mir nicht an Gesprächsthemen, denn ich wollte Haruka besser kennenlernen, falls das überhaupt ihr richtiger Name war. Vielleicht sollte ich das mal in Erfahrung bringen. Allgemein wusste ich aber nicht, worauf ich sie ansprechen sollte. In Japan war ich noch nie gut im Umgang mit anderen gewesen. Meine Befürchtung lag einfach darin, dass ich Haruka auf etwas Unangenehmes ansprach oder mich einfach im Ton vergriff. Ich wollte mich wirklich mit Haruka anfreunden, so wie wir es in Krypta getan hatten, doch ich wusste nicht wie.
Haruka sprach dann etwas an, was mich weniger erfreute. Darauf erwiderte ich: "Ja, das hoffe ich auch. Bestimmt ist er in der Nähe und sucht nur nach uns. Ich wusste auch nicht, wonach ich Ausschsu halten sollte. Meine Ähnlichkeit mit Aurora ist dir vermutlich auch nur zufällig aufgefallen, nicht wahr?" Ich setzte ein leichtes Lächeln auf. Auch wenn Mikihiko etwas spät dran war, so hatte ich noch die Hoffnung, dass er uns nicht bersetzte. Bis er uns fand, konnten wir uns ja noch unterhalten. Ich wollte nun genau wissen, ob Haruka nicht nur in Krypta Haruka hieß. Aus diesem Grund sprach ich: "Du hast dich eben nicht vorgestellt. Ich kann mir schon denken was das heißt, aber ich brauche Gewissheit. Dein richtiger Name ist auch Haruka, hab ich Recht?" Kaum hatte ich ausgesprochen, sah ich aus dem Augenwinkel jemanden, der sich mir näherte. Ich konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, als ich mich plötzlich am Boden wiederfand. Ziemlich schnell hatte ich raus, wer Schuld daran war. Tatjana! Zum Glück entschuldigte sie sich sofort bei mir, ansonsten wäre ich nämlich wirklich wütend auf sie geworden. "Schon gut. Das bin ich von euch gewöhnt. Was wollt ihr hier?", empfing ich Tatjana und Tara nicht gerade freundlich. Genau so wollte ich mich Haruka und Mikihiko gegenüber nicht verhalten. Ich stand wieder auf und wartete auf eine Erklärung der Zwillinge. Die Frage, die ich Haruka gestellt hatte, war auch noch nicht beantwortet.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Di 24 Feb 2015, 23:37

,,Naja.." fing ich an und grinste dabei ,,...Tara ubd ich wollten nur ein wenig spazieren, nur durch zufall haben wir dich entdeckt." Und es war noch nicht einmal gelogen. Ich blickte zu Tara, die bestätigend nickte. Schließlich sahen wir die brünette wieder an und grinsten.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   So 01 März 2015, 20:52

Schmunzelnd über ihre Frage wollte ich ihr eigentlich schon antworten, doch daraus wurde erst einmal nichts. Schade eigentlich, doch als ich dann realisierte, wer uns gerade wieder belästigte wurde mir wieder ganz anders. Wie hatten die beiden es denn bitte aus Krypta geschafft? Laut den Servern waren noch immer alle Spieler im Spiel, bis auf uns drei, aber das die beiden es auch geschafft hatten? Irgendwie kamen mir die beiden wie zwei Stalker vor, noch ganz milde ausgedrückt. Noch einen kurzen Augenblick dachte ich über meine Antwort nach, die ich ihr noch schuldig war, bevor ich versuchte mich wieder zu sammeln. Noch immer fühlte ich mich hier wegen der vielen Leute, nicht wirklich wohl. Hier fühlte sich alles so unecht an, obwohl es die richtige Welt war. Alle Geräusche und alle Gerüche waren in Krypta so viel intensiver. Diese Onlinewelt war einfach sehr viel schöner. Doch dann versuchte ich all meinen Mut zu sammeln und etwas sagen wollte Gut mir ging es auch etwas gegen den Strich, mich gerade wie das Fünfte Rad am Wagen zu fühlen. „Wie um alles in der Welt habt ihr es geschafft euch auszuloggen?
Und kommt mir bloß nicht damit, dass es noch funktioniert hat. Es sind noch über eine Millionen Spieler online, also wie habt ihr es geschafft?“, meine Stimme klang schon leicht aggressiv als ich sie fragte, aber dies war nicht einmal Absicht. Ich konnte es nur nicht glauben, dass es ausgerechnet die beiden geschafft hatten und die anderen darin gefangen waren. Selbst ich konnte nicht mehr sagen, ob wir es noch schaffen würden wieder aus Krypta zu kommen, wenn wir erst einmal wieder online waren. Immerhin hatte ich noch die Befürchtung, dass sich unsere lieben Hacker etwas einfallen lassen hatten, was auf uns wartete. Es konnte alles sein. Monster, die anderen User oder sogar beides zusammen. Eine unschlagbare Armee, die nur ein einziges Ziel kannte. Ich vermutete zwar, dass es noch mehr Avatare in Krypta gab, die mir nicht ans Leder wollten, aber diese erst einmal zu finden, war natürlich alles andere als einfach. Unschuldig zog ich mir im Nachhinein mein Kleid zurecht, als ob ich nichts getan hätte, ehe ich auf eine Antwort wartete. Und diese waren sie mir wirklich mehr als schuldig.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Do 05 März 2015, 22:28

Tatjanas Antwort war nicht gerade zufriedenstellend und mit meiner Frage hatte ich eigentlich nicht auf solch eine Antwort abgezielt. Ich reagierte ziemlich genervt auf die Anwesenheit der beiden und verdrehte sogar kurz die Augen, doch die beiden konnten ja nicht wissen, dass sie gerade ziemlich störten. "Und da dachtet ihr euch, dass ihr mir gleich auf die Nerven fallen müsst. Euch ist dabei aber anscheinend nicht in den Sinn gekommen, dass ich mich hier mit jemandem verabredet habe, oder?", meinte ich leicht gereizt, denn die beiden konnte ich hier gerade wirklich nicht gebrauchen.
Grundlegend hatte ich ja nichts gegen die beiden, sondern unterhielt mich manchmal gerne mit ihnen. Wir drei waren alle zur Hälfte Südländerinnen, weshalb es mir bei ihnen manchmal leichter fiel, ein passendes Gesprächsthema zu finden. Schon klar, sie beherrschten Italienisch während ich Spanisch sprach, aber selbst wenn die zwei was auf italienisch sagten, konnte ich ab und zu verstehen, was sie sagten. Trotzdem kam mir die beiden in diesem Moment ziemlich ungelegen
Noch ehe die zwei etwas darauf sagen konnten, meldete sich plötzlich Haruka zu Wort - wenn das denn auch ihr wirklicher Name war. Ich vermutete das schon, aber sie hatte mir in dem Punkt immer noch keine Gewissheit gegeben. Ihre Reaktion überraschte mich ein wenig, da ihr kleiner Ausbruch doch recht unerwartet kam. So kannte ich sie jedenfalls nicht und bis eben war sie auch noch deutlich ruhiger gewesen. Trotzdem sprach sie da ein Interessantes Thema an. Ich gab meinen Senf nicht mehr dazu, da sie im Prinzip schon alles gesagt hatte. Ich verschränkte lediglich meine Arme und sah die Zwillinge an, auf deren Erklärung ich wirklich gespannt war. In Gedanken hoffte ich gerade, dass Mikihiko sich jetzt auch noch etwas mehr Zeit ließ, solange die beiden noch da waren.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Fr 06 März 2015, 06:13

Wir hörten von Canas Worte und blickten uns gegenseitig an, bevor wir mit den Schultern zuckten. Wir sahen Cana noch einmal an und sprachen,,Tut uns Leid, dass konnten wir nicht wissen, das du heute verabredet warst." Wir verbeugten uns extra noch, wie es richtige Japaner taten. Ja ok gut hm Tara und ich waren ja zur Hälte Japanerinnen. Als Haruka uns eine Frage stellte, die uns leicht grinsen aber uns auch den Kopf einziehen ließ ,,Naja..." kam es von uns beiden, bevor Tara zum sprechen ansetzte ,,Als wir gemerkt hatten, dass ihr den Stein hattet sind wir euch..." und ich sprach weiter ,,gelaufen, denn wir wollten ja schließlich auch nach Hause zu unserer Familie." Ich beendete den Satz und wir blickten die beiden an. Ich sah Tara an und sie mich, bevor wir einen Seufzer ausstießen und sprachen,, Wir gehen dann mal, wir wollen Cana ja nicht bei ihrer Verabredung." Ich blickte Cana noch mal an und fragte sie auf Italienisch ,, Perché ha preso effettivamente piacciono ricordi come sei mi occupo di Tara e Krypta ..." * Schließlich drehte ich mich um und lief schon mal vor. Tara folgte mir gleich und lief still neben mir.


*,, Warum hat esdich eigentlich Interessiert denk daran wie du mit Tara und mir in Krypta umgegangen bist..."

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Sa 07 März 2015, 21:32

„So so ihr verfolgt uns also die ganze Zeit.“, mehr oder weniger begeistert war ich von dieser Erklärung. Gut begeistert war ich nicht, denn eigentlich hatte ich auf etwas ganz anderes gehofft. Mittlerweile machten sie sich nun mal auch nicht mehr beliebt bei mir. Sicher wollte jeder von uns bei seiner Familie sein, aber dies rechtfertigte nicht, uns zu verfolgen und dann auch noch zu belauschen. Erst recht war ich nicht dazu bereit, mich um jeden Anfänger zu kümmern. Zumal praktisch ganz Krypta hinter meinem Kopf her war. An sich konnten sie wirklich noch froh sein, dass ich sie nicht bemerkt hatte, denn ich war dort wirklich nicht zimperlich, so viel war sicher. Nachdem sie dann auch wirklich gegangen waren, hatte ich mich wieder entspannt. Es war nicht so, dass ich sie hasste, aber sie hatten sich allein mit ihrer Einstellung nicht wirklich beliebt bei mir gemacht. Wobei sie dies natürlich immer noch ändern konnten, die Frage war nur wie.
Ich jedenfalls bemerkte dann als erstes, dass es leicht anfing zu regnen. Erst ein Tropfen landete auf meiner Nasenspitze, dann ein weiterer und dann noch einer, bevor ich auch bemerkte, dass auf dem Boden bereits einiges zu sehen waren. Wir hatten uns nicht wirklich das beste Wetter für unser Treffen ausgesucht, dies musste ich zugeben. Trotzdem gab es hier genug Möglichkeiten, wo wir uns vielleicht unterstellen konnten um weiter zu warten. „Muss es gerade jetzt anfangen zu regnen.“, murmelte ich, ehe ein Seufzer diesem Murmeln folgte und ich nach einem guten Café in dieser Gegend Ausschau hielt. Ich kannte mich in einigen Vierteln in Tokyo gut aus, obwohl ich nicht oft das Haus verließ, aber trotzdem kannte ich mich was Cafés betraf wirklich gar nicht aus. Als ich dann schlussendlich doch eines fand, fragte ich auch sogleich, ob wir uns nicht dorthin setzen wollten. Immerhin kamen wir so aus dem Regen raus und unterhalten konnte man sich dort auch, während wir noch warteten. Hoffentlich tauchte er wirklich noch auf, aber ich hatte da so meine Bedenken.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   So 08 März 2015, 00:38

Die Erklärung der Zwillinge klang für mich ziemlich plausibel, auch wenn ich nicht gerne hörte, dass sie uns sogar in Krypta gefolgt waren. Dennoch verstand ich, dass sie ihre Familie wiedersehen wollten. Von jetzt an täten sie aber besser daran, wenn sie Krypta erstmal fernblieben, denn niemand konnte so genau sagen, welches Ausmaß der Schaden durch die Hacker annehmen würde. Man konnte eigentlich nur hoffen, dass Harukas Vater einen Weg fand, um diese Spinner loszuwerden. Danach schaffte er es auch bestimmt ihr Werk rückgängig zu machen. Tara und Tajana verschwanden dann, aber Letztere musste vorher noch etwas loswerden. Ich verstand nicht jedes Wort und was ich verstand, verstand ich nur groß, doch man konnte schon an ihrer Stimme hören, dass sie mir Vorwürfe machte. Sie hatte schon Recht damit, dass ich die zwei nicht ganz fair behandelt hatte, doch ich wusste auch genau warum, Eifersucht war der Grund dafür, was ich wohl niemals zugeben würde, da die zwei mir in allen Belangen unterlegen waren. Das klang jetzt schon ein wenig arrogant. Trotzdem hatte ich genau gesehen, wie sie mit Mikihiko geflirtet hatten, was mir überhaupt nicht gefallen hatte. Dass ich mir das auch nur eingebildet hatte, weil Mikihiko einfach nur nett zu den beiden war, spielte für mich dabei keine Rolle. Ich ließ mir von Tatjana auch kein schlechtes Gewissen einreden. Ich verschränkte lediglich meine Arme vor der Brust und sah ihnen schweigend nach, als sie gingen.

Plötzlich setzte Regen ein, was ich jetzt überhaupt nicht gebrauchen konnte. Der Regen würde noch mein Frisur ruinieren, wenn wir uns nicht unterstellten, und das natürlich noch bevor Mikihiko mich sah. Wenn er denn überhaupt noch kam... Meine Hoffnung darauf schwand mehr und mehr, doch noch war sie da. Ebenso begeistert vom Regen zeigte sich Haruka. So verschieden wir meiner Ansicht nach eigentlich waren, gab es dann doch Momente, in denen wir so ziemlich das Gleiche dachten. Der Regen und die Zwillinge waren da so zwei Beispiele. Haruka hatte vor mir einen geeigneten Ort gefunden, wo wir dem Regen entkommen konnten. Eigentlich sollten wir draußen warten, doch Mikihiko würde auch nicht wollen, dass wir uns eine Erkältung holten. Daher antwortete ich auf ihre Frage: "Perfekt! Schnell, lass uns dort hingehen." Ich ergriff Harukas Hand und eilte mit ihr zum von ihr ausgewählten Café, in das wir uns schließlich setzten.

"Die beiden strapazieren einem ganz schön die Nerven, nicht wahr?", meinte ich über Tara und Tatjana, "Aber eigentlich sind sie gar nicht so übel. Sie meinen es ja nur gut und wollen niemandem etwas Böses. Sie sollen nur die Finger von Mikihiko lassen." Mein Blick ging nach draußen, wo ich mich einfach nach Mikihiko umsah, selbst wenn meine Hoffnung, dass er noch kam, immer mehr abnahm. Ich stöhnte leise und murmelte: "Ich hoffe, dass er noch kommt..." Ich dachte hauptsächlich an Mikihiko, dabei sollte ich mich darüber freuen, dass ich Haruka schon getroffen hatte. Schließlich sah ich sie an und sagte: "Also, was ist denn jetzt? Du hast mir meine Frage immer noch nicht beantwortet. Ist Haruka dein richtiger Name?" Ich sprach bewusst etwas leiser, damit nicht gleich jeder hörte, was ich sagte. Wer wusste schon, ob uns nicht zufällig jemand belauschte, der uns einschließlich Mikihiko in Krypta etwas Böses wollte. Ich konnte mir gut vorstellen, dass die Hacker uns während unserer Abwesenheit zu sowas wie die Staatsfeinde Nr. 1 erklärt hatten. Es blieb wohl abzuwarten, was uns bei unserem nächsten Besuch erwartete, doch wir hatten es ja nicht so eilig. So viel Zeit musste sein, um uns vernünftig kennenzulernen.

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BeitragThema: Re: A new morning, the abyss of your life #2   Mi 11 März 2015, 16:12

Endlich aus dem Regen raus zu sein, war dann doch ein gutes Gefühl. Und vor allem fing es keine zwei Minuten später noch stärker an zu regnen. Viel mehr schüttete es wie aus Eimern. Bevor ich allerdings ihre Frage beantwortete tauchte auch schon ein Kellner auf, der unsere Bestellung entgegen nehmen wollte. Ganz schnell überflog ich noch die Karte, der ich zuvor nicht einmal einen einzigen Blick gewidmet hatte und entschied mich zum Schluss für einen grünen Tee. Nichts aufregende hier in Japan, aber ich brauchte heute wirklich keinen Kaffee. Irgendwie schon komisch, wenn man mal darüber nachdachte, dass momentan immer etwas dazwischen kam, wenn sie meinen Namen erfahren wollte. Schmunzelnd, legte ich die arte zur Seite, ehe ich mich mit meinen Ellenbogen auf der Tischplatte abstützte. Sicher meinten die beiden es nur gut, aber sie gingen mir mit ihrer Art einfach auf die Nerven. So anhänglich und so darauf bedacht, dass das Leben nur gutes mitbrachte. Irgendwie so richtig positiv eingestellt und ich konnte einfach recht wenig mit solchen Menschen anfangen. Ich war nicht so aufgeweckt und vor allem sah ich nicht alles im Leben positiv.
Sicher musste ich es auch nicht, aber meistens führte diese Denkweise dazu, dass ich nicht jedes dieser Mädchen mochte. „Ja mein richtiger Name ist Haruka, freut mich.“, eigentlich hieß mein Avatar ingame Tod, weshalb ich sogar noch leichter zu finden war, wenn man mich auf einer Karte vermerkte, aber mittlerweile wollte ich lieber mit Haruka angesprochen werden Obwohl es auch ein wirkliches Risiko war seinen richtigen Namen irgendwo anzugeben, erst recht online. Zwar konnte ich mich verteidigen, aber wer mich wirklich kannte wusste, dass dies nicht immer der Fall war. Diese Seite gehörte nicht immer zu mir und oftmals war ich auch einfach nur ein kleines Kind, welches sich über jeden Mist aufregte, wenn es mal nicht nach mir ging. Doch ich fand, dass jeder Mensch irgendwie so eine Seite an sich hatte, selbst wenn man diese verstecken wollte. „Nun ich bin neugierig, erzähl mir etwas von dir!“,

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